Agrarheute / Windräder haben Mitschuld am Insektensterben

  • Das Institut für Luft- und Raumfahrtforschung ist ja nicht irgendwer, sondern ein renommiertes Forschungsinstitut der BRD. Insofern kann m.E. nicht "Kreti und Pleti" finanzieren und den "outcome" manipulieren.


    Die Basisdaten sind klar und deutlich vorgerechnet: 1.200 to toter Insekten p.a., hätten wir noch die Insektenpopulation wie vor 30 Jahren, wären es weit über 3.000 to toter Insekten jährlich, und das noch konservativ gerechnet - siehe Tabelle am Ende, was außer Acht gelassen wurde. Die hilfreiche Annahme der WKA Industrie und deren Befürworter, dass Insekten niedriger fliegen, als "moderne Rotoren" hoch sind, ist wohl irrig!


    Interessant ist die Tatsache dass die Zahl 1.200 to trotz rückläufigen Insektenpopulation über die Jahre konstant bleibt, weil der Zubau von WKA steigt. Mit dem Vorhaben, die Anlagenzahl zu verdoppeln (von derz. ca. 33.000 auf ca. 70.000 WKA*) wird es weiter dramatisch. Und der Hinweis auf die Folgen in der Nahrungskette sind noch recht dezent.


    Aber der Meinungskorridor möchte das nicht; denn es passt nicht ins akt. Narrativ:


    C. Morgenstern in Palmström ...

    "und so kommt er zum Ergebnis,

    nur Ein Traum war das Erlebnis;

    denn - so schließt er messerscharf -

    dass nicht sein kann, was nicht sein darf."


    Solche Studien sind halt gerade nicht erwünscht.


    * zur Deckung des gesamtdeutschen Strombedarfs ohne Elektromobilität müsste die Kapazität versechsfacht werden (nach F. Vahrenholt, " Unbequeme Wahrheiten"), wobei das Problem des "Flatterstroms" nach wie vor bestehen bleibt.

    Anerkennen, was ist ! (Hellinger)

    Einmal editiert, zuletzt von beemax ()

  • 40kg pro Windrad und Jahr. Ein Hornissenvolk schafft das in 2,5 Monaten (Fairerweise muss man davon ausgehen, dass es auch gar nicht länger in einer solchen Stärke existieren kann).

    Ein Meisenpaar braucht für seine Brut ca 50kg Insekten pro Jahr.

    Wieviele kg Insektenkadaver fallen eigentlich durch Lichtverschmutzung an?

  • Das ist sicher eine Seite.

    Die andere ist, welche Ursachen sind es denn, die in den letzten Jahrzehnten zu der starken Abnahme der Insekten beigetragen haben?

    Und allein zu sagen, jetzt haben wir endlich den (!) Grund für zunehmende Insektenverluste herausgefunden, ist doch nicht richtig.

    Es ist die Summe sehr vieler Faktoren, die da wirken.

    Windräder sind nur einer!

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Im Vergleich zu den Verlusten durch Landwirtschaft, Versiegelung des Bodens und Autoverkehr sicher zu vernachlässigen.

    Insektensterben: Drastischer Insektenschwund in Deutschland | BR.de
    Monokulturen, Pestizide und andere Giftstoffe, Versiegelung der Böden und fehlende Blumenwiesen - all das macht den Insekten den Garaus. Seit langer Zeit ist…
    www.br.de

    Greenhorn seit Juni 2020, aktuell vier Buckfast Völker auf 12er Dadant US

  • Alle Formen der Energiegewinnung verursachen Schäden. Wir haben uns zu sehr daran gewöhnt, dass die mit konventionellen Energien verursachten unmittelbaren Schäden weit weg entstehen und die mittelbaren bei uns selbst bis heute ignoriert werden.

    Wer keine Nebenwirkungen von Stromerzeugung mag, muss massiv Verbrauch reduzieren.

    Ob durch Windräder mehr Insekten sterben als durch Klimawandel?

  • Das Institut für Luft- und Raumfahrtforschung ist ja nicht irgendwer, sondern ein renommiertes Forschungsinstitut der BRD. Insofern kann m.E. nicht "Kreti und Pleti" finanzieren und den "outcome" manipulieren.

    Zitat

    Bei seinen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten kooperiert das DLR weltweit mit anderen Forschungseinrichtungen und der Industrie.


    Zitat Wiki

    Was auch völlig normal ist und überall üblich. Das betrifft auch die Finanzierung von Forschungsarbeiten.


    In dieser Modellrechnung, eine Studie oder Untersuchung ist es ja garnicht, sind die Grundlagen so einseitig richtungsbestimmt ausgewählt, dass die Nachfrage nach dem Auftraggeber durchaus gestattet sein sollte. Der Konjunktiv ist im Bericht sehr dominierend und als Ergebnis kommt nur heraus, dass man mehr forschen solle.


    Mit dem Ergebnis kann man gut leben, es sogar unterstützen.


    Mal eine Frage dazu: Wie hoch ist die durschnittliche Wirkungsgradsenkung durch die Verschmutzung bei der Angabe "bis zu 50 %"? Vollkommen unabhängig, ob die Zahl 50 % überhaupt stimmt.


    Was einige dann aus dieser Modellrechnung herauslesen, steht nochmal wieder auf einem anderen Blatt.

  • Alle Formen der Energiegewinnung verursachen Schäden. Wir haben uns zu sehr daran gewöhnt, dass die mit konventionellen Energien verursachten unmittelbaren Schäden weit weg entstehen und die mittelbaren bei uns selbst bis heute ignoriert werden.

    Dem kann ich nur zustimmen. Die Argumentationen gegen Windkrafträder, Stromtrassen, Wasserkraftwerke, Solarparks usw usw sind oft ein ökologisch ummantelter Egoismus. Jeder findet alternative Energiequellen nur so lange gut wie sie bei andern in der Nachbarschaft aufgebaut werden.


    Wenn ich nicht will, dass in meiner Nachbarschaft ein Atomkraftwerk gebaut wird, muss ich eben was anderes hinnehmen. Strom fällt nicht vom Himmel - und selbst wenn, würde sich sicherlich auch hiergegen eine Bürgerinitiative bilden, die mir genau erklärt, warum dies das Schlimmste überhaupt ist und man das irgendwie verbieten muss. (Oje, ich werde polemisch).

    Um die 15 Carnica Völker auf 2 Standorte verteilt: Bochum (Hohenheimer) und Schmallenberger Sauerland (Segeberger).
    Bisher DNM, aber im Umbau auf DNM 1,5.

  • Der Artikel von agrarheute ist überhaupt nicht aussagekräftig. Da fehlen mir ganz viele Infos und es gibt keinen link zur eigentlichen Studie.


    Bei einer Erdwärmepumpe weiß man heute, daß die Veränderung des Kleinklima den Pflanzen insofern "schadet", die natürliche Flora verändert sich. Warum erwartet man von anderen alternativen Stromquellen, daß diese ohne Schaden an der Natur Strom produzieren können?


    An der Vogelwarte Sempach gab es vor Jahren schon Beobachtungen/Untersuchungen hinsichtlich Windkrafträder und Vögel. Ich erinnere mich nicht mehr exakt, aber der Tenor war, neue Räder langsam anlaufen lassen, die Vögel würden sich daran gewöhnen und dem neuen Hindernis ausweichen.


    Nun müsste man wissen, ob die Insektenpopulation nur in der Nähe der Windkrafträder gezählt wurde, in welcher Gegend man das erfasst hat und noch so vieles mehr...und selbst dann ist es schwierig nur Windkrafträdern die Schuld zu geben.


    Kennt jemand den Link zuf Studie?


    Schöne Grüße

    Ramona

    Der Tradition verbunden, der Natur verpflichtet.