Schimmel im Deckel

  • Hallo zusammen,


    Ich habe gestern meine 2 Wirtschaftsvölker kontrolliert, und dabei festgestellt das sich bei beiden im Deckel Feuchtigkeit gesammelt hat und sich Schimmel gebildet hat.


    Und das obwohl es in den letzten Woche fast nur Sonnenschein gab. Dem entsprechenden kann man undichtigkeit ausschließen.


    Beide Völker haben 2 Bruträume (Zander) + Honigraum.


    Kann mir da jemand weiterhelfen?


    Vielen Dank schonmal und einen schönen Sonntag.

  • Zu dieser Zeit sollte eigentlich kein Schimmel entstehen können.

    Vermutlich eine neue Beute gut gestrichen und ziemlich genau passende Magazine?

    Innendeckel mit dichtem, flächig aufliegenden Blechdeckel?

    Dann gibt es fast keine Möglichkeit mehr, dass der feuchte Dampf vom warmen Brutnest sich ins Freie verziehen kann. Dann ist es oben im Honigraum kühler, die warme, feuchte Luft steigt auf und kondensiert an den kühleren Rähmchen und der Beutenwand. Von der Beutenwand kann die Feuchtigkeit dann doch Stück für Stück nach Außen durchs Holz, was beim Rähmchen nicht so funktioniert. Ich würde an der Unterseite des Holzdeckels 3- 5 kleine Kerben einsägen, damit minimale Zirkulation möglich wird, ohne dass es gleich zieht in der Beute. Das werden die Mädels zwar wieder ab und an zu kitten, dann halt ab und an wieder aufkratzen.

    Die Rähmchen sind vermutlich nicht mehr ganz neu und schon mal abgeschmolzen worden?

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Bevor Du was unternimmst, suche nach der / den Ursache / n.

    Es hat einen oder mehrere Gründe.

    Wird schon! Dran bleiben.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Das ist doch Rätselraten pur. Vielleicht fangen wir erstmal damit an, dass weitere Informationen zum Deckel und oder der Beute, Standort etc. geliefert werden. Bei mir sind die Deckel selbst in Gewässernähe furztrocken.


    Klimadeckel, Sperrholz, Folie, Außendeckel, ggf XPS Dämmplatte? Was hast du? Wie stark sind die Völker?

  • Hallo, Segeberger Hartpordeckel sind bei gesunden Völkern schimmelfrei, dass zu Klimadeckel, Dachhinterlüftungen usw..

    Bis bald Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • Bevor Du was unternimmst, suche nach der / den Ursache / n.

    Es hat einen oder mehrere Gründe.

    Wird schon! Dran bleiben.

    Das ist der Gipfel der heissen Luft.

    Wenn Du nichts aussagen willst, bzw. kannst, lass doch diese digitale Umweltverschmutzung.

    Und 150 mm Deckel will außer Dir auch niemand.


    Gruss

    Ulrich

  • Danke für die Antworten.

    Vermutlich eine neue Beute gut gestrichen und ziemlich genau passende Magazine?

    Innendeckel mit dichtem, flächig aufliegenden Blechdeckel?

    Ja die Beuten sind noch relativ neu (max 1-2 Jahre).


    Ich imker mit Holz Heroldbeuten. Mit Deckel aus Sperrholz + Folie und Blechdeckel.


    Der Schimmel ist auch erst jetzt im Frühjahr entstanden. Nach dem Winter bei der ersten Kontrolle war noch alles ok.


    Pinte Die Völker nehmen mindestens 60% des Brutraumes ein.

  • Relativ neu heißt, noch nichts propolisiert. Jetzt wird ordentlich gebrütet, dann hast Du unten feucht und warm, oben noch nicht richtig besetzt, darum eine kühle Umgebung.

    Dort kondensiert dann die dampfige Luft auf allem was kalt ist. Keine Luftzirkulation, kein Abführen des Wassers das zu viel ist. Die Folie oben macht auch dicht, also kann es nur noch durch die Beutenwände, das funktioniert, aber viel langsamer als es von der Brut nachkommt. Ist unten die Windel noch drin? Die demnächst entfernen, wenn die kalten Nächte durch sind. Ohne Folie daran denken, dass dann die Feuchtigkeit durch das Holz nach oben kommt, wenn der Blechdeckel flach, ohne Luft aufliegt, dann steht da das Wasser an und der Holzdeckel gammelt.

    Über den Winter hat das Volumen der Beute zu der Menge der Bienen besser gepasst.

    Außerdem wurde da wenig gebrütet im Vergleich zu jetzt.

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Kann mir da jemand weiterhelfen?

    Es wird erklärt. Und das vielfältig. 😉

    Kann keiner weiterhelfen?

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Ich hatte auch Dadantbeuten, bei denen dieses Problem auftritt, das Holz der Brutraumzarge ist dicker, der Deckel besteht aus irgendeiner verleimten, sehr dicken Platte in der ne Aussparung für die Bienenflucht ist. Oberhalb und unterhalb der Platte ist dann wieder Holz als Leiste für den Rand.


    Photo wäre einfacher, aber die Deckel sind schon entsorgt...


    Da ich immer mit Innendeckel, Aussendeckel Holz und Metalldeckel aufbaue, dachte ich es ist entweder das Loch (bzw der kreisrunde Deckel dafür) nicht richtig verkittet worden oder die Feuchtigkeit kann durch dieses Material einfach nicht diffundieren.


    Meine Notlösung waren damals kleine Äste zwischen Innen- und Aussendeckel.

    Der Tradition verbunden, der Natur verpflichtet.

  • Einfach mal lesen. 😉

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Einfach mal lesen. 😉

    auch meinen Beitrag mit den Segebergern Deckeln, da ist gar nichts diffussionsoffen. Wober ich wasserfest verleimten Sperrholz ähnliche Eigenschaften zuspreche.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • Imkern mit Folie hilft da. Solange ihr euer Steak (Müsli) noch im Plister oder einer Plastiktüte kauft, sehe ich da auch kein Problem. Ansonsten muss der Deckelaufbau hinterlüftet sein.

    Fast jedes Hausdach hat heute eine Dampfsperre. Ich nutze sie auch bei den Bienen. Hilft auch gegen Bienenquetschen.


    Gruss

    Ulrich

  • Dampfsperre. Ich nutze sie auch bei den Bienen.

    Und wo bleibt da die „von der Brut aufsteigende Feuchte“?

    Sie muss ja weg, egal wohin und wie!

    Es ist nicht eine Frage der Größe des Volkes, sondern wohl eine Frage der Beute.

    Wenn die Größe des Volkes da alles bewirken sollte, dann müsste das Volk unnötig arbeiten. „… dem Bien genehm“

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.