Löwenzahn oder Raps ?

  • Hallo an alle ,



    ich bin gerade dabei, meine Strategie fürs nächste Jahr zu entwerfen.


    Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:


    Entweder in den Löwenzahn (was näher ist (km) ) auf 800 m.ü.d.M.


    oder in den Raps ins Neckarland.


    Was sagen die Profis unter euch ?


    Dass beide Honigsorten schwer zu vermarkten sind, weiß ich. Ich möchte deshalb auch größere Mengen für die Ableger und zum Auffüttern im Herbst verwenden.


    Gibt es da Eignungsunterschiede und Ergiebigkeitsunterschiede ?



    Was meint ihr ?




    Gruß


    buchneria

  • Hallo buchneria,


    also ich würde dir beides raten. Die starken in den Löwenzahn und die schwachen in den Raps. So mache ich es jedenfalls. Damit hast du zwei Dinge erreicht! Die kleinen werden sich im Raps gut entwickeln und du hast nur eine kleine Ernte welche sich dann bestimmt gut verkaufen läst! und zudem wenig schwarmprobleme. Die Starken sammeln auch genug Löwenzahnhonig (weil der nicht so ergiebig ist) und du hast näher, kannst also eine gute Schwarmkontrolle machen!


    Woher hast du das mit dem schwer Vermarkten vom Löwenzahnhonig?
    hast je schon welchen gehabt? reinen? oder mit Raps gemischten?


    Gruß

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo Toyotafan,



    danke für die Antwort ! :D


    Die Strategie leuchtet mir ein.


    Löwenzahnhonig habe ich noch nie gehabt. Das war nur eine Vermutung.
    Auch Rapshonig hatte ich noch nicht. Ich war bisher immer nur im Wald, wo es seit ich imkere (2001) immer gehonigt hat.


    Da das aber auch mal anders sein könnte. dachte ich, eine Wanderung in den Raps/Löwenzahn wäre ganz gut .



    Du meinst also, Löwenzahnhonig geht gut ?


    Kannst du zufällig noch etwas zu meiner anderern Frage sagen, ob sich Rapshonig evtl. auch als Winterfutter eignet ?





    Viele Grüße




    buchneria

  • Hallo buchneria,


    Raps als Winterfutter hab ich keine Erfahrung, und zudem stellt sich die Frage für mich nicht!
    denn für Raps bekomme ich min. 2,50 € im Fass :D 
    und fürs Winterfutter bezahle ich etwas über 0,50 €! :D


    alles Klar? :wink:



    Gruß

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo,


    natürlich ist Rapshonig als Winterfutter zu belassen, Geld rausgeworfen.
    Er schadet den Völkern aber nicht, da es ja ein heller Blütenhonig ist.
    Aber soweit wird es nie kommen, dass die Völker auf reinem Rapshonig überwintern. Rapshonig kommt im Mai, teilweise schon im April in die Völker; bis zur Einwinterung sollte davon nichts mehr übrig sein. Es sei denn, Du nimmst die Waben raus und hebst sie auf. :wink: 
    Aber eines gebe ich zu bedenken, selbst, wenn es den einen oder anderen mitlerweile nervt:
    Als Neuling sollte man sich bewußt sein, dass eine Wanderung in die Rapsmonokulturen auch Risiken in Form von Spritzungen, Beizmitteleintrag usw. ins sich bergen.
    Wie das bei Löwenzahn ist, der ja meist auf extensiv beweideten Flächen steht, kann ich nicht beurteilen.
    Ich möchte niemanden beinflussen, aber darüber nachdenken kann man schon.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Michael schrieb:

    Als Neuling sollte man sich bewußt sein, dass eine Wanderung in die Rapsmonokulturen auch Risiken in Form von Spritzungen, Beizmitteleintrag usw. ins sich bergen.
    Wie das bei Löwenzahn ist, der ja meist auf extensiv beweideten Flächen steht, kann ich nicht beurteilen.
    Ich möchte niemanden beinflussen, aber darüber nachdenken kann man schon.


    Hallo Michael, Hallo Miteinander,
    dem kann man nicht widersprechen. Der Löwenzahn ist mit Sicherheit nicht belastet, da er normalerweise kargen Boden liebt und auf den gülleuberdüngten Wiesen, die zuviel an Stickstoffübersättigung im Boden haben, nicht wächst.

  • Wie könnte selbst eine starke Stickstoffversorgung des Bodens den Nektar belasten? Eine Belastung des späteren Honigs durch den Imker kann ich mir aber vorstellen.