Das Ende der Einwabenkrüppel?

  • Du solltest doch mal wirklich anschauen und zuhöhren was sie zu Einwaben Brutableger sagt.

    Was sagt sie denn dazu ? Das wäre ja mal interessant, vielleicht missverstehen wir sie ja alle.

    Früher wäre sie hier im Forum gewesen, berichteten die ganz alten, die leider auch nicht mehr schreiben.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • WFLP Sehr gut auf den Punkt gebracht.


    rase Danke, dass war mir auch aufgefallen.



    Wir haben in den 90er nur über Ableger vermehrt. Die Ursprungsköniginnen stammen bei uns von Zelle ab.

    Wir haben nur von den besten Völkern nachgezogen, doch unbemerkt, weil man gewöhnt sich an die Völker, wurden sie aggressiver und unruhiger.


    Als wir dann die ersten Zuchtköniginnen bekamen, war das Kommentar von meinem Vater zunächst, "Brauchen wir nicht, die sind nicht besser, als unsere!"

    Doch als man da ran konnte ohne gleich ein Angriff zu befürchten, war das ein tolles Gefühl. Und der Unterschied war, wie Tag und Nacht.

    Doch schon in der nächsten Generation, sah man Tendenzen....

    So dass man sich nun immer um gute Genetik bemühte und von der Ablegerbildung abrückte, weil man viel mehr Auswahl hat, wenn man es anders macht.

  • Vermutlich existiert der Einwabenableger, einfach aus der ökonomischen Überlegung mit wenig Kosten einen Ableger an zahlende Kursteilnehmer abgeben zu können.


    Eins meiner Völker ist solch ein Krüppelchen und es bleibt, bei Volksstärke und Verhalten, deutlich hinter den Völkern mit F1 Königinnen zurück .

    Ist zwar keine aussagekräftige Vergleichsgrösse, aber für mich ein spannender Unterschied.

  • Vermutlich existiert der Einwabenableger, einfach aus der ökonomischen Überlegung mit wenig Kosten einen Ableger an zahlende Kursteilnehmer abgeben zu können.

    Vermutlich warst du noch auf keinem Vermehrungskurs von Pia Aumeier.

    Sie bekommmt nichts für die Ableger.

    Die Brutwaben stammen von den Teilnehmern und werden zu SBAs zusammen geschmissen.

    Von Ihr kommt dann der Zuchtstoff.


    Ob das bei dem Anfängerkurs anders läuft, kann ich nicht sagen.

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • So dass man sich nun immer um gute Genetik bemühte und von der Ablegerbildung abrückte, weil man viel mehr Auswahl hat, wenn man es anders macht.

    Und warum habt ihr nicht von euren Bienen selektiert? geht doch ganz einfach. Viele machen das über Jahrzehnte. Und die Stecher fliegen zuerst raus.


    Negative Storries kann ich auch von berühmten Herkünften erzählen.

    Imkern muß einfach, praktisch, bienengemäß, imkerschonend und preisgünstig sein

  • Selbstverständlich. Aber die Chancen auf tolle Bienen sind halt ungleich höher. Es geht aber immer um Wahrscheinlichkeiten, vor schlechten Ergebnissen ist kein Züchter gefeit. Aber zumindest bei der Aufzucht kann man sich ja etwas Mühe geben.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo zusammen, ich schalte mich auch mal ein. Ich finde es spannend, was sich hier gleich für Dynamiken entwickeln, sobald die Namen P.Aumeier oder Liebig fallen. Als Kursteilnehmer bei ihr bin ich gerne bereit eure Fragen mal live zu platzieren.


    Vielleicht als generelle Info, die Kurse geben einem einen guten Einstieg mit klaren Vorgaben, um relativ sicher durch das erste Jahr zu kommen. Es wird immer wieder betont, dass auch andere Wege funktionieren, aber hier eben ein Weg vorgestellt wird, der relativ wenig Aufwand erfordert.

    Ich kombiniere das mit einer Mitgliedschaft im lokalen Verein, Internet- und Bücherrecherche. Damit komme ich bislang sehr gut aus. Auch im Imkerverein herrscht so eine spaltende Liebig-Aumeier-Sym-/Antipahtie. Das finde ich hier und dort manchmal etwas anstrengend.


    Zu den Einwaben-Ablegern: Zur Vermeidung von Schwarmlust zieht sie beim Schneiden des D-Rahmens eine Brutwabe mit viel verdeckelter und einigen Stiften (den Hinweis von Night Shadow, die ersten verdeckelten Zellen zu brechen, finde ich ziemlich sinnvoll). Hinzu kommt eine Mittelwand und eine Futterwabe in einer kompletten Zarge. Der Boden bekommt einen Schaumstoff und wird ganz klein geöffnet. Nach vier Wochen guckt sie rein, prüft auf Stifte, behandelt mit Oxalsäure, ...

    Der 4er-Boden kommt hier nicht zum Einsatz, der wird meines Wissens nach genutzt, um die nachgezogenen Königinnen zu begatten.Das ist nicht Teil des Einsteigerkurses. Es gibt aber einen Vermehrungskurs, in dem alle Arten der Völkervermehrung beleuchtet werden.


    Wenn in euren Augen andere widersprüchliche Aussagen getroffen wurden, wäre eine Video-Nr und Zeitpunkt gut, ein Verweis zu einem anderen Video wurde ja oben genannt, vielleicht kann man so Licht ins Dunke bringen.

  • . Es wird immer wieder betont, dass auch andere Wege funktionieren, aber hier eben ein Weg vorgestellt wird, der relativ wenig Aufwand erfordert.

    Und die anderen Wege sind halt alle doof, da werden Plakate gegen bestimmte Betriebsweisen erstellt.

    Zander , zweizargigen, mit langen Ohren in der Liebigbeute ist der Königsweg, was anderes kennen die zwei halt nicht.....

    Lese Mal zwischen den Zeilen.

    Bis bald Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • So dass man sich nun immer um gute Genetik bemühte und von der Ablegerbildung abrückte, weil man viel mehr Auswahl hat, wenn man es anders macht.

    Und warum habt ihr nicht von euren Bienen selektiert? geht doch ganz einfach. Viele machen das über Jahrzehnte. Und die Stecher fliegen zuerst raus.


    Negative Storries kann ich auch von berühmten Herkünften erzählen.

    Tja, selektieren ist nicht so einfach bei Ablegern. 50 % Genetik ist durch den Drohn unbekannt, ausser man hat die Lufthoheit, was man normalerweise nicht hat.

    Bei Ablegern hat man erst nach langer Zeit einen Überblick, welche Eigenschaften das neue Volk hat und dann konsequent die aggressiven zu entsorgen, wobei das Volk am starten ist und da eine neue Brutwabe reinsetzen mit der Wahrscheinlichkeit wieder das gleiche Ergebnis zuhaben

    Aggressivität wird dominat vererbt, so dass man zu 75 % aggressive Völker mehr oder weniger entstehen. Wer würde 75% Ableger wieder auflösen oder neu starten?

    Nein, man vergleicht die Ableger und die sehr aggressiven werden entfernt, aber der Rest bleibt und gibt auch die Aggressivität weiter,. Selbst wenn man das sanftes Volk nimmt, kommt dazu immer noch mehrere Drohnen, die nicht sanft sein müssen .


    Selektion alleine über die mütterliche Seite bringt sehr wenig

  • Ich finde es immer wieder beeindruckend, wie lange man immer wieder diskutieren kann ob P. Aumeier/Liebig doof sind oder nicht.

    Es wird ihr vorgeworfen, dass es nur einen richtigen Weg gibt, dann wird ihr vorgeworfen, dass sie doch verschiedene Wege beschreibt.

    Man kann sich das ja anhören oder lesen und für sich selber schauen ob mir das was hilft.

    Wenn ich Bruder Adams Betriebsweise lese, ist das hochinteressant, aber für mich als Kleinimker in einer Frühtrachtregion nicht umsetzbar. Trotzdem kann man von seinem herangehen vieles abschauen.
    Aber diskutiert weiter, wenn es Euch Spaß macht. :)

    Gruß Uwe