Das Ende der Einwabenkrüppel?

  • Wer würde 75% Ableger wieder auflösen oder neu starten?

    Und wenn alle Ableger, die man hat aggressiv sind, kommt man auch nicht groß weiter.

    Richtig!

    Wenn keine da sind, auch nicht.

    Wenn man selektieren kann, wird es besser.

    Nach welchen Gesetzen der Vererbung werden denn 3/4 aller Ableger Stecher?

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Es wird ihr vorgeworfen, dass es nur einen richtigen Weg gibt, dann wird ihr vorgeworfen, dass sie doch verschiedene Wege beschreibt.

    Genau diese Diskrepanz ist das Problem. Sie zeigt unterschiedliche Arbeitsweisen, bezeichnet sie aber häufig gleich und wirft alles in einen Topf. Das ist sehr verwirrend.

    Als doof bezeichnen die beiden in der Regel nur diejenien, die die Diskussion über die Sachverhalte scheuen.

    Kritik an Äußerungen ist nicht gleichzusetzen mit einem Urteil über die Person.

    Die Art der Wissensvermittlung kann schonmal zu recht persönlicher Kritik führen, aber ganz besonders in diesem Punkt, sind die beiden alles andere als alleine, weder aktiv, noch passiv.

    "Doof" wäre so ziehmlich das letzte Adjektiv, mit dem ich die beiden beschreiben würde. Es trifft überhaupt nicht zu.

  • Wenn ich Bruder Adams Betriebsweise lese, ist das hochinteressant, aber für mich als Kleinimker in einer Frühtrachtregion nicht umsetzbar. Trotzdem kann man von seinem herangehen vieles abschauen.
    Aber diskutiert weiter, wenn es Euch Spaß macht. :)

    Gruß Uwe

    BR. Adam schreibt aber nur über Dinge,die er selbst. ausprobiert hat. Dabei hat er sich nie über andere Betriebsweisen herablassend geäußert Der hat viele Jahre 2 zargig geimkert und es dann verworfen. Seine Betriebsweise stand immer unter Erfolgsdruck, wenn es keinen Honig gab, gab es vom Kloster Konsequenzen.

    Bei P. Aumeier geht es nicht um Honig, sondern darum möglichst viele Jungimker in den Kurs zu bekommen, da hätte Br. Adam in seiner bescheidenen Art keine Chance gegen gehabt. Für solche Ziele muss man sich im Gerede halten.

    Für die Frühtracht ist aber das 2 zargigen auch nicht so das non plus Ultra. Schau mall wo Pfefferle geimkert hat und Hohenheim ist auch nicht gerade für seine Frühtracht bekannt. Hat nicht auch Dr. Liebig ein Buch über die Waldtracht geschrieben ?

    Bis bald Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • Ich finde es immer wieder beeindruckend, wie lange man immer wieder diskutieren kann ob P. Aumeier/Liebig doof sind oder nicht.

    Es wird ihr vorgeworfen, dass es nur einen richtigen Weg gibt, dann wird ihr vorgeworfen, dass sie doch verschiedene Wege beschreibt.

    Man kann sich das ja anhören oder lesen und für sich selber schauen ob mir das was hilft.

    Wenn ich Bruder Adams Betriebsweise lese, ist das hochinteressant, aber für mich als Kleinimker in einer Frühtrachtregion nicht umsetzbar. Trotzdem kann man von seinem herangehen vieles abschauen.
    Aber diskutiert weiter, wenn es Euch Spaß macht. :)

    Gruß Uwe

    nimm es mir nicht übel, aber das Kupieren von Hundeschwänze war auch üblich, bis man merkte, dass es eine.Verstümmelung ist.


    Ein Volk sehr klei zubilden, erhöht die Chance auf Verlust des Volkes. Anstatt eine sichere Methode gerade Anfängern nahe zubringen, wird etwas unterrichtet, was dem Volk schaden kann. Das muss nicht immer der Fall sein, auch das Kuperen ist nicht tödlich.


    Darf man nicht eine Methode nach tierfreundlichkeit bewerten?

  • Du kennst Mendel? Dann weißt du es selber beim dominanten Erbgang.

  • Werde Ich mal durchspielen. 😆

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Mir entzieht sich nur der Sinn, und Zweck eines Einwabenablegers.

    Ich habe keine Zweifel, dass man so ein Bienenvolk zustande bringt....Hat ja in meiner Gegend schon vor meiner Zeit funktioniert.


    Es passte aber nicht, in eine sinnvolle Bienenhaltung in meiner Gegend.


    Die Bilder von Aueren, zeigen ja, wie früh (zu früh) im Jahr, man einen solchen Ableger erstellen muss.....Es gab Jahre, da habe ich am 15 Mai den ersten Honigraum gegeben. Ein paar Tage vor der Kirschbaumblüte.


    Lg Sulz.

  • Mit meiner (einmaligen) Anwendung vor einigen Jahren wollte ich die Probe aufs Exempel machen, um jene zu widerlegen, die behaupteten, dass das unmöglich funktioniere. Sulz soviel zum Beweis.

    Dass dies nicht die Methode für Gebirgsgegenden ist, in denen schwarmreife Völker nicht vor ende Mai zu erwarten sind, liegt auf der Hand. Wo aber bereits im April der Schwarmtrieb startet, lässt sich damit arbeiten, insbesondere auch weil es wenig Aufwand erfordert.

    Wenn man imstande ist, die entstandenen Jungvölker im Herbst umzuweiseln, dann kann es trotz der Unkenrufe eine gefreute Sache werden wie ich es in der folgenden Saison erlebt habe.

    Meine Einstellung ist kein Werbespot sondern nur ein Bisschen Gegengewicht zu (vorgefassten) Meinungen.

    Dunkle Biene Mellifera Schutzgebiet Glarnerland (CH)

    CH Hinterbehandler im Bienenhaus

  • um jene zu widerlegen, die behaupteten, dass das unmöglich funktioniere.

    die Wenigsten bestreiten, dass es funktioniert, nur wie es funktioniert und was dabei rauskommt steht in der Kritik.

    Wenn man imstande ist, die entstandenen Jungvölker im Herbst umzuweiseln, dann kann es trotz der Unkenrufe eine gefreute Sache werden wie ich es in der folgenden Saison erlebt habe.

    Das ist aber nicht nach den Spielregeln, des "Einfach Imkerns". Vebessern kann man das System immer, aber wehe man zieht etwas ab, dann geht es in die Hose. Darum als Anfänger genau nach Anleitung. Nicht meinen es geht auch mit einer Wabe Miniplus.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • Moin,

    also Pia ist schon eine Persönlichkeit für sich.

    Wir hatten sie letztes Jahr bei uns 2x als virtuelle Referentin und an der einen oder anderen Stelle konnte ich mir ein schmunzeln nicht verkneifen.

    Auch die Rückmeldung bei uns im Verein war geteilt.

    Mir hat es trotzdem viel Spaß gemacht!

    Natürlich hat sie ihre Meinung zum 1-Waben Ableger vertreten.

    Auf Rückfrage, welche Fallstricke es dort gäbe, meinte sie, man müßte schon die richtige Wabe sich raussuchen, also eine mit möglichst viel schlüpfender Brut, aber auch wenigen Stifte.

    Das finde ich für Anfänger nicht wirklich einfach, aber klar, machbar.

    Auf die Rückfrage, wieviele von den 1-Waben Ablegern was werden, meinte sie glaube ich was von 80% (aber das ist ohne Gewähr von mir jetzt aus dem Gedächtnis).

    Auf die Rückfrage, wieviele von den 1-Waben Ablegern im Herbst zusammen geworfen werden, ist sie meiner Meinung nicht wirklich eingegangen. Es kommt wahrscheinlich auch darauf an, wie gut sie gebildet wurden und was man damit bezweckt. Ist halt was anderes, wenn ich ein Mini-Volk brauche, dass später umgeweiselt wird oder ob es mal ein Vollvolk werden soll, was ich auch über den Winter bringen will (zu wenig Bienenmasse für den Winter).

    Ich denke, es funktioniert, ist aber nicht ganz ohne Gefahr für die Völker.

    Mein Imkerkollege aus dem Verein, der dies letztes Jahr ausprobieren wollte, ist damit bös auf die Nase gefallen. Ich glaube 8 von 10 1-Waben Ablegern haben den Winter nicht überlebt. Und allein am Imker lag der Verlust nicht, der versteht eigentlich sein Handwerk.

    Ich für meinen Teil würde ein Mehrwabenableger, einen Kö-Ableger oder einen Sammelbrutableger einem 1-Waben Ableger unbedingt vorziehen!

    Gerade der Kö-Ableger ist in meinen Augen ein nahezu 100%-Garant auf 2 schöne Völker nach dem Teilen (zusätzlich Schwarmvorwegnahme!).

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • @Auren

    Ich führe fast jedes Jahr die Diskussion mit Jungimkern und stelle immer fest, wie einseitig die Sicht doch ist.

    Ich mache immer den Versuch mit den Jungimkern, zwei normale Ableger und zwei Einwabenableger, die dann betreut werden. Und bisher konnte ich jede Jungimker davon überzeugen, wie sinnvoll der normale Ableger ist. Im Vergleich zieht der normale Ableger nach 6 Wochen ab und wird zu einem schönen Volk, um das man sich bei richtiger Pflege und Behandlung nicht groß sorgen muss. Der Einwabenableger, wenn er funktioniert, braucht deutlich länger, bis er safe ist. Das hat Sulz bereits gesagt, wie wichtig der Zeitpunkt der Erstellung des Ablegers ist.

    Ich lasse die Ableger unter der Aufsicht der Anfänger und sehe regelmäßig, wie unsicher man am Anfang ist und wie unterschiedlich Anfänger an Probleme ran gehen.

    Bildet man viele Ableger, können diese einen Anfänger überfordern und erst kleine Probleme, können sich zu Fragen des Überlebens von Ablegern auswachsen.

    So stelle ich oft fest, dass die schwachen Ableger zu mehr Aktionen führen, um dem Volk zu helfen, was dann oft leider nicht so funktioniert, und dem Anfänger Stress verursachen, weil er sich zusätzlich Sorgen macht, ob er etwa falsch gemacht hat.


    Für mich ist die Kombination Anfänger mit Einwabenableger ein Problem. Es wird als wenig aufwändig beschrieben, aber wenn ich beurteilen müsste, welcher Ableger mehr Arbeit über die Zeit macht, dann ist der Einwabenableger deutlich arbeitsintensiver und psychisch belastender für den Anfänger.


    Du magst erfahren sein, so dass es für dich eine tolle Lösung ist. Aber nicht jeder Imker hat deinen Wissenstand und dein Können. Und deshalb wäre ich froh, wenn Pia Aumeier nicht mehr in Anfängerkursen, den Einwabenableger propagiert.

    Ich schaue gerne die Livestreams an und finde immer wieder tolle Sache zum Nachdenken. Aber warum muss man immer in schwarz und weiß eingeteilt werden, darf man nicht einiges gut finden und anderes kritisch hinterfragen? Lernen wir alle nicht jeden Tag dazu?

  • „Normale Ableger“, ja dann mal dem Anfänger (und notfalls öfter) erklären wie er normale Ableger macht und folgend betreut.

    Oder will alle Welt eine / mehrere andere Varianten der Völkervermehrung favorisieren? Und warum?

    Es geht um Anfänger!

    Gruß

    Harald

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.