Kleine Zellen?

  • Hallo,


    als Ergänzung zum vorigen Thread:
    bei mir kommen in die Bruträume kleinzellige MW, also 4,9er oder bei noch umzustellenden 5,1.


    Ich werde es nicht mehr riskieren, mir unbekannte Herkünfte auf einen Schlag von 5,5 mm auf 4,9mm zu setzen; das kann in echte Quälerei für die Bienen ausarten!
    Ich kann aufgrund meiner eigenen Fehler auch nur jeden davor warnen!
    Wenn man merkt, sie packen es nicht, kann es schon fast zu spät sein...


    Bei Herkünften, wo ich aus eigener Erfahrung weiß, daß sie es können, ist kein Problem; meistens bauen sie dann nur ab und zu Fehler ein.


    In die Honigräume kommen 5,5 mm MWs; dadurch hat der Betrieb ohne Absperrgitter unerwartet gut funktioniert *freu*


    Ich gehe auch davon aus, daß meine Drohnen durch den unbeschränkten Zugang zum Honigraum auch glücklicher und fitter waren...
    Zumindest habe ich erstaunlich viele der dicken Jungs dort gesehen :wink:


    Da ich den ganzen Kram auch noch nach Housel reinhänge, sehe ich allerdings langsam ein Problem auf mich zukommen:
    wie markiere ich meine Rähmchen so, daß ich auch im Herbst noch ohne großes Abkratzen weiß, welches MW-Maß ich drinhabe???


    Hat da vielleicht jemand eine Idee???


    Bin mal wieder für jeden Tip dankbar :wink:

    Schöne Grüße von der Weser!


    buckibiene

  • Also..
    in den Beuten, in denen ichs probiere, habe ich nur noch 5.1 und 4.9.
    Daher reichts, wenn ich eine davon markiere.Allerdings will ich auch die Y-Seite sehen.
    Ich schneide daher den 5.1 auf der Y-Seite den Ohren ein Eck weg.
    Den 4.9 beide Ohren.



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    \_________________________________/
    ^
    Y- Seite 4.9


    __________________________________
    |-----------------------------------------------------|
    |_________________________________/
    ^
    Y- Seite 5.1



    Vielleicht hilfts ja


    Gruß,
    Erwin

  • Hallo, Erwin,


    dankeschön für die Mühe, die du dir mit deiner Antwort gemacht hast! :D 
    Aber ich möchte eigentlich nicht an meinen Rähmchen rumsägen :oops: 
    Da muß es noch etwas Einfacheres geben....


    Was mich zum zweiten Teil meiner Antwort bringt: wieso hast du beide Maße in einer Beute?
    Ich hab nur entweder komplett 4,9 oder komplett 5,1 drin...
    Alles andere verwirrt die Mädels nach meiner Erfahrung nur!
    Wie sehen deine ausgebauten Waben in dieser Mixtur denn aus?
    Akzeptabel oder vermurkst?
    Wobei der Begriff "akzeptabel" durchaus eher eng zu fassen ist...
    Hast du alle drei Richtungen nachgemessen?
    Hast du Fotos?
    Ich weiß allerdings nicht, was die Kollegen dazu sagen (Reiner, sag doch mal was!) :lol:

    Schöne Grüße von der Weser!


    buckibiene

  • Mensch Buckibiene, schreib doch einfach auf die Oberträger, was für Mittelwände und in welcher Position Du sie eingesetzt hast, oben drauf. Ich selber schreibe meist das Jahr drauf, wann ich das Rähmchen eingesetzt habe ( man staunt, wie unterchiedlich Waben von den Bienen genutzt werden und deshalb verschieden "altern"). Dazu noch das Zeichen für männlich bei Drohnenwaben,evtl. noch 1, 2 oder 3 dazu, wenn ich mehrere benutze. (damit ich beim Ausschneiden weiß, welche dran ist). Für Y auf dem Kopf stehend oder Y richtig herum kannst Du das ja entsprechend aufschreiben. Ach ja, ich nehme einen ganz normalen Bleistift, HB. wenn es einer ganz genau wissen will. Viele Grüße Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo, Lothar,
    und das kannst du nach einer Saison noch alles lesen? :o :o :o
    Ich hab es mit permanenten Eddings versucht, aber keine Chance...
    Im Moment denke ich gerade über Brandstempel nach :wink:

    Schöne Grüße von der Weser!


    buckibiene

  • Hallo,


    ich markiere meine Rähmchen mit Heftzwecken. Die gibt es in mit unterschiedlich farbigen Köpfen. Bisher habe ich allerdings nur zwei Farben benötigt, für den Baurahmen und dann noch für besonder z. B. weil man eine Weiselprobe gemacht hat.

    Gruß Thomas (Hatte mal vier Jahre lang Bienen. Dann aufgrund einer Bienengiftallergie aufgehört.)

  • Hallo, Thomas,
    das habe ich in meinen ersten Jahren auch gemacht, aber auf Dauer ist es bei allen Rähmchen zu aufwendig und wird wieder ein Kostenfaktor. :-? 
    Ich suche eine einfache Lösung, die schnell, billig und dauerhaft ist...
    Und die muß folgendes beinhalten: y-Richtung, Zellengröße (das kann ich zur Not auch außen dranschreiben, weil ja nur ganze Zargen getauscht werden), das Jahr.
    Die Rähmchen ansägen möchte ich nicht, Draufschreiben funktioniert auch nicht, zumindest nicht länger als eine Saison), und Heftzwecken wird zu teuer.
    Was könnte man noch machen?

    Schöne Grüße von der Weser!


    buckibiene

  • Hallo buckibiene,


    deine Ausführungen zur Vereinheitlichung Zwecks einer Kostenreduzierung konnte ich bisher nachvollziehen und sehe es im Grunde genauso.
    Aber bei Heftzwecken zu behaupten, dies wäre zu teuer, da kamen mir doch Zweifel und ich habe mal die Preise abgecheckt: 0,0069 € pro Stück :o
    Ich möchte dich da auch in Eurozeiten noch als Pfennigfuchser bezeichnen!


    Und vor allem, wieso soll ich alle Rähmchen kennzeichnen. Ich zeichne mal einen Drohnenrahmen und damit hat es sich bisher gehabt. Alles andere ist ja in der Regel für das ganze Volk gültig und ich notiere es mir auf der Stockkarte. Die kann ich mit nach Hause nehmen und nachbearbeiten oder was auch immer. Für die Bienen sind die ganzen Bemerkungen von uns Imkern absolut uninteressant, da sie sowieso nicht lesen können. :wink: 
    mfg
    Werner Egger

  • hallo


    natürlich interessieren auch mich die kleinen zellenauch aber hauptsächlich wegen einer eventuellen varroaresistenz. deswegen meine frage an alle mit kleinen zellen. wie ist es bei euch mit der varroaresistenz?


    gruss


    wolfgang

  • Hallo, Wolfgang,


    es gibt keine varroa-resistenten Bienen! Nirgendwo auf dieser Erde!


    Es gibt nur Bienen, die einen gewissen Prozentsatz an Varroen tolerieren und damit relativ gut leben können.
    Wo dieser Prozentsatz liegt, versuchen wir ja gerade herauszufinden...

    Schöne Grüße von der Weser!


    buckibiene

  • Hallo zuammen, mit den kleineren Zellen befinden wir uns auf einem Irrweg. Die Größe der Wabenzellen nimmt vom Äquator her Richtung Norden und Süden zu. Das ist eine Anpassung der Biene an die Klimabedingungen. Größere Bienen können ihren Wärmehaushalt besser regulieren. Wenn wir unsere Bienen auf Klein "trimmen", könnten sie diese Anpassung an unsere Klimabedingungen verlieren. Die kleineren Bienen haben aber eine kürzere Verdeckelungszeit, sie schlüpfen zwei bis drei Tage eher. In der Zeit paaren sich die Varroen bei unseren Bienen in den verdeckelten Zellen. Bei den kleineren Bienen haben die Varroen diese Möglichkeit nicht. In der Verkürzung der Verdeckelungszeit scheint mir eher die mögliche Lösung des Varroaproblems zu liegen. Zumal es bestimmt auch Abweichler bei unseren Bienen gibt, die kürzere Verdeckelungszeiten haben. Das ließe sich herauszüchten, zumal es "Nur" um 36 bis 48 Stunden weniger geht. Viele Grüße Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,


    woher möchtest du wissen, dass wir uns da auf dem Irrweg befinden?????? Betrachte dir doch die Zellgrößen die vor hundert Jahren bei unseren Bienen IM NATURBAU gebaut wurden! Die waren klein! Darüber hinaus sind die KLEINEN Bienen besser in der Lage den Wärmehaushalt im Stock zu regulieren, da das Brutnest kompakter ist usw. In den heutigen Bienen ist durch die künstliche Vergrößerung durch Mittelwände mit großen Zellen "mehr Luft", das heißt sie ist bei einem Größenzuwachs um 50% nur etwa 15% schwerer! Auffallend ist in diesem Zusammenhang die erheblich größere Flugkraft der alten Bienen im Vergleich zu den heutigen. Klar, weniger Luftwiderstand bei annähernd gleichem "Motor ", sprich Flugmuskulatur.


    Die Verdeckelungszeit ist auch nicht um "zwei, drei Tage" kürzer (schön wäre es!). Die Zucht (Selektion) auf eine kürzere Verdeckelungszeit funktioniert, da haben die Buckfastzüchter schon Mitte der 90er damit begonnen. Nur den gewünschten Erfolg der Varroatoleranz kann man damit ALLEINE nicht erreichen.


    Wie die ganze Theorie auch ist, die Praxis zeigt, dass identische Bienenherkünfte auf kleinen Zellen eine Varroatoleranz erwerben können, auf großen Zellen jedoch nur sehr eingeschränkt (immer auf unbehandelte Völker bezogen). Es gibt in D ganze Bienenstände, die seit zehn Jahren unbehandelt existieren (und auch Honig bringen)! Allerdings nicht auf den großen Zellen, das fällt auf.


    Sicher spielen bei der Varroatoleranz viele Faktoren eine Rolle. Weder die Verdeckelungszeit alleine, noch die kleinen Zellen alleine werden des Rätsels Lösung sein. Aber diese Faktoren zusammen mit anderen, das wirds bringen. Wenn wir doch schon alles wüßten, das wär schön!


    Deshalb müssen wir es versuchen. Es gibt ja auch wenige Carnicaherkünfte die kleinzellig bauen, es also noch nicht ganz vergessen haben. Und gerade die vielgeschmähte Dunkle kann es gut. Du bräuchtest also gar nicht in die Ferne schweifen. Nicht nur die aftrikanischen Bienen bauen kleine Zellen!

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    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo,
    genau meine Meinung!
    Wir können es uns nicht leisten, irgendwas NICHT auszuprobieren!
    Und solange es unbehandelte Völker auf kleinen Zellen gibt, die nicht nur überleben, sondern auch noch Honig bringen, wo ist da ein Irrweg zu sehen?


    Den Irrweg sehe ich da eher in der ständigen Medikation, egal mit was....
    Es kann den Bienen auf Dauer nicht bekommen, ständig mit irgendwas behandelt zu werden!
    Chronisch kranke Menschen leiden bei ständiger Medikamenteinnahme am Schluß auch mehr unter den Neben- und unerforschten Wechselwirkungen als an ihrem ursprünglichen Leiden!

    Schöne Grüße von der Weser!


    buckibiene