Imkerei erweitern auf 25 bzw. 50 Völker

  • 2022 z.B. und da ging selbst mit Standimkerei je nach Standort noch mehr als 50, wandern oder dritte Tracht nicht mal eingerechnet. Ne halbe Tonne Honig oder mehr musst du erstmal verarbeiten und verkaufen. Ist was anderes als 1-2 Eimer die aggro87 dieses Jahr gehabt hat ne dürfte

  • je nach Standort

    ganz wichtig. Die öffentlichen Zählungen kommen auf geringere Werte.

    Um die Arbeitsleistung abzuschätzen kann man ruhig mit 50 Kilo rechnen, bei den Umsatzzahlen kalkulierte ich eher mit weniger als der Hälfte. Ein Totalausfall, wie bei vielen Imkern 2021 im Süden Deutschlands, schiebt sich auch immer wieder gerne mal dazwischen.

    "In einer Demokratie hat jeder das Recht auf eine eigene Meinung, aber nicht auf eigene Fakten."

    aus "Mensch, Erde"

  • Meiner Meinung nach hilft es nur begrenzt, bei einer richtigen und großen Imkerei, bei den Hochsaison-Stoßzeiten dabei zu sein, weil man nie die selbe Logistik und Räumlichkeiten haben wird.

    Besser wäre, bei der Schwarmzeitphase mal paar Tage mitzufahren.

    Warum ist ein und die selbe Tätigkeit einmal wenig hilfreich und einmal besser? Klärst du mich Unwissenden bitte mal darüber auf?


    Abgesehen davon erweckst du recht deutlich den Eindruck, die 150 Völker würden von einer einzelnen Person, an einem Tag bearbeitet. Man muss schon sehr um die Ecke denken, wenn man hier ein Team von mindestens zwei Personen erkennen will. 6,5 Minuten sind immer noch sportlich, inklusive der Fahrt- und Rüstzeiten.

    "In einer Demokratie hat jeder das Recht auf eine eigene Meinung, aber nicht auf eigene Fakten."

    aus "Mensch, Erde"

  • je nach Standort

    ganz wichtig. Die öffentlichen Zählungen kommen auf geringere Werte.

    Um die Arbeitsleistung abzuschätzen kann man ruhig mit 50 Kilo rechnen, bei den Umsatzzahlen kalkulierte ich eher mit weniger als der Hälfte. Ein Totalausfall, wie bei vielen Imkern 2021 im Süden Deutschlands, schiebt sich auch immer wieder gerne mal dazwischen.

    Kalkuliere auch mit 25kg. 2021 war hier auch echt mies. Frühtracht lohnt sich kaum zu schleudern, Sommertracht war auf normalem Niveau, so dass man 2021 unter den zuvor genannten 25kg lag. Als langfristiger defensiver Wert stimme ich dir aber zu (je nach Standort).


    Mir ging es auch nur darum, dass du auch mit sehr guten Jahren umgehen können musst (oder halt Honig in den Völkern lassen musst, wenn du es nicht kannst). Ist auch ein Aspekt für Wachstum.

  • Berggeist Weil es eben nicht immer die selbe Tätigkeit ist. Es macht doch schon einen Unterschied, ob du nur Honigzargen aufs Absperrgitter knallst bzw mit einem elektr. Zargenheber von der Bienenflucht runter zum Fahrzeug bringst, oder ob du auch in den Brutraum schaust usw


    Weiß nicht wo das Problem liegt. Kenne keinen Erwerbsimker der nur 8h am Tag arbeitet, den Luxus gibts nur im Winter. Und warum sollte es nicht möglich sein, dass es ein Personal im Hof gibt, dass für einen aufladet?


    Gegenfrage: Braucht ihr etwa mehr als 10min, wenn ihr ein Volk durchschaut? Man liest ja nicht nur die Waben, sondern erkennt oft an den Bienen selbst, was Sache ist?


    Ich denke, das reicht jetzt. Dem Thread-Ersteller bringt das jetzt auch nicht mehr weiter... schönes Wochenende.

  • Lachnide


    Moin,


    also nur um Deine Aussagen mal etwas einordnen zu können.

    Hast du deine Informationen bzgl. größerer Imkereien vom Stammtisch, von einem Tag der offenen Tür, einem Praktikum oder arbeitete du dort schon längere Zeit aktiv mit?


    Dein Profil gibt diesbezüglich nichts her.


    Nicht das hier noch der Eindruck entsteht, pro Person 150 bzw. 75 Völker am Tag korrekt zu bearbeiten wäre überhaupt kein Problem. Solche Aussagen führen dann natürlich bei Anfängern schnell zu nicht realisierbaren Wachstumsvorstellungen.

    Und damit sind wir wieder beim Thema...


    Viele Grüße

    Ron

  • Für einen Anfänger würde ich mindestens 20 Minuten pro Volk vorsehen.


    Wenn ich an den Bienen bin und einen Stand bearbeite, wunder ich mich immer wieviel Zeit plötzlich weg ist. War zwar schön, aber ist ja auch ein Hobby.


    In den Völkerzahlen, welche hier als Wirtschaftsvölker besprochen werden, kann man aber die Zeit nicht mehr nur wegen Hobby deklarieren, denn sonst kommt man einfach irgendwann nicht mehr vorwärts oder rückwärts und ist rund um die Uhr (also jede freie Minute bei den Bienen).


    Da fragt sich ein Partner und die Kinder dann zu Recht, wann Sie dran sind!

  • Naja wenn man irgendwann weiß was los ist, lässt sich schon ne Menge Zeit sparen. Will ich nur wissen ob die weiselrichtig sind, das dauert vielleicht eine Minute, oder Schwarmkontrolle, das kann schonmal gut 10 min dauern, oder TBE, was vielleicht 15-20 min dauert mit Material Schlepperei, oder ne unbegattete Königin soll gefunden werden, das dauert auch länger. Ich weiß nicht ob es schon einen Thread dazu gibt, welche Handgriffe man sich alles sparen kann, da kommt schon gut was zusammen und ich bin immer noch nicht wirklich effektiv und könnte sicher auch das ein oder andere mal Kiste öffnen sparen (Buch "am Flugloch"), aber immerhin keine Stunde mehr wie am Anfang :)


    Schöne Grüße - Matthias

    Es war alles sooo gut geplant. Und dann kam das Leben dazwischen...

  • Lachnide, wenn Du für jede Tätigkeit einen Angestellten hast, bei 6 Tagen die Woche , je 150 Völker, wieso soll da ein Imker mit 50 Völkern mitlaufen. Den Frust kann man sich ersparen. Ich bin Alleinunterhalter mit gelegentlich fremder Hilfe. Bei Dir zuzuschauen wäre interessant, aber lernen, für den Einmannbetrieb, kann man da nicht wirklich viel.

    Alleine effektiv arbeiten bedeutet, 30 Sachen gleichzeitig zu bedenken und zu tun, und nicht, 10 Leute zu delegieren.


    Lernen tut man in Betrieben, die etwa die gleiche Größe haben wie der eigene.


    Und ja, Dein Statement las sich so, 150 allein am Tag. Kein Hinweis auf Mitarbeiter.


    Gruss

    Ulrich

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    Ja so ein Thread für Optimierungen und Effektivitätssteigerungen wäre was. Man liest zwar viel über Pech&Pannen oder Erfolge und zieht sich das passende raus.

    Schön wäre vielleicht was einen ganz extrem nach vorne gebracht hat. (natürlich in Relation zur Völkeranzahl).


    Bei mir war das letztes Jahr die 4er (8er) Selbstwende mit Automatik und dieses Jahr eine gnadenlose Standardisierung (nur noch gleiche Lieferanten).


    Bei manchen Arbeiten stellt man sich auch an… Man kommt gar nicht auf den Gedanken es anders zu tun, ehe man es mal wo gesehen oder gehört hat.


    Schönes Wochenende euch allen

  • Hallo nochmal,


    wenn du (erst mal) bei 8 Völkern bleiben möchtest, ist das zumindest schon mal ein guter Vorsatz. Wenn du merkst, dass dein Honig schon einen Monat nach Ernte komplett abverkauft ist, kannst du ja immer noch erweitern.


    Trotzdem solltest du noch einen Leerstand haben, an dem du vermehren kannst. Dort könntest du dann die Ableger über den Winter bringen und im nächsten Jahr Verluste ausgleichen und ggf. Völker verkaufen. Wenn sich dann die Gelegenheit bietet, weiter durchzustarten, kannst es ja dann auch spontan.


    Du schaffst das schon :)


    VG,


    Thomas

    My Brother went over the Ocean, my Sister went over the Sea. My Father went over my Mother, that was the beginning of meeeee...


    10 Völker Carnica/Buckfast DNM 1.0 und 1.5 in Seegeberger und Holzbeute, Anfänger seit 2021

  • aggro87 Mindestens 2 Stände werden benötigt, sobald mit Kunstschwärm(ch)en Begattung bzw vermehrt wird.

    Gleichzeitig testet man neue Standorte auf Trachtband und beugt vor, mit allen Bienen plötzlich in einem Sperrgebiet zu stehen.

    HR kann man nie genug haben, man kann sie auch mit Trennern als Doppelableger verwenden, Schwärme einschlagen und Reservevölker überwintern. Da würde ich zuerst die Materialreserve über Winter erweitern. 3 HR-Zargen je DD-BR sind eher der Mindestbedarf, ich würde eher 5 je BR ins Lager stellen, inkl zusätzlicher Trennschiede, Platten als Zwischendeckel, weitere 4 ASG.

  • wenn überhaupt, in diesen Zeiten ist aller Anfang gefährlich, wenn, dann nur aus dem Laden selbst heraus wachsen. Also ganz klar, kein fremdes Geld, und möglichst alles selber bauen. So wie vor vielen Jahren halt üblich.

    So ein Honigabsatz muss über Jahre aufgebaut werden, das fällt nicht in den Schoß, auch das braucht Zeit und kostet neben Geduld auch Le(E)ergeld.

    Gleich vom Imkerglück also schööönen blinkenden Maschinchen und Kesseln träumen, rate ich auch ab, ERST wenn das Geld über ist! Jaha doch, es geht mit Geschick auch anfangs ohne ;)

    Und wenn deine Frau nicht mitspielt und mit arbeitet, bei dem fehlen von kompletter Rückendeckung, AUFGEBEN den Traum. (ehrlich sein, sonnst bist Frau und Kinder auch noch los)

    Und schön ist es auch nicht wenn dir Regen und Schweiß den Rücken runter, die Zellen kaputt gebissen oder es keinen Honig, die Queens nicht begattet, die Varroa macht was du nicht willst, dir die Schwärme nur so abzischen usw.

    Das Ding macht Arbeit, viel schwere Arbeit, bei wenig Brot. Wenn du das nich unbedingt durchhalten willst, kannst du das auch nicht.

    Und Urlaub... den kannst abschminken.

    Is es dir das Wert?

    Mein Senf dazu

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Richtige Auslese und exaktes Verpaaren, ist das Ruder mit dem das Schiff auf Kurs gehalten wird.

    Paul Jungels


    https://www.bienen-plus.de/