Bienenstand erweitern ohne Risiko (?)

  • Ich überlege, nächstes Jahr den Bienenstand von 2 auf 4 Beuten zu erweitern, die dann in einem Viererblock nach Bruder Adam stehen sollen. Jetzt stehen die 2 Völker nebeneinander am Waldrand auf je vier 1/2 m hohen Palisadenpfählen, ca. 1 m Abstand, Fluglöcher 90° versetzt.


    Mir kommen 2 Fragen:


    1. Wenn ich jetzt vor diese Plätze noch mal 2x4 Pfähle in den Boden schlage, bedeutet das ja eine Störung der Völker durch die Erschütterungen, und ich will sie ja zu dieser Zeit ungern nerven. Andererseits: wenn ich bis zum Frühjahr warte, stehe ich mit dem Vorschlaghammer mitten in der Flugbahn. Was würdet Ihr empfehlen?


    2. Die 2 jetzt vorhandenen Beuten müßten dann in die vordere Reihe gerückt, also um ca. 1,5 m versetzt werden. Geht das überhaupt ohne Probleme (die alten Plätze könnten ggf. erst mal frei bleiben)? Und wenn ja, wann macht man das am besten?


    Hat jemand Ideen oder Erfahrungen?


    Viele Grüße, Johannes

  • Hallo, Johannes,


    also, wenn du jetzt deine Pfähle reinschlägst, störst du sie noch nicht allzu doll.
    Je nach Wetterlage lieber jetzt als im Frühjahr, wenn der Boden matschig ist, oder? :D


    Und umstellen kannst du sie auch, kein Problem!
    Im Frühjahr müssen sie sich sowieso wieder neu einfliegen...


    Also, Vorschlaghammer raus und ran! :wink:

    Schöne Grüße von der Weser!


    buckibiene

  • Hallo Johannes,


    ich würde die Völker jetzt oder besser später um 90° verdrehen und nicht versetzen. Damit hast Du die Arbeitsfläche frei. Und dann würde ich die Palisaden einschlagen, wenn der Boden richtig tief durchnäßt ist, also im Frähjahr, wenn die Bienen schon fliegen. Nach diesem trockenen Sommer wird das Reinkloppen sonst unnötig schwierig und weil die Palisaden im trockenen Boden schwingen, werden sie auch nicht so fest.


    Hast Du auf den Palisaden noch einen Holzboden auf dem die Bienen stehen oder pfeift unter dem Gitter Deiner Beuten der Wind durch?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hast du schon mal einen richtig langen Zaun im Frühjahr bei richtig nassem Boden gesetzt?
    Ich glaube, eher nicht...
    Wenn du Zwei-Meter-Pfähle 60 oder 70 tief setzt, mag das wohl gehen, auch wenn es nicht so lange hält, aber Johannes wird wohl kaum solche Riesendinger versenken wollen.. :lol: 
    Für diese kurzen Dinger ist es schon besser, sie in trockenerem Boden einzuschlagen, und sooo trocken ist es ja nun auch nicht mehr...
    Er kann seine Beuten auch einfach jetzt mal kurz beiseite stellen, wenn er sie eh schon bewegt, und dann völlig ungestört arbeiten...und hinterher sofort richtig setzen, das wäre vom Aufwand her am einfachsten.
    Bei seinen Dadant-Kisten braucht er eh jemand zum Anfassen, und bei den Pflöcken empfiehlt es sich auch; also warum nicht beides auf einmal?
    Fertig ist fertig... und das Frühjahr kann kommen :wink:

    Schöne Grüße von der Weser!


    buckibiene

  • Hallo, Ihr Lieben,


    der Boden ist an der Stelle einigermaßen weich, das Einschlagen sollte um diese Zeit kein Problem sein.


    Henry : Der Wind kann unter den Gittern durch, da die Beuten auf 2 starken Leisten stehen, mit denen je 2 der Pfähle verbunden sind. Allerdings ist der Stand einigermaßen windgeschützt. Warum?


    Grüße, Johannes

  • Hallo Johannes,


    ich hab' früher auch auf Stelzen und Rahmen, allerdings aus Gerüstrohren, überwintert. (Kunstoffzargen, aussterbendes DNM) Dabei hat mich gestört, daß im Frühjahr der druntergewehte Schnee im noch lange liegen blieb und die ganze Angelegenheit im Sommer und bei Demareé dann doch recht in die Höhe wuchs. Außerdem pickten die Meisen von unten an die Gitter und es blieb auch wenn der Schnee getaut war immer lange naß unter den Kästen. Seither stehen die Kästen nur auf Platten im Gras und ich benutze im Winter Kletterzargen, aber das wird bei Dir wohl nicht gehen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Johannes,
    Ich würde doch die Pfähle eingraben , dann erschütterst Du die Erde nicht so sehr , die Bienen bleiben ruhig.
    Gruß Matthias