AS Behandlung

  • Hallo,


    habe bei mir die AS-Schwamm Metode (60%) angewendet und bin nicht so mit zufrieden.
    Werde im November auch mal Bienenwohl ausprobieren.
    Möchte nächstes Jahr den Nassenheider ausprobieren, hatt jemand damit schlechte erfahrung gemacht?



    gio

  • Ja, ich.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,
    könntest Du das bitte mal näher erläutern?
    Ich bin auch gerade dabei, so nach und nach auf den Nassenheider
    umzurüsten (sowohl den normalen als auch den horizontal) und kann
    bisher nur positives feststellen.


    Gruß
    Andreas

  • Hallo Henry
    Denn laß es doch mal wissen was an deinen Erfahrungen so schlecht war mit den Nassenheidern.Oder haste etwa was falsch gemacht ????
    Also ich bin zufrieden damit und schätze bei der Behandlung mit dem Nassenheider die Langzeitwirkung dabei,für eine Schockbehandlung ist es nicht so geeignet mit Nassenheider zu behandeln,oder seh ich das falsch????
    mfg.Herby

  • Habe den Nassenheider, den Apidea und den FAM Liebefeld-Verdunster probiert.
    Über deren Wirkungsweise (wenn korrekt angewendet) gibt’s eine Untersuchung, daraus folgt, dass sie alle gleich gut sein sollen:
    http://www.apis.admin.ch/deutsch/pdf/Varroa/Diffaf_d.pdf


    Mein Favorit ist der FAM-Liebefeld-Verdunster und der Nassenheider ist nicht besonders gut. Jedenfalls in meinen Händen.


    Der Vorteil des Nassenheiders besteht darin, dass man die Verdunstungsmenge kontrollieren kann, die großen Nachteile: mit dem Docht kann man nur sehr grob die Verdunstung regeln und er muß zwischen Rähmchen gehängt werden. In den jeweiligen Nachbarwaben wird i.d.R. die Brut ausgeräumt (und auch das Futter).


    Die Vorteile des FAM-Liebefeld-Verdunsters: die Verdunstungsmenge ist sehr viel feiner zu regeln, man muß nicht mit den Bienen in Berührung kommen bei der Applikation. Ich mache es so, dass ich auf die Rähmchen Gaze lege und darauf den Verdunster. Dadurch, dass die Verdunstungsfläche großflächiger angeordnet ist, „strömt“ in mehrere Wabengassen AS, die Partialkonzentrationen dürften damit nicht so hoch sein, wie beim Nassenheider und ausgeräumte Brutzellen gibt’s nicht.


    Der Apidea-Verdunster gleicht dem FAM Liebefeld, hat aber einen Nachteil: wenn man nicht aufpasst, verstellt man unabsichtlich die Verdunstungsöffnung.


    Ich war erst im Frühjahr in der Schweiz und habe mir weitere FAM Liebefeld zugelegt, leider habe ich in Deutschland noch keinen Händler gefunden, der ihn im Sortiment hat.
    Die Beschreibung kann man einsehen unter:
    http://www.apis.admin.ch/deuts…arroa/FAM_Dispenser_d.pdf


    Mit freundlichen Grüßen
    Gerold

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo Andreas, Hallo Herby


    ich habe den Verdunster in Hinterbehandlung und in Zargen erlebt, als es noch nicht die Horizontalvariante gab und erlebe jetzt den Umrüstsatz zur Horizontalvariante bzw zur großen senkrechten Fläche. Ich mag den Nassenheider nicht, weil:


    (Gilt für Normalvariante)
    - man mind. eine Wabe ziehen und lagern muß, während der Behandlung.
    - die Verdunster nur kontrollieren kann, (im Magazin) wenn man sie zieht.
    - in Hinterbehandlung, dazu die ganze Kiste ausgeräumt werden muß, wenn man mit zwei Verdunstern vorn und hinten behandelt.
    - das ganze Ding spätestens nach zwei Jahren total voller Propolis ist.
    - Wenn man die Behandlung abbrechen will die Säure nicht gut zurück zu gießen ist.
    - sich die Dochte sehr schnell verbrauchen.
    (Gilt für Horizontalvariante)
    - der Einsatz sehr fehleranfällig ist.
    - die Rähmchen oft direkt mit der AS in Berührung kommen.
    - man dennoch eine Zusatzzarge braucht.
    - der flache Docht stark aufweicht.
    (Gilt für die Variante mit großer senkrechter Verdunstungsfläche)
    - man zusätzlich Bastelarbeit ohne Ende hat.
    - man zusätzlich Absperrgitter braucht
    - der Behälter dann nur von einer Seite zugänglich ist.
    - der Docht nur sehr schlecht gewechselt werden kann.


    Ich denke AS-Behandlung sollte so einfach sein, wie von Dr. Liebig beschrieben. Und so einfach ist eigentlich nur die Medizinflasche mit Teller oder der Liebigdispenser (der ja nichts anderes ist, als die Medizinflasche mit allem Drum und Drann als Komplettprodukt):
    - bei Behandlungsbeginn Honigraum leer machen bzw. Zarge drauf, Docht zuschneiden (kann man mit der Schlagschere zu Hause machen), Flasche drauf, Verdunster rein. AS wurde zu Hause abgefüllt und wenn man will auch gekühlt!
    - zur Kontrolle Deckel hoch, Acrylplatte bleibt drauf, kein Bienenkontakt.
    - am Ende Verdunster raus, Zarge weg, Futterzarge drauf.
    - Bei Abbruch oder Unterbrechung einfach Dispenser trennen und Flasche zuschrauben. (nur bei Abbruch oder Unterbrechung braucht man wirklich Gummihandschuhe, obwohl immer zu empfehlen)

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ich habe seit 18 Jahren mit A.-Säure behandelt. Jetzt bin ich froh ,daß es Oxalsäure zum verdampfen gibt. Mit der Ameisens. ist es eine knifflige Sache . Man braucht sehr viel Fingerspitzengefühl. Entweder ist es zu warm ( über 23 Grad) ,oder es ist zu kalt dann wirkt die Säure nicht wenn man von unten behandelt. Bei Behandlungen von Oben muß man immer irgendwie improvisieren, 1/2 Zarge bezw. sostige Aufsätze. Die Volksgröße spielt auch eine große Rolle. Jungbienenverluste hatte ich immer zu beklagen. Angefangen bin ich mit der Krämerplatte. Dieses Verfahren war eigentlich sehr gut , bis auf die oben beschriebenen Nachteile. Jetzt schneide ich konsequent die Drohnenbrut aus , indem ich 1 D.- Wabe in jeder Brutzarge habe. Wenn die unten platzierte ausgeschnitten wurde kommt sie nach oben zum ausbauen .Die Obere kann ich so nach unten hängen zur Pflege.Bei der nächsten Nachschau nach 7 Tagen wird die andere ausgeschnitten. So denke ich kann ich mir die Spätsommerbehandlung mit der Säure ersparen. Mitte November ist dann die Säuberung mit der Oxalsäure drann. Matthias

  • Jetzt schneide ich konsequent die Drohnenbrut aus , indem ich 1 D.- Wabe in jeder Brutzarge habe.


    Hallo,


    Gast wann tuhst du den 1 D.- Wabe in der Brut, im Frühling?


    gio

  • Hallo Gio,
    Ich lasse beide D.-Waben auch über Winter im Volk. Eine im oberen Brutraum und die zweite kommt in den unteren Brutraum. So kann man nie versäumen die D.-Waben zu geben.Gute Völker pflegen schon sehr früh im Frühjahr die Drohnenbrut. Wenn Du aufpasst, kannst Du mit der ersten D.-Wabe schon eine ganze Menge Milben mit ausschneiden . Diese ersten D.W. kommen bei mir an 3.oder 4.Stelle also nicht ganz an den Rand.Später wenn die Völker mehr Brut haben, bekommen diese Waben ihren Platz mehr zum kühleren Rand hin.Die untere D.-Wabe wirkt wie ein Magnet auf die Königin , sie geht nach unten und legt auch hier ein schönes Brutnest an .(wenn genügend Bienen im Kasten sind)
    Gruß Matthias

  • Hallo,


    nimst du drohnenmittelwände oder lehre Baurahmen?
    Soweit ich weiß brauchen die Bienen für den Lehren Rahmen auszubauen 20 Tage pluß 10 Tage für die Brut, richtig?


    gio

  • Hallo Gio,
    Ich muß mich immer wieder wundern wie schnell die Bienen eine Wabe ausbauen. Meine Drohnenw. Gebe ich wenn sie neu sind nur mit einen Anfangsstreifen Mittelwand ca 2 Fingerbreit an der Oberleiste geheftet. Wenn ich genügend in den Völkern habe,schneide ich nur noch aus mit dem Messer. Lasse aber wieder ein Anfandsstreifen stehen. So eine Dr.-Wabe ist oft in 2 Tagen ausgebaut. Ich sage noch einmal es müssen Bienen im Kasten sein. Bei uns im Norden blüht der Raps immer früher. Ob wegen der milden Winter oder iegt es an der Rapssorte , weiß ich nicht. Deshalb habe ich im Herbst immer sehr viel mehr Völker ( Ableger) als ich brauche .Im Frühjahr März /April bei bestem Wetter sehe ich ganz geziehlt nach und beurteile welche Völker verstärkt werden müssen. Dauert nur ca. 1/2 Minute, kann dabei auch sehen ob die Brut in Ordnung ist. (Arbeiterrinnenbrut) Die Völker die verstärkt werden sollen bekommen ein Absperrgitter oben drauf und dann kommt ein der größe nach passendes Volk drauf. Beide Königinnen bleiben am Leben und legen ein sehr schönes Brutnest an , sie wärmen sich gegenseitig. Dieses Verfahren geht nur im Frühjahr, ich mache dieses schon seit 20 Jahren.
    Völker die nicht zusammenstehen , müssen dann auf einen 3 km weiter entfernten Ausweichplatz gestellt werden damit die Flugbienen nicht zurück fliegen.
    Gruß Matthias