Vergleichstest Buckfast Fehrenbach/Neuhauser und C-Linie

  • Laut Dr. Horn wird die Neuhauser Linie bereits im dritten Jahr getestet.
    Für die Fehrenbachlinie liegen die Vergleichsergebnisse bereits vor.
    In Bezug auf Honigertrag,Sanftmut,Schwarmträgheit ect. konnten keine signifikanten Unterschiede zur C-Linie festgestellt werden.
    Da hier im Forum einige Imker Verbesserungen nach der Umstellung festgestellt haben stehen die Versuche von Horn aber im Widerspruch oder
    wurde vor der Umstellung mit schlechterem C-Material geimkert?.
    Nachdem wie die Buckfast in diesem Forum gelobt wird müßten die Tests doch besser ausfallen,oder ?.


    Gruß
    Rainer

  • Tolle Sache, endlich gibts mal wieder methodisch gewonnenes Wissen über Buckfastbienen und nicht nur imperialistische Meinungen. Hoffentlich ist es auch handfest, wenigstens scheuen die Hohenheimer keine Mühen und machen auch Populationsschätzungen. Ich hoffe auch in diesem Fall. Zu oft heißt es in Publikationen so und soviel "besetzte Wabengassen". Ich hätte zu gerne mal gewusst wie stark die Buckfast im Vergleich wirklich brüten und wachsen.
    Gelesen habe ich die Publikation von Herrn Horn noch nicht, bin aber darauf gespannt.
    Interesse habe ich auch deshalb, weil ich die Bienen gesehen habe. Die Dadantkisten im Hohenheimer "style" standen zur Frühtracht mitten in einem Streuobstgebiet, etwa 2,5km von meinem Standort entfernt. Ein traumhafter Standort, am Hang mit Blick auf die Schwäbische Alb. Wenn ich mich nicht getäuscht habe, wurde dort wohl kaum Honig eingetragen. Den Blütenhonig gabs dann wohl nach der Wanderung auf die 700 m hoch gelegene Albhochfläche. Zum Zeitpunkt der Kirschblüte waren die Völker noch nicht genügend stark. Auch die Buckfast machten keinen stärkeren Eindruck; und davon gabs eine Menge. Die Völker wurden nach meiner Beobachtung spät erweitert. Ich hatte früher erweitert und das nicht ohne Grund. Leider habe ich nie jemand bei der Begutachtung der Völker angetroffen, zu gerne hätte ich den Imkermeistern über die Schulter geschaut. Ein Vereinskollege hatte das Glück. Nachdem diesem Herrn mit 60 Jahren Bienenerfahrung die Buckfast Bienchen "gefallen" haben, fragte er nach Larven. Fehlanzeige. Buckfast gibts wohl nur auf Lizenz oder gegen Kohle. Ist halt was Besonderes. Oder soll was Besonderes sein. Schade, denn ich hätte bei Gelegenheit auch mal angefragt. Das hat sich aber dann 5km westlich erledigt. Am Lehrbienenstand Kirchheim hat Herr Liebig einige interessante Völker. Dort gabs auch Larven, genügend. Und seine Bienchen sind wirklich ordentlich. Mehrfach gabs das für wache Augen zu sehen: brutstark, sanftmütig und ertragreich. Trotz zweimaligem schröpfen waren seine Völker in der Frühtracht doppelt so ertragreich wie meine. Aber das ist mit auch eine Standortfrage. Jedenfalls treten im kommenden Frühjahr 20 Immelieb F18 gegen 20 Hummel F5 Völker an. Naja mit der Selektion bin ich mit der F5 eben noch nicht so weit gekommen. Die Liebigableger haben schon die erste Runde gewonnen. Selten habe ich es beobachtet, dass sich Bienenvölker während der Fütterung so ruhig verhalten. Ich hoffe das Beste wird noch kommen...


    S Hummel

  • Werde mal versuchen eine Kopie der Diplomarbeit
    zu bekommen.
    Herr Fehrenbach Junior (anerkannter Buckfastguru)hat in Hohenheim über den Vergleich Buckfast/Carnika selbst die Diplomarbeit geschrieben.
    Wenn selbst er zu dem beschriebenen Ergebnis kommt müssen die Hohenheimer
    ein gutes Material besitzen.
    Werde mir dieses Jahr von Herrn Dr. Horn
    mal 2 instumentell besamte Königinnen zum Nachzuchttest kommen lassen.
    Gruß
    Rainer

  • Das hört sich gut an,
    viel wissenschaftliches habe ich die Jahre über nicht mitbekommen. Am Rande wurde die Buckfast in einer Veröffentlichung von den Hohenheimer Freunden erwähnt. Es handelte sich um das Brutmaximum und um die Volksstärke im Oktober. Zitiert wurden die Ergebnisse von Fehrenbach. War eine Dipl. Arbeit in Tübingen, wohl in Zusammenarbeit mit Hohenheim.
    Das war aber etwa 1992. Ich denke da müsste man zwischenzeitlich nachprüfen ob die Ergebnisse noch stimmen. So stabil wird sich wohl keine "Bienenrasse" halten.
    Gruß
    Simon

  • Nachtrag zu den Hohenheimer Bienen....
    Es gibt eine ganze Menge Hohenheimer Bienen. Es gibt keinen Konsens über die EINE Hohenheimer Herkunft. Da musst du dich mal genauer erkundigen was gehalten wird, wo es herkommt und wer es für gut befunden hat und weshalb. Da gibt es ganz unterschiedliche "Zuchtrichtungen" und methodische Vorgehensweisen.
    Ich besorge mir in der Zwischenzeit nur noch Larven, wo ich die Zuchtmutter live begutachtet habe.
    Gruß
    Simon