Killerwespen?

  • Ich bin Jungimker(56), oder nicht mehr?
    Jedenfalls habe ich günstig 2 Bienenvölker übernehmen können.
    Am Samstag war noch reger Flugbetrieb. Auch einige Wespen drückten sich herum.
    Abends habe ich vor den Fluglöchern noch den Rasen gemäht. Alles schien ok.
    Am Sonntag war ich unterwegs.
    Am Montag fand ich vor dem Stand eine großes Menge toter Bienen.
    Beim Nachsehen waren in der Beute jede Menge Wespen wie in einem Wespennest.
    Und es saßen nur noch wenige Bienen mit ihrer Königin auf einigen Waben.


    War das Räuberei durch Wespen?

    Vernunft verwirrt Dogmatiker! (Prof. Dr. H. Lesch)
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    Start 2004 mit Eifel-Carnika; 5 Völker in Lagerbeuten nach Bremer und Golz; fast Öko-Betriebsweise.

  • Hallo Peter 56,


    Wespen ja, "Killer" nein. 8) 
    Auch die Wespen tun nur das, wozu sie gemäß ihrer Bestimmung auf der Erde existieren. Dass sie dadurch uns Imkern Schaden zufügen, können die Wespen ja nicht wissen.
    Aber das hilft dir auch nicht weiter, ich weiß.
    Es ist natürlich sehr schwer, so aus der Distanz eine Diagnose zu fällen, aber alles deutet tatsächlich auf ein Ausräubern durch Wespen hin. Dies erkennt man übrigens daran, dass sich auf dem Bodenbrett bzw. unter dem Gitterboden Wachsreste und Futterkrümel en masse finden.
    Allerdings tun sich Wespen, selbst wenn sie wie dieses Jahr in Massen auftreten, sehr schwer, ein gesundes Volk in so kurzer Zeit zugrunde zu richten. Ich glaube daher, dass dein Volk evtl. doch nicht kräftig genug war oder dass vielleicht eine Schädigung durch die Varroa vorlag. Hast du vorher nichts bemerkt ? Klar, als (relativer) Anfänger ist es für dich sehr schwer, da ein Urteil zu fällen. Hast Du deine Völker im Spätsommer varroabehandelt ?
    Wenn nicht, passt das schon zusammen. Es kann sein, dass ein Volk an Varroa kurz vorm Zusammenbruch steht und die Wespen dann sozusagen den Rest besorgen.
    Wie geht es dem anderen Volk, dies ist nämlich, wenn jetzt nicht längere Zeit kaltes Wetter eintritt, als nächstes an der Reihe ? :-? 
    Daher würde ich das Flugloch vorsorglich einengen und das Volk öfter beobachten.



    ... in diesem Sinne ...

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Danke Michael,
    ich habe noch mal nachgeschaut, jetzt sind alle Bienen hin. Nur einige Wespen waren noch drin. Die saßen aber nicht am Honig, sodern knabberten an den letzten Bienen.
    Das zweite Volk ist auch schwächer geworden. Da waren aber keine Wespen zu sehen. Damit machen mir meine Bienen im Winter keine Sorgen mehr!
    Zur Varroa war mir gesagt worden, dass nur noch die Winterbehandlung notwendig sei. Jetzt kann ich mir die auch sparen.


    Schade.

    Vernunft verwirrt Dogmatiker! (Prof. Dr. H. Lesch)
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    Start 2004 mit Eifel-Carnika; 5 Völker in Lagerbeuten nach Bremer und Golz; fast Öko-Betriebsweise.

  • Hallo Peter,


    tut mir ehrlich leid um dich und deine Bienen !
    Wenn ich die Horrormeldungen vom letzten Jahr noch richtig im Kopf habe, war doch gerade deine Gegend von den Völkerverlusten enorm betroffen gewesen. Schade, daß der Vorbesitzer nicht auch aus Schaden klug geworden ist. Aber vielleicht Du ?
    Blicke nach vorne, es wird auch wieder einmal Frühling.
    Vielleicht kannst du ja Volk 2 noch helfen, wenn es denn noch eine gewisse Volksstärke hat. Ich würde ihm ganz schnell eine Behandlung mit Oxalsäure angedeihen lassen, oder meinetwgen auch mit Perizin, Du hast nichts zu verlieren.
    Vielleicht "retten" sie sich ja in den Winter, wo Du sie nochmals behandeln solltest und erleben so das Frühjahr. Aber, so, wie Du die Sache schilderst, scheint es mir mehr als vage.
    Bleibe trotzdem den Bienen treu. :-?

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-