Bauanleitung Oxalsäure Verdampfer “Kanalrohrsystem”.

  • Bauanleitung
    Oxalsäure Verdampfer “Kanalrohrsystem”.



    Auf der Bayrischen Webseite, www.alfranseder.de , ist eine Zeichnung zu finden und so habe ich mich daran gemacht und solch ein Ding mal nachgebaut.
    Wenn jemand etwas Geschick hat, kann er in kurzer Zeit so eine „Dampfmaschine“ bauen.


    Erst mal die Bestandteile, die sehr leicht zu bekommen sind.
    Plastikrohre wie auf dem Bild zu sehen sind, bekommt man für ein paar Euro in jedem Baumarkt. Hier die Preise die ich bezahlt habe, aber wahrscheinlich bei jedem Baumarkt etwas verschieden. Ein Rohr ist länger, man schneidet es auf die richtige Länge und benötigt den Abfall zwischen Abzweig und Bogen.



    Rohrsystem mit 100mm Durchmesser.
    1 Rohr mit Muffe – Länge 50 cm 5,00 €
    1 Rohr mit Muffe – Länge 25 cm 3,10 €
    1 Bogen 2,45 €
    1 Deckel 1,45 €
    1 T – Abzweig 5,20 €
    Zusammen 17,20 €


    Rohrsystem mit 70mm Durchmesser.
    1 Rohr mit Muffe – Länge 50 cm 3,15 €
    1 Rohr mit Muffe – Länge 25 cm 2,20 €
    1 Bogen 1,45 €
    1 Deckel 0,90 €
    1 T – Abzweig 2,75 €
    Zusammen 10,45 €


    Als nächstes bin ich zu einem Computerladen und habe mir erst mal 10 Lüftungsmotore 12 Volt besorgt. Die Leute kennen mich schon, da ich nicht den ersten Computer dort gekauft habe. Die Lüfter sind aus alten Computern und kosteten mich 1 Euro pro Stück und 2 Glas Honig.
    Nachdem ich dort erzählt hatte für welchen Zweck ich die Lüfter brauche, wurde mir gesagt, ich sollte auf jeden Fall einen in Reserve halten. Die Säuredämpfe greifen Metall und Lager an und in kurzer Zeit kann so ein Ding den Geist aufgeben. Reinigen ist kaum möglich da bei Feuchtigkeit „Kurzschlussgefahr“ besteht.


    Die „Heizung“ für den Verdampfer habe ich vom Schrottplatz. Halogen Lampen mit Fassungen aus Unfallwagen/ Schrottwagen! Kosten für 10 Halterungen mit Birnen (gebraucht) 5 Euro und 2 Glas Honig.
    Es ist kaum zu glauben, was man für Honig alles bekommen kann.


    Die Lampenhalterung habe ich in einen Streifen Blech eingepasst und diesen mit zwei Schrauben im Rohr befestigt. Wer damit Probleme hat, kann die Fassung mit Silicon im Blechstreifen befestigen. Silicon hält Hitze bis zu 500º ohne weiteres aus, aber so heiß wird die Fassung nicht.


    Über der H-Lampe (unter dem Deckel) wird ein Draht durch das Rohr geschoben, an dem die Schale für die Oxalsäure hängt. Als Schale benutze ich Aluminium Behälter in denen die kleinen Kerzen sind die etwa eine Stunde brennen „Teelicht“.
    Lüfter mit zwei kleinen Blechwinkeln auf der anderen Seite im Rohr befestigen. Dichtungsringe in den Rohren nicht vergessen, Abdichtung auch mit Silicon möglich.
    Falls mal eine Schale verbrannt oder durchgeätzt ist, kann man sie sofort problemlos ersetzen. In manchen Kerzenhaltern findet man Metalleinsätze die sich auch ausgezeichnet eignen. Achtung, die Schale direkt ohne Zwischenraum über die Birne hängen!
    Als nächstes ist noch ein Sperrholzbrett zuzuscheiden mit den entsprechenden Löchern für die beiden Rohre. Den Dichtungsstreifen rund ums Brett nicht vergessen!!!!
    Jetzt noch ein paar Meter Kabel und es kann los gehen. Nach 6 bis 7 Minuten von der Batterie abklemmen und zum nächsten Volk. Die auf der Zeichnung angegebene Zeitschaltuhr ist nicht notwendig!!


    Gruß Alfred

  • Hallo zusammen


    Ich denke, wir sollten Bastlerideen nicht in der Menge von Schreiben und Antworten untergehen lassen, deshalb das neue Thema. Es ist auch der Grund, warum ich die Bauanleitung nochmals bekannt gebe.


    Erich wenn ich dir hier mit meiner Bauanleitung auf die Füße getreten habe ist das dein Pech. Du befindest dich in einem Forum für Imker und nicht auf einem Ausstellungsstand für Geschäftsleute.
    Die Frage mit deinem Patent wurde bereits ausführlich angesprochen. Deine Gerichtlichen Drohungen solltest du besser unterlassen.


    Die Vorschläge von Henry zu dem Rohrverdampfer sind auch ganz gut, nur 220 Volt hat wohl selten jemand weit im Außenbereich.


    Wie allgemein bekannt, ist die beste Behandlung mit Oxalsäure ist in der Brutfreien Zeit, und die ist nun mal im Dezember / Januar. Ich werde auf keinen Fall dem Erich seine „Patentierte Erfindung“ in dieser Zeit, bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt, anwenden. Beim hantieren an den Beuten können die Bienen sehr schnell aus einander laufen. Wenn ich dadurch von 10 Völkern auch nur eines verliere habe ich nichts gewonnen.


    Da ist es viel einfacher, die vom Xaver so nieder gemachte Gasmethode anzuwenden. Die Bienen merken nicht einmal dass für kurze Zeit jemand an der Beute war.


    Man kann die Oxalsäure nur erhitzen, verdampfen und in die Beuten bringen. Ich weiß nicht was du mit „unkontrolliertem erhitzen“ sagen willst. Ich arbeite bei Temperaturen kurz über dem Gefrierpunkt NUR mit so einer Gasmaschine und habe seit zwei Jahren keine Probleme.
    Der bei Ebay angebotene, illegale Verdampfer, hat einen Fehler. Wenn da die OS flüssig wird läuft sie in die Beute, bevor sie verdampft ist. Das Nachbauen ist schon etwas schwieriger gegenüber dem Kanalrohrsystem, da man die Rohre hartlöten, oder Gewinde schneiden muss, sonst fallen sie beim aufheizen auseinander.


    Wenn jemand eine Idee hat die allen nützlich ist sollte er sie hier einreihen.


    Gruß Alfred

  • Also, ich würde die Windmaschine im Winter, wenn die Bienen Brutfrei sind, nicht benutzen. Wer garantiert mir, dass sie nicht auseinander laufen und unterkühlen? :-?:-?


    Ich behandele ich lieber mit meinem Gasverdampfer, da bleibt der Deckel zu. Die Bienen dichten nicht umsonst alles gut mit Propolis ab.


    Im Herbst wenn noch Brut vorhanden ist, hilft der Wind auch nicht viel. Die meisten Milben sitzen dann noch in den geschlossenen Zellen.


    Günter