Überwintern: 2, 1 /2 oder doch 1 Zarge

  • Hallo,


    ich überlege dieses Jahr auf 1 Zarge zu überwintern.

    Die ersten beiden Jahre habe ich auf 2 Zargen überwintert, hatte dann aber immer zuviele Futterwaben übrig.

    Dann folgten 2 Jahre mit 1 1/2 Zargen, im Februar dann Halbzarge untersetzen und im März dann entfernen.

    Da dies doch auch erheblichen Aufwand darstellt überlege ich mir nun, nur mehr auf einer Zarge zu überwintern. Man könnte eine Halbzarge (ohne Rähmchen) untersetzen, damit sich das Volk schön aufhängen kann.

    Es müsste doch möglich sein beim Einfüttern 2 volle Futterwaben pro Volk zu entnehmen und fertig aufzufüttern.

    Im Februar könnte man dann diese Futterwaben an das Brutnest hängen.

    Macht das jemand so ? Problematisch sehe ich allerdings die Lagerung der Futterwaben bis zum Frost (Hitze / Wachsmotte)


    VG

  • hatte dann aber immer zuviele Futterwaben übrig.

    Wie wäre es denn, wenn Du auf weniger Waben überwinterst? Ich meine damit zwei Zargen, aber mit hinten Luft?

    Das ist ja bei 1,5er Zargen auch üblich. Hinten kann auch ein Schied den leeren Rauch begrenzen oder besser vielleicht ein bienenfestes Dämmmaterial.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Wie wäre es denn, wenn Du auf weniger Waben überwinterst? Ich meine damit zwei Zargen, aber mit hinten Luft?

    Jetzt wo du es sagst: Das hatte ich auch einen Winter lang probiert. Habe dafür extra für jedes Volk 4 Trennschiede gebastelt und auf 2 x 6 Waben überwintert.l Was mich aber daran stört ist das ganze Zusammenschütteln der Bienen auf eine Zarge im Frühling. Ich hatte da immer so Angst um die Königin, dass ich diese Art der Überwinterung dann auch gelassen habe.

    VG

  • Das war einer der Gründe warum ich von DNM 1.0 auf DNM 1.5 gewechselt hab.

    Eine scheint mir zu wenig (vor allem mit Winterfutter) und zwei ist irgendwie zu viel.


    Jetzt mit Schied bei 1.5 kann ichs immer super anpassen.

    Bringt dir aber jetzt nicht viel wenn du nicht vor hast zu wechseln :D


    Allerdings würde ich sagen, dass ich 2 Bruträume vorziehen würde - einfach um zu gewährleisten, dass sie gesund und munter den Winter überstehen, als das Risiko einzugehen, sie soweit runterzudrücken auf eine Zarge, dass ich da Kompromisse beim Futter finden müsste oder sie dann im Früjahr nicht genug Platz haben zum Legen wenn sie sollen.


    eine Alternative wäre ja wie oben angesprochen auf weniger Waben einzuwintern und stattdessen zB XL-Futtertaschen einzusetzen (zumindest oben) die 2 Rähmchen kompensieren. Kann man ja dann nach dem Füttern im Herbst direkt so drin lassen.

  • Hallo xerof,

    Ich überwintern auch 2 Zargig,

    Ich lege ca. 4 Tage vor der Durchsicht ein ASG ein ohne Kö zu suchen. Bei der Durchsicht wird die Zarge mit Stiften auf den Boden gesetzt, alle Brutwaben und Bienen kommen dann in die untere Zarge.

    Gruß bee-falke


    10 WV in Zander, einzargige Führung

  • Dann folgten 2 Jahre mit 1 1/2 Zargen, im Februar dann Halbzarge untersetzen und im März dann entfernen.

    Machs dir doch einfacher und entferne die Halbzargen nicht. Einfach Ende März (oder wann immer bei dir die HR-Reife erreicht ist) unten weg und oben als HR aufsetzen. Klappt erstaunlich gut, bei den meisten Völkern sind die Halbzargen dann komplett leer. Wenn nicht, die Halbzarge einem starken Volk untersetzen und eine Woche später leer entnehmen.

  • Ich lasse dieses Jahr die Halbzargen oben auf, lege beim Ziehen der Futterkranzproben ein Absperrgitter ein. Wenn dann die Honigräume drauf sollen, hänge ich an den Rand des Brutraumes hinters Schied oder auch im 1. HR Futterwaben (markiert), die noch nennenswert was drin haben, damit Futterreserve da ist, je nach Witterung.

    Hat letztes Jahr bei einem Volk probeweise gut funktioniert, waren schnell im Honigraum.

  • Dann folgten 2 Jahre mit 1 1/2 Zargen, im Februar dann Halbzarge untersetzen und im März dann entfernen.

    Machs dir doch einfacher und entferne die Halbzargen nicht. Einfach Ende März (oder wann immer bei dir die HR-Reife erreicht ist) unten weg und oben als HR aufsetzen. Klappt erstaunlich gut, bei den meisten Völkern sind die Halbzargen dann komplett leer. Wenn nicht, die Halbzarge einem starken Volk untersetzen und eine Woche später leer entnehmen.

    Waben in untergesetzten Halbzargen sehen im Frühjahr dermaßen dreckig aus, dass man darin eigentlich keinen Honig mehr haben möchte.

    Ich arbeite an den Vereinsvölkern auch mit DN1,0 Liebig, erweitere aber nach der Tracht um DN0,5. Oft wird der Rat gegeben, das Futter in die oben aufgesetzte Halbzarge einzufüttern und diese im Herbst unterzusetzen. Ich habe damit die Erfahrung gemacht, dass im Frühjahr das Futter oft immer noch in der untergesetzten Halbzarge ist. Deshalb rate ich dazu, die Halbzarge zur Einfütterung unterzusetzen und im Frühjahr leer zu entfernen und die Waben einzuschmelzen.

    Gruß Ralph

  • Dann folgten 2 Jahre mit 1 1/2 Zargen, im Februar dann Halbzarge untersetzen und im März dann entfernen.

    Machs dir doch einfacher und entferne die Halbzargen nicht. Einfach Ende März (oder wann immer bei dir die HR-Reife erreicht ist) unten weg und oben als HR aufsetzen. Klappt erstaunlich gut, bei den meisten Völkern sind die Halbzargen dann komplett leer. Wenn nicht, die Halbzarge einem starken Volk untersetzen und eine Woche später leer entnehmen.

    Genauso mache ich das auch. Geht hervorragend.

    Die Annahme des HR ist gut. Er richt schon nach Biene.

    Und die Zargen waren die Futterzargen aus dem Vorjahr (Honigraum mit Frühtracht).

    Nun eben wieder 1.HR.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Waben in untergesetzten Halbzargen sehen im Frühjahr dermaßen dreckig aus, dass man darin eigentlich keinen Honig mehr haben möchte.

    Das ist schlicht falsch. Die Waben sind in Ordnung und können bedenkenlos weiter verwendet werden. Völker, die verdreckte Waben haben, haben offensichtlich ein Problem. Richtig ist allerdings, dass sie deutlich länger im Volk als normale Honigrähmchen sind, sie also öfter erneuert werden sollten, da sie irgendwann dunkler werden durch häufiges Belaufen.


    Zitat

    Ich habe damit die Erfahrung gemacht, dass im Frühjahr das Futter oft immer noch in der untergesetzten Halbzarge ist. Deshalb rate ich dazu, die Halbzarge zur Einfütterung unterzusetzen und im Frühjahr leer zu entfernen und die Waben einzuschmelzen.

    Auch das deckt sich nicht mit meiner Erfahrung. Habe gerade am vergangenen Wochenende die Halbzargen bei rund 30 Völkern kontrolliert. Lediglich 4-5 schwache Völker hatten noch etwas Futter unten. Bei allen anderen waren die Halbzargen komplett leer, selbst wenn in der Zarge darüber noch reichlich Futter vorhanden war. Ich fahre mit diesem System seit einigen Jahren sehr gut.

  • Dann folgten 2 Jahre mit 1 1/2 Zargen, im Februar dann Halbzarge untersetzen und im März dann entfernen.

    wieso ist das ein erheblicher Aufwand? Bei einer Zarge musst das Futter immer im Blick haben im Frühjahr und im Herbst schauen, dass das Brutnest nicht verhonigt. DAS ist ein erheblicher Aufwand

    Genau. Und das kann auch ordentlich schief gehen und dann hat man ein Problem.