Leute, achtet aufs Futter - gerade bei den starken Völkern 2022

  • Moin Moin,


    analog zum letzten Jahr - Leute, achtet im Moment auf das Futter in euren Völkern, insbesondere bei den starken Völkern. Gerade diese brauchen im Moment am meisten Futter, da diese zum Teil schon jetzt sehr viel Brut zu pflegen haben. Und es wäre Schade, wenn diese auf der "Zielgeraden" verhungern, nur weil man meint, da ja die Krokusse und Co blühen, das genug rein kommt. Dem ist nicht so, da vorwiegend nur Pollen reinkommen und ein wenig Saalweide. Aber das reicht nicht um die "Tagesverluste" annähernd reinzubekommen. Daher einmal mehr wiegen als vor einer verhungerten Kiste zu stehen!


    Nur als kleiner Hinweiß!

  • Sobald viel Brut angelegt ist, reicht wiegen nicht mehr. Brut ist auch ziemlich schwer, braucht aber um so mehr Futter! Schaut im Zweifelsfall rein!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich wundere mich ja immer auf's Neue, dass dieser Hinweise jeden Spätwinter wieder auftaucht. Wie wäre es denn mit einem Thread: "Leute, füttert Eure Bienen im Spätsommer ausreichend, damit ihr Euch im zeitigen Frühjahr keine Sorgen machen müsst"?

    Wo liegt denn das Problem eigentlich? Ist das Geiz? Ist weithin unbekannt, wie viel Futter ein Bienenvolk zum Überwintern braucht? Gibt es Imker, die es darauf anlegen, kein Kilo Futter zu viel zu geben? Sind Eure Kisten zu klein? Es ist mir ein Rätsel.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ich wundere mich ja immer auf's Neue, dass dieser Hinweise jeden Spätwinter wieder auftaucht. Wie wäre es denn mit einem Thread: "Leute, füttert Eure Bienen im Spätsommer ausreichend, damit ihr Euch im zeitigen Frühjahr keine Sorgen machen müsst"?

    Wo liegt denn das Problem eigentlich? Ist das Geiz? Ist weithin unbekannt, wie viel Futter ein Bienenvolk zum Überwintern braucht? Gibt es Imker, die es darauf anlegen, kein Kilo Futter zu viel zu geben? Sind Eure Kisten zu klein? Es ist mir ein Rätsel.

    Ich habe zwei 10er Dadant Völker. die haben nach der TBE jedes etwa 32 kg ApiInvert bekommen. Anfang Oktober hatten beide etwa 16 kg Futter drin. Jetzt sind beide immer noch gleich groß und das eine ist noch schwer wie ein Stein und das andere hat kaum noch Futter. Die standen immer nebeneinander, es gab also keine Trachtunterschiede.

  • Ich habe heute gewogen, das letzte Mal am 09.02., also vor ca 4 Wochen.

    Bei uns ist es ja recht kalt, bisher waren nur wenige Flugtage.

    Ich war total überrascht, wie viel die trotzdem seit der letzten Wiegung verbraucht haben.

    Bei den Wirtschaftsvölker im Schnitt 3,3 kg (Spitze 4,1)!


    Die Vorjahresablegern im Schnitt 1,3 kg (Spitze 1,6).

  • Außerdem habe ich lieber ein Päckchen Futterteig direkt über dem Brutnest, als 2 Waben Futter ganz auf der Außenseite der Kiste.

    Übrigens empfinden das meine Bienen auch so. Sie lieben diesen von mir eingerichteten Futterkranz.


    Solange dieser Fluglotse hier rumstänkert, ohne etwas über sein Betriebssystem verraten zu haben, kann man den eh nicht ernst nehmen.


    Gruss

    Ulrich

  • Ich wundere mich ja immer auf's Neue, dass dieser Hinweise jeden Spätwinter wieder auftaucht. Wie wäre es denn mit einem Thread: "Leute, füttert Eure Bienen im Spätsommer ausreichend, damit ihr Euch im zeitigen Frühjahr keine Sorgen machen müsst"?

    Wo liegt denn das Problem eigentlich? Ist das Geiz? Ist weithin unbekannt, wie viel Futter ein Bienenvolk zum Überwintern braucht? Gibt es Imker, die es darauf anlegen, kein Kilo Futter zu viel zu geben? Sind Eure Kisten zu klein? Es ist mir ein Rätsel.

    Klar ist es jedes Jahr das gleiche, aber trotzdem ist jedes Jahr immer wieder anders.

    Das höre ich vom 80jährigen Hobbyimker, der seit 60 Jahren imkert oder vom 53jährigen Berufsimker, der seit 25 Jahren imkert.

    Bei den meisten, ich sag jetzt mal 95% der Völker passt das Futter, aber Ausreißer gibt es immer wieder.

    Und bei den Ausreißern, gibt es viele Ursachen, das wirst Du selber denke ich beantworten können.

    Aber alle haben das Gefühl, das der Futterverbrauch der Völker im Winter die letzten Jahre ansteigt. Keiner führt aussagekräftige Statistiken.


    Von dem her finde ich es nicht schlimm oder nervend, wenn jemand kurz darauf hinweist.

    Ärgerlicher ist es, wenn ein Volk verhungert.

  • Auch wenn's mich selber auch erwischt hat, finde ich Werners Reaktion trotzdem ebenfalls gut.


    Ich will in dieser Saison das erste Mal mit dem Wiegen anfangen. Ich habe leider keine Ahnung, was die Beuten wiegen die ich aktuell benutze, so dass ich einfach selbst wenn ich wiegen würde, ich nicht abschätzen kann, wieviel tatsächlich drin ist.

    Da ich in Kürze die Völker in neue Beuten packe, werde ich diese dann vorher mal wiegen und mir dann zu jedem Pup Notizen machen, so dass ich das endlich mal einschätzen kann und weiß, was ich da wiege.

    Was das Zufüttern betrifft habe ich es in diesem Jahr genauso gemacht wie im letzten. Ich hab mich in der Natur umgeguckt, hab mir das Wetter angeschaut und das Flugverhalten, bzw. die Zeiten zu denen sie fliegen beobachtet und bin zu dem Schluss gekommen, dass die Damen einfach nicht genug Gelegenheit haben, sich schon selber die Vorräte ausreichend aufzufüllen und habe dann vorsichtshalber Futterteig draufgepackt - basta. So wie der z.T. angenommen wurde, war er offenbar auch nötig.

    Ich hab bisher nicht geschiedet, d.h. sie haben reichlich Platz und können daher auch nicht Raum zuballern, der für Brut gebraucht wird.

    Und wenn die Honigräume dann irgendwann draufkommen nehme ich die zugefütterte Zuckerplörre halt raus. Ich sehe da irgendwie keinen Schaden auf die Völker zukommen.

    Ist das falsch gedacht?

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."

  • ... aber Ausreißer gibt es immer wieder.

    Ich könnte mir vorstellen, dass ein Volk noch im Vorjahr ausgeräubert wurde. Das sollte man aber nicht übersehen dürfen. Aber die Futtermenge kalkuliere ich immer so üppig, dass auch "Ausreißer" genug haben. Es kam bei mir noch nie vor, dass ein Volk im Frühjahr zu wenig Futter hatte.

    Wer so spät füttert, dass die Bienen nicht mehr genug Futter abnehmen, hat etwas falsch gemacht. Ich kann deswegen keinen Grund für zu wenig Futter in Frühjahr erkennen, bei dem das Problem nicht auf der Imkerseite liegt.

    Und das meine ich jetzt nicht polemisch, sondern als Empfehlung zur selbstkritischen Fehlersuche.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Wer so spät füttert, dass die Bienen nicht mehr genug Futter abnehmen, hat etwas falsch gemacht. Ich kann deswegen keinen Grund für zu wenig Futter in Frühjahr erkennen, bei dem das Problem nicht auf der Imkerseite liegt.

    Bei spät erstellten KS aus HR-Bienen mit frischer Königin ist es oftmals gar nicht so einfach, den Spagat zwischen genug Brut und genug Futter zu schaffen. Da kommt im Frühjahr dann Teig drauf und das Problem ist gelöst. 'Falsch' ist in diesem Zusammenhang nur die Pauschalisierung. Aufpassen ist dann allerdings keine Option, sondern Pflicht. Definitiv falsch gemacht hat der Imker etwas, wenn er auf tote Bienenpopos schaut. Wenn die Bienen gesund sind, kann man maximal über der Weg streiten :)

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