Infobrief des Laves zum neuen Tierarzneimittelgesetz

  • TBE ist kein Problem, darauf baute mein bisheriges Konzept auf. Aber Oxalsäure zum träufeln hatte ich bis dato nicht genutzt.


    Aber lass uns doch mal kurz rechnen:


    Eine Varromed Flasche hat (...)

    Bei der TBE wird OS gesprüht, nicht geträufelt! Und was alles in Varromed drin ist hat halt seinen Preis (überflüssige Inhaltsstoffe wie Versprechungen gleichermaßen!). Nimm einfache OS ohne alles zum sprühen. Oxuvar z.B.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Man kann ja auch Oxalsäure sprühen, nach der TBE. Das kostet mit Oxuvar etwa 1,50 € pro Volk. Und Oxuvar Träufeln im Winter dann etwa 1,80 €.

    Hast du gute Erfahrungen mit Varromed gemacht?

  • Es ist sicher sinnvoll auch alle Behandlungen zu dokumentieren, die nicht mit Medikamenten durchgeführt werden, um zu erklären warum wir einen geringeren Medikamenten verbrauchen hat wie die Kollegen. Tbe Kunstschwarm oder drohnenbrut schneiden. Was tatsächlich passiert ist eine andere Geschichte

    TBE, Drohnenbrut schneiden usw. gehören zur Betriebsweise und haben im Bestandsbuch nix verloren. Genauso wenn ich ein Drohnenbrütiges Volk abfege.
    Wenn man will, kann man das auf der Stockkarte dokumentieren.

    Imkern ist kein Hobby - imkern ist eine Lebenseinstellung!<3

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Ich dokumentierte lieber etwas mehr, wenn die Dokumentation schon nicht stimmt soll sie wenigstens schön aussehen.

    Problematisch ist es nur wen nichts zum prüfen da ist.

    In der Landwirtschaft brauchen wir jetzt zusätzlich noch einen externen Berater der mit unterschreibt.

  • .

    Ich dokumentierte lieber etwas mehr, wenn die Dokumentation schon nicht stimmt soll sie wenigstens schön aussehen.

    Problematisch ist es nur wen nichts zum prüfen da ist.

    In der Landwirtschaft brauchen wir jetzt zusätzlich noch einen externen Berater der mit unterschreibt.

    Was unterschreibt der?

  • .

    Ich dokumentierte lieber etwas mehr, wenn die Dokumentation schon nicht stimmt soll sie wenigstens schön aussehen.

    Problematisch ist es nur wen nichts zum prüfen da ist.

    In der Landwirtschaft brauchen wir jetzt zusätzlich noch einen externen Berater der mit unterschreibt.

    Was unterschreibt der?

    Eine Grundlage auf der er dann seine Rechung stellen kann...

  • Sind also für meine 25 Völker somit 125 Behandlungen, ergo 11 Flaschen a ca. 25 Euro, ergibt 275 Euro jedes Jahr für die Varroabehandlung!


    Wow das ist mal richtig günstig.

    (...)


    Ach ja und übrigens - der Honigpreis bleibt stabil! Der Preis für diese Medikamente sicher nicht...

    Also wenn du den Honigpreis bei solchen Voraussetzungen stabil hältst, steht das Problem doch eindeutig hinter der Kasse...?!


    Ich könnte auch mit höheren Anforderungen und Standards leben, wäre da nicht das gleiche Problem wie bei den Bauern: Der Gesetzgeber will immer höhere und teuerere Standards bei uns einfordern, aber gleichzeitig Null-Standards bei Importprodukten zulassen, ja Importe sogar fördern, weil wir sind doch Teil des tollen Weltmarktes.

    Das passt nicht zusammen.

    Wer das eine will, der muss in meinen Augen dann auch das andere wollen, sprich Einfuhr ausländischer Honige dann aber nach gleichen Standards sicherstellen oder die müssen draußen bleiben.

  • Ich könnte auch mit höheren Anforderungen und Standards leben, wäre da nicht das gleiche Problem wie bei den Bauern: Der Gesetzgeber will immer höhere und teuerere Standards bei uns einfordern, aber gleichzeitig Null-Standards bei Importprodukten zulassen, ja Importe sogar fördern, weil wir sind doch Teil des tollen Weltmarktes.

    Das passt nicht zusammen.

    Wer das eine will, der muss in meinen Augen dann auch das andere wollen, sprich Einfuhr ausländischer Honige dann aber nach gleichen Standards sicherstellen oder die müssen draußen bleiben.

    Es heißt ja nicht umsonst 'Bauernopfer'...

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hier: Die Honigbiene ist das dritte in der Reihe der wichtigsten Nutztiere!

    Die Landesregierung fördert die Bienenhaltung mit etwa 80.000€!!!

    Da komme mal einer …!

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Der Gesetzgeber will immer höhere und teuerere Standards bei uns einfordern, aber gleichzeitig Null-Standards bei Importprodukten zulassen

    Das ist das selbe wie mit den Honigen aus EU und nicht EU Ländern.

    Selbst wenn die Importhonige die Standards irgendwie einhalten könnten und müssten, könnten sie nach wie vor erheblich günstiger produzieren und verkaufen. Dann geht dir sogar das Argument für den höheren Preis bei heimischen Honig aus.

    Die Spanne zwischen Import und heimisch würde zwar kleiner, aber nicht so klein, dass preisbewusste Käufer umsteigen, eher aussteigen. Gibt ja heute noch mehr was süß macht.

  • Berggeist

    neben den Standards gibt es bekanntlich noch weitere Kostenfaktoren. Z.B. Arbeitskosten. Dass diese im Ausland kleiner sind und daher Importhonig meistens billiger ist als heimischer, selbst wenn auch dort die Standards eingehalten werden würden, ist also eine Binsenweisheit.


    Es geht also mitnichten darum, zu hoffen, dass Importhonig so teuer wird wie unserer. Es wäre nur schön, wenn wir absolut unfaire Handelspraktiken abwehren können.


    Und wie du weißt, betrifft uns der Importhonigpreis nur indirekt am Rande, da wir damit so oder so nicht konkurrieren können. Das ist uns (ok, dir vielleicht nicht) aber egal, denn unsere Kunden sind "preisbewusst", aber eben nicht "preissensibel", sonst würden sie gleich im Discounter kaufen.

    Wie auch JaKi gerade geschrieben hat: Die Kunden wollen unseren Honig und keinen von sonstwoher, sie wissen aber auch, welchen Preis er dann haben muss. Preisbewusst eben.


    Und wenn es tatsächlich neue Auflagen für uns gibt und diese in signifikant höheren Kosten münden, dann werde ich die selbstverständlich weitergeben und das entsprechend kommunizieren, schließlich habe ich wie die meisten anderen auch nichts zu verschenken.


    Im Beispiel von @sebihees in #109 wird bei angenommenen 30kg Honig/Volk/Jahr = 750kg Honig bei seinen 25 Völkern oder entsprechernd 1500x 500g-Gläsern das Glas um ca. 275 EUR Mehrkosten/1500 Gläser = 0,18 EUR teuerer.

    Du wirst sie vermutlich selber tragen, andere werden sie weitergeben oder müssen woanders einsparen, wollen sie nicht darauf sitzen bleiben.

    Ist doch eigentlich ganz einfach.

  • Meine Formulierung mit "preisbewusst" gefiel mir schon beim Schreiben nicht so ganz, eben weil man es mehrdeutig verwenden kann.

    "Die Käufer, die möglichst günstig/billig einkaufen möchten" erschien mir aber etwas zu kompliziert.

    Aber wenn es gewünscht wird, dann auch so.