Inzuchtlinien für Wirtschaftsköniginnen

  • Hallo zusammen,

    bei der Thematik Inzuchtlinien und Heterosis bei den Linienkreuzungen sehe ich das Problem, dass die Bienen-Inzuchtlinien eben (nicht geschlossene) Pobulationen sind.

    Wie schon angemerkt, es sind keine Pflanzen. Und da ist es schon recht schwer.

    Ich gehe davon aus, dass die Nichtgeschlossenheit einer Zucht die Bienenzucht so schwer macht.

    Also bleit die Belegstadion, die ja auch nicht in einer "Blase" existiert.Es bleibt schwierig!

    Gruß

    Harald

  • Ich weiß nicht ob ich dich da richtig verstehe, aber Jede Innzuchtlinie muss für sich eine geschlossene Population darstellen. Findet in der Natur so nicht statt. Geht nur über instrumentelle Besamung.

  • Das kannst Du so sehen.

    Woher nimmt der Besamer die Gewissheit, dass der Drohn der RICHTIGE ist?

    Eine Kö ist diploid, also hat zwei Alele. Also gibt es auch genetisch zwei Drohnen.

    Oder woher weiß er ob die zu besamende Kö zwei gleiche Alele hat? Also reinerbig ist.

    Das sind so die Dinge, die mich da im Zweifel lassen.

    So wie in #7 ist das nicht.

    Gruß

    Harald

  • Du bekommst ja pro Generation nur eine Erhöhung der Inzucht...

    Wenn die Königin reinerbig ist, also komplett homozygotes Erbgut besitzt heißt das?

    Dauert "nur" ein paar Generationen bzw. wird nie erreicht.

    #7 ist ein Modell auf dem deine Zweifel aufbauen.

  • Hallo,

    Zur Inzucht:

    die Entwicklung von gesteigerter Inzucht wird über die relativ einfache Vererbung der Geschlechtsbestimmung verhindert. Was zur Folge hat das in der Arbeiterinnenbrut in hoher Frequenz ( je nach Anpaarung bis 100% ) diploide Drohnen gelegt werden.


    Kombination weniger Linien:

    Es gibt ja die Arbeitshypothese, dass die Verringerung der Schwestergruppen der Leistungsfähigkeit eines Volks schadet.

    Die Züchtungsspezialisten berichten darüber z.B. im Zusammenhang mit der Vsh/Smr Zucht bei der Eindrohnbesamung.

    Da ist dann nur noch eine Vollgeschwistergruppe im Volk.

    Hingegen beim Aufbau distinkter Materialgruppen wird dir die (eindrohn) Besamung bestimmt gute Dienste leisten.

    Ich komm dann gerne jedes Jahr vorbei und lass ein paar Königinnen besamen.


    Ich kann dir da nur Matthias Engels Buch empfehlen und ich meine darin nicht das technische Protokoll zur Handbesamung sondern seine Darstellung zur Zuchtplanung. Da findest du viele Anknüpfungspunkte und Lösungsansätze zu deinen Überlegungen.


    Viel Erfolg !

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen guten Morgen :)


    Bei Wirtschaftsköniginnen gibt es keine Zuchtrichtlinen.

    Wer Kunstbesamung macht, macht Zucht und Inzucht ist ein heikles Thema dabei.

    Für Wirtschaftsköniginnen unnütz.

    Bei der natürlichen Begattung am Stand, wird der Vorteil der in der ganzen Gegend rumfliegenden Drohnen, sprich verschiedene Genetik, genutz.

    Das bringt den erwünschten Hetereoseseffekt.

    Deswegen ist eine Besamung für Königinnen, die nur für die Honigproduktion genutzt werden, nicht richtig.

    Und wie gesagt, alles was kontroliert angepaart wird, geht in Sachen Zucht.

  • Ihr Lieben, 🤓

    Sowas kommt von sowas!

    Aufklären ist doch wohl bei schwierigen Angelegenheiten auch wichtig!

    Als einer, der Bienen hält, muss man nicht logischerweise etwas von Zucht, Besamung, Zuchtmutter uam. verstehen.

    Man muss schon draufschreiben was drin ist!

  • Ihr Lieben, 🤓

    Sowas kommt von sowas!

    Aufklären ist doch wohl bei schwierigen Angelegenheiten auch wichtig!

    Als einer, der Bienen hält, muss man nicht logischerweise etwas von Zucht, Besamung, Zuchtmutter uam. verstehen.

    Man muss schon draufschreiben was drin ist!

    Irgendwie ähnelt dein Schreibstil immer mehr den Bruchstücken, die wir sonst so aus der Pfalz gewohnt sind. Es fällt mir zunehmend schwer, da irgendwelche brauchbaren Inhalte abzuleiten.

    Als jemand der Bienen hält, sollte man mindestens grob die Zusammenhänge verstehen und die Begrifflichkeiten auseinanderhalten können. Ist vermutlich Wunschdenken bei mittlerweile 170000 (und mehr) Bienenhaltern in D.

  • Nein, man kann nicht immer voraussetzen, dass die Grundkenntnisse da sind. Und was zählt alles dazu?

    Ich wäre da vorsichtig!

    Meine „Bruchstücke“, denke ich, beziehen sich auf vorhergehende Inhalte.

    Und,Pfälzer bin ich nicht.

    Frage bitte einfach, wenn Du Klärungsbedarf hast.


    Ich habe es so gemeint wie ich es geschrieben habe: Man muss auch mal erklären. Auch wenn es das dritte oder vierte mal ist. ☹️😫😤

  • Nein, man kann nicht immer voraussetzen, dass die Grundkenntnisse da sind. Und was zählt alles dazu?

    Dass man die nicht voraussetzen kann, ist nur allzu wahr. Ich sehe es bei der Fülle an frei verfügbaren Informationen aber auch als Holschuld der Neuimker. Das Thema ist komplex, aber ein Teil der Imkerei. Ohne wären wir nicht da, wo wir heute stehen.

    Und jeder mit Stechern am Stand sollte sich schon mal Gedanken machen, wieso, weshalb, warum.

    Mit den Aussagen "Sowas kommt von sowas" und "man muss draufschreiben was drin ist" kann ich keinen Zusammenhang herstellen.

  • Hallo,

    bitte macht euch gegenseitig keine Vorwürfe.

    Die Genetik befasst sich mit Gesetzesmässigkeiten die ständig mit neuen Fakten unterfüttert werden, was diesen Gesetzestext ständig verändert. Mal stehen Dinge in Frage mal werden Hypothesen untermauert.

    Übrigens ist die Heterosis eine immer noch zu beweisende Hypothese (Nobelpreisverdächtug)

    Soll im Gegenzug heißen das es möglich erscheint durch die Anreicherung der geeignetsten Allele die höchste Leistung mit homogenen Linien zu erzielen ( auch Nobelpreisverdächtig)


    Ob es im praktischen Sinn macht ist die zweite Frage:

    @ HoKo beim Weizen ja,

    beim Mais nein ( zu weit ausgeformte heterotische Gruppen)

    Bei der Biene ?



    Die Grundzüge der Genetik sind aus einer Zeit, wo wesentliche Fakten zur Reproduktion noch gar nicht bekannt waren. Wie wird die Erbinformation gespeichert und erhalten?

    Wie wird sie weiter gegeben in die nächste Generation? Welche Ereignisse können dabei auftreten?


    Umso bahnbrechender sind die daraus entwickelten Gedankenmodelle-leider stimmen sie nur größtenteils.

    Nach den mir vorliegenden Informationen ist die Entwicklung der Mendelgenetik an der Biene gescheitert, wegen falscher Grundannahmen. Das lässt sich nachvollziehen wenn man verstanden hat, wie der Stammbaum ist und die Vewandtschaftsverhältnisse in einem Bienenvolk sind.


    Die Genetik im kleinen können wir( damit meine ich Hobbyisten) trotzdem anwenden.

    Erwerbstätige sollten da wohl lieber auf Nummer sicher gehen.

    Massenselektion

    -Königinnen vorhalten ( gerne mal von edler Herkunft)

    -bei Problemvölkern den erblich bedingten Anteil schätzen und ggf. mit Königinnentausch reagieren ( auch bei physiologischen Problemen der Königin)


    Grüße

    Christof

  • Die richtige Antwort (für mich) hat gestern Paul Jungels gegeben.

    Ich denke man kann sich das noch anschauen :)

    Ein Paktiker, der tut was er sagt und sagt was er tut.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Richtige Auslese und exaktes Verpaaren, ist das Ruder mit dem das Schiff auf Kurs gehalten wird.

    Paul Jungels


    https://www.bienen-plus.de/

  • Die richtige Antwort (für mich) hat gestern Paul Jungels gegeben.

    Ich denke man kann sich das noch anschauen :)

    Ein Paktiker, der tut was er sagt und sagt was er tut.

    Und ich war wirklich beeindruckt, wie er mit einem klug gewählten Versuch die Erblichkeit nachgewiesen hat.