Standort im Grünland?

  • Du bringst wieder alles durcheinander. Ist das dein Ziel?

    So wurden auch Ulme (Rüster) und Esche als etwa 10m hohe Bäume an der gesamten Stammlänge geköpft.

    Eine Kopfweide ist schon per Definition eine Weide und keine Ulme oder Esche.

    Deine Beschreibung ist wieder mal nicht nachzuvollziehen.

    „Wer lesen kann …“


    Zu den Kopfweiden: Die kenne ich seit meiner Kindheit als Feuerholzlieferanten in Wald armen Gegenden von Sachsen-Anhalt.

    Es ist so für mich nicht einfach eine Schnitt-,sondern eine Nutzungsform.

    So wurden auch Ulme (Rüster) und Esche als etwa 10m hohe Bäume an der gesamten Stammlänge

    Es geht um die Nutzungsform!

    Und nach dem was Du schreibst meinst die Kultur der Korb- oder Flechtweiden als Kopfweiden. Daneben gibt es auch die Bodenkultur.

    Keine Besserwisserei, nur eine Anmerkung!

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • So wurden auch Ulme (Rüster) und Esche als etwa 10m hohe Bäume an der gesamten Stammlänge geköpft.

    Lesen kann ich das. Aber nicht verstehen.

    Der Ostthüringer, der natürlich wieder mal keine Ahnung hat und alles durcheinander bringt und obendrein kein Imker ist, meinte sicherlich dieses Kopfsystem, das auch bei anderen Bäumen funktioniert und auch angewendet wird.

    Und warum schreibt er das dann nicht, wenn er es meint?

    Warum nennt er es falsch? Auch in Ostthüringen wird eine Ulme sicher nicht Weide genannt.


    So wie ich seine Version verstehe, wurden relativ junge Bäume unten bodennah abgeschnitten. In vielen Regionen nennt sich das "Auf den Stock setzen". Einige Baumarten treiben dann viele neue Schosse aus, die recht früh wieder geerntet werden. Hauptsächlich zur energetischen Nutzung, wie das heute so schön heißt. Eine solche Bewirtschaftungsform war auch im Siegerland weit verbreitet und als "Hauberg" bezeichnet.

    Das Problem ist: Neben der (zumindest für mich) schweren Verständlichkeit, hat es weder was mit dem Begriff "Kopfweide" zu tun, noch mit der Tracht derselbigen und somit mit der hier anfangs beschriebenen Landschaft und dem Thema des Fadens.


    Um eine Kopfweide zu erhalten benötigt man eine bestimmte Schnittform derselben. Das ist das Merkmal der Kopfweide. Wie ich das abgeschnittene Material verwende, ist vollkommen nebensächlich.


    Ist solch eine (mutwillige?) Verwirrung eigentlich mehrheitlich gewünscht?

    Ich frag mich einfach, was das soll und zwar viel häufiger, als ich darauf reagiere. Aber ist wohl schon zu viel. Na gut.

  • So steht ' s auch in der Wikipedia

    Nein, tut es nicht. Dort werden auch nur Weiden als "Kopfweide" bezeichnet.

    Edit:

    Es geht doch um die Trachtwerte der Pflanzen, die in der beschriebenen Landschaft vorkommen. Die sind bei der Ulme unabhängig von der Schnitt- und der Wuchsform recht mies.

    Bei der Weide macht es einen sehr großen Unterschied wie und wo sie wächst.

  • Viehweiden sind sehr gut fürs Vieh Kuh, Schaf...

    Leider mögen die alles was blueht.

    Löwenzahn, Klee Gänseblümchen...

    Ausser das eine oder andere giftige Herbstzeitlose und so.

    Die giftigen wird der Tierbesitzer entfernen.


    Tierweide ist aber besser wie ein Nachbar mit Rasentraktor der alle paar Tage vor einer Blüte seine Kinder zum Fahren, maehen schickt.


    Bienen können ja fliegen, koennte trotzdem was geben.

  • Der Trachtverlauf auf solchen Flächen hängt von der Beweidung, der Häufigkeit der Mahd etc ab. Mit Löwenzahn und Weißklee besteht die Aussicht auf guten Ertrag.

    Bienen können ja fliegen, koennte trotzdem was geben.

    Je weiter sie fliegen müssen, umso weniger bringen sie nach Hause. (Stichwort: "Treibstoff")

  • Mit Löwenzahn und Weißklee besteht die Aussicht auf guten Ertrag.

    Eher nicht: Löwenzahn blüht nur sehr kurz, und Weißklee will warmes und (!) feuchtes Wetter, um zu honigen. Das ist der Grund, warum Grünland in unseren Breiten beim Honig keine große Rolle spielt. Andere Blühpflanzen gedeihen wegen des intensiven Mähens kaum.

    Als Pollenquelle kann es interessant sein. Gerade Weißklee ist da sehr wertvoll, weil er bis in den Herbst hinein Pollen liefert und das oft reichlich.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Mit Löwenzahn und Weißklee besteht die Aussicht auf guten Ertrag.

    Eher nicht: Löwenzahn blüht nur sehr kurz, und Weißklee will warmes und (!) feuchtes Wetter, um zu honigen. Das ist der Grund, warum Grünland in unseren Breiten beim Honig keine große Rolle spielt. Andere Blühpflanzen gedeihen wegen des intensiven Mähens kaum.

    Als Pollenquelle kann es interessant sein. Gerade Weißklee ist da sehr wertvoll, weil er bis in den Herbst hinein Pollen liefert und das oft reichlich.

    Ja, ne is klar. Ich ernte nichts, weil ich fast ausschließlich solcher Art Trachtverhältnisse habe... ;)

    Dass es nicht mit Eintrag von Massentrachten einhergeht, versteht sich von selbst. Dafür musste ich nicht füttern im vergangenen Jahr 2021, weil immer irgendwas da war. Und 2 mal Schleudern war auch noch drin.

  • Dass es nicht mit Eintrag von Massentrachten einhergeht, versteht sich von selbst

    Ja, eben. Ich bezog mich auf die Formulierung "guten Ertrag". Darunter verstehe ich etwas anderes. Was erntest Du so im Jahr von reinem Grünland?


    Dafür musste ich nicht füttern im vergangenen Jahr 2021, weil immer irgendwas da war.

    Wenn es nur reicht, dass die Bienen nicht hungern, nennt man das Läppertracht und nicht gute Tracht.

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  • Hallo FeDia,

    deine Grünlandweiden sind ja eingebettet in eine Landschaft, in unser beider

    Fall in einer einzigartigen, alten Kulturlandschaft . Bekanntlich leben die Bienen ja in einer Landschaft ;) . Wie ich in # 10 schon schrieb, könnten die Blatthonige auch bei Dir eine Rolle spielen, mehr oder weniger.

    Neben dem Blütenhonig kennt der Imker auch noch den sog. Blatthonig oder Honigtau

    Genauen Aufschluss gibt letzten Endes nur eine Honiganalyse. Die werde ich

    mir noch leisten, bin durch die Diskussion hier mal wieder dazu angeregt

    worden ;) .

  • Der Löwenzahn ist nach der Salweide bei uns die wichtigste Aufbautracht für die Völker. Wenn die Bedingungen stimmen, ist auch hier schnell für den Imker noch ein guter Überschuss drin.

    Der Weißklee blüht sehr lange und ist besonders im Sommer mindestens gut für die Bienen. Und auch da gibt es mit passenden Bedingungen richtig was in die oberen Kisten.

  • Und auch da gibt es mit passenden Bedingungen richtig was in die oberen Kisten.

    Ja, wirklich? Hast Du jemals nennenswert Kleehonig geerntet? Ich habe hier massig Weißklee. Das ist eine tolle Pollentracht, aber Honig? Null.

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