Jetzt noch anfangen?

  • Damit hat wohl nur ein Problem, wer Mr. Monk heißt.

    Nicht unbedingt. Es reicht schon, wenn du nicht alleine wohnst, oder nicht alleine das Auto nutzt. - Und nicht jeder hat einen Bauernhof, beliebig viel Räumlichkeit und Fläche.


    Propolis, Wachs, Honig an den Händen und an den Klamotten, Schmutz und Erde an den Schuhen, im Auto, in der Wohung. - Das ist so gut wie unvermeidlich, und du kannst nicht davon ausgehen, dass die Familie sich darüber freut.


    Spaßig wird's auch, wenn du in der Küche schleuderst. - Alles Zeug rein, alles Zeug raus. - Da darfst du gleich 2x gründlich putzen. Einmal vorher damit alles sauber ist, einmal nachher um das Schlachtfeld aufzuräumen. - Das mindestens 2x im Jahr für Früh- und Spättracht.

    Und den ganzen Zirkus für insgesamt ca. 100kg Honig im Jahr als Hobbyimker im "kleinen Rahmen" mit 3 Wirtschaftsvölker.


    Dann wäre da auch noch Altwaben einschmelzen, die unbeliebteste Tätigkeit in der Imkerei.


    Ich denke, das alles sollte man nicht aus den Augen verlieren. - Hobbyimkerei ist nicht nur verklärte Zeit bei Fluglochbeobachtung in der Natur.

    Ich kann nur jedem Raten, egal wie alt oder jung, damit anzufangen!

    Bitte nach gründlicher Überlegung. :/ ... Es gibt nicht viel was du von dem Gesamtpaket auslassen kannst. (Im "kleinen Rahmen" zumindest.)

    PS: Der vosp imkert gar nicht! Laut seinem Profil, zumindest.

    Ich kriege das sehr nah von meinem Vater mit. Er ist 80, hat seine Bienen auf 4 Stände verteilt, und die letzen Jahre am reduzieren, weil ihm das alles zu viel wird.


    :) Aber ich kann es bestätigen, an den Bienen hat er viel Freude!

  • Vielleicht auch mal im Verein rumfragen. Viele Vereine haben da eine Schleuder zum Ausleihen.

    Und Geräte zum Honig erwärmen braucht man auch nur, wenn man keine Zeit hat, diesen gleich zu verarbeiten. Wenn man nicht Vollzeit berufstätig ist (und mit etwas guten Willen auch dann!) schafft man das bei wenigen Völker zeitnah.

    Erwärmen muss man nur, wenn man den Honig unverarbeitet so lange stehen lässt, bis dieser fest wird.


    Mit 2 bis 3 Völker hält sich auch die Logistik und der Platzbedarf noch in Grenzen.

  • Sicherlich sind Stückkosten von ca. 1000,00€ pro Volk als Einstiegsinvestition in die Imkerei durchaus realistisch. Mit jedem weiterem Volk sinken jedoch die Stückkosten/Volk deutlich.

    Ich denke, dieses ist aber bei jedem Hobby so ähnlich, welches man mit zunehmenden Lebensjahren irgendwo neu beginnen will.

    Nordler hat aber in keinem seiner Beiträge danach gefragt was an Kosten auf ihn zukommen. Dieses wurde ihm als Negativpunkt einfach mal so vorgehalten. Ich denke, wenn man sich in dem Alter mit den entsprechenden Lebenserfahrungen damit beschäftigt in ein neues Hobby ein zu steigen, ist man sich darüber durchaus im Klaren, dass es nicht ohne Kostenaufwand gehen wird.

    Bei einer Mitgliedschaft in einem gutem Imkerverein, werden auch Wege und Hilfestellungen für einen Start in die Imkerei aufgezeigt. Von dem Weg einer möglichen finanziellen Förderung bis hin zur Ausleihung über Vereinsequipment. Das i-Tüpfelchen ist aber auch eine gute Vernetzung mit Imkerkollegen - auch wenn die hier gegebenen Tipps dann auch schon mal hinterfragt werden sollten und nicht alle einfach geschluckt bzw. 1:1 unbedacht übernommen werden müssen. :D
    Ich halte es für immens Wichtig sich für eine passende Beute und Betriebsweise zu entscheiden und diese dann auch durch zu halten und sich nicht von jedem kirre machen zu lassen.

    Nordler wo ist denn Dein Standort? Konnte ihn im Profil nicht finden.

    Imkern ist kein Hobby - imkern ist eine Lebenseinstellung!<3

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Schmutz und Erde an den Schuhen

    Ja, solche Bedenken kann nur ein Stadtbewohner haben. Der Landbewohner weiß, dass dass der wichtigste Schuh ein Gummistiefel ist. Das fällt mir immer auf, wenn Kinder zu Besuch sind, die mit Stoffturnschuhen auf den Pferdepaddock laufen.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Schmutz und Erde an den Schuhen

    Ja, solche Bedenken kann nur ein Stadtbewohner haben. Der Landbewohner weiß, dass dass der wichtigste Schuh ein Gummistiefel ist. Das fällt mir immer auf, wenn Kinder zu Besuch sind, die mit Stoffturnschuhen auf den Pferdepaddock laufen.

    Naja oder jemand der einen Partner hat der es sehr gerne sauber hat in seinem Umfeld und auch sauber bei der Arbeit ankommen muss. Mein Mann ist auch unglücklich wenn das Auto in dem er fährt krümelig oder schmutzig ist. Und trotz zweier lebhafter Landkinder hat er es noch nicht aufgegeben, unseren Hauseingang immer wieder zu fegen und Schuhe vor der Tür auszuklopfen. Ohne zwei Autos, eines für ihn und eines für die Kinder, die Bienen und mich, wäre bei uns definitiv auch der Haussegen in Gefahr.

    Anfängerin 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 5 Völker

  • Aber wenn ich jedes Jahr 5000€ in die Imkerei stecken muss lass ichs doch lieber sein.

    Lieber Nordler,


    machs doch ganz einfach: Du machst deinen Kurs, lernst im Verein ein paar Leute kennen. Dann suchst du einen Imkerpaten, bei dem du drei Völker stehen haben darfst, als Gegenleistung hilfst du ihm das Jahr über bei allen Arbeiten, fertig.


    Dann hast du fast keine Kosten, alles ist überschaubar, du kannst dir einen Überblick verschaffen und sammelst Erfahrungen. Und dein Pate hat den Vorteil, dass jemand mit anpackt und einen weiteren netten Kontakt.


    Und in Jahr zwei, weißt du schon ne Menge mehr und kannst dann entscheiden ob es das Richtige ist und wie es weiterläuft.


    Schöne Grüße - Matthias

    Es war alles sooo gut geplant. Und dann kam das Leben dazwischen...

  • Falls es doch nix werden sollte, Wildblumen säen und Weidenstecklinge überall verteilen wäre mir sympathisch ;)


    Wenn man nur die laufenden Kosten rechnet, sind es keine 5000 Euro pro Jahr. "Gesamtinvestition" 1000/Volk, mittel- bis langfristig sicherlich okay, wenn ich Räumlichkeiten, Gerät usw. mitrechne und nix mit anderen gemeinsam mitnutze. Hab ich auch, wenn ich als Hobby ein Klavier hole. Ich glaube, da hat der Nordler was falsch verstanden.


    Pro Volk und Jahr sind laufende Kosten denke ich vielleicht 75 Euro, die sind mit Honigverkauf bei mindestens 150 Euro pro Jahr wohl locker drin oder. Arbeitszeit am Anfang 15, am Ende 7,5 Stunden pro Jahr und Volk, habe ich jetzt nicht eingerechnet.


    Man soll sicherlich nicht total blauäugig rangehen, aber mit dem Panik-P versaut man sich schon von Anfang an etwas, was vielleicht richtig gut geworden wäre. Es ist sicher auch zu überlegen, wenn das alles so schrecklich ist, warum so viele dabei bleiben ;)


    Allerdings braucht man beim Imkern auch eine gewisse Frustrationstoleranz, weil immer mal was schief geht. Wer da zu dünnhäutig ist und beim ersten Misserfolg wegwirft, sollte tatsächlich lieber nicht anfangen.


    Schöne Grüße - Matthias

    Es war alles sooo gut geplant. Und dann kam das Leben dazwischen...

  • Honigernte:

    Entdeckelungsgeschirr 130 €
    Honigschleuder, keine billige von Ebay 600 €
    Doppelsieb 30 €
    Zehn Honigeimer 30 €
    Abfüllkübel 35 kg VA 135 €

    Für zwei Völker?!

    😂

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • So, nu isser wech! ;(

    Neue, an der Hobbyimkerei interessierte Probanten, sind mit der Flut vieler Detailinformationen oft überfordert, weil sie für sich noch nichts herausfiltern können.

    Imkern ist kein Hobby - imkern ist eine Lebenseinstellung!<3

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Für zwei Völker?!

    Ja für 2 Völker, um genau zu sein auch schon für eins. Denn irgendwie muss der Honig ja auch aus den Waben gebracht werden und dafür ist nun mal die Honigschleuder das Gerät der Wahl. Sicher kann man es auch rauspressen, raussaugen oder die ganzen Waben aufessen. Also geht kaum ein Weg an der Schleuder vorbei.

    10 Honigeimer fassen 200 kg Honig, die können wenn es dumm läuft auch bei 2 Völkern kommen. Wenn es nur 12 kg Eimer sind, wird es vielleicht schon eng. Aber beim Rauspressen ist die Ausbeute sicher nicht so hoch.

    Dann muss ja auch noch der Honig irgenwie ins Glas und das geht am besten mit einem Abfüllhobock.......

    Ich würde gerne mal sehen, wie du den Honig aus den Waben ohne Schleuder bekommst, vielleicht kann ich dann auch so ungehemmt lachen wie du.

    Ich finde es richtig unfair, wenn dem Anfänger suggeriert wird, es kostet nichts und macht keine Arbeit. Es ist halt wie jedes Hobby, wenn man nicht investiert, hat man auf dauer wenig Freude daran.

    Lass noch ein paar Lachsmilies raus......

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

    Einmal editiert, zuletzt von Marcus Göbel ()

  • Allerdings braucht man beim Imkern auch eine gewisse Frustrationstoleranz, weil immer mal was schief geht. Wer da zu dünnhäutig ist und beim ersten Misserfolg wegwirft, sollte tatsächlich lieber nicht anfangen.

    Und auch hier wieder :!:

    Anfängerin 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 5 Völker

  • Ich habe dieses Jahr als Anfänger im 2ten Imkerjahr bei mir den Honig eines Anfängers im 1ten Jahr mitgeschleudert. Und das mit der Vereinsschleuder.

    Wir hatten beide keine Kosten dafür, die Reinigungsarbeit haben wir miteinander gemacht. Und uns gut unterhalten dabei. So läuft das im ländlichen Bereich unter kleinen Imkern.

    Ist halt nicht zu vergleichen mit großen Imkereien.