Anfänger - KöZucht - Welches Material?

  • Anfang vom chinesischen Umlarvlöffel abraten. Andere mögen den perfekt bedienen können, mir sind damit die Larven immer weggespritzt. Mit dem Schweizer Umlarvlöffel ging es super

    jaein

    bei beiden Dingern brauchst ein Gerät was gut funzt und vor allem Übung.

    Ich hegte lange Abneigung gegen den Chinexen... bis ich mal nen Guten in die Finger bekommen habe ;)

    Liegt aber dein Zuchstoff (zu)trocken in der Zelle, (verwerfen!!!), ist es mit beiden Dingern schwer ne Larve heil zu erwischen.


    Für die paar Queens...... denk ma über den kleinen Bogenschnitt nach.

    Fast immer wird das was.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Richtige Auslese und exaktes Verpaaren, ist das Ruder mit dem das Schiff auf Kurs gehalten wird.

    Paul Jungels

  • Das beste Werkzeug ist das, mit dem man auch arbeiten kann- einfach mit Umlarven anfangen. Ob man das mit dem feinsten Marderhaarpinsel, dem Schweizer oder Chinesischen Umlarvlöffel oder einen platten Zahnstocher für dich gut klappt, kannst du bei der nächsten Ablegerbildung einfach selber probieren.

    Gut sehen ist die erste Vorraussetzung- Licht und Lupen-Brille oder Lupenleuchte.

  • Von Bernhard Heuvel kam mal der Tip, die Zunge des Chinesischen Umlarvlöffels leicht abzuschaben und damit biegsamer zu machen, indem ein scharfes Messer mit etwas Druck rechtwinklig auf die Zunge gesetzt wird und dann abgezogen. Verkürzt allerdings die Lebensdauer des Teils; wird irgendwann zu lommelig.


    Jungels rät dazu, nicht nur das Volk, in dem die Vermehrung stattfindet, sondern auch das Zuchtvolk, das die Larven liefert, schon zwei Tage vorher zu füttern anzufangen, damit die Larven schön schwimmen.

  • die Eiwabe/Zuchtstoff bis zum Umlarven in das gefütterte, und nur verdeckelte/schlüpfende Brut enthaltende Pflegevolk zu hängen. Diese Larven schwimmen bestimmt und werden problemlos angenommen/weitergepflegt, weil eben schon bekannt ;)

    ondern auch das Zuchtvolk, das die Larven liefert, schon zwei Tage vorher zu füttern

    auch das ist richtig, der Eiquallität wegen

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Richtige Auslese und exaktes Verpaaren, ist das Ruder mit dem das Schiff auf Kurs gehalten wird.

    Paul Jungels

  • Moin

    Ich weiss, es wird im digitalen Zeitalter nicht gerne gesehen:

    Aber ich empfehle immer wieder, sucht euch einen erfahrenen Kollegen und schaut ihm über die Schulter. Gerade bei der Zucht kann man so viele Fehler machen. Das beginnt ja schon Wochen vor der eigentlichen Zuchtarbeit und endet nicht zuletzt mit dem Befüllen der Begattungseinheit.

  • Ja deswegen kann ich nur zu Büchern zur Königinnenzucht raten - auch wenn das nur die Oberfläche ankratzt und nicht dazu führt das man ein top Vermehrer wird.


    Dafür muss man nicht nur Wissen, sondern Erfahrung haben und die bekommt man nur durchs Anfangen! Aber die Abläufe (viele Wochen vorher und auch nachher ist wichtig!)

  • Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich an einem Nachmittag bei einem erfahrenen Kollegen mehr gelernt habe als aus 10 Büchern. Oft nur so im Vorbeigehen, im Augenwinkel: "Moment, warum dreht er beim Umlarven den Löffel in der Hand?, Warum verstaubt dies oder jenes in seinem Schrank und wird nie benutzt?", so Kleinigkeiten halt.

    Züchten kann für den Imker sehr erfüllend sein, aber sehr schnell auch sehr frustrierend. Ich hab damals tatsächlich mit dem Bogenschnitt angefangen, weil ich von Grund auf kapieren wollte, was die Bienen tun und was sie tun wollen. Und wenn dann die ersten Königinnen schlüpfen, kommt ein Hochgefühl, und das lässt dich dann weiter machen.

  • Ich habe eben mal Spasses halber nachgesehen: Meine erste Königin ging 1993 auf eine Insel zur Begattung. Vorher hatte ich schon 2 Jahre am Stand geübt.

    Trotzdem erwische ich mich immer noch ab und zu, dass ich mir den Egil Holm oder Tiesler/Englert aus dem Regal nehme und kurz irgend eine Kleinigkeit nachschlage.

  • Ich habe eben mal Spasses halber nachgesehen: Meine erste Königin ging 1993 auf eine Insel zur Begattung. Vorher hatte ich schon 2 Jahre am Stand geübt.

    Trotzdem erwische ich mich immer noch ab und zu, dass ich mir den Egil Holm oder Tiesler/Englert aus dem Regal nehme und kurz irgend eine Kleinigkeit nachschlage.

    Ist ja das was ich auch in einem anderen Thread sage: Wenn man später nochmal liest, sieht oder versteht man plötzlich Dinge aufgrund gemacht Erfahrungen.


    Und Erfahrungen macht man natürlich noch schneller, wenn einen ein "Lehrmeister" auf das ein odere andere hinweist bzw. man sich abgucken kann!

  • Eiwabe/Zuchtstoff bis zum Umlarven in das gefütterte, und nur verdeckelte/schlüpfende Brut enthaltende Pflegevolk zu hängen. Diese Larven schwimmen bestimmt und werden problemlos angenommen/weitergepflegt, weil eben schon bekannt

    Das klingt total logisch, danke für den Tip! Gilt wohl für SBA wie für offenen Anbrüter, oder? Wann würdest du im offenen Anbrüter dazuhängen, und für wie lange?

  • Wenn man nur Eier reingeben würde und dann die ersten angepflegten Maden umlarven würde - in einem Stadium, in dem sie schon richtig im Gelee schwimmen, wäre das was (auch für diejenigen, welche Schwierigkeiten mit der Umlarvtechnik haben) oder unsinnige Verkomplizierung? Zumal die Maden, wenn sie etwas älter sind, nicht mehr ganz so empfindlich sind. (Eier deshalb, damit die Auswahl der jüngsten Larven gegeben ist.)

  • Gilt wohl für SBA wie für offenen Anbrüter, oder?

    Als Anfänger brauchst Du weder das eine noch das andere - Anfängern rate ich dazu erst mal ein paar Königinnen im HR zu ziehen, entweder nach Schwarz oder nach Weis :) - dabei kann man das Umlarven auch Üben oder die Zellen vom Bogenschnitt verwenden und man muss nicht so lange vorbereiten, es kann auch so genug schief laufen...

  • Für die paar Queens...... denk ma über den kleinen Bogenschnitt nach.

    Fast immer wird das was.

    Was bedeutet „kleiner“ Bogenschnitt? Bogenschnitt an sich ist klar aber ist der „kleine“ eine Abwandlung?!

    Anfängerin 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 5 Völker