12er oder 10er Dadant?

  • Heuvel schrieb auch hier im Forum, dass die 12er mehr Honig bringen. Bedingt durch das "90° versetzte Aufsetzen".


  • Binder behauptet ja, dass in der 12er mehr Honig gemacht werden kann, da hier der HR quer zum BR aufgesetzt wird.

    Da hätte ich meine Zweifel. Sicher ist jedenfalls, dass die Waben (zumindest im ersten Honigraum) besser ausgebaut und gefüllt werden. Das ist der Grund, warum ich auf meine 12er 1,5-DNM-Bruträume 10er Zanderhonigräume setze.

    Wenn man Völker hat, die unten die ganze Kiste füllen, ist das aber wohl kein Thema. Aber wer hat die schon

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Zum Glück sind meine neuen Gärbehälter aus Edelstahl, da kann zur Not auch nochmal Honig rein

    Lass den Überschuss einfach in die Lahn laufen, es wird Berge geben.....Habe aber nur 3 Beuten so, dann kann ich Dadantverkaufsvölker bei mir noch als Wirtschaftsvölker nutzen.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • Ob Bienenvölker mehr oder weniger Honig eintragen hängt von mehreren Faktoren ab. Sicherlich aber nicht, ob man 10er oder 12er Dadant einsetzt. Der wichtigste Faktor ist die Volksstärke und das Trachtangebot. Und noch wichtiger ist die Person hinter der Kiste, ob die das drauf hat mit den imkerlichen Gegebenheiten ordentlich umzugehen und diese zu nutzen. Aber ob der Honigraum längs, quer, hochkant oder flach aufsitzt ist sowas von egal, wenn man eine ordentliche Volkstärke und ein gutes Trachtangebot hat. Und wenn dann die Person hinter der Kiste...


    Upps! :eek:


    Ich wiederhole mich gerade...

    :wink:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Heuvel schrieb auch hier im Forum, dass die 12er mehr Honig bringen. Bedingt durch das "90° versetzte Aufsetzen".


    So wie Bernhard Heuvel es in # 29 beschreibt und auch Jürgen Binder praktiziert, setze ich es nun seit fünf Bienenjahren um. Mit Erfolg, wie einige hier sagen würden, denn man kann so Honig ernten, richtig viel Honig, wenn

    die Trachtverhältnisse passen. Ich durfte da schon regelrechte Honigautobahnen am Flugloch beobachten ( meine Lieblingsbeschäftigung an den Bienen :) ) . Gerade als ganz normaler Anfänger ohne super selektierte Königinnen. Es ist nicht selbstverständlich, dass Anfänger mit gewöhnlich kleinen Völkern Honig ernten. Auch nicht für den Durchschitts-

    imker, als Standortimker mit eher bescheideneren Trachtverhältnissen

    ( durchschnittlich 25 kg Jahresertrag in D ).

    Probiert es doch einfach aus und bewertet dann. Mit der Zeit gehen einem

    da noch mehr Lichter auf und es läutet nicht nur die Honigglocke . :u_idea_bulb02::lol:

  • Bei einem nicht unerheblichen Teil der Aussagen befindet sich Bernhard meiner Meinung nach im Paulanergarten, weil gewisse Thesen weder logisch noch wissenschaftlich dokumentiert sind, manches mutet gar esoterisch an.


    Da wird die 10er zwanghaft schlechter gemacht als sie ist.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Hier hatte Beeson den Faden erstellt " 12er oder 10er Dadant ? ". Darauf

    habe ich geantwortet mit meinen Erfahrungen zum verschränkten Aufsetzen

    von Honigräumen im angepassten Brutraum in der 12er Dadant.

    Ehrabschneiderisches Kompetenzgebolze , wie es hier im Forum immer wieder aufpoppt, verlege doch bitte Hagakure in den Paulanergarten . Hier

    lesen Anfänger und Interessierte mit zumeist ansehnlicher Lebens- und

    Berufserfahrung mit - so erlebe ich das zumindest in meinem Verein.

    Deine Aussagen zu Bernhard Heuvel ' s Person und Imkerei sind sachlich unhaltbar .

  • Das hat mit Kompetenzgebolze überhaupt nichts zu tun.

    Bernhards Aussagen ergeben sich aus seinem Werdegang. Warré zu 12 Dadant Berufsimker.

    U-Turn in der extremen Form, aber irgendwie sollte es noch zusammenpassen und dann kommt so ein widersprüchlicher Text bei rum.


    Man ist als Anfänger grundsätzlich schlecht beraten, wenn man erwartet, mit einem Beutensystem automatisch die mega Erntemengen einzufahren. Da können noch so viel Lämpchen im Post auch nichts dran ändern. ;)

  • Wie hast du vorher geimkert und wie lange?

    Das ist immer das kuriose, als Melanie von Orlow das Imkern in der Großraumbeute Buch rausgebracht hat. Hat Bernhard immer noch mit Warre geimkert und es für die beste Beutenform gehalten.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • Wenn es honigt, dann tragen sie in jeder Kiste ordentlich ein. Der Unterschied ist dann, wie viel du davon nutzbar rausnehmen kannst. Bei 12W ohne Schied im Brutraum Dadant oder zweiräumig Zander tragen sie auch ein wie die Weltmeister. Dummerweise wirst du einen großen Teil als Futterkranz auf den Brutwaben haben und da gehen sie dann weniger gerne drüber und lagern den Rest dann ebenfalls im Brutraum.

    Zu jeder Kiste und jedem Volk braucht es die passende Betriebsweise, denn die Bienen sammeln den Honig und die Anordnung der Kisten macht nur aus wo sie den bevorzugt einlagern. Beim 10er kann man auch die Honigräume um 180° drehen, wenn man den untersten gleichmäßiger voll haben will.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Ich weiß gar nicht, warum du so salzig bist. In der Regel maße ich mir als Anfänger nicht an, meinungsstarke Berufsimker in ihrer Disziplin zu hinterfragen, aber in dem entsprechenden Faden waren nun mal Aussagen dabei, die - sachlich - nicht ganz nachzuvollziehen sind.


    Ich bin auch Anfänger und probiere mit beiden Systemen herum. Ich finde es schwierig, wenn da eine offensichtlich festgelegte Position offensiv vertreten wird, indem man ihr Attribute zuspricht bzw. anderen abspricht, die nicht gemessen werden können oder in der Form nicht existent sind.


    Bernhard sagt, dass er mit 4 - 7 Brutwaben durch die Saison geht, vielleicht ist das ja jetzt anders (damals setzte er das Schied ja auch noch relativ "spät" ;)). Gehen wir also von 4 - 7 Waben aus.


    1. Mehrertrag dank 90°-Versetzung


    Auch eine 10er kann mit 4 - 7 Brutwaben geführt werden. Welches biologische Phänomen ist es also, dass bei gleicher Masse an Bienen und Tracht, einen "Mehrertrag" (O-Ton) bei der 12er gegenüber der 10er auslöst. Was passiert in der 10er mit den Bienen, dass die den Honig nicht korrekt einlagern?


    Ok Bernhard hat Versuche gemacht, aber wie viele waren das? Klingt erstmal nach einer Behauptung.


    2. "Damit schafft man es auch mit kleinen Völkern einen guten Honigertrag zu generieren."


    Warum tritt dieses Phänomen nur in der 12er bzw. nur in Dadant auf? Auf der anderen Seite konnte ich nicht feststellen, dass ein kleines Volk den Honigraum in der 12er gleichmäßig ausbaute/befüllte, wie auch?


    3. "Die 10er ist wie Zander und Co. eine Quetschkiste"; dort muss man auch "erstmal die Rähmchen losbrechen"


    Wenn man mit 4 - 7 Waben durch die Saison geht, hat man auch in der 10er noch Platz zum schieben. Die 10er hat auch die Schiene, wieso sollte man da die Rähmchen losbrechen müssen? Die einzigen Zeiten, in denen es fummliger wird, ist die Einfütterung bzw. Durchsicht der Einfütterung und bei der Rähmchen-Entnahme im Frühjahr.


    4. Trommelraum


    Das ist wieder ein Punkt, wo ich nicht weiß, ob es wissenschaftich bewiesen ist, dass das "Ruhe" in den Brutraum bringt, ob Flugbienen der Königin "auf den Sack gehen" etc.pp. Ist das eine Meinung, hat das ein Bienenpapst mal postuliert oder ist es wissenschaftlich gar gemessen worden?


    Wieso lebt die Königin dadurch länger? Wo steht das und warum ist das so? Und wer behält die Königin bis zu ihrem möglichen Lebensende?


    5. XXL-Futtertasche


    Dafür kann man auf die 10er ohne Adapter den Nicot-Fütterer setzen, der so viele Vorteile hat, dass das eigentlich schon Grund genug ist die 10er zu nehmen. "Futter direkt am Bien" - ist das Fakt oder Meinung? Der Weg hoch ist doch nicht weiter, als in die Futtertasche zu steigen.


    6. Dickwaben


    Auch im 10er kannst du entgegen seiner Behauptung mit Dickwaben im Honigraum arbeiten.


    Der Rest zum Thema Honigraum fällt eigentlich komplett in einen Berufsimker-Talk (Wieviel Tonnen pro Anhänger Honig ernte ich? etc.) und hat gar nichts mit Anfängerthemen gemein.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Hagakure, und was heißt das nun für die Hobbyisten hier im Forum?

    Es halten doch auch Nichtberufsimker ihre Bienen in den gleichen Beuten! Also …?

    Schöne Sonntagsgrüsse

    Harald,

    dem auch immer Berufsimker in Warrethemen (ahnungslos) reinquasseln. 😂🤣

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.