12er oder 10er Dadant?

  • Man hätte ja im quadratischen Maß auch die Option den BR im Warm auf aufzusetzen und sich bei der Arbrit an den Bienen dabei hinter anstatt neben die Beute zu stellen.

    Ich habe jetzt zwei Jahre mit DN Warmbau gearbeitet und mir gefällt das nicht besonders. Ich kenne auch niemanden der ernsthaft Dadant im Warmbau betreibt. Das Schieden macht da keinen richtigen Sinn. Ich hab meine Beuten alle in 2er Aufstellung, dann kann ich in an den Kaltbau Kisten von der Seite arbeiten, auch ohne mich zu drehen. Die Honigräume kann ich dann auch leichter tragen, weil ich die lange Seite vor der Brust habe und der Hebel dann kürzer ist. Bei 12er Honigräumen ist der Hebel immer länger, als bei der 10er.

  • Vorteil der 12er, der noch nicht genannt wurde ist die Höhe, durch die 15 cm Höhe und die 10 Waben braucht es einen Honigraum weniger. Ob dieser schwerer ist als die 17 cm bei den 10ern, weiß ich nicht, ich habe bei meinen 10ern ebenfalls 15 cm Honigräume, damit ich im Honigraum das gleiche Maß habe, da ich ursprünglich die 12er hatte. Mir ist oftmals der Raum in der 10er doch etwas zu wenig, wenn ich es mit den 12ern vergleiche, da ist das im Verlgeich angenehmer. In der 12er kann man auch 2 Ableger unterbringen oder 2 Wirtschaftsvölker drin führen. Bei den 10er drehe ich den Honigraum für ne gleichmäßige Füllung um 180 Grad, wenn ich ihn aufsetze, damit ist da das Problem kompensiert. Mein Hauptgrund aktuell für die 12er ist das mehr an Platz hinterm Schied, meine potenziellen Zuchtmütter haben mehr als 5 Waben und trotzdem ist Platz drin. Und, bei der Beutenwelt gibts die günstigsten Zargen, mit den wie ich finde besten Griffmulden wo einem nicht die Fingerkuppen brechen (Leisten lösen das Problem ich weiß), eben nur in der 12er Auführung.

  • Rasse, das Langstrohtmaß hatten wir am Anfang, des Imkern, sind aber davon wieder abgerückt, weil bei die starken Völkern, wieder 2 Räume benötigten und da war wirklich dann zuviel Honig im Brutraum, den 2 Räume auf 12 Waben Langstroht, bekommt wirklich keine Königin mit Brut voll und die 12 Waben waren, schon damals vor 40 J., zuwenig.

    Wir haben noch einige Völker auf Zander,12 Wa., nur noch für die Ablegerbildung für Imker die mit Zander arbeiten und da ist der "Virtuelle Brutraum" im Honigraum zu sehen.

    Was ist das: Die Bienen tragen mit geben eines neuen, also 2 oder 3 Raum, den 1 Raum halb leer, also Sie tragen den Honig um.

    Das zeigt an und für sich, das die Bienen der Königin mehr Platz zum brüten machen wollen, da Sie mehr Eier legen könnte (die Königin) und die Bienen mehr Brut plenen wollen. Geht aber nicht, da das Absperrgitter das verhindert.

    Auf unsere Belegstelle, haben wir kein Abspergitter in den Völker, damit die Drohnen immer ans Futter können und selbst bei 10-12 Waben Platz, gibt es Königinnen, die noch in den 1 Honigraum brüten.

    Im 12er Dadant, kann, wie Br. Adam schreibt, die Wabenmenge, der legeleistung der Königin angepasst werden.

    Ich ziehe nie von einer Königin nach, die im ersten Jahr als Wirtschaftsvolk keine 10 Waen voll besetzt mit Brut und Bienen hat.

    Ist etwas schwierig zum erklären.

    Und natürlich muß das Volk auch Honig bringen, den nur Bienen nützen auch nichts.

    Handy alles 08-12 038.JPG

  • Ist vielleicht falsch rübergekommen, aber mit einschieden meinte ich 6-8 Brutrahmen zzgl. Drohnenrahmen und einer Randwabe Futter/Pollen. Das ein 10er DD Brutraum zu klein ist, habe ich in den wenigsten Fällen. Aber dann weiß jetzt, welche Königinnen ich unbedingt mal ausprobieren sollte.

  • Ist vielleicht falsch rübergekommen, aber mit einschieden meinte ich 6-8 Brutrahmen zzgl. Drohnenrahmen und einer Randwabe Futter/Pollen. Das ein 10er DD Brutraum zu klein ist, habe ich in den wenigsten Fällen. Aber dann weiß jetzt, welche Königinnen ich unbedingt mal ausprobieren sollte.

    Es kommt nicht nur auf die Königin an, wenn der Imker nicht erkennt, wann es Zeit ist für mehr Waben oder zuviel Waben, hilft die beste Königin auch nicht.

    Es kommt wirklich auf das erkennen an, mußte mein Sohn auch erst lernen, meistens hat Er zuviel Platz zur verkehrten Zeit gegeben :)

  • Also Fazit (wieder): Betriebsweise ist sehr ähnlich. Bei den 10ern kann es eng werden und man braucht eventuell mehr Honigräume. Zudem ist der Beespace oben, was man gut oder schlecht finden kann. Die 12er brauchen immer mehr Platz, den sie dann den größten Teil des Jahres nur Reserve im Brutraum bieten.
    Ich habe beides im Einsatz, wandere aber nicht, sodass mir die Außenmaße ziemlich egal sind. Dafür bringe ich bei den 12ern auch nach dem Abschleudern alle Bienen noch in den Brutraum, was mir bei den 10ern nicht immer gelingt. Als Honigräume habe ich auch für die 10er die gleichen Waben wie bei den 12ern, weil ich nicht noch ein Maß mehr haben will. Dann passen aber nur 8 oder 9 Honigrähmchen für den Dickbau rein und ich brauche definitiv mehr Honigräume. Leider sind die ohne Rechen, was den Vorteil hat, dass man auch zwei davon als Bruträume nehmen kann, aber dafür sind die Waben nicht so schön stabil drin, dass man die Honirräume einfach aufstellen und daneben abstellen kann.
    => nehme die 10er gerne zum vermehren und genieße die Vorteile der Nicot-Sachen. Nur dann verkaufe diese Völker im Frühjahr oder setze sie in einen 12er um, wenn ich welche frei habe, weil mir die anderen Honigräume lieber sind.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • stimmt, die buckfast sollte auch ohne anpassen nicht schwärmen und nicht wegen dem anpassen

  • da gehst du halt nen anderen Weg wie ihn zb Hans Beer oder Eugen Neuhauser gehen, die arbeiten erfolgreich im angepassten Brutraum, ich denke man muss beides mal probiert haben mit vernünftigen Völkern (Schwestern) um die Unterschiede direkt zu sehen zwischen angepasst und nicht angepasst :/ ich kann deinen Ausfrührungen immer gut folgen und auch nachvollziehen, verstehe aber auch die Ansätze von Hans Beer zb. Ich fürchte du wirst einfach mal ein Buch schreiben müssen :D

  • Ich fürchte du wirst einfach mal ein Buch schreiben müssen

    wenn man das geschickt veröffentlicht, werden viele Anfänger glauben es sei die Namensvetterin aus Bochum und werden dann mit Dadant starten, weil was Frau Aumeier schreibt ist Gesetzt. Fänd ich gut.

    Bis bald

    Marcus

  • Vielen lieben Dank euch allen für das Feedback! Es gibt also offenbar gute Argumente für beide Systeme. Und erfahrene Imker können problemlos mit beiden super zurechtkommen.

    Da ich ja noch blutiger Anfänger bin, werde ich also wohl besser erstmal mit der klassischen 12er beginnen, damit mache ich ja offenbar auf keinen Fall etwas verkehrt. Bekomme vermutlich im April meine ersten beiden Völker auf Dadant. Zusätzlich werde ich mir dann wohl noch 1-2 10er Beuten vielleicht auch als Bausatz für die Ablegerbildung für kommendes Jahr besorgten. Dann werde ich das Ganze wohl erstmal ne Zeitlang parallel betreiben und meine Erfahrungen damit sammeln. Da ich irgendwann auch gerne mal selbst Beuten bauen möchte und hierbei dann auch gerne auf solche zweckmäßigen und preisgünstigen Teile wie den Nicotboden und Fütterer zurückgreifen möchte werden das dann vermutlich eher 10er Magazinbeuten. Bis dahin verfüge ich hoffentlich über ausreichend Erfahrung, um ggfs. auch mit der kleineren 10er Kiste zurechtzukommen.


    Habt ihr noch Tipps, welche Bücher zum Thema man unbedingt gelesen haben sollte, die auch einem Anfänger die Betriebsweise wirklich anschaulich vermitteln? Gibt da ja einige von Bruder Adam, über Hans Beer bis zu Reiner Schwarz und Paul Jungels...

    Hierzu auch noch eine vorerst letzte Frage: Alle Granden arbeiteten bzw. arbeiten ja mit der Buckfastbiene. Die in der Literatur beschriebenen Arbeitsweisen ließen sich aber genauso auch mit der bei uns verbreiteten Carnica umsetzen, oder?

    Ich frage das deshalb, weil ich ja vergangenes Jahr mit drei Völkern Carnica auf DNM mit der Imkerei begonnen habe und diesen Grundstück an Bienen gerne weiterführen möchte. Wenn es besser funktioniert, dann eben auch irgendwann mal Ableger davon auf Dadant.

  • Ist vielleicht falsch rübergekommen, aber mit einschieden meinte ich 6-8 Brutrahmen zzgl. Drohnenrahmen und einer Randwabe Futter/Pollen. Das ein 10er DD Brutraum zu klein ist, habe ich in den wenigsten Fällen. Aber dann weiß jetzt, welche Königinnen ich unbedingt mal ausprobieren sollte.

    Es kommt nicht nur auf die Königin an, wenn der Imker nicht erkennt, wann es Zeit ist für mehr Waben oder zuviel Waben, hilft die beste Königin auch nicht.

    Es kommt wirklich auf das erkennen an, mußte mein Sohn auch erst lernen, meistens hat Er zuviel Platz zur verkehrten Zeit gegeben :)

    aumeier


    Liebe Heike, lieber Harald,


    Es freut mich, dass mein Post eine so angeregte Diskussion hervorgerufen hat :)

    Da sieht man einfach wieder, was eine gute Zucht ausmacht und das ist aber doch genau der Krux an der Sache.


    Das was ihr und wenige andere der wahren Züchter hier in Europa leistet ist eine absolute Ausnahme. Die meisten der Hobbyimker vermehren doch eh nach der Lee(h)rmeinung deiner Namesfetterin. Selbst ich kann mit meinen paar 40 Völkern nicht züchten. Die ganze Vor- und Nachprüfung etc kann ich als Hobbyist nicht leisten. Und drauf bezog ich meinen Post.


    Aber ich danke Dir für die Einblicke in euren wahren Zuchtbetrieb.


    Beeson

    Zum Thema, wenn du nicht wanderst und das als Hobby mit mehr Spaß an der Freude nutzen willst, nimm dir die 12er Beute.

    Da kann man 90° gedreht den HR aufsetzen, dann hast du auch bei schwächeren Völkern mehr erfolg beim ersten Aufsetzen. Ich finde sie hat viele betriebstechnische praktische Vorteile gegenüber der 10er.


    Grüße Christoph

    Imker, Vermehrer und Selektierer.


    12er Dadant nach Bruder Adam

    Restbestand Seegeberger aus der Anfangszeit