12er oder 10er Dadant?

  • Hallo liebe Dadantexperten,


    habe mich heute hier angemeldet, weil ich mir einige Experenratschläge erhoffe, für welches Beutenmaß ich mich bei Dadant US modifiziert entscheiden soll. Besser die "klassiche" quadratische 12er Kiste oder doch eher die kompatiblere, leichtere 10er Rechtechkiste im Magazimkermaß?

    Ich weiß, dass diese Frage so ähnlich wohl schon öfter durchgekaut wurde. Habe auch schon danach gesucht und nachgelesen. Trotzdem sind mir die Unterschiede und Vor- bzw. Nachteile nicht so recht klar geworden...


    Zur Info: Ich möchte nicht mit den Bienen wandern. Entsprechend kann die Platz-und Gewichtsfrage vernachlässigt werden.

    Wenn ich es weiters richtig verstanden habe, reicht der Platz in der 10er Kiste den Bienen auch immer völlig aus zum Brüten. Liegt der Vorteil der 12er also nur darin, dass man den Bienen hier für den Winter mehr Futterwaben zur Verfügung stellen kann und dass sich durch das quadratische Maß der Honigraum um 90° drehen lässt?

    Was hat die große Kiste sonst noch für Vorteile? Mehr Platz zum Verschieben der Rämchen. Mehr Platz hinter dem Schied als "Wabenlager'.

    Tut man sich als Anfänger mit dem großen Maß vielleicht zu Beginn leichter? Oder ist der Unterschied am Ende so gering, dass man ihn komplett vernachlässigen kann? Dass unsere Bienen völlig fexibel sind, sieht man ja an der Beuten- und Rähmchenvielfalt. Aber ich erhoffe mir von Dadant ein möglichst stressfreies imkern für den Bien UND den Imker... ;)


    Wäre froh, wenn ihr mir ein wenig bei der Entscheidung helfen könntet! Im Auge habe ich dann entweder die 12er Beute der Bergwiesenimkerei oder die 10er von Imkereibedarf Altthaler. Ggf. Auch die Beuten von Imkertechnik Wagner wären zur Auswahl dort gibt's ja 10er und 12er und in den Odenwald habe ich es nicht allzu weit.


    Danke schon einmal vorab für alle Antworten und Tipps!

  • Bei den 12ern auch, wenn man einen entsprechenden Aufsatz baut oder bei Wagner kauft.

    Ich empfehle für alle Argumente mal die Forumssuche zu bemühen. Die Diskussion dazu gab es in den letzen Jahren schon seitenweise.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Die Kompatibilität zu der Nicotböden und Fütterer beim 10er System haben mir auch gut gefallen, wobei Wagner eben den Fütterer ja auch für die 12er adaptiert anbietet.


    Das das Thema schon diskutiert wurde, hatte ich gesehen.


    Mir ging es explizit eher darum, ob es wirklich signifikante Unterschiede in der Betriebsweise (abseits der Gewichts und Wanderthematik!) gibt? Was bewirkt oder hilft der Mehrplatz von zwei Wabenbreiten bei der 12er gegenüber der 10er? Auffällig ist ja immerhin, dass es deutlich mehr Herstellern der klassischen 12er als der 10er gibt wenn man danach sucht...

  • Ich habe 12 nach Bruder Adam (US).


    Man hat halt Platz zum arbeiten. Ich brauche nie eine Wabe mit Bienen außerhalb der Beute abstellen oder mir wie Früher einen Wabenhalter bauen (Seegeberger)


    Wenn man ehrlich ist, die wenigstens von uns (auch Ich) haben Königinnen die den 12 Raum tatsächlich füllen, damit meine ich, im Mai/Juni mehr als 10 Waben Brut. Von daher sollte auch die 10er reichen. Haste halt mehr Platz im Kofferraum.


    Ich arbeite im der Zuchtgruppe mit einigen 10er Zadant Jungs, die sind auch zufrieden.

    Imker, Vermehrer und Selektierer.


    12er Dadant nach Bruder Adam

    Restbestand Seegeberger aus der Anfangszeit

  • Die Kompatibilität zu der Nicotböden und Fütterer beim 10er System haben mir auch gut gefallen, wobei Wagner eben den Fütterer ja auch für die 12er adaptiert anbietet.


    Das das Thema schon diskutiert wurde, hatte ich gesehen.


    Mir ging es explizit eher darum, ob es wirklich signifikante Unterschiede in der Betriebsweise (abseits der Gewichts und Wanderthematik!) gibt? Was bewirkt oder hilft der Mehrplatz von zwei Wabenbreiten bei der 12er gegenüber der 10er? Auffällig ist ja immerhin, dass es deutlich mehr Herstellern der klassischen 12er als der 10er gibt wenn man danach sucht...

    Ich bin Anfänger, gerade in der Findungsphase und arbeite mit beiden Maßen. Ich tendiere momentan eher zu 10er, weil die Kisten handlicher und „genormter“ sind (sofern nach Magazinimker AG), auf der anderen Seite ist der zusätzliche Raum bzw. Leerraum im Innenbereichen der 12er angenehm - gerade für Anfänger. Ich hab das beim Auffüttern gemerkt: mit 10 Rähmchen im 10er brauchst du bei der Kontrolle mehr Feingefühl (ist vlt. ein Anfängerding).


    Grundsätzlich mag ich beide Größen, jedoch musst du bei den 12ern echt auf die Maße aufpassen.


    Unterschiede in der Betriebsweise sehe ich nicht, du kannst z.B. bei beiden den Brutraum anpassen oder auch nicht, Die meisten Imker im 10er System nutzen 159mm hohe Langstrothrähmchen im Honigraum, statt 141mm Dadant-HR. 12er ist ein deutscher Weg, 10er kommt aus der Langstroth-Familie, d.h. da kriegt man auch im Ausland Zubehör für.


    Bei den Berufsimkern meine ich eine Tendenz zu 10ern zu erkennen. Wenn das hilft. :/

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Ich sehe den Vorteil der 12er in der Möglichkeit, dass ich sie mit einen Trennschied teilen kann und dann links und rechts mit einem Volk oder Ableger führen kann.

  • Hallo, für 10 sprechen die Kunstoffböden und Fütterer von Nicot. Für 12er spricht der größere Platz zum schieben Bei 12er kannst du auch den Honigraum drehen wie du magst. Ich habe 12er damals gekauft weil die auf die Segeberger Holzböden im Bienenhaus passen. Schön zu bearbeiten sind sie. Aber ich habe jetzt drei 10er bestellt, weil die auf Zander passen......

    Alles nicht so einfach.

    Bis bald

    Marcus

    mehrere Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus,

  • Das mit dem zusätzlichen Plus an Raum in der 12er, um bei der Dursicht nicht ne Wabe außerhalb abstellen zu müssen, warfür mich auch so ein Pluspunkt.


    Aber hier nochmal eine Frage zur Völkerführung (verzeiht bitte falls euch die Fragen naiv erscheinen, aber ich bin Anfänger und taste mich gerade erst an die Imkerei heran!):

    Man schiedet in beiden Systemen 10er und 12er jeweils so viel wie gerade nötig, um die Bienen auch dazu zu bringen, möglichst wenig Honig im BR einzulagern, sondern oben im HR, richtig?

    Wie verhält es sich den in der Winterauffüterung? Hat man da Vorteile bei der 12er und lässt die Bienen im Brutraum mehr Waben an Winterfutter auffüllen oder spielt das auch da keine Rolle, weil die Bienen auch den Winter über nur 6-8 Waben mit Futter für ihren Wintersitz benötigen?


    Und noch eine (vielleicht naive?) Frage: In der 12er Kiste wirde der BR auch generell immer im Kaltbau aufgesetzt, oder? Man hätte ja im quadratischen Maß auch die Option den BR im Warm auf aufzusetzen und sich bei der Arbrit an den Bienen dabei hinter anstatt neben die Beute zu stellen.

  • Ja. 10er und 12er DD schiede ich im BR auf 6,7 oder 8 Rähmchen, je nachdem wie fleißig die Königin stiftet. Nur das an Platz, was gerade benötigt wird, der Honig soll ja nach oben, korrekt.

    Winterauffütterung geht in meinem Breitenkreis ohne Probleme mit 10er und 12er. Beide Systeme bieten ausreichend Platz für Bien und Futter. Wenn ich die 12 Kiste mit 11 Rähmchen bestücke, nehme ich im Frühjahr immer Futter raus. Ich arbeite im Kaltbau. Probiere aus mit Warmbau und finde selbst heraus, was für dich und deine Betriebsweise besser ist. Viel Fragen ist gut, aber beim Imkern muss man immer auch mal ausprobieren, um seinen eigenen Weg zu finden. 😉

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen schneereichen guten Morgen :)

    Sorry, wenn ich da meinen Senf dazugebe.

    Die Dadantimkerei besteht nicht aus Königinnen die 10 Waben Brut erzeugen, sondern nach der Anpassung des Platzes für die Königin zum legen und das kann sehr schön mittel Schied gemacht werden.

    Ein Einengen wie Hude auf 6-8 Waben und dann eine Selektion von Königinnen zur Zucht macht, führt wieder zu einer Bienen im Hünglertyp , wer das Wort Hüngler : Ist von früher und besagt, das die Bienen klein überwintern mit wenig Futterverbrauch, schön ung gut, aber Ihre wahre Stärke erst nach der Frühtracht erreichen und da der Imker ja auch Frühtrachthonig möcht, Er die Bienen/Königin immer kleiner und kleiner einengt um jeden Tropfen Honig aus dem Brutraum zu pressen.

    Für eine gute Buckfast ist ein 10 Kasten oft zu klein, den da ist kein Gramm Futter mehr im Brutnest und bei der Ernte muß zwingend der 1 Raum mit Honig oder letzte gegeben Raum der mind. halb voll ist auf dem Volk belassen werden.

    Die, die Ihre Völker pressen und das so auch lernen, gehört mackmal kräftig welche hinter die Ohren, Die haben das System von Br. Adam nicht verstanden, leider.

    Und ja, eine gute Königin hat 10 Waben Brut und dann noch den Drohnenrahmen voll.

    Selbst wenn Sie das nur bis ca. Anfang Juni macht, dann setzten die Bienen wieder etwas zurück, aber es sind Bienen für die Sommer-und Spättracht genügend vorhanden.

    Ihr wollt alle Bio und Naturnah Imkern, aber auf die normalen Bedürfnisse wie Honig im Brutnest auf den Rand.-b.z.w. Futterwaben, Pollen das Gearant für gesunde und leistungsfähige Sommer .-und Winterbienen, Waben geben zum bauen, nicht soviel Zuckerfütttern u.s.w. geht Ihr nicht ein.

    Mann/Frau versteht die Bienenwelt oft nicht mehr.

    Lest Br. Adam oder Raimond Zimmer, Günter Ries, Paul Jungles.

    Wenn Ihr wieder zu einer BIene, vor Br. Adam und den ganzen Züchtern wie Thomas Ruppel , Jos Gut, Paul Jungles zurückkehren wollt, macht weiter so.

    Und wer sagt, das man mit 12 Waben nur Honig im Brutnest und keinen im Honigraum hat, kann gerne mal zu uns kommen oder aber die Bilder anschauen.

    P.s. wir imkern sogar mit 5,1 Zellenmaß und 10-12 Waben Dadant modifiziert.17522764_1409106009164262_6666022501449200736_n.jpg17632191_1409107892497407_9191621904967471589_o.jpg17632191_1409107892497407_9191621904967471589_o.jpg

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  • Ich hab 12er, hätte aber lieber 10er und den Nicotkram. Imkern kann man bestens in beiden. Bei den 12ern ist der volle HR schwerer, bei den 10ern ist dann einer mehr drauf. Ich mag den Platz in den 12ern, da paßt auch schön noch eine Futtertasche mit rein. Und ich mag den Beespace unten, dann steht die obere Zarge immer auf den Ohren der unteren, was zusätzliche Stabilität gibt beim Wandern und weniger Briefmarken gibt, wenn man mal eine HR-Zarge auf einen Deckel stellt o.ä.....


    Im Prinzip isses also egal. Würde ich nochmals neu anfangen, wäre es eh Langstroht. :)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife