Zeit zum Nachdenken bring Fragen

  • Moin zusammen,


    zwischen den Tagen war es zum Glück etwas ruhiger und beim Grübeln über die nächste Saison, kamen ein paar Frage auf.

    Vielleicht habt Ihr ( Anfänger) ja auch ein paar?

    Ich fange mal an.

    Rund um die Seuchenfreiheitsbescheinigung (SFB):

    1. Für welche Zwecke wird sie ZWINGEND benötigt?

    2. Zu wechem Zweck darf die Futterkranzprobe dann selber gezogen werden?

    3. Darf ich Völker auch OHNE SFB verkaufen?

    4. Definition "Wandern"? Fällt zB. das Verbringen von Völkern zwischen festen (gemeldeten) Ständen, unter Wandern?

  • Es gibt Kreise, die wollen auch eine SFB, wenn man Bienen innerhalb vom Kreis verstellt. Bei den anderen braucht man eine SFB, sobald man in einen anderen Kreis geht. Da muss man sich dann anmelden.

  • Sobald Bienen über eine Kreisgrenze verstellt werden, ist eine SFB zwingend. Sobald dir FKP für eine SFB oder bei amtstierärztlichen Untersuchungen gefordert wird, muss diese vom BSV gezogen werden. Bei reinen Vorsorgeuntersuchungen kann die FKP auch vom Imker selber gezogen werden. Zumindest dann, wenn sie selber gezahlt wird.


    Beim Verkauf von Völkern innerhalb eines Kreises würde ich zumindest eine negative FKP mitliefern una als Käufer verlangen.


    Im Zweifel mit BSV und Veterinär abstimmen.


    Viele Grüße


    Carsten

  • Beim Verkauf von Völkern innerhalb eines Kreises würde ich zumindest eine negative FKP mitliefern una als Käufer verlangen.

    Ja auch hier setzt die Frage an. Darf ich die FKP ziehen, für diesen Fall?

    Ich denke die BSV freunen sich über jede Probe, die sie nicht ziehen müssen. Die meisten sind ja ehrenamtlich, oder?

  • Moin Deichkind, genau das wollte ich umgehen. Viel lesen mit viel §. Weil es nur für den AFB-Fall gilt. Ich möchte Völker, zwischen meinen 3 Ständen sicher verbringen und ggf. einige Völker oder Ableger im laufe des Jahres verkaufen. Darf ich dafür die FKP selber ziehen?

    Wenn meine Völker positiv sind, geht sowieso eine Meldung vom Labor ans Amt und dann läuft die Maschine an. Aber das wollen wir ja alle nicht erleben und vermeiden. Mit möglichst geringem Aufwand ;)

  • Moin Deichkind, genau das wollte ich umgehen. Viel lesen mit viel §. Weil es nur für den AFB-Fall gilt. Ich möchte Völker, zwischen meinen 3 Ständen sicher verbringen und ggf. einige Völker oder Ableger im laufe des Jahres verkaufen. Darf ich dafür die FKP selber ziehen?

    Wenn meine Völker positiv sind, geht sowieso eine Meldung vom Labor ans Amt und dann läuft die Maschine an. Aber das wollen wir ja alle nicht erleben und vermeiden. Mit möglichst geringem Aufwand ;)

    Wenn du eines meiner Kinder wärest, würde ich dich jetzt erst recht zu selbst lesen animieren. Da ich heute aber einen gutmütigen Tag habe, hier aus dem unteren verlinkten Dokument:


    „Ausführungshinweise zur Bienenseuchen-Verordnung

    Gl.-Nr.: xxxx.xx

    Fundstelle: Amtsbl. Schl.-H. 2016 S. xxx

    Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume 22. August 2016, V 266 - 721.02“



    2. DieFeststellungderAFB-FreiheitdarfvonderzuständigenAmtstierärztinoder dem zuständigen Amtstierarzt nur bescheinigt werden, wenn von den zur Wanderung vorgesehenen Völkern das unverdächtige Ergebnis einer zeitgerechten bakteriologischen Untersuchung von Futterkranz- oder Honigproben der Bienenvölker vorliegt (siehe Ausführungshinweise zu § 9 Abs. 6). Als zeitgerecht gilt eine Probenahme frühestens nach dem ersten September des Vorjahres. Die Probenahme sollte durch einen amtlichen Probenehmer (z. B. Bienensachverständige) durchgeführt werden.

    3. AufeineGesundheitsbescheinigungkannaufgrundderErmächtigunginAbs. 3 verzichtet werden, wenn der Standort der Bienenvölker nur innerhalb eines Kreises oder einer kreisfreien Stadt geändert wird und alle Bienenvölker des betreffenden Herkunftsstandes länger als zwölf Monate nicht in einem Faulbrut-Sperrbezirk gestanden haben.“

    Anfängerin 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 12 Völker

  • Bei uns führt diese Untersuchung grundsätzlich die Dame vom Veterinäramt durch.


    Wenn ich ein Volk verkaufe, dann gehört aus meiner Sicht nach auch eine Seuchenfreiheitsbescheinigung mit dazu. Die wird durch das o.g. Amt ausgestellt. Diese stellen verständlicherweise nur etwas aus, wenn sie auch die Probe gezogen haben.


    Der Käufer verstellt zwar das Volk, indem er es aus deinem Kreis in (vermutlich) einen anderen Kreis befördert, aber wie soll er die Untersuchung durchführen, da er ja erst ab Kauf Zugang zum Volk hat!


    Selbst innerhalb eines Kreises, würde ich als Käufer auf die Bescheinigung bestehen!

  • Wenn du eines meiner Kinder wärest, würde ich dich jetzt erst recht zu selbst lesen animieren.

    Man hab ich ein Glück ;)


    Aber ich habe es ja gelesen, daher ja meine Antwort. Alles nur für den Fall, dass der Fall schon eingetreten ist. Ich lasse die FKP im Frühjahr vom BSV machen und quetsche den beim Bierchen mal aus :)

  • Alles nur für den Fall, dass der Fall schon eingetreten ist.

    Ich glaube du musst nochmals lesen. Da steht doch eindeutig Wanderung und Verstellen von Bienevölkern drin. Bei Überschreiten der Kreisgrenzen auf jeden Fall, innerhalb des Kreises „kann“ verzichtet werden.

    Anfängerin 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 12 Völker