Der zweijährige Völkerumtrieb nach Rudi Maurer

  • Ich habe schon alle Wabenvarianten durch: Dunkle Brutwaben, helle ausgebaute, Mittelwände und auch Anfangsstreifen. Alles geht.

    Ideal ist es, wenn über einige Tage verteilt immer wieder Zellen bestiftet und damit zeitversetzt "fängig" werden. Alte Brutwaben werden in einem Rutsch bebrütet und erfüllen nur kurz ihren Zweck.


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

    Deswegen werde ich auch erst mal die klassische Variante mit 3x tauschen der Fangwabe nach jeweils 9 Tagen ausprobieren. Die verdeckelten Fangwaben von 10 Völkern sollen dann in einer Brutscheune auf einen andern Stand und nach dem Schlupf mit Oxalsäure entmilbt werden.


    Gruß Gunter

  • Hallo zusammen, hallo nassauer ,

    die Schweizer haben ja für alle interessierten Imker eine tolle Möglichkeit für das Stöbern in ihrem Bestand der Bienenzeitung eingeräumt. So findet sich im Heft1 2016 ein Artikel zum Käfigen der Königin im Scalvini im Brutrahmen mit Oxalsäurebehandlung im Sommer zur Varroa-Bekämpfung. Dabei auch eine Gegenüberstellung zur Ameisensäurebehandlung. SBZ-Archiv 2016 Heft 01 Seite 20 oder auch 1601-SBZ-web.pdf googeln.

    Kennst du aber vielleicht schon.

    Grüße Bruno

    12 Völker US-Dadant ... schauend, staunend, lernend ...

  • Hallo ImkerBruno,

    vielen Dank, den Schweizer Artikel kannte ich noch nicht, aber aus der Zeit gibt es auch etliche Veröffentlichungen aus Deutschland mit ähnlicher Aussage.

    Der im Artikel links abgebildete Käfig ist mit dem Scalvini nicht vergleichbar (und deshalb m.E. unbrauchbar). Eilage ohne Weiterpflege gibt es halt nur im Scalvini (oder einem identischen Nachbau, falls es den gibt).


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

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    Drei Imker - fünf Meinungen. Und ich stehe zu meinen beiden... ;)

  • Hallo Rudi nassauer,


    bei dem von Dir beschriebenen Vorgehen mit Scalvinikäfig und Fangwabe treibt mich ein Gedanke um: 31 Tage Brutpause ist ja schon eine lange Zeit, in der das Volk keine Jungbienen erhält, die ja aber dringend für die Aufzucht der Winterbienen benötigt werden. Liese sich also die Dauer der Brutpause verkürzen, ohne die Effektivität der Fangwabe signifikant zu reduzieren?


    Du beschreibst ja folgenden Ablauf (als Beispiel):

    • Tag 1: Königin in Scalvini-Käfig sperren
    • Tag 17: Wabe mit dem Scalvini-Käfig in die Wabentasche und die Königin in die Wabentasche freigeben
    • Tag 31: Fangwabe entnehmen

    Was hältst Du von diesem Ablauf (verkürzt):

    • Tag 1: Königin in Scalvini-Käfig sperren
    • Tag 10: Wabe mit dem Scalvini-Käfig in die Wabentasche und die Königin in die Wabentasche freigeben.
      Die Brut ist noch nicht komplett geschlüpft, Königin bestiftet Fangwabe
    • Tag 15: Jetzt ist die Rest-Brut komplett geschlüpft, freie Varroen ziehen in die noch offene Brut in der Fangwabe ein
    • Tag 25: Brut in der Fangwabe ist komplett verdeckelt und kann entnommen werden


    Das würde die Brutpause immerhin um 6 Tage verkürzen.


    Oder übersehe ich da etwas?



    Danke & viele Grüße aus Heilbronn


    Johannes

  • Hallo Johannes,

    das kannst Du genau so machen, wie Du es beschreibst. :thumbup:


    Auch bei mir sind die 31 Tage nicht in Stein gemeiselt.

    Mir ist halt wichtig, daß bei der Freigabe der Königin die Honigräume runter sind vom Volk und daß die Termine "Sperren-Ernten-Freigeben" nicht zu kapp getaktet werden, denn irgendwas geht ja immer schief. So kam es zu meinem "Tag 17"...

    Der genaue Ablauf wird kurzfristig im Sommer entschieden.


    Unterm Strich kommt es m.E. auf eine Woche mehr oder weniger auch gar nicht so sehr an. Bei mir startet der Prozess ja schon Ende Juni (siehe z.B. Folie 39) und da bleibt ab Ende Juli noch genügend Zeit für die (dann ja ungestörte!) Winterbienenaufzucht.


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

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  • Hier muss ich nochmals nachhaken, weil ich schon wieder einen neuen Knoten im Hirn habe. Wenn ich die Bannwabentasche mit einer „nackten“ Königin und Rähmchen mit Anfangsstreifen nutze, hänge ich die dann an den Rand oder auch mitten ins Brutnest?

    Denke bei uns wäre ein guter Zeitpunkt wenn die Linde anfängt zu blühen (ca. Mitte Juni) die honigt etwa 2 Wochen und dann ist Trachtende.

    Anfängerin 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 12 Völker

  • ...bei mir kommt die immer mitten ins Brutnest.

    Aber wie man lesen kann, wird das auch anders gehandhabt.


    Mit etwas Tracht wird das "Loch" schnell ausgefüllt.


    Beste Grüsse aus dem Hintertaunus,

    Rudi

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