Der zweijährige Völkerumtrieb nach Rudi Maurer

  • Zitat aus anderem Thread:

    „Ich nutze sie gerne als Ablagetisch für die Honigräume, muss ich mich nicht zu tief bücken beim Heben.

    Danke für die Nachfrage, hab vergessen, das zu erwähnen (...wie noch Einiges mehr... ;) ).

    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi“

    Anfängerin 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 5 Völker

  • Zitat aus anderem Thread:

    „Ich nutze sie gerne als Ablagetisch für die Honigräume, muss ich mich nicht zu tief bücken beim Heben.

    Danke für die Nachfrage, hab vergessen, das zu erwähnen (...wie noch Einiges mehr... ;) ).

    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi“

    ja, das hab ich mir fast gedacht :thumbup: aber da will ich dann doch mehrere übereinander haben, mit einem ist es mir immer noch zu niedrig :D

  • Hallo zusammen,

    ich find es schon krass das der Tausch der Brutwaben mit Königin so eine dämpfende Wirkung hat und der Schwarmtrieb erlischt.

    Danke für diesen Tipp den werde ich aufjedenfall umsetzen. Kontrollierst du die Völker danach noch wöchentlich oder sparst du dir das für x Wochen?

    ...aber vergiss nicht, die Bienen einlaufen zu lassen, das gehört unbedingt dazu. :!::!:

    (Wer kein Flugbrett mit Bodenbrett hat: Rechteckiger Pappkarton, eine Frontseite entfernt und die dann offene Seite schräg - aber nicht zu steil - ans Flugloch gelehnt, alle Bienen in den Karton, funzt.)


    Ich kontrolliere die so behandelten Völker genau noch einmal, könnte ja eine Zelle übersehen haben.

    Meine anderen Völker kontrolliere ich nach dem Schröpfen ebenfalls nur noch einmal. (Na ja, in ausgesprochenen Schwarmjahren die Verdächtigen auch noch ein zweites Mal.)


    Das Pareto-Prinzip kennt Ihr sicher: Demnach werden 80% vieler Ziele bereits mit 20% des Aufwandes erreicht, den man für 100% einsetzen müsste. Auf die Schwarmverhinderung trifft dies zu.

    Mit meinem relativ geringen Aufwand komme ich mittlerweile schwarmlos durch die meisten Jahre. Und wenn doch mal einer schwärmt: Ihr erinnert Euch: Auflösen und ersetzen - und die volle Trachtstärke ist wieder da. :)


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

    _______________________________

    Drei Imker - fünf Meinungen. Und ich stehe zu meinen beiden... ;)

  • ja, das hab ich mir fast gedacht :thumbup: aber da will ich dann doch mehrere übereinander haben, mit einem ist es mir immer noch zu niedrig :D

    Danke für den Hinweis, mir natürlich auch :) !

    Je nach Zahl der zu stapelnden Räume lege ich 2 oder 3 aufeinander, sind ja genug vor Ort.


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

    _______________________________

    Drei Imker - fünf Meinungen. Und ich stehe zu meinen beiden... ;)

  • Hallo zusammen,

    ...aber vergiss nicht, die Bienen einlaufen zu lassen, das gehört unbedingt dazu. :!::!:

    (Wer kein Flugbrett mit Bodenbrett hat: Rechteckiger Pappkarton, eine Frontseite entfernt und die dann offene Seite schräg - aber nicht zu steil - ans Flugloch gelehnt, alle Bienen in den Karton, funzt.)


    Ich kontrolliere die so behandelten Völker genau noch einmal, könnte ja eine Zelle übersehen haben.

    Das heißt du hängst nicht alle Brutwaben des Altvolkes raus, sondern nur einen Teil? Wie wählst du da aus und wieviele nimmst du?

  • Hallo zusammen,

    in Beitrag #2 zu diesem Thema unter Pos. 8 hab ich's erklärt. :)

    Die alte Königin kommt mit 5 Waben in die Ablegerkiste, der Rest des alten Brutraumes kommt bienen- und schwarmzellenfrei zurück zu dem mittlerweile den Brutraum beherrschenden Reserveableger mit der neuen Königin.


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

    _______________________________

    Drei Imker - fünf Meinungen. Und ich stehe zu meinen beiden... ;)

  • ...aber vergiss nicht, die Bienen einlaufen zu lassen, das gehört unbedingt dazu.

    Das Einlaufen lassen ist also ein schwarmdämpfender Faktor? Ich habe mich schon gewundert, warum du nicht einfach das Altvolk zur Seite stellst und das Jungvolk an dieselbe Stelle stellst und wollte mir das Abklopfen schon sparen :)


    Immer diese Feinheiten...


    Schöne Grüße - Matthias

    Es war alles sooo gut geplant. Und dann kam das Leben dazwischen...

  • Danke auf jeden Fall noch mal für das Video und die dargestellte Betriebsweise. Das hat mir für eine Entscheidung des Völkertausches weitergeholfen.


    Meine maximale Völkeranzahl (vor allem zum einwintern) sollte immer bei 25 sein. So war die Idee, mit 12 Wirtschaftsvölkern zu arbeiten und dann mittels TBE im Sommer immer auf 24 Völker zu erhöhen sowie dabei die jeweils neuen Königinnen unterzubringen. Ich habe auch schon an 3 x 8 Völker rumüberlegt.


    Durch das Video an getriggert werde ich das ganze schlussendlich auf 3 Standorte a 8 Völker bringen.


    Die Idee lautet nun in Kurzfassung:


    • Im Frühjahr werden bis auf 16 Wirtschaftsvölker und ein Volk für die Vermehrung alle überzähligen und nicht nutzbaren Völker verkauft.
    • Im Sommer wird an allen Wirtschaftsvölkern eine TBE durchgeführt. Zwei BN der Wirtschaftsvölker ergeben dann einen neuen Ableger, wo eine neue Königin von der Belegstelle zugesetzt wird.
    • Im Herbst werden alle Königinnen, welche im 3. Jahr sind, durch weitere neue Königinnen von der Belegstelle ausgetauscht. Die beste derer Königinnen verbleibt für die Nachzucht im nächsten Jahr und kommt in das Volk für die Vermehrung.

    Werde das nun erst mal so starten, die Standorte für die 8 Völker sind auch schon vorhanden.


    Auf jeden Fall noch mal ein DICKES Danke für das Video, welches mir für die endgültige Entscheidung geholfen hat! Ganz wichtig, das Konzept soll nicht die Betriebsweise von Rudi kopieren, sondern hat nur zur finalen Entscheidung beigetragen.


    Insbesondere sind mit dieser Methode die Königinnen gut zu prüfen und somit über eine ganze Zeit bewertbar gewesen.

  • DANKE, Rudi nassauer für Deinen ausführlichen und so gut strukturierten Vortrag.

    Ich habe mir das Video bereits 2x angeschaut und die PDF ausgedruckt.

    Es wird im neuen Jahr zu einem sehr hohen Anteil meine Betriebsweise bestimmen.

    Viele innere Zusammenhänge sind mir jetzt klarer geworden.

  • Morgen Zusammen

    Morgen Rudi


    Du schreibst ja unbedingt den Rest des ehemaligen Volkes einlaufen lassen. Auf wievielen Waben führst du denn deine Wirtschaftsvölker (im Schnitt) ? Bei mir wäre da ab und an nix zum einlaufen lassen übrig da die nur 5 Waben haben.

    Ok eine bw kann ich dann abschlagen und dafür der alten eine Futterwabe geben.

  • Hallo Tom, hallo zusammen,

    danke für Deine Nachfrage. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, dass Du meinen Vortrag nicht einfach als Blaupause umsetzen kannst.

    Ich führe meine Völker deutlich weiter als Du. Meine Wirtschaftsvölker sitzen zur Trachtzeit auf 7-9 Waben vor dem Schied und 1-3 HR-Rahmen mit Anfangsstreifen im Aufkettungsraum hinterm Schied (...bitte immer mitbedenken: Meine Völker stehen dicht an dicht und beide Brutnester sind in der Mitte orientiert.).


    Mit Deiner Konstellation habe ich keine Erfahrung.

    Ich würde es so versuchen:

    • Altvolk komplett raus aus der Kiste,
    • alle aufgeketteten Bienen (irgendwo müssen ja welche sein) vors Flugloch fegen,
    • Ableger wie beschrieben rein in die Kiste,
    • den Ablegerkasten mit dem alten Brutnest direkt neben dem Volk aufstellen (so, wie in meinen Folien gezeigt.),
    • eventuell 1-2 Waben des alten Brutnestes (ohne Königin!) vor das Flugloch fegen. Der Teil mit der alten Königin muss seine Flugbienen verlieren!

    Dazu noch eine Anmerkung:

    Wie auch beim Zwischenableger muss diese Massnahme bei gutem Flugwetter und möglichst früh am Tag statttfinden, sonst können die Flugbienen nicht abfliegen und der Schwarm hängt doch im Baum.

    Das ist für Berufstätige und bei miesem Wetter nicht immer machbar.

    In diesen Situationen habe ich immer 2/3 der Bienen - vor allem die Außenwaben mit den Flugbienen - abgefegt.


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

    _______________________________

    Drei Imker - fünf Meinungen. Und ich stehe zu meinen beiden... ;)

  • Ich habe noch eine Frage zur Völkerstrecke.


    Wenn ich dich richtig verstanden habe, bekommen die Wirtschaftsvölker die nicht abgeschafft werden, nach der Brutunterbrechung durch Käfigung eine Milchsäure oder Oxalsäure Behandlung.

    Die Völker die abgeschafft werden, bekommen keine Milch- oder Oxalsäure, sondern eine Langzeitbehandlung mit Ameisensäure und die Bienen werden danach in den Bestand zurück geführt.

    Warum reduziert das Abschaffen der Völker die Varroa stärker, als das "Behalten"? Liegt das an der Langzeitbehandlung mit der AS, dass eventuell Varroen mit den Waben mit eingeschmolzen werden und weil die Abgeschafften Völker auf eingesperrte Königinnen gestellt werden und dort nochmal Fangwaben unten drin sind?

  • Hallo zusammen,

    JaKi: Du musst nicht zu kompliziert denken. :)


    Bisher war die Abfolge bei den Wirtschaftsvölkern (WV) so:

    • Ca. 2 Wochen vor der letzten Honigernte bekommen alle WV eine "Brutpause mit Fangwabe".
    • Dann werden alle WV abgeerntet.
    • Spätestens am Tag 20 nach Beginn der Brutpause werden bei allen WV die Fangwaben entnommen und in Brutscheunen gesammelt (Uffbasse: Das ist ja nur noch 1 Fangwabe pro WV! Im Gegensatz zur Materialschlacht bei der TBE entstehen bei mir maximal 2 weiselrichtige Brutscheunen, die schon bei der Bildung nur noch verdeckelte Brut enthalten.).
    • In diesem Zuge werden auch die Königinnen der einzuwinternden WV wieder frei gelassen.
    • In der folgenden Woche - bevor die ersten Maden in den neuen Brutnestern schlüpfen - werden alle WV brutfrei mit MS oder Ox behandelt.
    • Fertig! Klare und eindeutige Abfolge, mehr ist nicht.
      Jetzt kann ich mit den WV nach Belieben verfahren:
      • Die guten Einjährigen zur Einwinterung vorbereiten,
      • die nicht ganz so guten Einjährigen und die Zweijährigen abschaffen. So, wie bereits in Beitrag #2, Pos. 4 + 5 geschildert.

    Ameisensäure sehen bei mir nur die Brutscheunen, und zwar während der gesamten Schlupfphase. Ich mache das mit einer Dauerbehandlung (mit dem Nassenheider), um mit genau 2 Eingriffen fertig zu werden. Die Bienen aus den Brutscheunen werden anschließend nur noch zur Verstärkung bestehender Einheit eingesetzt.

    Wie gehabt: Abfegen vor die Fluglöcher.


    In 2022 kommt ja die bereits geschilderte Variante mit dem Scalvini-Vorlauf zum Einsatz, dann wird es noch einfacher und die Behandlung der WV nach der Brutpause entfällt komplett.


    Beste Grüße aus dem sonnigen Hintertaunus,

    Rudi

    _______________________________

    Drei Imker - fünf Meinungen. Und ich stehe zu meinen beiden... ;)