Irritierendes Volk

  • Klopfprobe oder durch die Folie schauen stellen geringe Störungen dar, wie sie auch jeder Vogel oder ein vorbeifahrendes Fahrzeug auslösen kann.

    Mit Windel und Gewichtskontrolle kann man bei Magazinen sehr gut Traubengröße und Futternot erkennen, bei eingebauten HB-Beuten schon schwieriger. Warme Futterwaben an den Rand der Traube hängen oder Futterteig auflegen sind willkommene Störungen im Notfall und besser erreichbar als Futter in Futtertaschen oder Futterzargen.

    NACH Brutbeginn (eher Februar/März) kann man auch weisellose oder drohnenbrütige durch Aufsetzen von Ablegern oder Miniplus wieder heilen. Für Übervorsichtige ohne Wabenwühlerei über ASG oder Fliegengitter mit eigenem Flugloch.

    Aufsetzen von Schwächlingen auf starke mache ich nicht mehr, nur starke bringen Frühtracht bei wechselnden Wetterverhältnisse wie 2021 wieder mal zeigte.

    Die Träufelbehandlung zeigt die noch besetzten Gassen: Schwächlinge mit Schwächlingen durch Aufsetzen oder zusammen setzen in einer Zarge mit Futterwaben als Trennung vereinigen. Die Bienen werden sich dann auf eine Königin einigen oder auch mal 2 Brutnester anlegen.

    Wenn man keine Reserven zum Vereinigen hat- die verbliebenen Bienen auf den 2-3 Waben mit 2 Thermoschieden begrenzen.

    Mit dem Brüten steigt der Futterverbrauch an und damit entstehender Wasserdampf, der kondensiert am Fenster oder Folie gut sichtbar ist und sich auch in den aufgelegten Futterteigpacks sammelt.

  • DANKE Heike Immer wieder amüsant und traurig zugleich wenn erfahrene Berufsimker Tipps/Tricks geben und das Hirn des Jungimkers (noch) nicht fähig ist diese aufzunehmen

    ;)   ;(:*

    Merkwürdiger Kommentar.


    Was willst Du mir oder dem Forum in Bezug auf diese Situation damit mitteilen?


    Es lohnt sich nicht eigene Erfahrungen zu sammeln und sich die Materie „Biene“ auch selber zu erschließen?

    Wie funktioniert Lernen bei Dir?

    Bei mir hat Lernen auch etwas mit Verstehen zu tun.

    Man muss verschieden Situationen selber erleben, durchdenken und erschließen.

    In dieser Phase befinde ich mich aktuell.


    Ist jeder Hinweis von Berufsimkern wirklich 1:1 für kleine Hobbybienenhalter gültig?

    Haben Berufsimker aufgrund zusätzlichem Aufwandes oder eventueller Bio-Zertifizierung überhaupt Folien? Sprich wären sie überhaupt in der Lage einen Blick ins Volk zu werfen ohne das Volk in Aufruhr zu versetzen? Könnten sie es überhaupt zeitlich?


    Statistiken belegen zunehmend, dass Mammographie z.B. nicht die Lebenserwartung von Frauen erhöht hat. Ein Arzt könnte deshalb raten, es deshalb sein zu lassen um Kosten zu sparen.

    Aber würde ich meiner Frau deshalb davon abraten? Ich kann Dir Fälle aus meiner Familie nennen in denen sie Leben gerettet hat…

  • DANKE Heike Immer wieder amüsant und traurig zugleich wenn erfahrene Berufsimker Tipps/Tricks geben und das Hirn des Jungimkers (noch) nicht fähig ist diese aufzunehmen

    Ich glaube wenn du konkret schreibst was du meinst, hilft das allen Beteiligten eher weiter.


    Schöne Grüße - Matthias

    Es war alles sooo gut geplant. Und dann kam das Leben dazwischen...

  • DANKE Heike Immer wieder amüsant und traurig zugleich wenn erfahrene Berufsimker Tipps/Tricks geben und das Hirn des Jungimkers (noch) nicht fähig ist diese aufzunehmen

    Ich glaube wenn du konkret schreibst was du meinst, hilft das allen Beteiligten eher weiter.


    Schöne Grüße - Matthias

    War ein wirklich hilfreicher Kommentar.


    Berufsimker hätten zur Varroasituation des Volkes vermutlich nur sagen können „kein Strich an der Beute also war es nicht auffällig“… und trotzdem zähle ich Milben und dokumentiere den Jahresverlauf.


    Natürlich sind die Tipps von Berufsimkern viel wertvoller als von einem 3 Volk Hobbyimker und ich ignoriere sie auch nicht.

    Anpassen auf die jeweilige Situation tut sie aber trotzdem jeder von uns… oder fast jeder.


    Ich lasse die Blicke aufs Volk zunehmend sein und kann mir vorstellen in naher Zukunft bei 0 zu sein.

    Aktuell bin ich es noch nicht, weil ich mir die Materie Überwinterung, deren Probleme und Lösungen für meine Situation noch nicht komplett erschlossen habe…


    Für Hausbergbiene scheint der Lernvorgang mit dem Tipp eines Berufsimkers abgeschlossen zu sein.

  • Ich kann die "Nervösität" von Wes schon nachvollziehen.


    Man ist in den ersten Jahren sicher nicht so "abgebrüht" (nicht abwertend gemeint :) ), routiniert und gelassen wie ein langjähriger Profi.


    Und mir kann Niemand erzählen, das das bei den heutigen Profis anfangs auch nicht so war.

    Jedenfalls nicht, wenn die ihre Hübschen so sehr schätzen.


    Ja, trotzdem aktuell möglichst nicht an den Völkern "fummeln", auch wenn es schwer fallen sollte.


    Gebe ich den Profis hier vollkommen recht. ;)


    LG

    Hulki

  • Ja, trotzdem aktuell möglichst nicht an den Völkern "fummeln", auch wenn es schwer fallen sollte

    Bei dem Verständnis von „Fummeln“ beginnt ja häufig schon die Irritationen in der Diskussion.


    Mein Vater hätte vor 40 Jahren das Betreten des Bienenhauses als potentielles Problem gesehen.

    Für den nächsten ist die Klopfprobe schon unzulässiges Fummeln… oder das Anheben des Deckels unabhängig von Folie.

    Es gibt auch Berufsimker die propagieren das frühe enge Schieden im Winter… da streikt bei mir der Kopf.


    Für mich beginnt Fummeln am Volk mit dem Abziehen der Folie.

    Das habe ich bisher immer nur einmal im Winter bei der Winterbehandlung gemacht. Das ist für mich eine Art Tabu… würde ich nur machen wenn ich es für das Überleben des Volkes für unerlässlich halten würde.

  • Alles was man um diese Jahreszeit an Informationen haben muss, liefert der Gemülleinschub.

    Das ist auch ein Thema was mich an dem Volk irritiert hat.

    Verglichen mit den daneben stehenden Völkern (die vergleichbar in der Stärke sind) ist der Schieber nahezu leer… danach hätte ich das Volk für nahezu tot halten können.

  • Ist jeder Hinweis von Berufsimkern wirklich 1:1 für kleine Hobbybienenhalter gültig?

    Haben Berufsimker aufgrund zusätzlichem Aufwandes oder eventueller Bio-Zertifizierung überhaupt Folien? Sprich wären sie überhaupt in der Lage einen Blick ins Volk zu werfen ohne das Volk in Aufruhr zu versetzen? Könnten sie es überhaupt zeitlich?

    Einen wunderschönen guten Morgen an diesem regnerischen wunderschönen guten Morgen :)


    Wes, das war keine Kritik, aber fragen darf man doch noch, warum und weshalb etwas gemacht wird.


    Wer nicht fragt bleibt dumm :rolleyes: oder täusche ich mich da?

    Und Du hast deine Frage hier in den Raum gestellt.


    Nun zu dem was Du da sagst:

    Ja, man kann bei einer Hobbyimkerei alles 1:1 umsetzten.

    Warum nicht?

    Sind Bienen.

    Das Du natürlich schneller durch bist wie wir ist logisch.

    Und nein, wir haben keine Folie auf den Völker, habe ich/wir noch nie gemacht, es bleibt der Futtertrog auf den Volk, so können wir schneller bei Futtermangel reagieren.

    Und nein, wir schauen nicht mehr, außer Varroabehandlung, in die Völker, sondern nur auf die Völker und das auch nur bei der Behandlung.

    Entweder das Volk ist in Ordnung oder nicht. Wenn nicht wie mal vor etlichen Jahren, da hatte ich zufällig einen Schieber im Volk, bei der Abfallkontrolle der Varroen nach der Behandlung, die Königin auf dem Schieber liegt, mache wir im Volk keinen handstrich mehr.

    Das mit der Königin war der damaligen Perezinbehandlung geschuldet und es wurde ein Mini umgehend aufgesetzt.

    Das war genau an einem 23.12 :) und hat funktioniert aber nur weil es ein sehr milder Winter war.

    Das Problem bei dem Aufsetzten eines Minis im Winter ist folgender:

    Die Bienen ziehen sich auf die Miniwaben, da die Königin oben ist.

    Ist im Mini. bei starken Völkern eben nicht, außreichen Futter auf den Waben und es wird richtig kalt, verhungert einem das Volk, da meistens ab Januar, die Königin mit dem brüten anfängt und die Bienen die Brut nicht mehr verlassen.

    Operation erfolgrech-Patient tot.


    Und ja, im Winter haben wir nicht so viel Arbeit und können die Bienenstände kontrollieren.

    Ein Berufsimker der das nicht macht, ist kein Berufsimker. sondern ein Bienenhalter.


    Das wirklich wichtigste um diese Zeit ist die Varroabehandlun und gleichzeitiges schätzen des Futtervorrates (sehe ich gleich mit dem Blick von oben) also nur eine 1x Störung und dann mind. 1 x im Monat Standkontrolle mit wiederum leichtes anheben der Kisten.

    Wer das nicht kann, nimmt sich eine Federwage mit und wiegt die Völker, gleizeitig muß Er aber wissen, was seine leere Beute+Rähmchen wiegt, nur so liegt man dann richtig.


    Und ja, natürlich war ich als Anfänger ungeduldig ob alles lebt aber ich habe immer nur am Flugloch gehört.

    Durch die Klopfprobe hört man halt wirklich in der Regel nur ob das Volk noch lebt, ganz selten mal ein lägeres Heulen und dann ist alles klar.

    Nur weil ein Volk mal nicht so in der Traube sitzt mache ich mir über Weiselrichtigkeit noch keinen Kopf, nur über evtl. Futtermangel.

    Königinnen kann ich nach den ersten Reinigungsflug und wärmeren Wetter viel besser zusetzten, falls mal wirklich was ist.

    In der Regel sind die Völker wirklich in Ordnung und die Chance, das ich ein gutes Mini, sprich Königin, einem weiselrichtgem Volk mit vielleicht schlechter Königin zusetzte gehe ich nicht ein, denn es überlebt zu 99% immer die Volkskönigin.

    Kann ich im Frühjahr besser sehen und der minimal Brutverlust durch Weisellosigkeit oder Unbegattete hält sich in Grenzen.

  • Ich habe auch keine Kritik sondern nur Neugier bei Dir verstanden. 😀

    Bin auch für jeden Tipp dankbar und ignoriere sie nicht.


    Das wichtigste ist für mich… auch bei einem weisellosen Volk könnte ich im Frühjahr noch mit Königin reagieren.


    Dies Wissen sorgt für Ruhe bei mir.


    Wie im ersten Post beschrieben irritiert mich tatsächlich nicht nur das eine Volk sondern der ganze Stand.


    Beim Heimatstand, der definitiv häufiger meiner Neugier ausgesetzt ist, löst sich nicht eine Biene aus der Traube wenn ich mal unter den Deckel linse.


    An diesem Stand schauen einen sofort mehrere Bienen aus dem Flugloch an wenn man nur die Beute berührt. Und das nach mehreren Wochen Abwesenheit und bei Frost.


    Das kenne ich so nicht und ich frage mich zunehmend ob die Bienen dort anderen Störungen ausgesetzt sind…

  • Ich hab mal gehört, dass jemand Bienen im Garten hat und als er anfangs wegen Platzmangel direkt an der Flugtraube hin und her gelaufen ist, wurde er attackiert. Nach einiger Zeit hörte das auf, die Bienen hatten sich wohl an ihn gewöhnt.

    Vielleicht ist das bei den Bienen an deinem Stand auch so. Oder sie stehen einen Tick kühler oder haben eine Genetik die einen Tick früher in die Traube geht oder alles drei?

  • Vom Kleinklima müssten sie dort fester sitzen… haben sie letzten Winter auch.


    Für einen nennenswerten Einfluss meinerseits auf die Bienen bin ich zu selten da. Auch in der Natur gibt es mal Störungen. Wenn Bienen da wer weiß wie empfindlich wären, würde ich vermuten, dass die Evolution sie schon aussortiert hätte.


    Eventuell ist es mal an der Zeit für eine Wildkamera…

  • Da gehe ich genau mit, sehe ich auch so. :)


    Das " Fummeln " geht weit darüber hinaus !


    Das war ja keine Kritik dir gegenüber, es lesen ja auch etliche Leute hier mit.