Nordmanntanne als Tracht geeignet?

  • Die riesigen Monokulturen finde ich aber schlimmer.

    Von was?

    Der Unterschied zu Raps sind die eingesetzten Mittel und der Zeitpunkt der Applikation.

    Bei beiden handelt es sich um Insektizide, die in der Lage sind die Schädlinge zu töten. Der Zeitpunkt ist auch gleich, nämlich dann, wenn die Schädlinge auftreten. Allerdings kann das beim Raps eventuell nicht zur Trachtzeit sein; bei den Läusen ist es immer zur Trachtzeit. Somit stimmt auch deine Aussage.

    Da wird nix gespritzt.

    Wenn nichts gespritzt wird, ist das auch nicht nötig.

    Kein Händler kann es sich erlauben Bäume zu verkaufen die im warmen Wohnzimer anfangen zu krabbeln.

    Mit wievielen Läusen rechnest du dann also?

    Ich möchte behaupten, dass sich Weihnachtsbaumkulturen nicht zur Tauhonigernte eignen.


    Die Haupttracht der Weißtanne ist die grüne Tannenhoniglaus.

    Bei der Nordmanntanne ist eher eine schwarze zu finden die noch dazu viel früher auftritt.. Ich würde sie als Colorado Rindenlaus identifizieren, zumindest hier bei uns.

  • Hallo, ich hoffe ja immer noch auf der Bienenwiese auf die 10 großen Mammuts, habe aber noch nie geschaut, ob die Läuse haben.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • Der Unterschied zu Raps sind die eingesetzten Mittel und der Zeitpunkt der Applikation.

    Bei beiden handelt es sich um Insektizide, die in der Lage sind die Schädlinge zu töten. Der Zeitpunkt ist auch gleich, nämlich dann, wenn die Schädlinge auftreten. Allerdings kann das beim Raps eventuell nicht zur Trachtzeit sein; bei den Läusen ist es immer zur Trachtzeit. Somit stimmt auch deine Aussage.

    Im Raps ist der PSM Einsatz zur Bienenflugzeit ziemlich eingeschränkt, wenn in die Vollblüte gespritzt wird. Wie das genau bei Tannenbaumkulturen geregelt ist, weiß ich tatsächlich nicht genau. Auch nicht, welche Mittel da zum Einsatz kommen. Das Spektrum ist aber sowohl von bei zulässigen Mitteln als auch den Einsatzbedingungen ziemlich sicher weiter.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Das Spektrum und die Schädlichkeit sind im Forst um einiges weiter.

    Die Auswirkungen von PSM sind im Raps viel besser untersucht und die Einschränkungen daher erheblich größer. Da der Weihnachtsbaum nicht vom Menschen gegessen wird und außer der Tauhonigtracht auch keine Trachtmöglichkeit für Bienen bietet, sind die Freiräume wesentlich größer, was auch ausgiebig genutzt wird.

  • Dann kann ich mich ja glücklich schätzen, denn bei "meinen" Bäumen wird definitiv nicht gespritzt. Stellt sich nur noch die Frage, ob es für die Honiggewinnung (Bienenverträglichkeit, Geschmack, Konsistenz, Menge) eine Rolle spielt, welche Laus die Bäume befällt......

  • Das Spektrum und die Schädlichkeit sind im Forst um einiges weiter.

    Die Auswirkungen von PSM sind im Raps viel besser untersucht und die Einschränkungen daher erheblich größer. Da der Weihnachtsbaum nicht vom Menschen gegessen wird und außer der Tauhonigtracht auch keine Trachtmöglichkeit für Bienen bietet, sind die Freiräume wesentlich größer, was auch ausgiebig genutzt wird.

    Das meinte ich doch :)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo,


    wer kann denn definitiv sagen, ob die Nordmanntanne überhaupt honigt, wird sie überhaupt von Lecanien oder Lachnieden besucht?

    Soweit ich weiss, honigt die Douglasie auch nicht.


    Salve, Peter

    zwischen 20 und 30 Völker, Buckis, Abstammung Paul Jungels und Jos Guth, Luxemburg

  • Frohe Weihnachten zusammen,

    Ich selbst betreibe zwei kleine Weihnachtsbaumkulturen von je ca 1 Hektar. Ich kann dir sagen, dass du da keine Bienen hinstellen brauchst. Zumindest sammeln die Bienen nichts nennenswertes aus den Tannen. Wenn die Kultur recht ökologisch geführt wird, hast du bestenfalls ausgewogenen Begleitwuchs. Das sind aber eher die kleineren Kulturen. Und wie schon gesagt wurde, als Weihnachtsbaumanbauer kannst du dir die verlausten Bäume nicht leisten. Also wird gespritzt. Nicht nur gegen Läuse, sondern auch gegen die Rüsselkäfer. Oft kommt da Karate Forst zum Einsatz.

    Lg Jan

  • Lieber Jan, zu unserem Dorf gehören ca. 900 ha Wald, auf 0,4 ha davon wurden nebenbei von den Forstbediensteten Nordmanntannen angepflanzt, die regelmäßig ersetzt werden, die die Ortsgemeinde (in dem Fall ich, wie praktisch) ernten darf. Die kleine Fläche wird definitiv extensiv genutzt. Dieses Jahr wurde nicht einmal gemäht. Daher bin ich guter Dinge, werde mir die jungen Triebe im April/Mai ansehen und aller Wahrscheinlichkeit nach 1 bis 2 Völker hinstellen. Selbst wenn nicht genügend Honigtau anfällt, werden sie mir irgendwas eintragen. Ich freue mich jedenfalls auf das kommende Jahr. (Mein 2. Honigjahr) Schlimmer kann's ja nicht werden.

    Vielen Dank für Eure Ratschläge.

    Ich werde sie alle beherzigen.

    ....... und im Sommer berichten 😉

    LG Andrea

  • Liebe Andrea,

    900 ha Wald ist schon etwas. Ich habe versucht auf deine eingangsfrage zu antworten, ob man in den nordmanntannen Honig ernten kann. Und 0,4 ha sind Nix. Du wirst vielleicht Honig oder honigtau ernten, aber sicherlich nicht von den nordmännern. Dann werden dir die Bienen eher honigtau aus dem Wald holen. Ist doch aber auch super.

    Viel Glück