Winterverluste 2021/2022

  • moelmer:
    War die Septemberbehandlung erfolgreich?

    Ja.

    Im Anschluß an die MAQS Behandlung hab ich die alte Königin rausgenommen und eine neue 2021er Kö mit vier Brutwaben in die Kiste gehangen. Danach noch die restlichen kg Sirup eingefüttert.

    Im Winter waren die unauffällig und haben mich mit ihrer Entwicklung im Frühjahr völlig überrascht und überfordert was rechtzeitig HR geben betrifft. Ich hab noch nie so viele Bienen in einer Kiste gesehen.


    Die gute Entwicklung führe ich auf mehrere Dinge zurück.

    1. Bedarfsgerechte Varrobehandlung + Kontrolle (habe letztes Jahr das erste mal mit Alkohol ausgewaschen)
    2. gezielte Umweiselung
    3. Kö vom Züchter
    4. Im Frühjahr Teig auflegen sobald weniger als 10kg Futter im Volk
    5. das Jahr an sich


    Liebe Grüße

  • Meine persönlichen positiven Erfahrungen hinsichtlich Applikation und Wirkung mit MAQS / jetzt Formic Pro in den vergangenen 2 Jahren (parallel zu Liebigverdunster und Nassenheider pro) haben mich bewogen, jetzt komplett darauf umzusteigen, sofern denn endlich mal lieferbar...


    Gruß, Thorsten

    Sind derzeit bei Holtermann aufgelistet.

    Um die 15 Carnica Völker auf 2 Standorte verteilt: Bochum (Hohenheimer) und Schmallenberger Sauerland (Segeberger).
    Bisher DNM, aber im Umbau auf DNM 1,5.

  • … welche die Biens seit zig mio. Jahren erhält, bis gewisse Fummeleien an ihnen und in ihren Umfeldern wirksam wurden...

    Im Westerwald erst ab 1993, vorher gab es keine großen Fortschritte, so nachzulesen im Skript für Königinnenzucht im WW.

    Zitat


    Seit 1993 gibt es die zentrale Zuchtwertschätzung (in Hohen-Neuendorf; http://www.beebreed.eu) und seitdem große Erfolge und Fortschritte

    Guido Skelnar, Br. Adam und ganz viele mehr hatten es halt nicht drauf :(

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • Aber es ist gut und richtig, dass hier offensiv Alternativen aufgezeigt werden.

    Darum geht es doch garnicht. Alternativen aufzeigen ist immer gut.

    Aber nicht wenige haben hier den Merksatz drauf und verkünden in bei jeder Gelegenheit: Volk tot - Ameisensäurebehandlung schuld.

    Sofern mit Ameisensäure behandelt wurde. Wurde ein anderes Verfahren gewählt, war es alles andere, aber ganz sicher nicht das Behandlungsverfahren.

    Es wird ständig mit zweierlei Maß gemessen. Das hilft keinem. Und Argumente pro Ameisensäure werden einfach ignoriert. Kann man hier schon wieder feststellen.

    Meine Winterverluste sind mir zu hoch und deshalb habe ich schon so einiges ausprobiert. Die Ameisensäurebehandlung ist dabei ganz sicher nicht als schlechtestes rum gekommen.

    Wesentlich entscheidender als die Behandlungsform ist der Standort mit all seinen unterschiedlichen Gegebenheiten. Das hat sich dabei viel deutlicher gezeigt. damit könne man auch erklären, warum einige immer super Ergebnisse erzielen und andere in jedem Jahr einfach zu blöd sind, wenn man denn wollte. Ist aber nicht so griffig.

  • Natürlich ist da was dran und ja, wenn ich nen Standort in der Agrarwüste habe, dann gibts nicht viel Pollen im Hoch-/Spätsommer zur Brutaufzucht und das wirkt sich bestimmt auch auf die Qualität der Bienen aus. Gleichzeitig stellt man halt auch erhebliche Verluste bei Stadtimkern fest, die mit AS behandeln. AS ist per se nicht schlecht. Bei mir ist es das Backup als Zweitbehandlung, denn im Sommer ein zweites brutfreies Fenster bekomme ich nicht hin, da dann die Bienenaufzucht zu spät erfolgt.


    Es sind wie immer viele Faktoren die eine Rolle spielen. Bei AS hast du halt Faktoren dabei die du nicht kontrollieren kannst. Das ist bei Ox sprühen anders. Wenn das Wetter mal nicht so mitspielt schwingt immer so ein bisschen Risiko mit.


    Ich glaube, dass du mit AS sehr gute Ergebnisse erzielen kannst und dabei ziemlich zeiteffizient bist. Dennoch verwende ich sie ungern, da es für mich einfach ein krasses Zeug ist und für die Bienen nochmal mehr. Hinzu kommt, dass mir die TBE einfach Wabenhygiene, Völkervermehrung und Varroabehandlung in einem liefert (ist halt auch zeiteffizient).


    Verteufeln sollte man keine funktionierende Behandlung, sofern sie nicht unnötig Tiere quält

  • ...womit die Genetik ins Spiel kommt

    … welche die Biens seit zig mio. Jahren erhält, bis gewisse Fummeleien an ihnen und in ihren Umfeldern wirksam wurden...

    Klar. Die teutsche Urrrrbiene warrr resistenttt, gääägen denn Milb!1!1!!!


    😂👍


    Seit zig Millionen Jahren!!! 😂👍

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Seit zig Millionen Jahren!!! 😂👍

    ja nu - zumindest DAS ist ja nicht falsch "Die ersten Honigbienen fand man in 50 Millionen Jahre altem Bernstein aus dem oberen Eozän."


    Zitat von dieser Seite

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."

  • Und genau diese Beiträge sind es, warum hier ein Haufen guter Leute nicht mehr schreibt.

    Anstatt da gemeinsam auf die Barrikaden zu gehen, liefert man sich untereinander läppische Scharmützel.

    :rolleyes:

  • Der Dolchstoß in den Rücken der teutschen Piene in Oberursel erfolgte aber erst ein paar Jahre später^^

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Und genau diese Beiträge sind es, warum hier ein Haufen guter Leute nicht mehr schreibt.

    Anstatt da gemeinsam auf die Barrikaden zu gehen, liefert man sich untereinander läppische Scharmützel.

    :rolleyes:

    Ja. Es gibt viele gute Imker, die sich um Resistenzzucht bemühen, an geeignen Betriebsweise probieren usw., das ist harte und mühsame Arbeit. Man kann ignorieren, wenn jemand wie Manne das regelmäßig ins lächerliche zieht, muß man aber nicht. Ich hab einen Heidenrespekt vor ernsthafter Arbeit. Deswegen 🤷

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife