Winterverluste 2021/2022

  • Ein erfahrener Imkerkollege hat sechs von zehn Völkern verloren.


    Es sagt, es sind allesamt Ableger vom letzten Jahr gewesen und er ist auch der Meinung, dass es an den schlechten Witterungsverhältnissen letztes Jahr lag.


    Ich kann es abschließend nicht beurteilen.


    Vielleicht ist da aber eben doch was dran.

  • Ich hab seit heute noch einen weiteren Winterverluste zu melden. Entgegen aller Empfehlungen habe ich letztes Jahr aus den Fangwaben der TBE nochmal Völker / Ableger gebildet. Diese habe ich nach brutfreiheit behandelt und dann mit einer Standbegatteten Königin vom Züchter umgeweiselt.

    Und eben eines dieser vier Völker war immer etwas schwächlich. Heute habe ich ca. 50 Drohnenzellen geöffnet und in jeder zweiten varroen gefunden.

    Ob's jetzt an der Methode der fangwabenableger lag oder an an einer schlechten Winterbehandlung weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist es ein Verlust.


    Habe dem Volk heute die Brut weggenommen, und werde behandeln.


    PS. Nen Honigräume haben sie trotzdem voll gemacht. Dieser ist gerade mit Bienenflucht auf dem Volk und wird, wenn er leer ist nem anderen Volk gegeben...


    Beste Grüß

    Uli

  • Wetter im Sinne von es war allgemein schlecht oder Wetter weil die AS-Behandlung nicht gut funktioniert hat?

  • Reden wir hier von Brutscheunen oder explizit von aus Fangwaben gebildeten Völkern? Letzteres würde ich auf keinen Fall versuchen, da die Milbenbelastung ja gewollt maximal hoch ist. In Brutscheunen ist sie schon teilweise sehr hoch in Richtung nur noch einschmelzen

  • Tatsächlich aus Fangwaben. War ein Versuch, bzw. ist ja auch gar nicht so schlecht ausgegangen mit 3 von 4 die keine Probleme haben.

    Ich werds nicht mehr machen.

  • Witterungsverhältnissen letztes Jahr lag.

    Wetter im Sinne von es war allgemein schlecht oder Wetter weil die AS-Behandlung nicht gut funktioniert hat?

    Wären bei "schlechtem Varroabehandlungswetter" nicht MAQS eine Alternative?

    Um die 15 Carnica Völker auf 2 Standorte verteilt: Bochum (Hohenheimer) und Schmallenberger Sauerland (Segeberger).
    Bisher DNM, aber im Umbau auf DNM 1,5.

  • Moin,

    aus den letzten Jahren kenne wir ja die ca. 15% Verlusten, ist ja auch unten angegeben. AUs dem Jahr 2016/17 gab es auch schon mal 20%. Ich könnte mir vorstellen, dass das auch Zyklisch bedingt ist.

    ggf. haben sich viele Gedacht: Lief doch die letzten 2-3 Jahre gut, da kann ich es dieses Jahr etwas ruhiger angehen lassen... und dann knallt es....

    Mit 22,5% ist Schleswig-Holstein genau im Schnitt. Was mich überrascht, sind die Zahlen aus Hamburg, wo die Verluste fast bei 40% liegen. Solche Rückmeldungen habe ich aber auch aus unserem Verein bekommen.

    Ein paar Schlüsse kann ich schon ziehen, z.B. hat der eine Kollege im September beim Vereinstreffen erklärt, die Milbe jetzt noch gut behandeln zu können, wo ich ihm nur sagte, dass das zu spät wäre. Fand er nicht gut. Leider weiß ich nicht, wie seine Völker den Winter überstanden haben.

    Mein anderer Kollege hat sich am Varroa-Wetter orientiert, was im August noch keine AS-Behandlung zugelassen hat. Auch zu spät behandelt. Von ihm weiß ich, dass er Völker verloren hat.

    Es gibt bestimmt auch noch andere Ursachen, der Winter ist halt auch nicht mehr, was er mal war.

    Und bezüglich der Milbendynamik hatten wir Dr. Büchler bei uns zu Gast (virtuell). Ich hoffe die Kollegen haben dabei etwas mitgenommen.

    Genauso spannend finde ich die Randy Olivers Excel-Tabelle zur Milbendynamik. Da zeigt sich auch der Unterschied, ob ich mit 5, 50 oder 500 Milben ins Jahr starte.....

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Witterungsverhältnissen letztes Jahr lag.

    Wetter im Sinne von es war allgemein schlecht oder Wetter weil die AS-Behandlung nicht gut funktioniert hat?

    Wären bei "schlechtem Varroabehandlungswetter" nicht MAQS eine Alternative?

    Hab ich letztes Jahr genau deshalb gemacht. Ob das jetzt besser war als andere Varianten keine Ahnung. Ich befinde mich noch in der Anfängerglückphase. Oder nach Guido Eich „Wer viel vermehrt verliert nix“

    Anfängerin 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 12 Völker

  • Oder nach Guido Eich „Wer viel vermehrt verliert nix“

    hat aber auch nicht soviel Honig, leise hinterhersag. Darum sind ja meistens die Anfänger, die ganz stolz 0% Verluste haben und das auf ihre imkerliche Betriebsweise schieben.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • Wetter im Sinn von allgemein schlecht. So dass die Königinnen nicht vernünftig begattet wurden.

  • So dass die Königinnen nicht vernünftig begattet wurden.

    sacht ma immer.

    Ich denke, es ist der Bienenumsatz, also das Verhältnis zwischen dem was im Felde bleibt und dem was nachkommt. Schlicht Viren.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Richtige Auslese und exaktes Verpaaren, ist das Ruder mit dem das Schiff auf Kurs gehalten wird.

    Paul Jungels


    https://www.bienen-plus.de/

  • Oder nach Guido Eich „Wer viel vermehrt verliert nix“

    hat aber auch nicht soviel Honig, leise hinterhersag. Darum sind ja meistens die Anfänger, die ganz stolz 0% Verluste haben und das auf ihre imkerliche Betriebsweise schieben.

    Bis bald

    Marcus

    korrekt, ich gehöre noch zu denen, die immer Bienen aber nie Honig haben

    Anfängerin 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 12 Völker

  • Je mehr Anfänger, desto mehr Winterverluste. Nicht gleich im ersten, aber im zweiten und dritten Jahr.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife