Winterverluste 2021/2022

  • Ja, ich hab Holzbeuten. Die Bienen stehen auf eigenem Grundstück, einigermaßen passabel nur über eine schmale Wiese erreichbar, die genau an unserem Haus (mit Hund im Garten...) entlangführt.

    Die hat am hinteren Ende eine Senke, an 3 Seiten vom Schwarzdorn eingerahmt.

    Da kommt kein Mensch hin, ausserdem wunderbar windgeschützt.

    Der Specht wäre da natürlich total ungestört....

    Ich klopf mal auf Holz, dass er und seine Frau das weiterhin nicht bemerken.

  • „War daher gerade wieder beim Fluglöcher-Lauschen, alles gut.“

    Hallo Elle,

    ja eben auch gelauscht. Alle brummen leise vor sich hin! 😛

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Hatte bei dem Warmen Wetter neulich reingeschaut. Bisher rund 10% Verluste. Fast alles Jungvölker. Erstaunlicherweise die "sicher" geglaubten, früher erstellten und nicht die "Wackelkandidaten" (spät) - die sahen bei der Einwinterung gefühlt schlechter aus... Harren wir mal der Dinge. Die Wirtschaftsvölker dagegen sehen insgesamt super aus.

  • Ein Kollege hat bisher von 11 Völkern 7 verloren, Varroa sagt er. Im aktuellen Rundbrief "Bienen@Imkerei" wird davon berichtet, dass sich diesen Winter stärkere Völkerverluste abzeichnen würden. Gestern nach dem Sturm geschaut, waren zum Glück bei mir keine Schäden und alle noch am Leben (eins ist Ende 2021 nach der Träufelbehandlung verstorben, wahrscheinlich weisellos). Bei zweien habe ich 2,5 Kilo Futterteig draufgepackt, die haben schon viel verbraten, und bevor es an die fünf-Kilo-Grenze geht, wollte ich lieber auf Nr. sicher gehen.


    Ich glaube, ab 1.2. ist die Wahrscheinlichkeit dass die Völker den restlichen Winter durchstehen, recht hoch oder? Die meisten Verluste hatte ich bisher immer innerhalb einer Woche nach der Träufelbehandlung, hauptsächlich bei sehr kleinen Völkchen.


    Schöne Grüße - Matthias

    Es war alles sooo gut geplant. Und dann kam das Leben dazwischen...

  • Bisher sieht es bei mir gut aus, daher war ich etwas überrascht über den Bericht von „Bienen@Imkerei“.

    Allerdings hat der Sturm einige Beuten abgedeckt, die mit einem Stein beschwert waren. Die Steine waren wohl zu leicht. Die Völker zeigten noch leben und ich hoffe, dass sie es überstehen. Die Spanngurte waren sicher und auch die Völker mit Deckelbügel. Ob die Völker das überleben, kann ich wohl erst im April sagen.

  • Ich habe am Sonntag 22 Völker kontrolliert und alle lebenoch. Sogar meine TBH, da dachte ich erst, es ist kein Leben mehr da. Nach genauem hinschauen und hörgen, waren sie da.

    Am Freitag oder Samst schaue ich nach den restlichen drei Völkern.

    Bis jetzt alles gut.

    Imker im dritten Jahr.

    Imkern im angepassten Brutraum.

    24 Völker Stand Juni 2021:

    Dadant, Zadant und Mini Plus Völker, 1 TBH, 1 Bienenkiste

    53 Hühner

  • Hallo

    mir ist ein Volk verhungert! Das ist mir seit Jahren nicht mehr passiert.

    Ich hatte immer zuviel Futter drin.Das Volk saß auf 6 Waben. Habe jetzt natürlich reagiert und mir so Futterteig bestellt der morgen kommt und werde alle Völker durch sehen.

    In der Beschreibung stand das man die 1 kg Päckchen auch in leere Waben drücken kann.

    Hat da jemand Erfahrung damit oder legt ihr grundsätzlich auf?

  • Auflegen, direkt über die Traube auf die Rähmchen. Schlitz 2cm x 10cm nach unten.

    Kondenswasser und Wärme der Traube sorgen dafür, dass die Bienen den Teig aufnehmen können.

    Bei Völkern, die absolut leer sind, also schon am verhungern, muss man wenig, gut warmes Zuckerwasser 1:1 in die Wabengassen auf die Bienen träufeln. Nur soviel, wie die Bienen aufnehmen, aber das z. B. über eine 1/2 Stunde. Erst dann Teig auflegen.


    Gruss

    Ulrich

  • Bei Völkern, die absolut leer sind, also schon am verhungern, muss man wenig, gut warmes Zuckerwasser 1:1 in die Wabengassen auf die Bienen träufeln. Nur soviel, wie die Bienen aufnehmen, aber das z. B. über eine 1/2 Stunde. Erst dann Teig auflegen.


    Gruss

    Ulrich

    Klingt es bescheuert, wenn ich finde, dass das total zärtlich klingt? :love:

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."

  • Bei Völkern, die absolut leer sind, also schon am verhungern, muss man wenig, gut warmes Zuckerwasser 1:1 in die Wabengassen auf die Bienen träufeln. Nur soviel, wie die Bienen aufnehmen, aber das z. B. über eine 1/2 Stunde. Erst dann Teig auflegen.


    Gruss

    Ulrich

    Klingt es bescheuert, wenn ich finde, dass das total zärtlich klingt? :love:

    Ehrlich gesagt - ja! Es handelt sich dabei ja um eine Reanimation eines sterbenden Volkes. Zärtlich ist da nicht der Begriff der mir in den Sinn kommt.

    Anfängerin 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 5 Völker

  • Bei der Sturmkontrolle mal gehorcht, alle noch da, aber ein Schwächling (Fehler bei der Kontinuität der Futterversorgung) im letzten Jahr macht Sorgen. Deckel gelupft und sitzt noch auf 3 Wabengassen. Ärgerlich, da Königin vom Züchter.


    Werde wohl damit eines von 2 Landrassevölkern umweiseln oder alternativ über Saugling verstärken, befürchte aber, dass die Zeit dazu nicht reicht und es die Vereinigung wird.

  • Ehrlich gesagt - ja! Es handelt sich dabei ja um eine Reanimation eines sterbenden Volkes. Zärtlich ist da nicht der Begriff der mir in den Sinn kommt.

    Ich stimme dir zu 100% zu - war trotzdem, ganz unimkerlich, mein erster Gedanke ;)


    Ich finde es klasse, dass du einen Weg kennst, wie man so ein Volk überhaupt retten kann - und uns das hast wissen lassen.

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."