Winterverluste 2021/2022

  • Wär vielleicht gut, wenn der BSV mit dabei ist, bei so einem krassen Verlust kommt er bestimmt gerne für ein kleines Salaire oder?

    Das ist Sache des betroffenen Imkers nicht meine! Empfände ich als übergriffig wenn ich seine Verluste beim BSV melde.

    Ich für mich kleines Anfängerlein bin ihm dankbar dass wir eine Gelegenheit bekommen das theoretisch gelernte mal zu üben bevor es uns selbst erwischt.

    Anfängerin 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 5 Völker

  • Empfände ich als übergriffig wenn ich seine Verluste beim BSV melde.

    Da hast du mich missverstanden. Ich spreche von einer offenen Kommunikation mit dem Betroffenen, was er davon halten würde, den BSV mit einzuladen. Weil dieser vielleicht auch das ein oder andere dazu sagen könnte. Was natürlich der Job des Kollegen wäre und nicht deiner.


    Schöne Grüße - Matthias

    Es war alles sooo gut geplant. Und dann kam das Leben dazwischen...

  • Empfände ich als übergriffig wenn ich seine Verluste beim BSV melde.

    Da hast du mich missverstanden. Ich spreche von einer offenen Kommunikation mit dem Betroffenen, was er davon halten würde, den BSV mit einzuladen. Weil dieser vielleicht auch das ein oder andere dazu sagen könnte. Was natürlich der Job des Kollegen wäre und nicht deiner.


    Schöne Grüße - Matthias

    Ich verstehe deinen Ansatz. Aber auch das empfände ich von mir Anfänger gegenüber jemandem mit mehr als 20jähriger Imkereierfahrung definitiv als unangemessen. Lass es einfach darauf beruhen, dass wir in unserer Neuimkergruppe dankbar sind, dass er so offen seine Verluste kommuniziert und uns eines der Völker zum Üben zur Verfügung stellt. Was er mit den verbliebenen 13 tut, überlasse ich einfach mal ihm und zwar ohne naseweise Vorschläge.

    Anfängerin 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 5 Völker

  • mit einem Standort und alle Völker gleich behandelt, kann eine Ursache, Fehleinschätzung oder Fehler zu einem einheitlichem Ergebnis führen... leider.

    Anfänger und auch Altimker haben oft durch extensive Vermehrung auch eine entsprechende Verdünnung der Milben und eine hohe Quote an Jungvölkern und erstjährigen Weiseln, dadurch eine glücklichere Hand bzgl Verlusten, wenn die Bedingungen für die Vermehrung passten.

    Bei einem Totalverlust wird er sich sicherlich freuen, wenn jemand schon im Frühjahr 1-2 überwinterte Ableger/Völker abgeben kann, um wieder neu beginnen zu können. Auf der anderen Seite hat man nach längerer Zeit meist einen Wachsüberschuß für MW und ist mit Technik ausgestattet ...

  • Höhere Verluste als üblich kommen sicherlich immer mal wieder vor, und es ist dann sicherlich genauso schmerzhaft wie notwendig, einmal zu prüfen, woran es liegen könnte und was man wo verbessern kann.

    Mit ging es auch mal so, da wollte ich in dem Jahr nichtig loslegen - und hatte im Frühjahr auf einmal weniger Völker als 12 Monate davor, wo die Überwinterung sehr erfolgreich war. Ich glaube, damals ging es von 10 auf 4 runter. Ursache war wohl eine Häufung von "passt schon" mit "sind noch stark genug" plus etwas "sollte richtig sein". Seitdem verjünge ich stärker und vereinige schneller. Und bin dennoch jedes Jahr etwas nervös bei der ersten Durchsicht im Frühjahr, die meist mit der kleinsten Zahl an Völkern im Jahr zusammenfällt. Daher sitzt ich im Winter auf den Händen, arbeite nur drinnen mit Honig, Wachs, Holz und Etiketten...

  • in den ersten Jahren habe ich Kunstschwärme nach Gewicht gemacht, jedes Mal mit MS eingesprüht, dann kam die "Vereinfachung" mit den Sauglingen aus den Honigräumen, wo es meist nicht ausreichend Bienen gibt, wenn die voll verdeckelt sind und genug Ruheplatz hinterm Schied im BR ist...

    2021 wieder zurück zu Feglingen und Kofferwaage - ergibt weniger Völker, aber einfach mehr Sicherheit von Anfang an für Jungvölker auf Zargenstärke DD&LS und der Rest der Kieler wird nur auf 4-5 DNM als Reserveköniginnen eingewintert.

  • Im alten Jahr ein Volk an die Varroa verloren, die beiden verbliebenen an diesem speziellen Stand sind Wackelkandidaten - die vier Völker des Kollegen dort fliegen sind tot. Er habe an allen Ständen hohe Verluste, sagte er.

    Zwischen den Jahren flogen am Hauptstand alle Völker.
    Aber endgültig gezählt wird zur Auswinterung (Salweide).

  • Also ich bin der Meinung wo große Verluste auftreten wurde zu nachlässig mit der Varroa Behandlung umgegangen, und zu wenig bei der Nachkontrolle auf Befall kontrolliert.

    Ich persönlich habe nie eine Windel drin ich kontrolliere nur mit der Puderzucker Methode nicht jedes Volk sondern nur jedes zweite Volk und bin bis jetzt immer damit gut gefahren, wenn bei einem Volk Auffälligkeiten auftreten werden alle Stand kontrolliert und nachbehandelt werden dann auf jedenfall alle.

  • Also ich bin der Meinung wo große Verluste auftreten wurde zu nachlässig mit der Varroa Behandlung umgegangen, und zu wenig bei der Nachkontrolle auf Befall kontrolliert.

    ...

    Es kann eine Ursache sein, muss aber doch nicht. Solche pauschale Aussagen helfen leider keinem - vor allen den Betroffenen - nicht weiter.


    Es gibt doch noch mehr Ursachen, als ausschließlich die Varroa und deren Folgen.

  • Im Winter Volk Tod Varroa.

    Kann sein.

    Muss nicht.

    Wenn behandelt wurde gibt's auch noch andere Ursachen. Nur genaues beobachten und viel Erfahrung Bienen- stunden helfen.

    Koennte ja im Herbst die Koenigin gestorben sein.

    Viren trotz wenig Milben

    Ich denke regelmäßig durchsehen hilft. Halt nicht im Winter.

    Aussergewöhnliches aufschreiben!!

    Z. B. Sticht heute stark. Wenig Bien. Kein Futter....

    Vereinigen kraenklich schwach in gutes Volk, hilft eher nicht.

  • Ich habe diesen Winter bisher 2 Völker verloren. Der Grund war definitiv nicht Varroa!


    Der Grund war bekannt und wird dieses Jahr abgestellt. Leider hatte ich dieses Jahr keine Zeit dafür.


    Der Grund war: Es befanden sich in beiden Kisten ältere Queens. Auf den Waben und an den Wabenrändern waren einige Weiselzellen zu sehen. Teilweise nach unten geöffnet, teilweise seitlich aufgebissen. Ich denke, dass in beiden Völkrn versucht wurde die alte Queen auszutauschen und das hat jeweils nicht mehr geklappt.


    Ändern werde ich das, indem ich dieses Jahr insgesamt 30 Königinnen zur Belegstelle bringe. Dann sollte es möglich sein in allen 20 Wirtschaftsvölkern maximal 2 Jahre alte Königinnen zu haben.

  • Eine interessante Beobachtung war auf jeden Fall, die höhere Futterzehrung beider Völker. Diese begründe ich darauf, dass das Volk aufgrund fehlender Königin nicht zur Ruhe und in eine kompakte Wintertraube gekommen ist. Ohne die Styroporbeute, wäre ggf. das Volk sogar schon tot gewesen, weil noch mehr hätte geheizt werden müssen.


    Beide Völker hatten auch im Rahmen der Winterbehandlung einen klar feststellbaren höheren Totenfall als die anderen Völker.


    Hätte man diese Völker tot gefunden, die letzten Bienen mit dem Kopf in den Zellen, wäre das im Frühjahr -ohne Beachtung der Weiselzellen - ein klassischer Varroaschaden gewesen.