Die "Jagd" ist eröffnet...

  • hartmut lass mal.

    Ich muss noch sehr viel lernen. Und in diesem Faden hoffentlich die Kombination Bienenstand im bejagten Mischwald.....

    Genau so bin ich ans Jagen gekommen :)


    Es gibt wenig Dinge, die wie die Imkerei oder die Jagd den Blick verändern. Als Imker sieht man die Welt plötzlich mit Bienenaugen, als Jäger fällt einem die Parallelwelt auf, wo wir nur einen wirklich bescheidenen Anteil dran haben. Sobald es dunkel wird, herrschen da andere Regeln :)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

    Einmal editiert, zuletzt von rase ()

  • hartmut und rase : oh, hab ich das Thema falsch interpretiert? ;)

    Was wollt Ihr denn dann diskutieren, wenn nicht die spannenden Punkte?

    Bei den besten Zielfernrohren bin ich raus. Vielleicht sollten sich hier nur Jäger äußern?


    Fragen über Fragen... aber die Jagd abblasen wäre übertrieben, finde ich.


    Grüße

    Roland

  • Was wollt Ihr denn dann diskutieren, wenn nicht die spannenden Punkte?

    Vielleicht können wir uns hier zu Anfang auf die verbindenden Punkte konzentrieren, es gibt da nämlich einige Überschneidungen. Also über den Honig für den Krustenbraten hinaus ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Einer meiner Stände ist am Waldrand. Der Jagdaufseher fährt immer mal vorbei, hat auch zwei Völker und jetzt sind wir befreundet, echt ein netter Kerl.

    Der Jagdpächter war auch mal mit zwei Jägern bei uns am Stand. Ich habe noch nie Menschen das erste mal so angstfrei in Bienenstöcke schauen sehen, das war wirklich beeindruckend. Ich vermute das kommt davon, dass die mit deutlich gefährlichen Tieren zu tun hatten?

  • ich kenne unsere Jagdpächter. Bei der "Wiesendurchkämmung" vor dem Mähen bin ich spontan mitgelaufen und da kommt man dann schon ins Gespräch. Ist ja nicht so, dass man nicht gleichzeitig unterschiedliche Meinungen zum einen und Einigkeit beim anderen Thema haben kann. Als normaler Mensch und Imker.

    8)

    Grüße

    Roland

  • Moin


    "die Jagd ist eröffnet" erinnert mich an eine Serie um die 2000 schätze ich mal. Da waren Personen unterwegs und im TV gab es Hinweise wo dies sein könnte. Wenn man es dann erreichte die Personen 30 Sekunden zu filmen gabs einen Gewinn.


    Zu meiner Ausbildungszeit ging ich auch mit meinem Chef ansitzen. Oben angekommen hieß es "wenn was kommt wecken" dann gingen seine Augen zu er schnarchte vor sich hin und ich konnte dem Siebenschläfer zuschauen der mich mit großen Augen aus der Ecke anschaute (mehr kam bei dem Konzert ja nicht aus den Büschen). Irgenwann wurde er wieder wach "und war was" dann wurde wieder heim gefahren.


    Drückjagd durch das Maisfeld bekam ich einen Hund vom Jäger an die Hand "mach hin ein paar Meter im Feld los" war die Anweisung. Als wir fertig waren suchte er seinen Hund bis dann von zu Hause der Anruf kam Fiffi sitz vor der Tür. Der kleine Kerle ist wohl nach dem ableinen sofort abgebogen und hat den kürzesten Weg nach Hause genommen.

    Füchse haben wir viele da mein Vater unbedingt Geflügel halten möchte braucht es dann halt einen guten Zaun der ein Stück in den Boden geht und seitlich aufwärts noch ein Elektrozaun hat. Seit dem ist Ruhe. Aktuell wohnen auch zwei Gänse da, da man essen keine Namen gibt (so sagen wir zumindest) wurde die eine Weihnachten und die andere Ostern genannt, das Gewicht passt fehlt nun nur noch die Zeit dann füllt eine die Truhe und die andere steht am 24. auf dem Tisch.

  • Mein leider inzwischen verstorbener Vater hatte Ende der 70er Jagdschein gemacht. Damals half die ganze Familie beim Lernen.

    Der Diaprojektor wurde aufgebaut und dann liegen Magazine mit Enten und Konsorten durch (die Enten sind mir in Erinnerung geblieben....das waren so irre viele....und die Säger).

    In den 80ern war er damals ein paar mal auf Drückjagd bei seinem Arbeitgeber (Saatzucht), die eine Eigenjagd hatten. Ich meine mich zu erinnern, daß er mal einen Fuchs erlegte und ggf einen Hasen. Das war die ganze Beute seines Jagdlebens.

    Vor vielleicht 10 Jahren fragte ich ihn mal, ob er rückblickend den Jagdschein nicht für überflüssig für ihn ansehen würde. Die klare Antwort war: Nein. Durch den Lehrgang zum Jagdschein hätte er soviel in der Natur zusätzlich kennengelernt und viel mehr verstanden. Und er war gelernter und studierter Landwirt, also nicht ganz fachfremd aufgewachsen.

  • Ich habe seit 22 Jahren den Jagdschein und jage überwiegend auf Niederwild hier im schönen Münsterland. Ich habe 16 Jahre in einem Revier im Vogelsberg mitjagen können, dort ging es hauptsächlich auf Rehwild und Sau. Mir zur Seite stehen meine beiden Deutsch-Drahthaar und die beiden Deutschen Jagdterrier. Meine Hunde müssen für alles herhalten, Treibjagden, Wasserjagd, Durchgehen auf Drückjagden und Baujagd. Das Wildbret wird selber verwertet oder im Verwandten, Freundes, Bekannten, Arbeitskollegenkreis verkauft. Genau so wie die Eier meiner Hühner, die Suppenhühner oder der Apfelsaft.

  • Ich habe den 33. Jagdschein, eigentlich den 66. weil Jahresjagdschein und Falknerjagdschein,

    gehe seit fast 25 Jahren hier im Dorf mit auf die Jagd, habe fünf Terrier, davon 2 Rentner, mit den jüngeren drei reise ich in den Herbst- und Wintermonaten als "Schweinstreiber" durch Bayern. Beruflich hatte ich mit diversen Wildtieren zu tun, die mir eine chronische Krankheit verpassten.

    Bienen hatte ich in meiner Jugend und jetzt seit sieben Jahren wieder.

  • Ich habe den 33. Jagdschein, eigentlich den 66. weil Jahresjagdschein und Falknerjagdschein,

    gehe seit fast 25 Jahren hier im Dorf mit auf die Jagd, habe fünf Terrier [...]

    Servus, sind das Jack-Russell Terrier?

    Gruß und Waidmannsheil aus Bayrisch-Schwaben von einem Jagdschein- und Jack-Russell Besitzer, der Beizjagd äußerst faszinierend findet, aber leider für die ganzen Hobbies zu wenig Zeit hat. Jetzt muss ich erstmal das mit den Bienen ordentlich lernen.

    Greenhorn seit Juni 2020, aktuell vier Völker auf 12er Dadant US, 3x Buckfast, 1x Carnica