Ein- / Überwinterungssituation zur OS-Behandlung

  • Müssen muss man das nicht. Ich habe Gaze oben drauf, damit die Bienen nicht den Deckel festbauen, so wie man das hier bei Patrick sieht.


    Das Problem ist nämlich dann jedes mal den Deckel abzubekommen und nicht zu matschen.


    Man kann es auch ohne machen, habe ich halt bisher noch nicht so oft gesehen, deswegen nach dem Grund gefragt.

  • Und hast Du auch so einen großen Freiraum über den Rähmchen, vermute Mal, bei Dir stimmt der Beespace.

    Segeberger halt, da stimmt der Beespace, außer man nimmt die doofen Deckel mit der Futtertasche. Aber auch bei den Hohenheimer stimmt er und bei Dadant sowieso. Sicher klebt der Deckel ein bisschen, aber schlimm ist das nicht.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • Das mag sein. Aber allein das Bild: 42609191yr.jpg (1024×768) (picr.de) ....

    ...Weswegen die Bienen in den ausgesparten Bereich für mögliche Futtergaben reinbaut und auch am Deckel anbaut...

    Äh, ganz naiv, Anfänger Frage: Für mich sieht das Bild so aus, dass sie nach dem Auffüttern noch was gefunden haben - waren halt Bienen von der ganz fleissigen Sorte. (Gelb schimmerndes Auffüttern hab ich noch nie gesehen.) Wo sollen sie denn hin mit ihrem Erfolg - ins Brutnest? In die Futtertasche?

    Schlossimker - ein Kaiserfranke.

    Anfänger 2019 - 2022, einstellige Völkerzahl. Wabenhonig während der Saison im runden oder sechseckigen Furnierstreifenrahmen, und ausdrücklich ohne Patent- und Markenschutz.

  • Für mich sieht das dann auch aus, dass die Bienen den Platz zum Bauen genutzt haben, weil - wie oben schon beschrieben - der Beespace nicht gepasst hat. Das selbe Bild sieht man in den leeren Futtertaschen.


    Und in leere Zellen gehört für die Bienen auch was rein, vor allem über dem Brustnest. Und deswegen das Gematsche und geklebte beim öffnen.

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem kalten, trüben grauen, wunderschönen guten Morgen :)


    Morgen Patrick,

    ich will nicht schulmeisterlich rüberkommen, aber ich denke:

    Entweder hast Du zuviel gefüttert und die Bienen konnten nicht genugend Winterbienen erbrüten oder Du hast eine Tracht/Räuberei (evtl. beim Nachbarn ) übersehen.

    Das gleich ist uns auch passiert, nur wir haben das Ende September noch bemerkt.

    Ich kopiere mal den Text, den ich auf unsrer FB-Seite darüber reingestellt habe.

    Anscheind war das in mehreren Regionen so und da Ende September nicht mehr von vielen in die Völker geschaut worden ist, hat man nun das Ergebniss.

    Also hier der Text, wenn gewünscht kann ich noch die Bilder mit reinstellen.

    Noch zur weiteren Information, die Winterbehandlung wurde bei den Völkern letzte Woche gemacht.

    1 Volk schwach,überleben :?:

    Die andreren Völker halten sich soweit ganz gut. Die Reißer sind es nicht, aber ich denke unteres Mittelmaß und .... Sie leben und werden wieder, muß halt im Frühjahr einige Futterwaben rausnehmen und am Anfang mal 1 ausgebaute schöne, bebrütete Wabe einsetzen um mehr Platz zu schaffen. Is a bissal viel, aber vieleicht hilft es zu verstehen.


    Aus der Praxis.

    Es ist zwar etwas spät für diesen Bericht, aber das neue Bienenjahr steht schon wieder in den Startlöchern und ich wollte auch das Ergebnis zeigen.

    Es geht um zu viel Futter im Bienenvolk.
    Was kann ich machen.
    Wir haben dieses Jahr, wegen Mangels an Tracht, die Völker fast durchgehend gefüttert.
    Ein Stand brachte ab Anfang Juli etwas Lindentracht.
    Um diesen Bienenstand geht es.
    Nach der Lindenhonigernte wurde angefangen die Völker auf zufüttern.
    Natürlich wurde auch die Varroabehandlung ordnungsgemäß gemacht.
    Nun war es so, dass die Völker Ihren letzten „Schluck“ Futter bekommen sollten (30.09.21) und da wir immer, bevor die Völker den Angstschluck bekommen, diese hochheben um das Gewicht etwas zu schätzen, den es wird immer nach Gewicht gefüttert, konnten die Völker nicht hochgehoben werden [Blockierte Grafik: https://static.xx.fbcdn.net/images/emoji.php/v9/tc1/1/16/1f62e.png]
    Was ist da los.
    Ruck zuck wurden die Bienenvölker geöffnet und oh Schreck, Sie waren/sind proppenvoll.
    Es hatte in den letzten 14 Tagen so extrem gehonigt, dass manche Völker über 60 Kg auf die Zugwaage brachten.
    Es war/ist kein Platz mehr zum Brüten.
    Was ist nun zu tun?
    Heimfahren und am nächsten Tag wieder kommen, denn das Wetter war noch sehr gut und die Wettervorhersage meinte das es auch in den nächsten Tagen so bleibt.
    Am nächsten Tag hatten wir hatten Leerwaben und leere Honigräume dabei.
    Je nach Volksstärke und Honigüberfüllung wurde je eine Leerwabe und oder Honigraum aufgesetzt.
    Die Honigräume ohne Absperrgitter.
    Warum ohne Absperrgitter?
    Die Bienen gehen um diese Zeit nicht mehr durch die Absperrgitter und auch die Königin bleibt im Brutraum, da Sie nicht gerne über gedeckelte Futterwaben nach oben geht.
    Die Leerwabe wurde an dritter Stelle gesetzt und es ist darauf zu achten, dass es alte Brutwaben sind.
    In der Regel werden alle Altwaben ausgeschmolzen und nicht mit über den Winter/Frühjahr genommen.
    Es kommen im Laufe des Sommers immer wieder Altwaben aus den Völkern um Mittelwände ausbauen zu lassen.
    Und diese Altwaben waren noch nicht alle ausgeschmolzen.
    Natürlich war es nicht schön, solche alten „Dinger“ wieder in die Völker zu geben, hatte man Sie deswegen ja rausgeworfen.
    Aber es half ja nichts, denn ausgebaute Mittelwände oder nur 1x bebrütete Waben werden meistens nicht angenommen.
    Warum wurden diese Waben an dritter Stelle gegeben?
    Die Königin verkleinert Ihr Brutnest und in der Regel ziehen sich die Bienen mit Brut an eine Ecke der Kiste zum Überwintern zurück.
    Da noch kleine Brutecken da waren und die Königinnen sich schon in die eine Ecke zurückgezogen hatte, hatte ja keine andere Wahl, wurde die Waben gleich neben der Brut eingehängt, in der Hoffnung das die Bienen das Brutnest nochmal etwas frei machen.
    Genauso wurde mit dem Honigraum verfahren.
    War das Volk noch stark genug, gab es den Honigraum um die Bienen, den noch nicht gedeckelten Honig und frisch eingetragen Honig nach oben zu tragen.
    Gleichzeitig wurden die Völker mit neuen jungen Königinnen umgeweißelt.
    Diese machen den Bienen nochmal Druck, den Honig nach oben oder in Leerwaben zu tragen, damit Sie nochmal richtig legen können.
    Knapp 3 Wochen waren vergangen und da es Zeit wurde die überfütterten Völker zu kontrollieren wurde wieder dort hingefahren.
    Und es hat geklappt [Blockierte Grafik: https://static.xx.fbcdn.net/images/emoji.php/v9/t7f/1/16/1f60a.png] Schöne Brutwaben von den jungen Königinnen noch, etwas Honig wurde umgetragen und selbst wenn es nur 3-5 Kg sind, das macht schon viel aus, damit einige Waben leerer wurden und die Königin legen konnte.
    Ich habe Bilder gemacht um Euch das etwas erklären zu können.
    Lest auch die Kommentare dazu. Die Bilder sind normal in der richtigen Reihenfolge.

    Viel Spaß bei lesen und falls es mal bei Euch passiert, nicht verzagen Heike fragen [Blockierte Grafik: https://static.xx.fbcdn.net/images/emoji.php/v9/t57/1/16/1f609.png
    Viel Glück bei den Bienen wünscht Euch die Buckfastimkerrei H.Aumeier

  • aumeier Wo finde ich Deine Bilder nebst Kommentaren?

    Mir kommt Patrick Johannes Bericht leider sehr bekannt vor, bei mir sieht es nicht besser aus, ich könnte heulen. 

    In diesem Jahr sind im Unterschied zu den letzten Jahren viele Brutlinge zusammengebrochen (ich arbeite mit TuB). Die von Heike beschriebene späte Tracht hatte ich auch. Aber anstatt einen Honigraum zu geben, habe ich in Ermangelung von Altwaben (ich stelle von DN auf DN 1,5 um) Mittelwände gegeben. Die wurden ausgebaut und auch bebrütet. Ich hatte gehofft nicht allzuviel falsch gemacht zu haben :(

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.

  • Ei, was haltet ihr euch denn alle am Deckel auf??? DER ist nun vielleicht umstritten aber sicher nicht der Grund für die minderstarken Völkchen.

    Patrick imkert nun schon Jahre genug um keine Anfängerfehler zu machen ( überfüttern, nicht ausreichend behandeln oder zu schwache Einheiten bilden) ....

    Er weist ja selbst darauf hin, ob die Schwesterköniginnen das Problem sein könnten...

    Mich würde das auch interessieren, was sagen die Züchter und Vermehrer dazu?

    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Warum Anfängerfehler? Manche Fehler macht Imker ggf. erst nach 10 Jahren. Auch aumeier imkert vermutlich schon etwas länger. Und ihre Beschreibung kann ggf. ein Grund sein.


    Deswegen an dieser Stelle danke für diesen Bericht!


    Es ist vor allem nicht jedes Jahr wie das andere, deswegen können da festgefahrene sturre Betriebsweisen dann in einem Jahr plötzlich nicht mehr hinhauen...


    ..soll aber nicht heissen, dass Johannes deswegen die kleinen Völker hat.

  • Guten Abend zusammen!


    Deichkind :

    Die sehen doch, trotz "lustig" kleiner Zargen, gut aus. Da wäre ich nicht nur vorsichtig, sondern selbstbewusst optimistisch.


    JaKi :

    Was waren das denn für Königinnen?

    Unbegattet erworbene Schwesternköniginnen vom Züchter, welche dann hier am Stand scheinbar (?) gut begattet wurden und angemessene Brutnester aufbauten.


    Du hast gesagt, du hast im Prinzip wie immer gearbeitet. Wie lang machst du das schon so?

    Nunja, exakt so habe ich das nicht formuliert :wink:, aber tatsächlich arbeite ich nach dem skizzierten Grundschema bereits das 3. Jahr. Zuvor habe ich viel herumprobiert mit befallsorientierten Behandlungskonzepten und mich auch noch der sommerlichen OS erwehrt. Was allerdings, insbesondere der erstgenannte Teil, praktisch nicht mit mir kompatibel ist.


    Und was meinst du mit "frühem Teilen und Sprühen"?

    Das beschreibt ein Teilen der WV nach Früh- oder Sommertrachtende und das Besprühen der brutfreien KS / Volksteile mit OS.

    Zielt dann auf mehr Völker ( = größere Vermehrung) und weniger Honig im laufenden Jahr ab.


    sebihees :

    Darf man fragen, warum du keine Folie bzw. Gitter oder ähnliches auf die Oberträger legst?

    Klar darf man. :wink:

    Und ich antworte da sogar drauf.

    Folgendermaßen: Is` Kacke. Für mich zumindest.

    Denn mir geht das Gefummel bei Abnahme und Wiederauflegen, das optionale Wegfliegen, das Hochgedrücke durch die Bienen inkl. Wachsbrückenbau sowie schlicht das m. E. unnötige zusätzliche Teil am Stand gewaltig gegen den Strich da auf die Nerven.

    KISS ME = Keep It Simple, Stupid and Most Efficient!


    Dann wäre eine Kontrolle möglich, ohne das du die Traube "auseinanderreisst".

    Das ist auch so vollkommen problemlos möglich, da ich im absoluten Regelfall mit nur 1 BR arbeite. Da ist ein Auseinanderreißen der Traube bei Aufsicht schwerlich möglich.


    Denn das zuklappen sieht nach Gematsche aus und wäre vermeidbar..

    Auch mir graute in diesem Einzelfall, aber mit ein wenig Gefühl und Zeit glitt der Deckel sanft und knirschfrei auf die Beute.


    Segeberger halt, da stimmt der Beespace, außer man nimmt die doofen Deckel mit der Futtertasche.

    Und selbst bei denen wird die Futteraussparung im Deckel meinen Erfahrungen nach nur während der Auffütterung und bestimmten Herkünften derart hartnäckig zugebaut. Im Durchschnittsfall tut`s das für mich sehr gut so.


    Rainfarn :

    danke für´s teilen.

    Gerne! Sehr gerne sogar.

    Ich bin mittlerweile der festen Überzeugung, dass nur durch (eigene wie anderer) Fehler gelernt werden kann.

    Und genieren tu` ich mich wegen mickriger Völker sicherlich auch nicht, genau so wenig wie ich es nötig habe mit starken Völkern in guten Jahren zu prahlen.

    Ich informiere und gewähre Einblicke.


    aumeier :

    Entweder hast Du zuviel gefüttert und die Bienen konnten nicht genugend Winterbienen erbrüten oder Du hast eine Tracht/Räuberei (evtl. beim Nachbarn ) übersehen.

    Danke für deine Einschätzung.

    Mit Blick auf die sich mir erschlossen habenden Trachten und den Witterungsverlauf kann ich es mir ehrlicherweise nicht vorstellen was und woher, aber das muss ja (leider) nichts heißen.

    Zu viel Futter aus eigenem Kanister kann ich allerdings sicher ausschließen.


    Schöne Grüße in die Runde!
    Patrick

  • Um den erwartbaren und natürlich völlig gerechtfertigten Fragen nach dem "Warum" vorweg zu greifen:

    Isch kann et eusch nit saachen.

    Hallo Patrick, vielen Dank für Deinen Bericht.


    Wird von vielen ja nur gezeigt, wenn alles Bombe ist.


    Ich mach kommende Woche auch meine Behandlung, mal schauen wie es hier aussieht.


    Was hat dich von der befallsorientierten Behandlung abgebracht? Ich frage, weil ich kommendes Jahr überlege, das so zu machen.


    Vom Kasten anfassen / Gewicht, lässt sich da schon etwas ausschließen? (zuviel Futter z.B.)


    Wenn die Völker angemessene Brutnester aufbauten, liegt es wohl nicht an den Königinnen. Würde ebenfalls raten, dass irgendetwas die Königin davon abgehalten haben muss, in der entscheidenden Phase im September/Oktober genug Eier zu legen. Drücke Dir die Daumen, dass die durchkommen...


    Schöne Grüße - Matthias

    Es war alles sooo gut geplant. Und dann kam das Leben dazwischen...

  • Mir tut es um die Völker leid.

    Hoffentlich wird daraus gelernt. Doch ist das nicht so einfach. Oft gibt es einen Wald von unterschiedlichen Meinungen. Ich drück die Daumen, dass man sich das richtige, dass die Völker sicher überwintern lässt, raussucht.