Melezitose-Honig im Brutraum

  • Hallo,


    Ende Oktober habe ich bei zwei meiner Völker gemerkt, dass im Brutraum (Zander, einzargig) alles voll ist mit Melezitose-Honig. Musste im September fast nichts einfüttern. Habe mich nicht gewundert, weil die anderen Völker ohne Ende vom Springkraut eingetragen haben. Dadurch habe es erst sehr spät gemerkt und zum Entnehmen der Melezitose-Waben plus neu auffüttern war es schon zu spät im Jahr.


    Mache mir jetzt Sorgen wegen der Überwinterung. Was kann ich jetzt noch tun? Hoffen, dass der Winter immer wieder wärmere Phasen hat und die Bienen zum Abkoten raus können? Oder könnte es helfen Futterteig aufzulegen, in der Hoffnung dass die Bienen den abnehmen und sich dadurch die schädliche Wirkung des Melezitose-Honigs reduziert?


    Freue mich auf jeden Hinweis.

    Flanitz

  • Oder könnte es helfen Futterteig aufzulegen, in der Hoffnung dass die Bienen den abnehmen und sich dadurch die schädliche Wirkung des Melezitose-Honigs reduziert?

    Wenn der Melezitosehonig auskristallisiert ist, ist das sicher ein gutes Verfahren, weil die Bienen den Honig im Winter kaum verwerten können. In dem Fall wäre Ersatzfutter sowieso angesagt.

    Aber die Frage ist ja ohnehin, woran Du erkennst, dass es Melezitosehonig ist, wenn nicht am Auskristallisieren.

    Das Problem ist aber ansonsten nicht Melezitose im Speziellen, sondern Waldhonig im Allgemeinen

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Das Problem ist nicht der Melezitosehonig, sondern der Wassermangel, besser du gibst Ihnen übers Spundloch oder umgedrehten Deckel zwei Ziplock Beutel mit Zuckerwasser oder auch nur Wasser.... Melezitose muß nicht zwingend zur Ruhr,verhungern, oder ab koten im allgemeinen führen. Melezitose ist nicht gleich Melezitose. Futterteig verlangt ja nach noch mehr Wasser das Sie nicht haben, auch nicht mit einer Folie in der Beute.


    .......Der Imker freut sich immer wenn seine Bienen bei unter 10 grad ausfliegen über die tolle Linie und seine robusten Bienen ^^...


    Wenn du dich trotzdem für FT entscheidest, leg den Beutel mit rein und schau was passiert, am besten alles erst ab Mitte/Ende Januar je nach Temparatur


    MFG Martin

  • Was? Einfrieren? Gefrier/Ziplock Beutel füllen, zubinden, in einer Ecke mit Sicherheitsnadel punktieren und bei gedrehten Deckel auf Die Traube/Bienensitz legen. (Sowenig Luft wie möglich im Beutel u 4 Pickser genügen)

    Würde ich machen, genaueres schwer zu sagen ohne Lokalaugenschein.

  • Ich hatte heuer im Februar zwei Völker, die hatten nichtmal mehr ein kg Futter in den Waben. Denen habe ich mehrfach 2,5 kg Apifonda Teig aufgelegt und die sind sehr gut durch gekommen, auch ohne ausfliegen und Wasser holen.

  • Denen habe ich mehrfach 2,5 kg Apifonda Teig aufgelegt und die sind sehr gut durch gekommen, auch ohne ausfliegen und Wasser holen.

    Das Auflegen des Futterteigs funktioniert deswegen gut, weil das Kondenswasser über dem Brutnest den Teig verfügbar macht. Deswegen ist das nicht das Gleiche wie kristallisierter Honig in den Waben.

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