Beutengewicht nach Fütterung

  • Hallo ,
    ich habe in den Buch "So imkern wir in der Segeberger Kunststoff-Magazinbeute" gelesen das Buckfast Völker auf 2 Zargen nach den auffüttern 38,5 kg haben sollen . Nun habe ich meine Völker gewogen und mußte feststellen das sie zwischen 35 und 36 kg liegen .
    Ist es ratsam jetz noch 3 kg zuzugeben ?
    Wie lange könnte man noch füttern ?



    Gruß Florian

  • Hallo Florian,


    Ja, es ist ratsam jetzt bis zu 38,5kg aufzufüttern. Erstens weil es immer gut ist, wenn man eine Betriebsweise übernimmt, diese ersteinmal so genau wie möglich zu übernehmen und zweitens weil drei Kilo im März zu wenig eine Katastrophe sein können, drei Kilo zuviel aber eher nützlich.


    Auffüttern (mit Invertzuckersirup) kannst Du noch sehr lange. Mach es aber trotzdem so rasch wie möglich. Es gibt Imker die füttern immer erst Anfang Oktober und gleich sehr große Mengen ein, weil sie sehr spät schleudern und dann den Herbstnektar noch mitwiegen und das Futter bis Ende Oktober schon abgenommen wird. Das kann ich Dir aber nicht empfehlen. Auch wegen der Winterbienen, die ja möglichst unverbraucht einwintern sollen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Florian schrieb:

    Hallo ,
    Nun habe ich meine Völker gewogen und mußte feststellen das sie zwischen 35 und 36 kg liegen .
    Ist es ratsam jetz noch 3 kg zuzugeben ?
    Wie lange könnte man noch füttern ?



    Gruß Florian


    Hallo Florian,
    du kannst diese Anhaltswerte nicht 1:1 übernehmen. Ich füttere bei meinen Carnica doppelt soviel wie meine Nachbarn in meinen Magzinen bei Freiaufstellung. Ich füttere bei einzargigen Völkern 14 kg Sirup in zweizargigen 20 kg. Meine Nachbarn füttern in ihren Hinterbehandlungsbeuten ca. 12 kg Zuckerwasser, das sind knappe 10 kg Zucker und denen ist die letzten 30 Jahre noch kein Volk verhungert.
    Außerdem mußt du die klimatischen Verhältnisse berücksichtigen, in einem Weinbaugebiet, vielleicht noch dazu in einem Bienenhaus, brauchst du sehr wenig Futter. Bei den Buckfastvölker in unseren Breiten (Bay. Wald) in Freiaufstellung mußt du min. 25 - 35 kg Futter rechnen. Es gibt keine Festwerte für den Futterverbrauch, aber bei denen 3 kg die dir abgehen, würde ich mir keine Gedanken machen oder hast du Buckis, dann erscheint es mir sowieso zu wenig?

  • Hallo ,
    ja, bei den Völkern handelt es sich um Buckies , deshalb bin ich ja auch ein wenig mistrauisch ob das Futter reicht .
    Ich habe die Völker erst spät übernommen und 20 l. Sirup gefüttert .
    Das Problem ist auch das ich jetzt erstmal eine Langzeitbehandlung mit AS machen wollte und dann erst füttern kann .


    Ich weiß ja das die Meinungen sehr verschieden sind aber hatt es nachteile wenn ich nach der Behandlung mit AS noch Zucker 3 zu 2 fütter ?


    Übrigens meine Völker stehen in Freiaufstellung in Segebergern mit offenem Boden in Schleswig Holstein .


    Gruß Florian


  • ==============================================
    20 ltr. erscheint mir für eine Buckfast auch in Holstein zu wenig, da würde ich noch min. 1/2 Eimer mit Apiinfert nachfüttern. Was meinst du mit 20 ltr. Sirup, das ist die mitentscheidende Frage der nochmaligen Auffütterung?. Für eine AS Dauerbehandlung ist es schon reichlich spät. Frag doch den Verkäufer der Bienen, vielleicht hat der schon behandelt.

  • Hallo an alle,


    ich hab immer gedacht, wenn die "Hütte voll ist", wird kein Futter mehr abgenommen, hab ich bei den meisten meiner Völker auch so festgestellt. Dann kann man deutlich merken, daß sie weniger abnehmen. Jetzt hab ich aber ein Buckfast-Volk gehabt, die haben eingeschleppt, was die Waben hergaben, solange, bis die Soße ( Sirup ) unten wieder rauslief.
    Ich habs erst gemerkt, als der ganze Stand wie die irren unten drunter saßen und sich bedienten, es war " der Teufel los, Räuberei vom Feinsten :o "
    Mach ich was falsch :roll: ?

  • ???
    Wieso ist es reichlich spät für eine Ameisensäure-Langzeitbehandlung mit dem Tellerverdungster? Liebig selbst schreibt "nicht vor Mitte September" um die Bienenschäden möglichst klein zu halten.
    Gruß
    merkato

  • merkato schrieb:

    ???
    Wieso ist es reichlich spät für eine Ameisensäure-Langzeitbehandlung mit dem Tellerverdungster? Liebig selbst schreibt "nicht vor Mitte September" um die Bienenschäden möglichst klein zu halten.
    Gruß
    merkato


    Hallo Merkato,
    deine Aussage ist richtig, aber wenn das Wetter so bleibt, das heißt um die 10 - 15 grad und die hohe Luftfeuchte, dann wird man es um diese Jahreszeit nicht mehr so einfach schaffen, die für einen durchschlagenden Erfolg erforderlichen 20 gr/Tag bei einer zweizargigen Betriebsweise verdunsten zu lassen. Deswegen bin ich immer ein wenig früher am behandeln.