Rechnungsstellung „Großauftrag“

  • ...700 Gläser verkauft. Und zwar an eine Unternehmensberatung die den Honig, fein verpackt, als Weihnachtsgeschenk an seine Partner versendet.

    Die 700 werden sicher nicht an einem Tage verpackt und versendet. Noch hast Du Zeit, jeden Tag eine Lieferung z.B. von 38 Gläsern mit entsprechender Rechnung fertig zu machen. Da bleibst Du jeden Tag unter der Kleinbetragsgrenze von 250,- und lieferst dennoch rechtzeitig vor Weihnachten.

  • So schnell geht das mit der Steuernummer auch nicht. Ich warte schon ein paar Wochen. Mein Finanzamt sagte mir aber, dass ich in der Übergangszeit meine normale Steuernummer nehmen könnte und dann nach der offiziellen Zuteilung dann die Rechnungen berichtigen müsste.

  • Wenn die Stadt pro Glas nur 6 € zahlt kann ich da kein mehrumsatz generieren, und als Hobby Imker nicht steuerpflichtig bin.

    oder liege ich da falsch?

    Der Lieblingssatzt von Anwälten und Steuerberatern:
    Es kommt drauf an.

    Üblicherweise werden im Geschäftsbereich Nettopreise, also zzgl. MwSt verhandelt.
    Heist der Kunde zahlt dir 6€ zzgl. MwSt

    Deine Abmachung mit der Stadt kennen wir nicht.


    Da du pauschalierst musst du diese MwSt nicht abführen. (hier liegt dann dein Mehrumsatz bzw Mehrgewinn)
    Die Steuerpflicht deiner Imkerei bezüglich der EkSt ist ein anderes Blatt und unabhänig von der MwSt.

  • Üblicherweise werden im Geschäftsbereich Nettopreise, also zzgl. MwSt verhandelt.

    Wenn nicht anders vereinbart, gilt vertragsrechtlich immer der Bruttopreis.

    Die Rechtsprechung in Deutschland und auf europäischer Ebene ist sich da einig: Die vom Leistungs­empfänger gezahlte Gegenleistung besteht aus dem Kaufpreis und der gezahlten Umsatzsteuer. Etwas anderes gilt nur, wenn ausdrücklich eine Nettovereinbarung getroffen wurde.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • So schnell geht das mit der Steuernummer auch nicht. Ich warte schon ein paar Wochen. Mein Finanzamt sagte mir aber, dass ich in der Übergangszeit meine normale Steuernummer nehmen könnte und dann nach der offiziellen Zuteilung dann die Rechnungen berichtigen müsste.

    Solange ich (gelegentlich) Rechnungen schreibe, verwende ich "meine" Steuernummer.

    Solange das niemand stört, warum sollte ich es ändern? Eine eigene Steuernummer für Hobby-Imkerei - auf solche Gedanken wäre ich ohne das Forum gar nicht gekommen.

    Seit 2010 Sächsischer* Hobby-Imker mit ca. 10 Völkern in DNM

    * sie summen weicher als die nicht-sächsischen Bienen

  • Ich versteh die Angst vorm Finanzamt nicht…

    Ich vermute, genau so sind schon zig Leute irgendwann «in die Falle» geraten: Nur ja nichts mit Ämtern am Hut haben, irgendwie so halb hintenrum was wursteln und dann enttäuscht sein, weil das nicht geklappt hat und rechtlich nicht – äh, wie sagt man auf Hochdeutsch? – «verhebet». In aller Regel schätzen es die Ämter, wenn man vorab auf sie zukommt und sich erkundigt. Da haben am Ende nämlich alle was davon. Meine Meinung.

  • Kann sein, dass ich mich zu blöd anstelle, aber kann es weiterhin sein, dass man dieses Formular nur über ELSTER befüllen kann? Oder hat jemand einen Hinweis auf die old school Variante als Formular (Papier)?


    s.