Winterfüttern - wie?

  • Dann ist ja alles gut. Du kannst sicher für Alle Imker sprechen, dass die Waben IMMER unbedenklich sind.


    Tja, ich kann das nicht wirklich behaupten und wer bei Facebook stöbert, stösst gerne mal auf Fotos von Honigwaben, die eher Futterwaben oder auch sogar ehemalige Brutwaben waren. Ich bin daher eher sehr skeptisch und würde nicht die Zukunft meines Standes in die Ehrlichkeit eines Kollegen geben.


    Aber Geiz ist geil.

    Unser Sperrbezirk wurde jetzt im September aufgelöst.

    Aber noch sind zwei aktiv, davon einer schon seit 2013.

    So hat jeder seine Erfahrungen.


    Natürlich geht es auch um Hygiene.... Tierhaltung und Lebensmittelproduktion.

    Aber es ist egal, wie der Stall aussieht, das Fleisch schmeckt nachdem Schlachten genauso.

  • Dann ist ja alles gut. Du kannst sicher für Alle Imker sprechen, dass die Waben IMMER unbedenklich sind.

    Mach ich gar nicht, wenn du genau liest. Wer es nicht genau weiß, verlässt sich auf Experten. Und da ich es nicht genau wusste, befragte ich unsere Bieneninstitute. Und wenn die das so sagen, glaube ich das erstmal.

    Und da ich das jetzt mehrfach mit ausschließlich positivem Ergebnis so gemacht habe, empfehle ich das probates Mittel weiter.

    Was nicht bedeutet, dass das der Weisheit letzter Schluss sein muss.

    Aber ich bemühe mich bei der Einfütterung, dass ich zum Winter selber ein paar überschüssige Futter-Vorratswaben "ernte", die ich dann im Frühjahr meinen Völkern geben kann, die nicht genug haben, oder anderweitig an Ableger verfüttern kann, das ist meiner Auffassung nach eine erstklassige und gut funktionierende Methode. Unbenommen, kannst du es anders machen, alles gut, auch mit aufgelegtem Futterteig wird es denke ich in den meisten Fällen klappen. Hat halt ein paar Nachteile, den Futterwaben nicht haben, z.B. brauchen die Bienen Wasser zum Aufnehmen, und du brauchst ne zweite Etage oder einen Deckel mit Futteraussparung, in den du das reinlegen kannst, und wenn es so richtig kalt ist, kann es trotzdem m.E. wahrscheinlicher zu Futterabriss kommen als wenn man eine Futterwabe verwendet. Muss man halt abwägen.

    Schöne Grüße - Matthias

    Es war alles sooo gut geplant. Und dann kam das Leben dazwischen...

  • Hat halt ein paar Nachteile, den Futterwaben nicht haben, z.B. brauchen die Bienen Wasser zum Aufnehmen, und du brauchst ne zweite Etage oder einen Deckel mit Futteraussparung, in den du das reinlegen kannst, und wenn es so richtig kalt ist, kann es trotzdem m.E. wahrscheinlicher zu Futterabriss kommen als wenn man eine Futterwabe verwendet. Muss man halt abwägen.

    Die aufgeführten Nachteile Futterteig erscheinen mir ein bisschen an den Haaren herbeigezogen.

    Standeigene Futterwaben zu verwenden bleibt jedem selber überlassen, man kennt die Verhältnisse ja wohl am besten.. Fremde Futterwaben von einem noch so vertrauenswürdigen Kollegen kämen mir nie in meine Völker.

  • Und da ich das jetzt mehrfach mit ausschließlich positivem Ergebnis so gemacht habe, empfehle ich das probates Mittel weiter.

    Das ist kein probates Mittel sondern Glück. Natürlich ist das Ergebnis der Futterkranzprobe und die Hygiene beim "Spender" der Waben zu kennen gut. Jedoch entbindet das einen nicht von dem Beachten des hohen Risiko einer solchen Aktion für den Gesamtbestand! In diesem Fall ist die Not ja noch gar nicht da und im beginnenden Frühjahr kann der Kollege dann mit wirklich probaten Mitteln noch gegensteuern und sollte das Volk gut durchbringen!

    Das Tauschen von Waben unter Imkern empfiehlt meines Wissens nach kein Institut, allein das wäre ja schon fast meldepflichtig und fast schon grob fahrlässig. Niemals sollte man so etwas tun! Tauschen am eigenen Stand, FW verwenden für Ableger und als Notzehrung, alles gut! Aber von außen - ein No Go!!!

    LG Rudi

  • Die Völker am Stand sind eine Gruppe- da kann schon mal eine Fu-Wabe in ein anderes Volk.

    Geplante Reserve liegt bei 2 FuWa/Volk jeweils am Stand. Ich habe gelegentlich an Kollegen FuWa weitergegeben, nur von zeitnah untersuchten Ständen.

    Tauschen von Waben unter Imkern auf keinen Fall- nur in eine Richtung. Der Rückweg sind gegenseitige Hilfe oder Königinnen, Mittelwände oder Geld.

    Spätestens wenn der kleine Beutenkäfer angekommen ist, kann man sich von der FuWa-Vorratswirtschaft verabschieden. Dann ist eine Reserve von Futterteig und Sirup besser.

    Notfütterung- bei unter einem kg Futter im Volk kann als kleine Menge Sirup erfolgen, in dünnem Strahl auf Wabe direkt an die Traube oder bis zu 3l Portion als Fertigbeutel, Lochdeckelglas (300-700ml) oder Ziplockbeutel, nach Brutbeginn mit 2,5kg Paketen Apifonda und immer von oben, da kondensiert dann genug Wasser im Beutel oder der Folie durch die aufsteigende Wärme.

    Mehr als den Verbrauch für den nächsten Monat im Winter nach zu füttern, belastet das schwache Volk nur unnötig.