• Hallo, ich glaube manche haben die verschiedenen Regler nicht verstanden. Der Melithermregler kann nur 0 oder 100%. Solange die Lampe Leuchtet gibt er alles.

    Er kann weder Spannung, noch Stromstärke verändern. Nur 0 oder 1.

    Bis bald

    Marcus

  • Natürlich kann die Heizung nur an oder aus. Somit hängt die Temperatur davon ab wie oft und wie lange am Stück an ist. Stelle ich den Regler hoch ein, schaltet sie vermutlich nie ab solange Honig drumherum ist, weil der die Wärme aufnimmt und mitnimmt. Schalte ich den Thermostaten so, dass er bei geringerer Temperatur abschaltet, wird er immer dann abschalten, wenn die Spirale diesen Wert überschreitet. Solange der Honig dabei noch flüssig wird, wird er abtropfen und die Wärme mitnehmen. Dann schaltet die Heizung wieder ein…Wird der Honig nicht mehr flüssig genug, läuft er nicht oder zu langsam ab, die Wärme bleibt länger und die Heizung somit länger aus bis die eingestellte Temperatur unterschritten wird.


    Die vom Honig aufgenommene Wärme hängt von der Temperatur der Heizspirale und der Einwirkdauer der Heizung auf den Honig ab. Das erste kann ich einstellen, weil die Spirale mit den Heizpausen ja nicht so heiß wird. Das zweite hängt von den Fließeigenschaften und den Siebporen ab. Selbst flüssigster Honig braucht etwas, um durch das Sieb zu tropfen, sodass sich die Einwirkzeit der Wärme nicht unter einen gewissen Mindestwert verkürzen lässt. Genau da spielt aber jetzt die Einstellung der Temperatur eine Rolle. Heizt die Spirale mehr als nötig, wird der Honig wärmer als nötig bis er abgeflossen ist und kommt dann auch heißer aus dem Sieb. Hier kann man optimieren.


    Zudem kann man dafür sorgen, dass der Honig danach schneller wieder abkühlt. Somit ist der Honig dann möglichst kurz und nur möglichst wenig weit über der Temperatur des Bienenstockes. Ob das messbare Qualitätseinbußen verhindert oder im Bereich des Glaubens liegt, weiß ich nicht und kenne auch keine entsprechende Untersuchen.

    Aber sicher und messbar ist, dass man Honig bei verschiedenen Einstellungen des Thermostaten tatsächlich bei verschiedenen Temperaturen seihen kann und der Honig unmittelbar danach auch verschieden warm ist, obwohl die Zeit für den Durchlauf nicht deutlich schlechter ausfällt. Leider ist die optimale Temperatureinstellung nicht immer gleich, weil die Honige nicht immer gleich sind. Eine gute Einstellung kann man aber einfach durch Verstellen des Thermostaten rausbekommen. So einstellen, dass der Honig gerade gut läuft und nicht pauschal Vollgas oder unreflektiert einen Wert aus irgendeiner Anleitung.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • „500 Watt pro Stunde“

    Hallo Immenlos,

    die 500 Watt ist doch die Leistung.

    Sie ist Arbeit / Zeit.

    Wo irre ich da?

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Und je weniger Watt man für eine bestimmte Menge Honig mit der gleichen Ausgangstemperatur braucht, desto geringer ist die erzeugte Wärme und damit der Wärmeeintrag.

    Es lassen sich nur Honige der gleichen Charge vergleichen.


    Energiekostengerät vorschalten und dann testen.


    Schmelzen mit Heizpausen kann da nicht besser abschneiden , als permanent schmelzen, weil, wenn der Heizstab unterhalb der Schmelztemperatur ist, d. h. in der Abkühl- und Aufheizphase, er auch Wärme einträgt, die nichts zum Schmelzvorgang beiträgt.

    Wer googeln will ——Milch pasteurisieren, ist eine ähnliche Anwendung.


    Gruss

    Ulrich

  • So nun gebt doch einfach mal Schätzungen ab wie heiss die Spirale tatsächlich wird ! Könnt ihr nicht weil ihr das noch nie gemessen habt ? Oder überhaupt keinen Melitherm besitzt ?

    Mein 2. Thermostat zeigt die ist Temperatur an der Spirale an, und solange Honig breiig darauf liegt, steigt sie nie über 50°C, auch wenn ich das andere Thermostat auf Sonnentemperatur stelle.

    Bis bald

    Marcus

  • Er kann weder Spannung, noch Stromstärke verändern. Nur 0 oder 1.

    :thumbup: Fakt

    Nun denke man dazu, wie sich unterschiedliche Honige verhalten

    Flüssige> flutsch

    Mit wenig Kristallen> langsamer

    ....

    .....

    Melihonig> noch langsamer

    Verstopftes Sieb> mit einer Komponente von oben> noch langsamer

    Je langsamer> um so wärmer wird der Honig im Siebsack über der Heizung, und das muss er, sonst geht er nich durch

    isso

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Meines Erachtens ist die Durchflussgeschwindigkeit bei ausreichender Heizleistung zum größten Teil von dem erzeugten Druck der Honigsäule abhängig.

    Abgesehen von:

    Flüssige> flutsch

    Mit wenig Kristallen> langsamer

    Verstopftes Sieb> mit einer Komponente von oben> noch langsamer

    Ich fülle schon bei halbvollem Melitherm den nächsten Honig oben nach.

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • Der Meli kennt nur zwei Heizzustände:

    Ein

    Aus

    Der Meli hat kein Gaspedal, sondern einen Schalter. An oder aus. Dazwischen gibt ea nichts.

    Das finde ich bislang die beste Erklärung, Dankeschön!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Natürlich kann die Heizung nur an oder aus. Somit hängt die Temperatur davon ab wie oft und wie lange am Stück an ist. Stelle ich den Regler hoch ein, schaltet sie vermutlich nie ab solange Honig drumherum ist, weil der die Wärme aufnimmt und mitnimmt. Schalte ich den Thermostaten so, dass er bei geringerer Temperatur abschaltet, wird er immer dann abschalten, wenn die Spirale diesen Wert überschreitet. Solange der Honig dabei noch flüssig wird, wird er abtropfen und die Wärme mitnehmen. Dann schaltet die Heizung wieder ein…Wird der Honig nicht mehr flüssig genug, läuft er nicht oder zu langsam ab, die Wärme bleibt länger und die Heizung somit länger aus bis die eingestellte Temperatur unterschritten wird.

    Okay, jetzt habe ich es gerafft ^^ Danke!


    Allerdings finde ich diese Aussage widersprüchlich, wenn das Melitherm nur zwischen 0 und 1 wechseln kann:

    Genau da spielt aber jetzt die Einstellung der Temperatur eine Rolle. Heizt die Spirale mehr als nötig, wird der Honig wärmer als nötig bis er abgeflossen ist und kommt dann auch heißer aus dem Sieb. Hier kann man optimieren.

    Wie kann die Spirale mehr als nötig heizen, wenn es nur "an" oder "aus" gibt?

    Oder habe ich einen Denkfehler?

    Imker seit 2005. Ca. 10 Völker auf DNM 1,5 (Segeberger) im schönen Hochsauerland

  • Wie kann die Spirale mehr als nötig heizen, wenn es nur "an" oder "aus" gibt?

    Oder habe ich einen Denkfehler?

    Ja, das ist genau der springende Punkt in dieser Diskussion. Das kann eigentlich nicht sein, es gibt aber eine Messung, die das zeigen soll. (Messung der Temperatur des tropfenden Honigs der selben Charge bei verschiedenen Regler-Stellungen ergab verschiedene Temperaturen im tropfenden Honig)

    Die Messung mit dem zweiten Thermostat widerspricht dieser Messung wieder (Temperaturfühler an Heizspirale, Anzeige auf Steckdosenthermostat, Änderung der Regler-Stellung ergab stets gleichbleibende Heizschlangentemperatur).

    Hat jemand eine Idee, wie ich den ersten Versuch ohne Metallbearbeitung und ohne Infrarotthermometer wiederholen kann? Ein zweites Thermostat habe ich jetzt auch, das probiere ich beim nächsten Durchlauf mal aus.

  • Ein echt spannendes Gespräch, Ihr Lieben. Ich nutze den Melitherm (65 Grad-Einstellung) Der Honig fällt in die Abfüllkanne und über Nacht kühlt er vollends ab. Dann impfen(oder auch nicht) rühren, abfüllen, untersuchen lassen.

    Und siehe da: Alles TOP-Werte. Wie die Expertise des Herstellers sagt.

    Also: Weniger geglaubt, ständig überprüft und dann gewusst.