• Frage an die Melitherm Fraktion:

    Bei wieviel Grad lasst ihr euren kristallinen Honig durch das Melitherm laufen?

    Ich habe vor zwei Wochen einen Eimer noch nach meinem alten verfahren aufgetaut bei 40 Grad im Wasserbad und am Sonntag einen Eimer selbe Charge durch das neu gekaufte Melitherm laufen lassen. Dabei gibt's ein paar Veränderungen, altes verfahren Farbe gelblich und feine Kristalle auf der Zunge spürbar, der Melitherm aufgetaute Farbe dunkel und keine Kristalle mehr vorhanden und geschmacklich auch leichte Veränderungen.IMG_20211117_230416_0~2.jpg


    Da ich annehme der Fehler meinerseits gemacht wurde, ließ ihn bei 60 Grad durchlaufen weil bei 40 Grad ging nichts

  • Der vom Wasserbad ist nicht komplett verflüssigt. Wirklich flüssiger Honig ist immer dunkler und schmeckt auch anders, als kristallisierter. Vergleiche mal frisch aus der Schleuder und derselbe Honig zwei Wochen später.

  • Auftauen im Melitherm, um dann abzufüllen, klappt nicht. Dazu kann man besser einen Wärmeschrank/ Wasserbad benutzen. Meine Meinung. Obwohl der Hersteller es anders erklärt.

    Das sind doch zwei Paar Schuhe. Wenn ich schon cremig gerührten Honig im Eimer hab, dann ist das Melitherm der falsche Weg: dann im Wasserbad oder Wärmeschrank nur soweit erwärmen, bis der Honig geradeso fließfähig ist, um ihn abzufüllen. Das Melitherm ist dagegen dazu da, den Honig wieder in den Zustand nach dem schleudern zu versetzen. Danach folgt dann erst die entsprechende Behandlung und danach kann dann abgefüllt werden.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich habe meinen Melitherm auf ~55° stehen, um den Honig zum danach direkten Abfüllen in den flüssigen Zustand zu bekommen.

    Im Glühweinbehälter wird er auf 32-34° erwärmt, nicht zu lange - dann mit dem Rapido kurz durchgerührt, um ihn cremig abzufüllen.


    Ist er vorher geimpft worden, reicht das leichte Erwärmen und Abfüllen

    Den Rest hat Rase schon beantwortet ;)

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Danke schon mal für die Antworten.

    Der Honig ist nicht vor dem einlagern Cremig gerührt worden sondern geschleudert gesiebt eingelagert.

    Ich habe ihn zum auftauen mit dem Seihtuch durch das Melitherm gelassen, werde das beim nächsten mal ändern und zum auftauen bei 40 Grad ohne Seihtuch zu arbeiten.

    Anschließend bei 45 Grad mit Seihtuch durchlassen um die vorhandenen Kristalle aufzulösen.

    Meine Vermutung ist das Seihtuch beim durchlassen zum auftauen verhindert den schnellen Durchlauf und dadurch bekommt der Honig zu viel wärme ab.

  • Höher drehen! Der Melitherm darf nicht mit Heizen aufhören. Dann läuft der Honig zügig durch, wird nur sehr kurz erhitzt und kann gleich nach dem Heizstab wieder abkühlen. Der Honig bleibt nur so lange in der Nähe des Stabes, bis er flüssig ist, dann läuft er davon. Wenn der Heizstab nur halbherzig erwärmt wird, bleibt der Honig viel länger dort.


    Eine große Fallhöhe beschleunigt dann nochmal die schnelle Abkühlung. Bei mir tropft der Honig in eine Abfüllkanne und läuft unten gleich wieder raus in einen Eimer. Der Boden der Abfüllkanne wird von einem kleinen Ventilator gekühlt. Der Honig im Eimer ist dann nur noch gut handwarm.

    Hoffentlich ein wieder normales IFT am 11-13.3.2022 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda.

  • 40 bzw 45 Grad im Melitherm sind Kindergarten. Auch wenn es viel klingt steht er bei mir auf mindestens 65 Grad. Da wird er schnell flüssig und ist ratz fatz an der Heizspirale vorbei.

    Ansonsten ist der Aufbau ähnlich wie bei Kiki, nur das kein Ventilator im Spiel ist.


    Gruß Ronald

  • genau so is et Markus

    man kann die Besten Dinge bis zu Lächerlichkeit zerreden ;)

    (schaut "jetzt" auf Berlin, ihr Völker der Welt)

    Selbst der schlimmste Meli... dem passiert Nix!

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen