Nur Mut: Die Brutpause nach Büchler funktioniert!

  • Hallo zusammen,

    honigbanane: 30 am Tag hört sich nach Notfall an, da gäbe es bei mir nur noch den Nassenheider. Aus der Ferne sieht es für mich so aus, als wären die Milben über den Ableger gekommen. Du hast sicher noch vergleichbare Ableger. Kennst Du deren Belastung?


    Interessant wäre der Spontanabfall bei den Fangwabenvölkern, die nicht umgeweiselt wurden. Wenn der niedrig ist (...wie ich hoffe und vermute...) würde ich mir die Ableger zum Umweiseln voher ganz genau ansehen.


    Gut, dass Du das so früh bemerkt hast. Du hast ja jetzt noch Zeit... :thumbup:


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

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    Drei Imker - fünf Meinungen. Und ich stehe zu meinen beiden... ;)

  • Ein bisschen OT aber...

    honigbanane ich bin nur stiller mitleser, mache meine Völker aber auch per WabenTasche brutfrei und behandle mit OXs. Umweiseln geht dadurch extrem einfach. Ich entnehme die alte Königin inkl WabenTasche und führe sie dem Brutsammler zu oder drücke sie ab. Danach sprühe ich OXs und hänge direkt die neue im Ausfresskäfig hinzu. Bisher hatte ich 100% Annahme in den letzten 3 Jahren bei ca 10-15 umgweiselten Völkern pro Jahr.

    Ich tausche ungern Waben zwischen Völkern wegen der Gefahr der Krankheitsverschleppung.


    Ich weiß nicht ob du damit was anfangen kannst, bzw du das in deine Imkerei übertragen kannst.


    Zukünftig will ich auf das OXs sprühen verzichten und Rudis Methode anwenden.

    Imker, Vermehrer und Selektierer.


    12er Dadant nach Bruder Adam

    Restbestand Seegeberger aus der Anfangszeit

  • Hallo zusammen,

    nach einem Wochenende mit viel gutem Boogie und Blues hier in Mittelhessen hab' ich wieder mal in die Völker gesehen: Sieht immer noch so aus, als ob der Versuch zu einem guten Abschluss käme.

    • Alle Königinnen sind noch da und legen fleissig auf mindestens 4 Brutwaben mit schönen Pollen und Futterkränzen. So, wie sich das in meinen Völkern während der Wintervorbereitung gehört.
    • Das gilt auch für die beiden Umweiselungen, die ich beim Entnehmen der Fangwabe vorgenommen habe. Der direkte Königinnentausch ist also eine interessante Option bei der Massnahme. Wird ja auch von ChrisA so bestätigt.
    • Beim Volk mit der Fang-Drohnenwabe (...wie ich's nie mehr machen will, siehe weiter oben...) fallen 5 Varroen/Tag. Damit ist es der erste Kandidat für einen Ox-Block im September.
    • Alle anderen Fangwabenvölker haben seit 2 Wochen maximal 1 Milbe/Tag (bei ca. der Hälfte habe ich gar keine Varroen gefunden).
      Sieht also gut aus, aber die Milben, die sich in der ersten neuen Brut verkrümeln konnten, sehe ich ja erst in den nächsten beiden Wochen. Also besser keine voreiligen Schlüsse.
    • In der Fangwaben-Brutscheune sind insgesamt 3200 Milben gefallen. Besser da als anderswo...
    • An der Pollenwabe aus meinem letzten Bericht hat sich noch nicht viel getan. Ich werde weiter beobachten.

    Zukünftig will ich auf das OXs sprühen verzichten und Rudis Methode anwenden.


    Bitte nicht vergessen: Die Scalvini-Fangwaben-Kombi will erst noch meine Methode werden!

    Macht zwar keinen schlechten Eindruck, aber bisher ist alles nur Erprobung und wird erst später bewertet.


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

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  • Ab welchem Monat machst Du das? Schon ab August ?

    Sobald die Völker brutfrei sind. Dieses Jahr war das am 24.7.


    Grundsätzlich versuche ich die Käfigung der Königinen ca 2 Wochen vor Trachtende durchzuführen, dazu richte ich mich nach der Winterlinde.


    Ohne Brut und Königin sind die Völker im Prinzip ja nur noch ein weiselloser Kunstschwarm mit Wabenbau.

    Imker, Vermehrer und Selektierer.


    12er Dadant nach Bruder Adam

    Restbestand Seegeberger aus der Anfangszeit

  • Hallo Rudi und Interessierte, auch von mir ein kurzer Erfahrungsbericht.


    Bei zwei Völkern erfolgte die Brutunterbrechung über Scalvinikäfig und Fangwabe in einer Wabentasche - Rudis Kombi-Methode. Bei drei anderen Völkern 2-Waben-Entnahme nach Ralf Kolbe mit Königinnen-Einweiseln nach 7 Tagen mit Umbildung der Völker in 3 je 2-Königinnen-Völker durch Trennung mittels Schied und aufgesetztem getrennten Honigraum.


    Allen Völkern vorangegangen war eine TBE Ende Mai mit Terminfestlegung nach Verfahren Schwarmzeitpunkt nach Maximaltagestemperatur.


    Hier soll das Scalvini-Verfahren kurz dargestellt werden. Das Besondere war, kurz vorher hatte ich eine nulljährige Königin (von 05/22) eingeweiselt, da die alte durch Fehlhandlung verloren ging. 2 Tage im Ausfresskäfig und dann direkt in Scalvini. Klappte überraschenderweise.

    Scalvini-Vorbereitung.jpg

    Das Bild zeigt Vorbereitung mit Käfig in eine Wabe eingebaut mit verdeckeltem Futterfeld.

    Scalvini-Brutnest1.jpg

    Am Ende dann ein schönes geschlossenes Brutfeld von Holz zu Holz. Die Analyse der Brut ergab eine gewisse Anzahl von Varroa-Milben im Zellengrund. Was ja das Ziel war. Volk brutfrei und Fangwabe vernichtet. Bei einem Volk mit einjähriger Wirtschaftskönigin ergab sich ein nicht so schönes großes Brutnest; der Effekt aber der gleiche.

    Scalvini-Brutnest2.jpg

    Behandelt bisher mit einmal OS sprühen.

    Alle Völker machen einen sehr gesunden, wabenstetigen und ruhigen Eindruck, was aber auch dem kompletten Austausch aller Königinnen geschuldet sein kann (Genetik). Auf allen Völkern sitzt noch ein Honigraum, weil sie, statt die Waben auszuschlecken, weiter Nektar eingetragen und verdeckelt haben.

    12 Völker US-Dadant ... schauend, staunend, lernend ...

  • hallo

    ich hatte ja ebenfalls bei einigen Völkern mit Bannwaben gearbeitet

    überwiegend mit der Doppeltasche und auch zwei einfache.

    Das Ergebnis ist bis jetzt sehr gut, gestern habe ich nochmal die Windel kontrolliert:

    Null! Milben, allerdings hatte ich die Völker auch zum Abschluss der Bannwabenzeit noch mit OS geprüht (Schiss eben) bei den anderen Völkern mit AS-Behandlung war mäßiger milbenfall.

    mein Fazit bis jetzt: Ich werde, wenn das Ergebnis im Frühjahr immer noch gut ist, im nächsten Jahr das Bannwaben verfahren weiter ausbauen.

    Ich hoffe dann bis 2027 gar keine Säuren mehr verwenden zu müssen - naja, vielleicht noch im Winter.

    VG

    Martin

  • Hallo zusammen,

    Stormarner: Erstmal Glückwunsch. Künftig auch auf Säuren verzichten zu können wär natürlich schön, wir werden sehen. :thumbup:


    Hast Du auch ein Ergebnis zu Deinen Fangwaben? Das würde mich interessieren.


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

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  • Mir war der Vergleich zwischen TBE und Käfigen der Kö' wichtig für die Milbenreduktion. Dass die TBE funktioniert, weiß ich seit Jahren; ist aber aufwändig. An der geschilderten Situation hat sich bisher nichts geändert, auch nicht nach dem Schlupf des mittlerweile zweiten Brutsatz'.


    Milbenfall nach wie vor < 3 /Tag, teilweise gar nichts.


    Meine Fangwaben gingen zu den Milbenverwertern bei der vsh-Zucht.

  • Meine Fangwaben gingen zu den Milbenverwertern bei der vsh-Zucht

    Das ist eine clevere Idee. An der Stelle könnte vielleicht dann doch Otto-Normal-Kleinimker den VSH-Züchtern termingerecht Milben liefern ohne Angst die eigenen Völker durch mangelnde Behandlung in Gefahr zu bringen. Man müsste „nur“ die Brutpause so terminieren, dass es mit den Infektionsterminen zusammenpasst. Da denke ich mal für nächstes Jahr weiter drauf rum.

    Bienen seit 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 9 Völker