Nur Mut: Die Brutpause nach Büchler funktioniert!

  • Heute bei 5 weiteren Völkern die Bannwabentasche entfernt. Viel entspannter als gestern, weil ich nicht umgeweiselt habe. In einem der Völker war die Kö die ganze Zeit im Scalvini gewesen, sie war wohlauf.

    In alle Völker neue MW gegeben.

    Das war unter anderem auch der Grund, warum ich das Verfahren mit dem Vereinigen mit den Ablegern verbinden wollte. Ich möchte bei allen Völkern Wabenerneuerung machen und die Ableger sitzen alle schon auf neuen ausgebauten Waben.

    Nun muss ich doch TBE - like MW geben.

    Und sie müssen bauen. Also muss ich sie jetzt dünn füttern

    Und die HR runternehmen, damit sie besser bauen.

    Hab die HR auf Flucht gesetzt und ihnen unten 6 ltr verdünnten Sirup 1:1 gegeben.

  • Hab die HR auf Flucht gesetzt und ihnen unten 6 ltr verdünnten Sirup 1:1 gegeben.

    So mache ich das auch, kann man gut vorbereiten (Futter 1:1). HRe runter - parken; dann ggf. Kö freilassen, MW rein, Behandlung und Futtertasche mit 1:1, Bienenflucht und HRe drauf. Am nächsten oder übernächsten Tag abräumen, sonst keine weitere Aktion. Am Tag 3 schaue ich nach dem Milbenfall, entferne die Bienenflucht, behandle im Bedarfsfall erneut und füttere weiter über die Futtertasche; ggf. weitere MW dazu. Damit hat man


    - Den Varroabefall drastisch reduziert

    - Den Sommerhonig geerntet

    - ersten Futterstoß gegeben

    - Bautrieb der Bienen angeregt.


    Im August wieder Milbenkontrollen und die große Futtermenge. Man muss es aber diszipliniert abarbeiten.

  • 15 Völker nach 24 Tagen Absperren der Königin auf neuen Bau gesetzt. Im CH Hinterbehandler (Warmbau) braucht man keine Wabentaschen. Die Königin wird auf 2-3 Leerwaben an hinterster Stelle mit ASG abgesperrt. Die Absperrwaben kommen in Brutsammler und die übrigen brutfreien Waben werden entnommen. Eine einwandfreie Pollenwabe bleibt als Stirnwabe, anschliessend folgen 10 bis 12 MW. Mit 8l verd. Sirup wird einen Tag später gefüttert.

    6 Tage später erfolgt eine Brutkontrolle und anschl. die OS Bedampfung.

    3 Königinnen wurden ausgewechselt - die neuen Kö im Zusetzer eingehängt und nach einem Tag zum Ausfressen freigegeben.

    Dunkle Biene Mellifera Schutzgebiet Glarnerland (CH)

    CH Hinterbehandler im Bienenhaus

  • Hallo zusammen,

    am achten Fangwabentag eine kurze Stichprobenkontrolle:

    • Alle Völker ruhig und entspannt, keinerlei Stressverhalten.
    • Alle legend, aber trotz Fütterung verzögerter Brutbeginn.
    • Noch keine verdeckelten Zellen, überwiegend Eier. Fangwabenentnahme wird 3-4 Tage später als geplant erfolgen.
    • Bodeneinlage kontrolliert: Geringer Spontanabfall, 0 bis 2 Varroen/Tag.

    Hier ist weiter absolute Trachtflaute. Selbst die Balsamine lässt die Köppe hängen.

    Deshalb gab es für die Fangwabenvölker noch einmal 1,5 Liter Sirup als Motivationsverstärker.


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    War diese Kontrolle wichtig für das Gelingen der Massnahme? Nö, überhaupt nicht.

    Aber man ist halt neugierig und hat die Zeit... :)


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

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    Drei Imker - fünf Meinungen. Und ich stehe zu meinen beiden... ;)

  • Hallo zusammen,

    hier kommt der Bericht zu meinem dritten Arbeitsschritt:


    Gestern habe ich die Königinnen freigegeben und die Wabentaschen entfernt.

    Eigentlich wollte ich im gleichen Arbeitsgang auch die Fangwaben entnehmen, aber die sind noch 4-5 Tage fängig, ich habe sie also noch mal im Volk gelassen. Kann mir auch gut vorstellen, dass sich das positiv auf die Bildung des neuen Brutnestes auswirkt.


    Die Fangwabe ist noch fängig.jpg


    Gut zu sehen: Neben der verdeckelten Brut gibt es eine fast gleich große Fläche mit offener Brut. Hier war Futter, teils verdeckelt. Die "unfertige" Brutwabe hat also tatsächlich verhindert, dass die Fangwabe zu kurz wirksam ist.


    Die Arbeit am Volk war in weniger als 5 Minuten getan:

    Wabentasche ziehen --> Bienen abstoßen --> Tasche öffnen --> Wabe entnehmen --> Brut und Königin begutachten --> Wabe ins Volk zurück --> Wabenblock zusammenschieben.


    Eine der 11 Königinnen wird gerade still umgeweiselt. Ich werde diese Jungfer nicht annehmen, sondern durch eine junge, vorgeprüfte Königin ersetzen. Weil die Fangwabe in diesem Fall fehlt, werde ich jetzt in der brutfreien Phase mit Milch- oder Oxalsäure behandeln.


    Somit sind 10 von 12 Versuchsköniginnen wieder in ihren Völkern und legen ein neues Brutnest an. Damit bin ich zufrieden.

    Die beiden Umweiselungen finde ich nicht dramatisch, entsprechen eher dem, was nach einer schwarmlosen Saison erwartet werden kann.


    Anfang nächster Woche werde ich also noch einen vierten Arbeitsschritt einfügen, nämlich die Entnahme der Fangwabe.

    Dann sind die Arbeiten zur chemiefreien Sommerbehandlung abgeschlossen und es beginnt die Überwachung des natürlichen Totenfalls.


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

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    Drei Imker - fünf Meinungen. Und ich stehe zu meinen beiden... ;)

  • ich habe in 4 Völkern eine Duo Fangwabe benutzt sowie 2 einfache und 2x varroa-stop(Jenter)

    hat alles soweit funktioniert bis auf mein Ungeschick. Eine Kö unterm Verschlussdeckel plattgemacht.

    Eine weitere Kö weigert sich beharrlich in der Wabentasche zu stiften (nicht ein Stift) ist mir aber egal -->ist eine blaue daher sowieso zum Umweiseln

    im Anschluss habe ich dann OS gesprüht ging super schnell -->da auf einem Brutraum.

    Ob es gut ist, zeigt sich dann im nächsten Frühling. ich bin aber ganz zuversichtlich.

    ach ja, die "Varroa stop" haben auch funktioniert wurden aber sehr zögerlich ausgebaut

    funktioniert aber trotzdem (dann wie ein Scalvini) gestifte habe die kö's durchgehend

    als die Zellen dann endlich verdeckelt waren (nach ca 18Tagen) hatten sich ordentlich Milben gesammelt.

    VG

    Martin

  • Hallo zusammen,

    hat alles soweit funktioniert bis auf mein Ungeschick. Eine Kö unterm Verschlussdeckel plattgemacht.

    kenn ich gut von früheren Versuchen... :)

    Deshalb ja die Suche nach einer Methode ohne Wabenwechsel.


    Schön zu wissen, dass man nicht alleine an dem Thema rumarbeitet. :thumbup:


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

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  • Also mit der Duo-Wabe gefällt mir schon ganz gut. ich werde mir wohl noch durchsichtige Auflagen basteln damit ich sehe was unterm Deckel los ist bevor der Blechdeckel kommt.

    Die Waben versuche ich zu verwerten als Ableger. Also beim zweiten Satz macht das jedenfalls keinen Sinn die Bienen sind so kaputt das die allenfalls als Virenschleuder taugen.

    Der letzte Satz ist dagegen, wie bis jetzt aussieht, schon wieder brauchbar. ich werde die Waben nach dem schlupf einmal mit OS besprühen und dann mit einer frischen Weisel versorgen.

    Und ja! ich probiere recht viel aus wenn es Arbeitserleichterung oder dem Bien Erleichterung verspricht.

    VG

    Martin

  • Hallo zusammen,

    gestern habe ich die Fangwaben entnommen und den Wintersitz vorbereitet.


    In allen Völkern entstehen schöne, ausgedehnte Brutnester. Auf 2 Nachbarwaben zur Fangwabe wird bereits gebrütet (Eier und junge Maden) und auf weiteren Waben werden Flächen für die neue Brut freigeräumt und geputzt.

    Der Futterstand ist überall sehr gut, erstaunlicherweise auch schöne Flächen mit Mischpollen (...in diesem trockenen Sommer habe ich diese bunte Vielfalt nicht erwartet.).

    Das verspricht viele gesunde Winterbienen. Alle Versuchsvölker werden auf 9 Waben in den Winter gehen.


    Bei zwei Völkern hatte ich versuchsweise die alte Königin gegen eine junge getauscht, auch das ist gut gegangen (...normalerweise ersetze ich ja die Altvölker komplett durch junge Völker.).


    Die 10 Fangwaben sind jetzt in einer weiselrichtigen Brutscheune (...deshalb ist auf den Bildern ein Absperrgitter zu sehen.).

    Die Scheune erhält gerade eine ordentliche Portion Sirup (...die Fangwaben enthalten ja nur wenig Futter...) und wenn der eingelagert ist, kommt der Nassenheider drauf.

    Ich bin schon gespannt auf den Milbenfall!


    8 schöne Fangwaben sind entstanden.

    Am besten haben bereits bebrütete Waben funktioniert, bei denen ich knapp die Hälfte der Wabenfläche mit einem diagonalen Schnitt entfernt hatte (...um die Bebrütung zu verzögern und die Wabe länger fängig zu halten.).

    Aber für verzögerte Bebrütung hat auch schon der Scalvini gesorgt, die Königin kommt danach erst mehr oder weniger langsam in Gang (...ganz anders, als wenn ich die Königin sofort auf eine Fangwabe gesperrt hatte. Diese Waben wurden immer sofort und in einem Rutsch bestiftet.).

    Fangwabe1.jpg


    Fangwabe2.jpg


    Aber das hier mache ich garantiert nicht mehr: 2 ausgebaute Waben mit Drohnenzellen wurden nur zögerlich bestiftet, die Fangquote wird nicht berauschend sein.

    Am natürlichen Milbenfall werde ich es erkennen...

    Fangwabe3.jpg


    Nun beginnt die Erfolgskontrolle mit der Bodeneinlage. Ich werde wieder berichten.

    Bis jetzt also ein sehr positives Fazit. Ein abschließendes Urteil gibt es aber erst anfangs Oktober, wenn die Wintervorbereitungen gelaufen sind.

    Und dann natürlich nochmal zu Beginn der nächsten Frühtracht, denn darum geht es uns ja auch: Gesunde und starke Völker für die nächste Ernte.

    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

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  • Bei mir sind die Kö's (nur 4, eine entwischte immer wieder aus der Sperrzone - habe damit TBE gemacht) um den 20. Juli freigelassen worden. Auch hier wurde erst langsam, dann vermehrt das Legegeschäft wieder aufgenommen, so dass ab Mitte August die ersten Nachkommen schlüpfen werden. Genau dann wird's interessant- wieviel Milben schlüpfen dann mit den Jungbienen ?


    Bei der TBE-Fraktion kommt es jetzt zum Schlupf der Neubienen. Da werde ich Proben ziehen...

  • Moin,

    danke für das update Rudi!

    Deine Bannwaben/Fangwaben sehen echt gut aus!

    Von meiner Seite kann ich nur berichten, dass die DN1,5-Waben deutlich besser belegt waren als die DN0,5 Waben. Das hat mich etwas überrascht, weil ich von den kleinen Waben eher angenommen hatte, dass hier die Königinnen mehr Gas geben, sprich die Waben voll knallen.

    Bei 1-2 Königinnen bin ich mir sicher, dass die nicht mehr so Leistungsstark sind, da kann das ein zusätzlich Effekt sein, die werd ich noch austauschen (Flugling?).

    Am Samstag werden bei mir die letzte Runde Fangwaben entnommen und dabei gleich geschaut, wie das Brutnest in Schwung kommt, mit MW aufgefüllt und wieder ein Schwung Futter (3-4l dünnes Futter, sollen ja noch bauen).

    Ich fand es schwierig, ein Gleichgewicht zwischen "genügend Futter in den Kisten", auch damit sie Mittelwände, sofern sie mussten, ausbauen konnten, und "nicht so viel Futter aus der Kiste nehmen, wenn alte Waben raus fliegen".

    Alte Waben mit Pollen kamen bei mir links und rechts an den Rand des Brutraums (die fliegen im Frühjahr als erstes raus), zudem daneben alte Waben mit Futter. Den Block in der Mitte habe ich mit Leerwaben und MW ausgefüllt, damit die Bienen mit frischen Waben ins neue Jahr starten können.

    Milbenlast wird ab Ende des Monats getrackt, ich hoffe, das hat bis hierhin gepaßt.

    IM großen und ganzen hat mir das dieses Jahr sehr gut gefallen.

    Vom Aufwand her ähnlich wie TBE, aber alles etwas in die Länge gezogen, was logistisch und von den Arbeitsspitzen her angenehmer ist.

    Bin gespannt, wie sich die Völker in Richtung Winter hin entwickeln und wie sie aus dem Winter raus kommen.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Heute habe ich nachgeschaut, zwei Weisel lose Völker mit Mini + umgeweiselt ende Juli.

    Mini + auf Weiseloses Volk aufgesetzt dazwischen Zwischenboden mit Loch aber zwei Tage mit Streckgitter dazwischen. Danach Streckgitter raus und nach zwei Tagen Kö einlaufen lassen. Bei einem war sie schon unten. Heute Kontrolle sehr viel verdeckelte Brut bei beiden allerdings hat die eine viel Drohnenbrut und Weiselzellen. Bei der anderen keine Drohnenbrut. Volk will scheinbar umweiseln obwohl Kö viel Brut angelegt hat. Soll ich die Drohnenbrut entfernen? Die Weiselzellen habe ich schon gebrochen.

  • Hallo zusammen,

    nach einem harmonischen Volk klingt das nicht.

    Volk will scheinbar umweiseln obwohl Kö viel Brut angelegt hat. Soll ich die Drohnenbrut entfernen? Die Weiselzellen habe ich schon gebrochen.

    1. Frage:
      Was waren denn das für Weiselzellen? Umweiselung (...runde Anfangszelle, nach unten hängend. Hängt an der Wabe.) oder Nachschaffung (...normale Arbeiterinnenzelle, waagrecht liegend und nach unten abgewinkelt. Kommt aus der Wabe.)
    2. Frage:
      Gibt es denn noch Eier? Falls es noch Eier gibt, würde ich erst mal eine Woche die Finger draussen lassen. Gibt es keine Eier, ist wieder mal eine Weiselprobe fällig. Dann aber bald...

    Die Drohnenzellen stören nicht.


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

    _______________________________

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  • Danke. Eier gibt es genug und die Weiselzellen waren an der Unterkannte eher Umweiselzellen obwohl die Kö einen gemütlichen Eindruck macht. Das Volk ist schon länger Weisel los, missglückte TBE Kö hatte sich an der abgeschüttelten Brutwabe versteckt. Ich lass das mal laufen und beobachte das mal. Weiselzellen werde ich regelmäßig Brechen.