Nur Mut: Die Brutpause nach Büchler funktioniert!

  • Die Weiber tratschen doch immer, nur Spaß, keine Angst. Aber ich habe doch auch hier im Forum was gelesen von Attraktivität einer Königin. Woran die jetzt genau festzumachen ist wissen wohl nur die Bienen, aber die Schweigen ja immer, hihi.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Abgesehen davon, sehen die Fallkurven, bei langjährig unbehandelten Völkern, wiederum ganz anders aus.

    Wie sehen die dort aus ?

    Die genauen Daten habe ich im Bienenhaus.


    Aber so Grob aus dem Kopf:


    Nach der Auswinterung, kommt es zu einem steilen Anstieg. Gegen Ende Mai, fällt die Kurve wieder ab, und erreicht Anfang Juni den Tiefstand. (0-3 M/Tag). Danach steigt die Kurve wieder an, und erreicht im Juli/ August den Höchststand, und fällt danach wieder ab.....Mal so die Kurve grob erklärt, bei einem Volk, wo NICHT schwärmt.


    Sehr hohe Fallzahlen, (über 40M/Tag) sind nur sehr kurz (10-20 Tage). Daher kommt es auch zu Schwankungen im Juli/Aug.


    Lg Sulz.

  • Das heißt, wenn das an einer anderen Stelle in deinem Garten gestanden hätte, hättest du das Volk abgeschwefelt, weil du nach drei Jahren immer noch keinen zweiten Stand hattest?

  • Soweit ich dies verstanden habe, sind es Fallzahlen, und keine Befallzahlen.

    Ja, nach nochmaliger Kontrolle hast du wohl Recht. Das war ein Lesefehler meinerseits.

    Diese Studie ist nur schlecht geeignet etwas zu belegen. Zu wenig Informationen, zu wenig Völker. Nicht alle 24 Völker sind in der Auswertung. Warum nicht?

    Ich werde mal versuchen etwas darüber mit original Seeleybeschreibung zu finden.

    Abgesehen davon, sehen die Fallkurven, bei langjährig unbehandelten Völkern, wiederum ganz anders aus.

    Da sind dann ja auch einige, das Spektrum vergrößernde, bereits ausgefallen.

  • Da sind dann ja auch einige, das Spektrum vergrößernde, bereits ausgefallen.

    Bei den "Testvölkern" (Schwärme aus behandeten Völkern), waren die Fallkurven in den ersten 3 Jahren ohne Behandlung, (hinsichtlich überleben/sterben) kaum zu verstehen.


    Darum achte ich heute auf das Bienenvolk, und zähle keine Milben mehr.


    Lg Sulz.

  • ribes , Du schreibst " Nicht umsonst wird neuerdings geraten, den Standort

    bzw. Fluglochausrichtung v.a. bei Standimkerei regelmäßig zu verändern."

    ...Wo wird das empfohlen ?

    hummlmmuh berichtet das aus einem Vortrag vom Virologen Prof. Lamp, Uni Gießen in #318:

  • Bei den "Testvölkern" (Schwärme aus behandeten Völkern), waren die Fallkurven in den ersten 3 Jahren ohne Behandlung, (hinsichtlich überleben/sterben) kaum zu verstehen.


    Darum achte ich heute auf das Bienenvolk, und zähle keine Milben mehr.

    Hatte ich auch schon Merkwürdigkeiten.

    Puderzuckermethode, auf 300 Bienen fielen zwischen 1-5 Milben, alle drei Wochen seit Anfang Juli gemessen. Ende September dann gedacht "machste mal ne Querkontrolle mit Windel", es fielen in drei Tagen Anfang Oktober 150 Milben, 50 pro Tag. Ich vermute, die letzte Brut lief gerade aus. Dann AS 60% Schwammtuch durchgeführt, anschließend Bayvarolstreifen rein. Es fielen insgesamt vielleicht knapp 5000 Milben, davon 3600 innerhalb einer Woche nach Schwammtuch, was bedeuten würde, dass die Belastung doch deutlich niedriger war als vermutet, weil laut Literatur bis zu 500 Milben pro gefallener Milbe im Volk sitzen sollen, es wären dann nicht 5000 sondern 25000 Milben gewesen (oder der Zusammenbruch kommt noch). Ob das Volk den Winter überlebt werde ich sehen, im Moment hat es 11 Wabengassen auf zweiräumig DNM 1.0 und sieht demnach was ich so erkennen kann und wie ruhig sich die Bienen verhalten, echt gut aus. Direkt vor Schwammtuchbehandlung waren die richtig aggro gewesen. Naja, hoffe mal das Beste. Und nächstes Jahr schau ich nochmal, was ich bei der Anwendung der PZ Methode besser machen kann, da hatte ich sicherlich einen Fehler gemacht, sonst kann dat gar nicht so angehen dass man so danebenliegt.


    Was Zucht angeht, gibt es theoretisch eigentlich auch zwei Möglichkeiten oder? Einmal Nachzucht von den Völkern, die trotz vieler Milben nicht zusammenbrechen, sondern das ohne Behandlung verkraften können. Oder von Völkern, die von Haus aus für niedrigen Befall sorgen und deswegen ohne Behandlung durchkommen. Ist da was dran?

    So wie ich es bis jetzt verstanden habe sind ja nicht direkt die Milben das Problem, sondern die dadurch übertragenen Viren.

    Die Milben sind sehr wohl das direkte Problem, weil diese ja die Brut schwächen!

    Viren sind immer in den Völkern. Diese verstärken das Varroenproblem m.E. noch und beschleunigen den Niedergang.

    Mein Kenntnisstand ist, dass es genau umgekehrt ist:

    Die Viren sind immer da, und bei starken Völkern die sich gut entwickeln, kommt es gar nicht erst zum Ausbruch der Erkrankungen, dem Volk geht es super.

    Wenn jedoch die Milbe kommt und den Bien über das Anpieken der Brut schwächt, dann brechen die Krankheiten durch und dann erst werden die Viren zum Problem.


    Folglich sind starke Völker der Schlüssel zur Gesundheit, die Viren (und meist auch Bakterien) kann ich komplett ignorieren, mit alldem werden die Bienen gut fertig, wenn sie keine zu hohe Milbenbelastung haben.


    Schöne Grüße - Matthias

    "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." Afrikanisches Sprichwort

    Einmal editiert, zuletzt von Stylex ()

  • Ist da was dran?

    ... erklärt uns ja ganz praktisch der nassauer ! Und einige hier haben sicher schon ähnliche Erfahrungen gemacht -> durchhalten !

    Die Milben sind sehr wohl das direkte Problem, weil diese ja die Brut schwächen!

    Viren sind immer in den Völkern. Diese verstärken das Varroenproblem m.E. noch und beschleunigen den Niedergang.

    Mein Kenntnisstand ist, dass es genau umgekehrt ist:

    Die Viren sind immer da, und bei starken Völkern die sich gut entwickeln, kommt es gar nicht erst zum Ausbruch der Erkrankungen, dem Volk geht es super.

    Wenn jedoch die Milbe kommt und den Bien über das Anpieken der Brut schwächt, dann brechen die Krankheiten durch und dann erst werden die Viren zum Problem.

    :thumbup: Genau so war's gemeint.

  • Folglich sind starke Völker der Schlüssel zur Gesundheit,

    sehe ich auch so (besser gesunde starke Völker)

    Die Viren sind immer da, und bei starken Völkern die sich gut entwickeln, kommt es gar nicht erst zum Ausbruch der Erkrankungen, dem Volk geht es super.

    das sehe ich nicht so. Es gibt aber Völker die stecken Viren besser weg>Genetik (die glit es zu vermehren, darum nich Peppeln)

    Starke Völker können eben (versteckt) viele Milben haben, diese Milben killen aber die Starken Völker wie folgt.

    Die Erwachsene Biene wird von Milben angebissen, UND gleichzeitig mit Viren infiziert,

    weiters wird ihr Fettkörper mit Milbenspeichel aufgelöst/aufgefressen.

    Diese Biene ist schnell tot und weiss es noch nicht, ist es (soll es sein) eine Dauerbiene ist die garantiert kurzlebig.

    Lebt aber etwas länger, wegen fehlender Brutaufzucht.. ist es eine Sommerbiene nutzt sie ihrem Volk weniger als einen Gesunde, zu dem kann sie von ner Jungmilbe angebissen werden, die sich so selbst gründlich mit Viren infiziert..diese wird nun an der Brut über Biss die Verteilung der Viren sichern.

    Im Ergebnis, wird die Brut der Starken Völker nach und nach immer mehr schmarozt (bis Missbildung) und der Fettkörper der Bienen immer mehr aufgefressen und als dank mit Viren belastet.

    Egal wie rum das nu gedreht wird, Ei oder Huhn zuerst (ohne Hahn geht nu auch nix)

    Milben und Viren sind der Bienen tot, sind die Milben raus :/ bleiben die Viren in Bienen und Brut, das Volk sieht NOCH gut aus, aber später dann.....


    Stark vermilbte Völker müssen früh als solche erkannt werden (schwer!) und im halben Juni schon aus der Honigproduktion zum Sanieren raus genommen werden.

    Machst das nicht, sehen die Völker erstma weiter stark aus, aber dann..... je später du versuchst die zu sanieren, um so weniger Chance hat das Volk aus eigener Kraft...

    August is dann zu spät, alleine der Fettkörper der meisten Pflegebienen is nicht mehr da, die Futtersaftdrüsen leisten nix mehr, weil die abhängig vom intakten Fettkörper sind. Die Sommerbienen siehst noch, aber die sind halt alt.

    Wir sagten immer, die haben eben keine Dauerbienen gemacht, stimmt, aber so wirklich wussten wir nicht warum, der nicht mehr vorhandene Fettkörper der nun auch noch virenkranken Pflegebienen kann die Köpfdrüsen nich in Funktion halten, is nu (dank Ramsey) jedem klar, da gibts nich genug wohlgenährten Dauerbienen, kann nicht! Paddies kannst da auch auflegen wie du willst, ist der Fettkörper wech, befindlich also in der Milbe(n), sieht das Volk halbwegs stark aus, is aber in Wahrheit schon hin.

    So hab ich das immer vermutet, nu weiss ich das.

    Starke vitale Völker sind schon ma gut, Bienen die nur mit Viren infiziert sind (zb als Ei über die Queen, oder vom Futtersaft der Kranken Pflegebienen angsteckt )also mit intaktem Fettkörper, können das halbwegs wechstecken, ihre hohe Volksimunabwehr funzt noch, ihre Gentik macht sie nicht so anfällig. (is das nicht so ;( darum nie Peppeln )

    Kommt nun die Milbe dazu, und erleichtert die Bienen zusätzlich um ihren Fettkörper, kanns nich gut gehen.

    Spätetstens is zum Frühjahr sind die dann schwach oder hin.

    Jaha doch, die Milben.......

    Wir müssen Züchten:

    Bienen die die Milben frühzeitig rausschmeissen (aus den Zellen und gleichzeitig die mit Viren infizierte Brut, was auch den Virnekreislauf unterbricht)

    und

    Bienen die eine bessere Imunabwehr inne haben.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen