Nur Mut: Die Brutpause nach Büchler funktioniert!

  • Ich hatte vermutlich einen Denkfehler.


    Ich war davon ausgegangen, dass man das Ding benutzt wie eine Wabentasche, aber wenn ich es richtig verstehe wird die Kö nur in den großen Käfig gesperrt, damit im Falle der Überwinterung im Käfig, genügend Bienen um die Kö sitzen können, damit sie nicht verkühlt.


    Richtig?

  • Ich hab den Thread gelesen und sehe den Isolator als großen Scalvinikäfig mit dem man die eingesperrte Königin sogar überwintern könnte.


    Vielleicht kannst du ja erklären, warum das falsch ist.

  • Deine Erstvermutung ist richtig.


    Ich würde niemals eine Kö' im Käfig überwintern lassen. Es geht um die Gewährleistung von Brutfreiheit im Spätsommer, zur Vorbereitung auf eine effiziente Behandlung gg. die Milbe. Die Kö' kommt dann wieder frei.

  • Ich habe mal nach dem Teil gegoogled und einen Beitrag im bienenforum gefunden, in dem zu lesen ist, dass der Isolator z.B. in Polen auch zur Überwinterung eingesetzt wird. Ob das eine Einzelmeinung ist, kann ich natürlich nicht nachvollziehen.

    Es geht aber darum ein Durchbrüten der Völker über den Winter zu verhindern und quasi varroafrei in die Saison zu starten. Dazu wird die Königin länger gekäfigt als eine Varroa überleben kann.

    Ich überlege, ob ich das bei einem kleinen Teil meiner Völker auch mal versuchen sollte. Aber eigentlich will ich den Isolator nur für eine Brutpause im Sommer benutzen, weil ich keine Lust auf das Gebastel mit dem Scalvinikäfig habe. Bisher habe ich TBE gemacht, aber mir ist dieses Jahr das Material dafür ausgegangen.


  • Es geht aber darum ein Durchbrüten der Völker über den Winter zu verhindern und quasi varroafrei in die Saison zu starten. Dazu wird die Königin länger gekäfigt als eine Varroa überleben kann.

    Wie verhält sich ein Volk, dessen Kö' einige Monate eingesperrt ist und deren "mini-Gelege" sich nicht entwickeln kann ?


    Das sog. Durchbrüten ist m.E. eine Frage der Umweltbedingungen (Licht, Temperatur) im Wechselspiel mit der Genetik. Meine brüten trotz milder Winter definitiv nicht durch.

  • Es geht bei dem Ansatz darum, auf den Einsatz von Varroamitteln komplett zu verzichten, weil die Varroa keine Brut mehr findet, in der sie sich vermehren kann.
    Dazu ist sicher eine deutlich längere Brutpause nötig als die paar Wochen, die wir hier in unseren Gefilden und mit unserer Bienengenetik haben.

    Wie verhält sich ein Volk, dessen Kö' einige Monate eingesperrt ist und deren "mini-Gelege" sich nicht entwickeln kann ?

    Das weiss ich nicht, käme auf einen Versuch an.

  • Die Milbe überwintert auf den Bienen, egal ob die Kö' eingesperrt ist oder nicht. Ohne Varroabehandlung oder vsh-Eigenschaften des Biens hat man im FJ dann eben mehr aktive Milben im Volk, so meine Kenntnis.


    Ich lass' mich gerne eines Besseren belehren, wenn's erklärt wird.


    Meine Beobachtungen von gesperrten Kö's sind unterschiedlich: manche werden abgetrieben, andere nicht. Insofern erwarte ich, dass eine lange gekäfigte Kö' nicht überleben wird. Probiers aus und berichtet bitte.

  • Ein Bekannter hat bei etwa fünf Völkern letzten und vorletzten Winter die Königinnen eingesperrt. Im ersten Winter ging alles gut, im zweiten Winter sind drei gestorben.

  • Es gibt so wahnsinnig viele Faktoren, die in der Imkerei alle (ALLE!) Verläufe beeinflussen können.

    Vergleichbarkeit ist nur unter sehr klar definierten Gegebenheiten möglich, und auch dann nur begrenzt.


    Das macht mich irgendwann noch bekloppt.

    ... falls das nicht schon vor 'ner Weile passiert ist...

  • Es gibt so wahnsinnig viele Faktoren, die in der Imkerei alle (ALLE!) Verläufe beeinflussen können.

    Vergleichbarkeit ist nur unter sehr klar definierten Gegebenheiten möglich, und auch dann nur begrenzt.


    Das macht mich irgendwann noch bekloppt.

    ... falls das nicht schon vor 'ner Weile passiert ist...

    Ruhig bleiben und etwas mehr den Bienen überlassen.

    Sie haben die „Information“ für die nächsten Schritte. Und ab und an mal schauen ob sie nicht das tut was das Imkerlein nicht erwartet hat. 😉

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.