erste Fragen eines Neuimkers

  • Moin Ralf,

    mach dich mal schlau, wie groß die Schleuder ist.

    Dann ist da meist nicht mehr so viel Platz für beidseitiges entdeckeln.

    Zudem ist eher die Schleuder der Flaschenhals, wenn es nicht gerade eine 36-Waben Schleuder ist;-) die dann aber wahrscheinlich auch wieder mehr Platz einnimt...

    Und Honigraum und Schleuderraum sind zwei verschiedene Dinge;-))

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Und bitte in Zukunft nicht 1. Frage eines blab blub oder 2. Frage.

    Es ist besser themenspezifisch die Fragen mit aussagekräftigen Betreff zu schreiben.

    Danke.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Denke die meisten Dinge kann man in deutschen Geschäften Zeitnah bekommen. Wenn man was braucht eher Gute Qualitaet nehmen, Edelstahl oder mit Motor.

    Der Honig Ertrag kann von 0 bis 100kg pro Volk sein. Am Stand sind 10 bis 20kg schon gut. Dieses Jahr hatte ich durchschnittkich 200g/Volk (Gramm) .Hab ein Haushaltsieb benutzt.

    Daher nicht zuviel planen,mal 2 Honigraeume pro Volk einplanen. Die Honigwaben müssen am Anfang gebaut werden begrenzt die Honigmenge.

    Vielleicht gehen Voelker über den Winter ein. Voelker zur Vermehrung geben weniger oder keinen Honig, einfach etwas abwarten.

    Vielleicht hast Du ja Glück und gibt viel, kannst dann ja gleich mit groesseren Geräten einsteigen.

    Viel Erfolg!

  • ob Halb oder Flach

    Flach...für die halben müsstest du die steilen Stufen öfters laufen.
    Für 1 Volk ist es egal, ob du 2x für die Flachzargen läufst, oder dreimal für die Halbzargen...irgendwann nervt es aber nur und kostet Kraft und Zeit.
    Auch finde ich das Verhältnis zwischen Anzahl der Handgriffen und der "erarbeiteten" Honigmenge bei den Halbzargen ungünstiger.
    Für einen gezielten Einsatz, zum Beispiel der Gewinnung von Sortenhonigen, aber gut geeignet.

  • Hallo Ralf,

    2. Wenn die Völker den Winter überleben und der erste Honig ansteht, sollte ich ja doch mit Material soweit vorbreitet sein. Wann oder was legt Ihr euch jetzt für die Honigernte zu, so daß, wenn es soweit ist, Ihr vorbereitet seid. Für die Honigernte, habe ich noch gar nichts außer einer Entdeckelungsgabel. [...] Folgende Sachen fallen mir zur Honigernte ein:

    • Entdeckelungsgeschirr (1 oder 2 Personen?)
    • Doppelsieb oder Spitzsieb ?
    • Eimer (Anzahl, Größe, Material?) eher kleinere Füllmengen wegen Rückenprobleme
    • Gläser mit Einlagen und Deckel (Stückzahl)

    ich würde mir folgendes zurecht legen:

    • 2 Entdeckelungsgabeln (Familie, Reserve) Problem: Welche Dir/Euch besser liegt, weißt Du erst, wenn Du mehre probiert hast, sind aber günstig.
    • Eine oder zwei große Gastronorm(GN)-Wannen aus Edelstahl, gerne mit gelochtem Einsatz (abtropfen von Deckelwachs, Werkzeug, Waben usw.) mit Deckel: billig, variabel, stabil als Entdecklungsgeschirr. Den Tipp hätte ich damals gerne mal bekommen.
    • Honigeimer aus lebensmittelechtem Kunststoff, zahlreich: Such Dir eine passende Größe aus (mit Rücken vielleicht maximal 25 Kilo, keine Hobbocks) und habe davon viele bei 7 Völker gerrne 20+). Dann hast Du Lagermöglichkeiten für Deckelwachs, Honig, Futter, Drohenwaben, klebriges Werkzeug, alle möglichen Reste, Sirup - und hast immer passende Deckel und Eimer.
    • Honigsieb(e) - gerne aus Edelstahl, super fand ich im Grobsieb einen flachen Boden, da schiebt man das grobe Wachs einfach zur Seite.
    • Spitzsieb mit Ständer - holst Du Dir eh irgendwann.
    • Abfülleimer/hobbock mit Quetschhahn, Kunststoff würde reichen.
    • Rührstab, am Anfang gerne von Hand. Maschine macht Dreck und ist schnell überlastet, wenn günstig.
    • Lappen, die sich nicht auflösen (zerbröseln) wie Schwammtücher!
    • Imkerreiniger, stark alkalisch - das einzige, was Propolis auflöst wie Zucker.
    • Wärmeschrank, um Honig zu erwärmen - wenn es ein alter Kühlschrank ist, sollte er noch funktionieren und kühlen.
    • Briefwaage mit großen Batterien/Akkus (AAA oder AA), nicht mit Knopfzellen(!!!): Hält viel länger, ist nicht nach dem dritten Glas aus und ist umweltfreundlicher(kein Quecksilber). Oder eine billige Marktwaage mit leuchtendem Display und eingebautem Akku, ist halt größer aber richtig praktisch.
    • Pfannenwender aus Kunststoff, damit kratze ich die Eimer aus und fülle ab und und und...

    Wenn mir noch was einfällt, ergänze ich es.

  • Imkerreiniger? IMKERREINIGER???? Warum erfahre ich jetzt erst, dass es sowas gibt? Wie heißt das Zeug? Suche ich das tatsächlich unter "Imkerreiniger", oder gibt es einen anderen Namen dafür?

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."

  • Imkerreiniger? IMKERREINIGER???? Warum erfahre ich jetzt erst, dass es sowas gibt? Wie heißt das Zeug? Suche ich das tatsächlich unter "Imkerreiniger", oder gibt es einen anderen Namen dafür?

    Ich habe zwei Sorten, einmal in einer gelben Flasche von Holtermann, heisst glaube ich „Apilavar“ und riecht leicht nach Ammoniak.

    Und dann gibt es zum Beispiel bei Wagner in Trebnitz einen Reiniger für Imker, den man in den Geschirrspüler geben soll. Dosiere ich sparsamer auf einen Schwamm oder Lappen, putzt auch richtig gut, weil es Propolis löst und Wachs verseift.


    Beide sind ätzend, weil alkalisch und lösen die Haut an, daher habe ich dann Handschuhe an und spüle gründlich nach. Danach funkelt es wieder…

  • Bei einer Großimkerei mit 3 Völkern würde ich mir ein paar Gummihandschuhe anschaffen, um die Honigwaben auszuquetschen. Das Wachs kann man im Wasserbad einschmelzen und sammeln und die ausgeschnittenen, honigfeuchten Waben abends in die Völker zurückhängen. Dann brauchst du ein langes Küchenmesser, um später miteinander verbaute Waben zu trennen, falls du ohne Mittelwände arbeiten möchtest. Bei 3 Völkern hast du viel Zeit und musst nicht wirtschaftlich arbeiten. Wichtig ist aber eine gute Imkerjacke und Lederhandschuhe, nur Angeber oder Masochisten arbeiten ohne Schutz. Stockmeißel und Smoker hast du wahrscheinlich schon.

    Strebst du aber eine größere Völkerzahl an, solltest du gleich von Anfang an die richtigen Kästen verwenden. Meine Empfehlung: Dadant-Flachzargen (16,9 cm Höhe) sowohl für Brut- als auch für Honigräume; dann bist du flexibel und kannst immer noch auf viele andere Betriebsweisen umschwenken - und Zargen sollten falzlos sein, um leichter im Eigenbau (auch Zubehör) ergänzen zu können.

  • Empfehlung an einen „Großimker“: Die gefüllten und verdeckelten Honigwaben mit einem Löffel abernten. Dabei werden die Zellen von der Mittelwand vorsichtig abgetragen. Die Mittelwand bleibt erhalten.

    Der Honig wird gesiebt und kann sofort in Gläser gefüllt oder auch wie oft empfohlen weiter bearbeitet werden.

    Die abgeernteten Waben werden dem Volk wieder zurückgehängt.

    Bei guter Tracht sind solche Waben nach einer Woche schon wieder gut angetragen.

    Gruß

    Harald

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.