erste Fragen eines Neuimkers

  • Hallo,

    habe mich heute morgen hier nach langen und vielen lesen hier endlich angemeldet und komme schon mit den ersten Fragen.

    Besitze 3 Völker auf Deutsch Normal überwintere einzargig, Varroabehandlund nach besten wissen und lesen mit der Schwammtuchmethode durchgeführt. Jetzt habe ich doch einige Fragen dazu.

    1. Sollte b.z.w. muss man noch eine Behandlung mit Oxalsäure durchführen? Wenn ja was wäre die einfachste und sicherste Methode (wollte eigenlich so wenig Chemie wie möglich verwenden, sondern es mehr oder weniger der Natur; den Bienen überlassen ?

    2. Wenn die Völker den Winter überleben und der erste Honig ansteht, sollte ich ja doch mit Material soweit vorbreitet sein. Wann oder was legt Ihr euch jetzt für die Honigernte zu, so daß, wenn es soweit ist, Ihr vorbereitet seid. Für die Honigernte, habe ich noch gar nichts außer einer Entdeckelungsgabel. Mir fallen spontan folgende Sachen noch ein die ich mir nach und nach kaufen müsste, wobei ich abe keine Ahnung von der Menge oder Größe habe.

    Wäre nett wenn ich bei meinen weiteren Einkäufe von euch unterstützt würde, damit ich mir nicht unnötige Sachen kaufe, die dann doch nicht gebraucht werden. Die Zukunft sieht bei mir so aus dass ich nicht mehr als 7-8 Völker haben möchte (was ja jeder Imker am Anfang sagt). Desweiteren will ich nicht anfangen zu wandern, mit Ausnahme von 1- 2 Beuten die ich bei meine Schwester im Nachbarort stellen werde. Was aber erst in 2 Jahren ist.

    Folgende Sachen fallen mir zur Honigernte ein:

    Entdeckelungsgeschirr (1 oder 2 Personen?)

    Doppelsieb oder Spitzsieb ?

    Eimer (Anzahl, Größe, Material?) eher kleinere Füllmengen wegen Rückenprobleme

    Gläser mit Einlagen und Deckel (Stückzahl)


    Schleuder kann ich mir mieten, käme dann später in Bertacht zum kaufen


    Fällt euch noch etwas ein, was ich noch brauche? Da Ihr ja auch mal angefangen habt,könnt ihr ja aus Erfahrung sprechen was wichtig ist und eher im Moment nicht so wichtig

    Lageraum und Schleuderraum sind vorhanden, wobei ich mir nicht alles zustellen will mit Material das ich nicht brauche.

    Gruß Ralf

  • Bitte erst mal das Profil ausfüllen. Der Standort der Völker ist nicht unerheblich zur Beantwortung deiner Fragen.


    Dann jetzt die erste Anfängermeinung:


    zu 1.)

    Ja, Oxuvar träufeln nach Herstelleranweisung. Frag im Verein nach Hilfe bei der

    Durchführung.


    zu 2.)
    Wenn du die Schleuder mieten kannst, dann bestimmt auch das Entdeckelungsgeschirr.
    Wenn nicht auch zu mieten, Doppelsieb UND Spitzsieb kaufen.
    12 Eimer 10kg Kunststoff (Imho gibt es so kleine Edelstahlkübel nicht)


    Kaufen erst dann, wenn die Völker sicher ausgewintert sind. Bis dahin sollte auch die Frage mit Mieten/Leihen geklärt sein.


    Gruß, Thorsten

  • Hallo, rechne mit der Anzahl der Eimer und Gläser einfach mal mit 50 kg/Volk. Dann bist du auf der sicheren Seite. Das Zeug wird ja nicht schlecht. Nichts ist ärgerlicher, wals wenn es nuicht reicht.

    Entdeckelungsgeschirr, für 2 Personen hört sich super duper an, aber wofür ? Hast du 2 Entdeckler und noch einen Schleuderbediener, die alle gleichzeitig in der Honigküsche rumkrebsen.

    Überlege dir ob du mit ganzen , 0,5 oder o,75 Honigräumen arbeiten magst. Du hast den Rücken ja schon angesprochen . Darauf dann auch die erste Schleuder abgestimmt. Und ich schreibe jetzt nicht, nimm besser .....Zander :O)

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Moin,

    dann hat sich ja der eine Teil von meinem anderen Post in der Vorstellung schon erledigt (ich hatte dafür geworben, auf 2-4 Völker zu erweitern), wenn du schon 3 Völker hast und auf 7-8 Völker aufstocken willst;-))

    Willst du denn bei DN einzargig bleiben oder die Völker DN 2-zargig führen? Alles in DN oder im Honigraum doch eher Halb- oder Flachzargen? DN1,5 im Brutraum?

    Hast du schon Honigräume, Absperrgitter, Rähmchen, etc.?

    Pro Volk würde ich eine Bienenfluch einplanen oder einen Kehrfix (am besten beides), dami du die Waben Bienenfrei in den Schleuderraum bekommst.

    Wie Markus geschrieben hat, reicht ein Entdeckelungsgeschirr (ist ja auch nur eine Wanne mit Halter, um die Wabe aufzulegen, damit man mit der Entdeckelungsgabel die Waben öffnet)

    Wie schon geschrieben brauchst du ein Doppelsieb (oder eher zwei, falls eins mal voll ist) und ein Spitzsieb.

    Wie willst du rühren? Ein einfacher Auf-und-Ab geht am Anfang, der nächste Schritt wäre ein Mörtelrührer mit Rühraufsatz (nimm keine Bohrmaschine, die machst du dir damit kaputt), der nächste Schritt danach ist ein Rührwerk.

    Mit der Hand hab ich lieber in einem 25kg Eimer gerührt, am besten Edelstahl.

    Abfüller, Waage (geeicht oder eine als Refernz im Verein), Gläser mit Deckel und Deckeleinlagen..

    Im Schnitt liegt Deutschland bei etwa 15kg Honig im Frühjahr und etwa das gleiche im Sommer. Wenn du alles auf 50kg pro Volk (so denn alle durch den Winter kommen, gut auswintern, kein Schwarm abgeht und auch Nektar zu holen ist) auslegst, hast du Reserve.

    Ich würde auch immer noch Material für 1-2 Völker in der Hintehand haben, damit du bei Bedarf (z.B. Schwarm) darauf zurück greifen kannst.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Mittelwände für Brut- und für Honigräume. Ein Gerät, um die einzuschweißen, evtl. falls gewünscht, Abstandnägel.

    Wenn du die Königinnen nicht mit den Fingern greifen und markieren möchtest, brauchst du noch eins von den Königineinsammelschnapp-Dingern (keine Ahnung, wie die heißen) und ggf. den Stift/die Plättchen-mit-Kleber um sie zu markieren.


    Es war gerade SEHR süß, zu lesen dass du für die Honigernte schon die Entdeckelungsgabel hast :)


    ... dieses Hobby ist speziell am Anfang so verdammt teuer!!!

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."

  • Hallo an alle und danke für die vielen Antworten. Versuche jetzt mal eure Aussagen und Fragen zu beantworten, wobei mir beim durchlesen das eine oder andere ich euch noch mitteilen werde.

    Wir imkern als Familie d.h. wenn alle mitmachen sind wir zu viert oder fünft, deshalb meine Idee mit dem Entdeckelungsgeschirr für 2 Personen. Dann bräuchte ich evtl nicht noch ein zweites zu kaufen. Ob ich ein- oder zweizargig imkere,weiß ich noch nicht, habe mir ehrlicerweise noch gar keine Gedanken darüber gemacht wegen der Vor- und Nachteile. Als Honigraum steht mir ein ausgebauter Raum mit kompletter Küche( Kühlschrank, Herd, Spülmaschine und Ablage zur Verfügung (Raum ca. 15m²). Desweiteren wird vor diesem Raum noch ein ca 4m² großer Vorraum gebaut als Lagerraum. Soviel mal zu dem Platz.

    An einen Rührer habe ich gar nicht gedacht, Pluspunkt für eure Hilfe.

    Bienenflucht ,Absperrgitter, Futterteig und Flüssigfutter habe ich schon. Waage könnte ich evtl. auch im Verein leihen. Eimer habe ich noch gar nichts,werde aber dann schon eher einen Edelstahleimer nehmen zum rühren von Hand. Abfüller habe ich ebenfalls noch nicht.

    Ihr seht schon dass immer wieder neue Fragen auftauchen und doch schon einiges von euch beantwortet wurde und mich doch zu neuen Überlegungen bringt. Da fängts Hirn an zu rauchen, aber besser zu früh als zu spät, dann kann ich mich über die verschiedenen Sachen noch schlau machen.

    Danke an alle

    Ralf

  • *räusper* noch mindestens 1 Beute zusätzlich pro Volk für die Schwärme?

    Anfängerin 2019, Ökotante, Warré-Beuten, in dieser Saison „klassische Magazinbetriebsweise“ im Naturbau, aktuell 9 Völker

  • Hallo Rabo,


    Beim Entdeckelungsgeschirr für zwei Personen braucht man Platz um von beiden Seiten arbeiten zu können, das funktioniert nicht bei einer Arbeitsplatte an der Wand.

    Wir entdeckeln zu zweit an einem Einer-Geschirr. Das geht sehr gut. Entweder von außen nach innen, besser noch einer von außen und der andere beginnt in der Mitte. Die Kür ist dann wenn einer mit Rechts und der andere mit Links entdeckelt. Musst dann halt noch eine zweite Gabel kaufen ;)

    Viele Grüße

    Merops

  • Mach Dir auch schon mal Gedanken um das Wachs:

    spästestens für das Deckelwachs, welches beim entdeckeln anfällt, wirst Du eine Lösung zum Weiterverarbeiten haben müssen.

    Ein Sonnenwachsschmelzer ist sinnvoll, funktioniert aber auch nur bei strahlender Sonne.

    Ein Tapetenablösegerät und diverse Behältnisse, um das ausgeschnittene Wachs, Deckelwachs bzw. die Rähmchen einzufüllen, benötigst Du auf jeden Fall (Wachsmotten sind super schnell!).


    Für Selberbauer und Bastler empfehle ich Dir die Seite von Kruppi: https://biohonig.hpage.com/sel…/dampfwachsschmelzer.html

    Ich finde, er hat gerade für Anfänger, tolle Lösungen.


    P.S. Edelstahlprodukte aller Art find´ ich auch super, aber die müssen es nicht gleich zu Anfang sein (meine Meinung).

  • Hallo Rabo,

    (wollte eigenlich so wenig Chemie wie möglich verwenden, sondern es mehr oder weniger der Natur; den Bienen überlassen ?

    Die Varroa Sache würde ich bei den Bienen nicht der Natur überlassen - das endet mit toten Völkern - da gibt es andere Dinge wie Naturwabenbau etc...

    Ohne Chemie klappt es schon, muss man sich halt darüber einige Gedanken machen:
    Im Sommer kannst du bei der Behandlung auf eine Totale Brutentnahme zurückgreifen, da gibts die verschiedenen Varianten, allerdings musst du dann auch das Material dazu da haben (genügend in Rähmchen eingelötete Mittelwände und Beuten für die Brutscheunen, alternativ ,wenn keine Brutscheunen gebildet werden, einen guten Wachsschmelzer um die Brut aus deinen Völkern relativ schnell einschmelzen zu können)

    Entdeckelungsgeschirr, für 2 Personen hört sich super duper an, aber wofür

    Es hört sich halt nur super an - ich finde mein Entdeckelungsgeschirr für zwei Personen im Winkel viel zu steil... Der einzige Vorteil ist, man kann auf der anderen Seite noch eine Wabe lagern.

    Überlege dir ob du mit ganzen , 0,5 oder o,75 Honigräumen arbeiten magst.

    Das ist wirklich eine Überlegung wert. Ich selbst imkere jetzt seit 2018 und bin inzwischen daran von Vollzargen im Honigraum auf Flachzargen umzustellen. Dies hat für mich den Vorteil, dass ich weniger Gewicht anheben muss und ich kann im Frühjahr etwas differenzierter aufsetzen. Zudem brauchen meine Bienen meistens den Platz von zwei Vollzargen nicht für den Honig, aber eine Vollzarge ist eben zu wenig.

    Für Selberbauer und Bastler empfehle ich Dir die Seite von Kruppi: https://biohonig.hpage.com/sel…/dampfwachsschmelzer.html

    Selbstgebaute Geräte nach dieser Bauart sind zum Wachsschmelzen echt super. Ich habe da in den letzten Jahren echt viel rumprobiert. (Sonnenwachsschmelzer, mit dem Topf auf dem Gasherd, in einer großen Gastronormwanne auf dem Gasherd (ging halbwegs), Topf im Wasserbad (Gastronormwanne) auf Gasherd (ging gar nicht zu wenig Leistung), Gastronormwanne über Feuertonne (ging super, aber zu gefährlich)) Inzwischen habe ich so eine Plastiktonne und einen Dampftapetenlöser das funktioniert richtig gut.



    Wenn du den Honig nicht gleich in Gläser abfüllen willst brauchst du noch was zum Honigauftauen. Also ein Glühweinkocher oder einen Wärmeschrank.

  • Einen schönen guten Morgen an alle,

    klasse für die ganzen Tips und Hilfe von euch. Versuche mal auf die eine oder andere Aussage noch zu antworten. Da ich so viele Antworten und Anregungen verzeiht mir wenn ich das eine oder andere übersehen habe,b.z.w. doppelt poste.


    einen Wachsschmelzer habe ich mir schon so in der Art wie dem Link gebaut

    ein Wärmeschrank ist im Moment im Aufbau (aus einem Kühlschrank)

    zum abfangen der Königin habe ich einen Clip sowie so eine Art Pfeife

    Rähmchen habe ich noch ca. 100 Stück verdrahtet und zum Teil schon eingelötet sowie ca 3kg Wachsplatten

    löten tue ich mit einem Batterieladegerät, zwar teilweise mit Verlust; aber Übung macht den Meister ;)

    Markiert habe ich mit einen Stift, brauche aber nächstes Jahr dann eine ander Farbe, hätte danoch einen Stift , erst einmal gebraucht, günstig abzugeben ^^

    Als Reserve habe ich noch eine Beute (Boden , Deckel, Dach ,Windel, Gitter und 3 Zargen)

    3 Flüssigfütterer, Bienenflucht, sowie ein Haufen Kleinzeug wie Abfangkäfig, Käfige u.s.w.


    Entdeckelungsgeschirr für 2 Personen hatte ich mir überlegt, wenn die ganze Familie mithilft, gleichzeitig von 2 Seiten entdeckeln kann. Dafür hatte ich vor zusätzlich einen Tisch in den Honigraum zu stellen (der aber wieder seinen Platz braucht)

    Flach oder Halbzarge? noch keine Ahnung, aber ein sehr guter Vorschlag wegen dem Rücken,darüber werde ich mich noch informieren (gibt ja hier in Forum viele Meldungen dazu)

    Da ich ca. 40 steile Stufen (Beuten stehen oben im Berg) zum Schleuderraum tragen muß, werde ich von der Ganzzarge doch weggehen wobei ich noch nicht weiß, ob Halb oder Flach

    Gruß Ralf