Umsatzsteuer ab 01.01.2022

  • Wenn einfach der Gesamtbetrag gleich bleibt, dann führt das ausweisen der Steuer zu einem Geschenk für den Händler (sprich netto ein dicker Rabatt).

    Ich sehe den (Wiederver-) Käufer nicht als Gegenüber sondern als Handelspartner. Man kann also ruhig diesem den Vorteil gönnen, weil man selber ja keinen Nachteil hat.

    Es wundert mich auch etwas, wie dumm und uninformiert Eure Käufer anscheinend sind. Oder glaubt Ihr das nur?

    Das sind in der Regel ausgebildete Kaufleute.

    Wenn sie regionale Produkte im Programm haben, sind die Imker sicher nicht die einzigen, die einen pauschalen Satz bei Urproduktion ausweisen.


    Man sollte auch bedenken, dass er ja 7 % ausweisen muss und nicht behalten darf. Der Einkaufspreis muss für den Händler passen. Wenn er keine Vorsteuer abziehen kann, wird sein Bruttopreisangebot eben entsprechend geringer ausfallen.

    "In einer Demokratie hat jeder das Recht auf eine eigene Meinung, aber nicht auf eigene Fakten."

    aus "Mensch, Erde"

  • Ich mache vertreibe meinen Honig mit offenem Visier: Soll heißen, Absprachen werden eingehalten und ich erläuter auch gern die Preisgestaltung!


    Damit bin ich bisher immer sehr gut gefahren!


    Aus meiner Sicht währt Ehrlichkeit am längsten, auch wenn alle immer etwas anders propagieren! Nur sollte man diese Personen dann Mal hinterfragen, ob sie selbst betrogen werden wollen!


    Ein Ja ist ein Ja und ein Nein ein Nein! Mit unehrlichen Personen breche ich persönlich jede Geschäftsbeziehung ab, da habe ich keine Nerven zu!

  • Kann ich gut verstehen und wenn du das so zugesagt hast, ist das was anderes. Hatte ich nicht so explizit verstanden, dass es diese Zusage gab.


    Solltest du später umsatzsteuerpflichtig werden, wird’s halt schwer.

  • Dann haben sich meine Rahmenbedingungen geändert, was ich dann dem Kunden gegenüber kommunizieren kann!


    Nur Mal ein Beispiel aus einem anderen Lebensbereich: Ich sitze mit meiner Chefin und einem anderen Kollegen zusammen im Auto, ich fahre, Chefin hinten.


    Im Rahmen des Termines, auf dessen Rückreise wir uns befanden, hat ein anderer Kollege einen Gegenüber in unserem Beisein strack angelogen. Wir wissen das, weil wir die Hintergründe zu dem Vorfall genau kannten.


    Ich rede mit meiner Chefin darüber und erkläre ihr, dass das gar nicht geht. Sie meinte dass sei eine Notlüge gewesen um das Gesicht unseres Bereichs zu wahren.


    In dem Moment ruft mich jemand an, mit dem ich 2 Jahre auf einem Techniker war. Mein Beifahrer macht das Gespräch auf laut, was ich auch dem anderen mitteile. Der Anrufer hat Interesse in unserem Bereich anzufangen, wir suchen händeringend Personal. O-Ton des Anrufenden: Ich rufe dich an, weil ich weiß, dass ich von dir eine ehrliche Antwort bekomme, auch wenn es unbequem ist! Fazit: Die Rahmenbedingungen passen für Ihn nicht, weil ich Sie ihm offen und ehrlich dargestellt habe.


    Für mich konnte es doch kein besseres Zeugnis geben...

  • "Mehrwertsteuer", oder "Umsatzsteuer", oder ist es egal

    Es ist egal. Im Steuerrecht spricht man korrekterweise von Umsatzsteuer. Auf Rechnungen wird aber meist noch "Mehrwertsteuer" geschrieben, was eigentlich veraltet ist.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Wenn ich meinen Honig für 6 Euro an der Haustür verkaufe, kann ich nicht einen Wiederverkäufer 6 Euro plus Steuer abnehmen. Es sei denn, ich habe es vorher so gesagt. Ein Wiederverkäufer bekommt einen rabattierten Nettopreis. Auf diesen Nettopreis erhebe ich die Umsatzsteuer. Der Endbetrag sollte nicht höher sein, als die oben genannten 6 Euro.

    Logisch, man kann auch mehr nehmen, aber eben nur, wenn der Wiederverkäufer dies weiß und es akzeptiert, weil er unbedingt dieses Produkt haben will.


    Gruss

    Ulrich

  • Der Wiederverkäufer kommt an Kundschaft heran, an die ich niemals kommen würde. Er übernimmt die Werbung und den Vertrieb, was ich mir erspare, darum und weil er idR eine größere Menge abnimmt, bekommt er bei mir einen Rabatt von 10-15 % auf meinen Haustür-Bruttopreis für diesen Aufwand. Aber das wäre ein anderes Thema.

    Ich finde es ebenfalls deutlich kundenfreundlicher, auch bei kleineren Rechnungen die Vorsteuer vernünftig auszuzeichnen, damit der Kunde nicht noch groß herumrechnen muss.

    sebihees ich würde auf die Rechnung noch das Leistungsdatum mit draufschreiben (bzw. "Datum" durch "Leistungsdatum" ersetzen), dann weißt du beim später Nachschauen das Lieferdatum und entsprechend das Zahlungsziel z.B. zwei Wochen später.


    Schöne Grüße - Matthias

    Es war alles sooo gut geplant. Und dann kam das Leben dazwischen...

  • Ab 250€ muss das Leistungsdatum bzw. Lieferdatum angegeben werden.


    Man kann sich auf der Rechnung auch auf einen Lieferschein beziehen auf dem das Leistungsdatum steht.


    Ich würde das Datum und die berechnete Umsatzsteuer generell in meine Vorlage einbauen. Egal ob kleiner oder größer 250€. Das ist dann einfach ordentlich gemacht, es kommen keine Rückfragen aus der Kundenbuchhaltung oder dem FA und die Gefahr dass der Imker was falsch macht ist vom Tisch.

  • Es gibt eine kleine, feine, open-source Software die im Rechnungswesen unterstützt: Fakturama (https://www.fakturama.info/)


    Mit dieser Software kannst du "schöne" und rechtssichere Rechnungen/Lieferscheine erstellen. Das schöne bei Fakturama sind die frei anlegbaren Mwst-Sätze, das bietet nicht jede open-source Software (zumindest meiner Kenntnis nach)


    Ich habe vorher auch viel mit Word und Excel gearbeitet, finde die Software aber um einiges einfacher und ordentlicher, da Fakturama den ganzen Prozess von Auftrag, über Lieferschein, bis zur Rechnung abbildet und speichert. Und zu guter Letzt kannst du hier auch die offenen Rechnungen als bezahlt markieren...

  • Na ja, ein Rechnungsprogramm für die Erstellung, ersetzt nicht den Steuerberater. Wobei man halt wissen muss, ob man pauschaliert, oder regelbesteuert ist. Dann ist der Steuersatz klar und die restlichen Formalien macht dann das Programm.

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.