Milbenfall

  • Darum ist es für mich gerade jetzt so schwierig, den Milbenbefall einigermaßen zu beurteilen.

    Warum kontrollierst Du dann? Warum nicht einfach zwischen 15.10. und 15.12 Windel raus, nicht den Milbenfall kontrollieren und das Sofa plattsitzen oder die Werkstatt aufräumen. Dann die Woche vor Weihnachen die Winterbehandlung machen und dann wieder bis 15.2. auf die Hände setzen. - fertig... :) ;)
    (Datumangaben regional entsprechend bitte anpassen....)

  • Warum nicht einfach zwischen 15.10. und 15.12 Windel raus, nicht den Milbenfall kontrollieren... Dann die Woche vor Weihnachen die Winterbehandlung machen und dann wieder bis 15.2. auf die Hände setzen?

    ...weil das Prinzip (Augen zu und pauschal Winterbehandlung durchführen als Reset) dem anderen Prinzip der schadschwellenorientierten Behandlungs-/Betriebsweise widerspricht. Ein genereller Reset für alle Völker macht es dem Imker im Folgejahr schwerer, Völker mit besserer Varroatoleranzgenetik zu erkennen, weil mit dem Reset die Unterschiede zwischen einzelnen Völkern eingeebnet werden.

  • Ein genereller Reset für alle Völker macht es dem Imker im Folgejahr schwerer, Völker mit besserer Varroatoleranzgenetik zu erkennen, weil mit dem Reset die Unterschiede zwischen einzelnen Völkern eingeebnet werden

    Wenn Du geeignete VSH/VSB Genetik hast dann kannst Du es genauso machen, nur dann auf die Winterbehandlung einfach verzichten...

    Ja, das ist auch eine Option. Die Neugierde hat auch ihre Schattenseiten

    Was machst Du denn wenn ein paar Varroen mehr fallen, einfach das fünfte mal behandeln? Oder gar nichts weil Du Wetter bedingt gar nichts machen kannst?

    Wenn Du sowieso nichts machen kannst, warum dann kontrollieren und die Nerven ruinieren?

  • Für mich stellt sich u. a. derzeit die Frage, woher die vergleichsweise hohen Milbenbefallsraten kommen

    Wie stellst Du diese fest?

    Ich denke nicht das Du jetzt CO2, Auswasch- oder Puderzuckermehode verwendest.

    Falsch gedacht.

    Der Rest deines Beitrages fällt für mich unter den Begriff "und sowas", da es sich um Faktoren handelt, die nach ein paar Jährchen Beschäftigung mit dem Thema bekannt sind und die ich für mich schon mit einbezogen habe. Es geht mir auch nicht um eine im Herbst auftretende hohe Milbenzahl, dann hätte nämlich im Bedarfsfall mein Varraokonzept nicht gegriffen. ;)

  • Wenn Du geeignete VSH/VSB Genetik hast dann kannst Du es genauso machen, nur dann auf die Winterbehandlung einfach verzichten...

    Ja, das ist auch eine Option. Die Neugierde hat auch ihre Schattenseiten

    Was machst Du denn wenn ein paar Varroen mehr fallen, einfach das fünfte mal behandeln?

    Nein, aber das erste Mal; denn OXS Staub geht immer. Um nicht im Allgemeinen zu bleiben - es handelt sich um Völker mit grünen VSH Königinnen (eines namhaften Züchtern, 100 % geprüft), die seit 2019 nicht behandelt wurden und jetzt offensichtlich den Befall nicht mehr kontrollieren können.


    Die vor zwei Wochen durchgeführte Behandlung lieferte zw. 500 und 1300 Milben. Die Genetik ist für mich erhaltenswert - darum habe ich behandelt und den Milbenfall verfolgt.


    Sommer- und Winterbehandlung haben die noch nie gehabt. In diesem Jahr deutete sich ein erhöhter Befall an (Juli, 2 - 3 % Auswaschmethode) und die Kö's wurden im August gekäfigt bis Brutfreiheit. Das hat offensichtlich nicht gereicht; denn im Sept. lag der Befall ähnlich wie bei nicht eindeutigen vsh-Völkern. Ich hoffte, die packen es ohne weiteren Eingriff...

    Ich habe noch keine Erfahrung mit "gealterten" vsh-Königinnen, sehe das so erstmalig.


    Auf Winterbehandlung werde ich natürlich wieder verzichten.

  • es handelt sich um Völker mit grünen VSH Königinnen (eines namhaften Züchtern, 100 % geprüft), die seit 2019 nicht behandelt wurden und jetzt offensichtlich den Befall nicht mehr kontrollieren können.

    Moin Rainer,


    auch bei mir sind die VSB Testvölker dieses Jahr deutlich stärker belastet aber noch stabil.

    Es wird wohl eine "interessante" Überwinterung und ein schwieriger Hardbond.

    Aber bevor aussichtsreiche Genetik verloren geht, sollte natürlich rechtzeitig eingeschritten werden.


    Viele Grüße

    Ron

  • es handelt sich um Völker mit grünen VSH Königinnen (eines namhaften Züchtern, 100 % geprüft), die seit 2019 nicht behandelt wurden und jetzt offensichtlich den Befall nicht mehr kontrollieren können.

    Moin Rainer,


    auch bei mir sind die VSB Testvölker dieses Jahr deutlich stärker belastet aber noch stabil.

    Es wird wohl eine "interessante" Überwinterung und ein schwieriger Hardbond.

    Danke für die Info ! Die Völker sind alle stark genug, sitzen auf 8 - 10 Wabengassen. Ich erwarte keine großen Probleme, wollte aber sicher gehen.

  • Sommer- und Winterbehandlung haben die noch nie gehabt. In diesem Jahr deutete sich ein erhöhter Befall an (Juli, 2 - 3 % Auswaschmethode) und die Kö's wurden im August gekäfigt bis Brutfreiheit. Das hat offensichtlich nicht gereicht.

    beemax .


    Ich möchte da nun nicht wirklich reinreden.......Aber 2-3% im Juli, sind ja nicht unbedingt besorgnisserregend.


    Ohne das kafigen, wäre das Bild im September vielleicht ein anderes gewesen.....Ich habe da so meine Erfahrung schon gemacht.


    Lg Sulz.

  • letzten Endes sind 1k Milben im Herbst nich der Todestoß, kann es nich sein.

    das Problem sind und bleiben für mich die Viren.

    Da gibts ne Horizontale und ne Vertikale Ausbreitung der Viren, auch bei den Queens.

    Es ist unbestreitbar, das Queens infiziert werden können, und deren gelegte Eier es dann eben auch sein können. ( nach Harbo/Harris)

    Es ist möglich, das die Queen im Laufe ihres Lebens immer mehr über Futtersaft mit den diversen Viren angesteckt wird.... Ihre Eier sind eh nach nem arbeitsreichen Sommer nich mehr das was sie in ihrer Jugend waren, da ist keine Kraft mehr drinne....muss ich zu Ende erzählen...

    Von ner Grünen würd ich nur im Notfall nachziehen, von ner Blauen eher (nur Drohnen)

    Die Zuchtmütter fürs nächste Jahr sind "bei mir" Weiß, wenn sie noch da sind, die Singels :saint: , wenn nicht, deren 21er Nachzuchten (besamt), oder eben " frische Argentinier ;) "

    Hängt nich so an den alten Mädels,.... wusste Bruder Adam schon.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Richtige Auslese und exaktes Verpaaren, ist das Ruder mit dem das Schiff auf Kurs gehalten wird.

    Paul Jungels


    https://www.bienen-plus.de/

  • Ohne das kafigen, wäre das Bild im September vielleicht ein anderes gewesen.....Ich habe da so meine Erfahrung schon gemacht.

    O.k. - welche negativen Beobachtungen hattest Du da gemacht ?

    Zur Erklärung: "Käfigen" heißt hier hinter vertikalem ASG auf 2 Leerwaben eingesperrt.

  • Da gibts ne Horizontale und ne Vertikale Ausbreitung der Viren, auch bei den Queens.

    Es ist unbestreitbar, das Queens infiziert werden können, und deren gelegte Eier es dann eben auch sein können. ( nach Harbo/Harris)

    Das könnte auch eine negative Beeinflussung sein. Darüber weiß ich zu wenig.

    Die Zuchtmütter fürs nächste Jahr sind "bei mir" Weiß, wenn sie noch da sind,

    Ja, macht sich auch besser. Hier geht's ggf. nur noch um die Drohnen...