Milbenfall

  • Ich mache auch eine TBE Mitte Juli und behandle 1x im breitfreien Zustand.

    Für mich ganz wichtig ist die erneute Kontrolle des natürlichen Milbenfalls Anfang September!

    Es gibt Jahre, da ist leider eine weiter Behandlung mit AS nötig.

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • TUB hat sich keiner geäußert. Was hab ich da falsch gemacht?

    Das kann dir keiner sagen, da man nicht weiß wie du die durchgeführt hast.
    Ich vermute es war zum Behandlungszeitpunkt schon zuviel offene Brut vorhanden oder du hast bei regem Bienenflug behandelt (nur mal so zwei Schüsse ins Blaue)
    Das können dir die TUB und TBE Experten aber viel besser aus der Nase ziehen ;)

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • TBE und/oder TUB im Juli ist keine (!) Garantie für Milbenarmut im Sept./Okt.

    Man kann den Milb nicht eradizieren, nur minimieren. Den Rest besorgt der Bien (Brutfreiheit) oder aber nicht. Und dann sind halt bei einigen Kandidaten im Sept./Okt. wieder Milben da und jetzt kann man nicht mehr AS verdunsten.... - ein Dilemma.

    Es ist halt auch abhängig von den Bienen selbst. Erzähl' mal, wie genau Du bei TBU vorgegangen bist, wo Brutling und Flugling standen usw.

  • Ich hab 4 Völker komplett auf Mittelwände + 1 ausgebaute Wabe die noch nie bebrütet war gesetzt.

    Brutwaben mit großer Brutfläche in eine Brutscheune gepackt ( an selben Stand an den Rand gestellt.)

    In der Brutscheune , auf den Brutwaben hab ich Bienen gelassen aber nicht vollflächig.

    Alte Waben eingeschmolzen.

    Brutscheune nicht gefüttert da noch Honigkränze und Restfutter vorhanden war.

    Die anderen mit Zuckerwasser 1:1 ca 5l gefüttert.

    Ich hab dann nach 4-5 Tagen Oxalsäure 3% auf alle Bienen gesprüht ( hab sie benetzt nicht gebadet)

    Die Mittelwände wurden schon sehr gut ausgebaut,

    Futter eingelagert und Brutflächen angelegt.

    Nach 1woche nochmal ca 8 l gefüttert.

    Die Brutscheune bekam ein liebig disp. mit 200 ml Ameisensäure.

  • Vorschläge zur Verbesserung:


    - Brutscheune würde ich auch immer füttern bzw. ein bis zwei gut gefüllte Futterwaben pro Brutnest und Volk hinzufügen.


    - Die Brutsammler kommen bei mir direkt nach Bildung auf einen Standort außerhalb des Flugkreises (> 3 km).


    Diese beiden Maßnahmen sorgen dafür, dass die Bienen im Brutsammler einerseits gut versorgt bleiben (die schlüpfenden Jungbienen benötigen eine gute Versorgung und ziehen sich eine Königin) und dort in der Einheit auch bleiben. Am Standort kann es passieren, dass sie zu den Altvölkern zurückkehren und ggf. aufsitzende Milben eintragen, die sich dann in der neuen Brut verkrümeln.


    - Leerwabe im Flugling kann man machen, besser Futterwabe, die schon mal bebrüter war und Restfutter enthält. Diese wird zuerst mit Futter/Pollen gefüllt und bebrütet.


    Man kann sie als Fangwabe nutzen und sie grundsätzlich nach 8 bis 9 Tagen entfernen (vernichten, denn darin sammeln sich viele Milben).


    Ich nutze keine Fangwabe mehr, sondern lasse die Bienen alles neu bauen. Behandlung des Fluglings bei mir exakt am Tag 3 und 5 nach TBE mit Kleesäure staubförmig. Die Brutscheunen bekommen eine entsprechende Blockbehandlung mit 7 * 3 Tage. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht.

  • Auch hier trotz gut sitzender Sommerbehandlung ( TBE, TUB, Bannwabentasche) teils erschreckender Milbenfall. Der natürliche Totenfall auf der Windel gab das erst gar nicht so her, jedoch habe ich dann einen OXS Kontrolltest ( Sublimation) gemacht und da fielen bei einigen Völkern schon heftig viele. Vor allem die, die noch so fett Springkraut eingetragen haben.

    Jetzt ist es gerade so, dass hier am Hausstand, wo es nicht so viel war mit dem Springkraut, die Zahlen deutlich besser sind, an den Außenständen leider deutlich höher.

    Es fallen 500 und mehr Milben, bei einem Volk heute 950 nach der letzten Sublimation, da kann es aber durchaus sein, dass sie aufgehört haben zu brüten.

    Bis auf 1 Volk sind aber alle wirklich stark, so dass ich denke, sie werden es schaffen.

    Aber ich denke genau wie beemax : Jede tote Milbe ist eine gute Milbe.

    Bisher hatte ich noch keinen Herbst, in dem die Völker nicht wieder Milben bekommen haben, von den wenigen Ausnahmen ziehe ich nach. Eine davon ist meine allererste Wald und Wiesen Königin, die schon in der x ten Generation positiv auffällt.

  • Danke für deine Nachricht

    Springkraut haben die bei mir im Herbst auch eingetragen >> das einzige dieses Jahr 😩😉

    Dann bin ich doch nicht der einzige der viel Milben hat. Wirst du jetzt noch mal in irgend einer Form vor der Winterbehandlung handeln? Wie machst du dann die Winterbehandlung? Wie kontrolliert ihr den Erfolg der Winterbehandlung?

    Uuhhii hab ich viel doofe und für alte Hasen schon tausend mal gestellte Fragen 🙋

  • Wenn viele Milben fallen, sind alle raus.


    Wenn keine Milben fallen, waren keine drin.


    Du siehst, man kann es begründen wie man es will. Ende des Monats sollten die meisten Völker brutfrei sein. Bei mir jetzt schon viele. Dann behandeln. Bei Unsicherheit eine Woche später noch einmal. Das 2 te mal gilt nicht für Träufeln.


    Wir brauchen und bekommen keine milbenfreien Völker. Brutfreiheit sollte man stichprobenartig kontrollieren.


    UND DANACH IST ES AUCH MAL GUT.


    Man sollte sich bemühen, alles richtig zu machen, aber nicht jedes Volk muss überleben. Päppelei bringt uns immer mehr Probleme.


    Gruss

    Ulrich

  • edsa :Ach, mach Dir nichts draus. Das ging jedem mal so. Ich bin auch immer noch erleichtert, wenn sich die Leute hier melden, die jetzt auch Milben haben.

    Ich behandele jetzt trotzdem noch, da ich verdampfe ( natürlich in den schönen Niederlanden) sind meine Bienen davon ziemlich unbeeindruckt. Es ist auch noch immer warm hier, Minusgrade in weiter Entfernung. Ich behandele nur noch die, wo so viele fallen, die anderen warten bis zur Winterbehandlung.


    Hier mal ein paar gesammelte Fakten rund um die Winterbehandlung:


    Der Schweizer Bienengesundheitsdienst sagt:

    Wenn innerhalb 14 Tage < als 500 Milben fallen, ist keine Wiederholung nötig


    Ritter

    sagt, dass im September Oktober November nicht mehr als 500 Milben im Volk sein dürfen bis zur Winterbehandlung. Falls >, muss im Herbst nochmal behandelt werden .

    Im Januar Februar März sollen nicht mehr als 50 Milben im Volk sein, nicht mehr als 1 Milbe / Woche fallen =0,15/ Tag



    In diesem thread rechnet beemax den Erfolg der WB vor:



    Hier ein wichtiger thread zur Winterbehandlung:

    https://www.imkerforum.de/forum/thread/62042-

    winterbehandlung-auslassen/?pageNo=3



    Und noch einer:


    Viel Spaß beim Lesen!

    P.S: Natürlich darf man nur beim Sublimieren wiederholen. Beim Träufeln verbietet es sich.

  • Mittlerweile teile ich den Völkerbestand auf in die beiden Kategorien


    - kommt nach der Sommerbehandlung (TBE/OXS) mit dem Milb zurecht bis zur Brutfreiheit Ende des Jahres,


    - kommt nach der Sommerbehandlung bis Sept./Okt., dann stärkerer Milbenfall (> 10/Tg.).


    Letztere erhalten dann eine bis drei Behandlungen und werfen i.d.R. zwischen 500 und 1000 Milben ab.


    Winterbehandlung gibt's bei allen, sofern sie nicht nachweislich den Milb selbst in Schach halten können. Diese erfolgt immer als Staubbehandlung. Fallen innerhalb einer Woche mehr als 100 Milben, gibt's die zweite Staubbehandlung. Dann ist Schluss!


    Von der ersten o.g. Kategorie ziehe ich nach und deren Drohnen dürfen fliegen. Die zweite Kategorie wird nicht vermehrt, d.h., hier mache ich auch Drohnenschnitt im Folgejahr.

  • Elle

    Du hast einzelne Völker (mit hohem Milbenfall) solange weiterbehandelt bis nur noch wenige Milben fallen, oder?

    > Ja, d.h. hoch nach der Behandlung.


    In welchem zeitlichen Rhythmus machst du da nach den 4x4 weiter?

    > Weiter alle 4 Tage. Wenn am 3. Tag nach Behandlung >100 Milben fallen, verkürze ich auf 2 Tage, bei >300 sogar auf täglich. Wenn am 4. Tag nach Behandlung >50 fallen, warte ich 1 Woche. Massgebend ist aber immer auch Stärke und Vitalität des Volkes, ist also kein starres Schema.


    Und was heißt 'danach ebenfalls nach Milbenfall'.

    > wenn natürlicher Fall entsprechend steigt.


    Wiederholst du dann die Winterbehandlung? In welchem zeitlichen Abstand?

    Mitte-Ende Dezember in jedem Fall eine Kontrollbehandlung, wenn dabei >50 wiederhole ich alle 2 Tage bis <20.

    Begründung: Die Milbenbelastung halte ich für schlimmer und nachhaltiger als die Behandlung. Aber wie gesagt: Das sind nur Faustregeln, dich ich nicht stur anwende.
    MfG, Wolfhard