Verbau in der Segeberger Futterzarge, Styropor von Wachs befreien?

  • Hallo liebes Forum,


    gestern hatte ich wieder mal das Vergnügen, meine ganzen Segeberger Futterzargen zu reinigen und einzulagern. Bei sehr vielen war eine Menge Verbau zu entfernen und die Reinigung entsprechend aufwendig, habt ihr da ggf. eine Technik, so dass weniger Verbau stattfindet oder wie man das für die teuren Futterzargen schonender als mit dem Stockmeißel abkratzen wegbekommt? Auf dem oberen Bild sieht man dazu eine Gefahr, dass die Bienen wenn es mal eine Zeit kein Futter gibt, den Zugang zum Sirup unten mit Propolis verbauen, so dass beim Nachfüttern nix mehr bei den Bienen ankommt (das Foto ist mit entfernter Plastikabdeckung, man sieht unten am Futtertrog den Propolis-Rand).


    Ich habe die Futterzargen mit etwa acht Wochen recht lange auf den Kisten, weil ich mit TBE Ende Juli arbeite und die dann deutlich mehr Futter als ohne TBE brauchen, zwei Mal im Abstand von einer Woche 8-10 Kilo und dann nochmal nach zwei Wochen 8 Kilo, sowie Mitte-Ende September die End-Auffütterung, dieses Jahr brauchten die teilweise fast 30 Kilo am Ende (okay hat sich gelohnt, die Kisten sind z.T. so voll Bienen dass die Wintertraube wahrscheinlich quadratisch wird). Ständig Futterzargen auf- und absetzen und damit ggf. Verbau verhindern oder jedes Mal alles wieder freikratzen, wie löst ihr das Problem? Ich habe auch schon überlegt, für meine DNM 1,5 Kisten diese großen 6 Liter Wabentaschen zu nehmen, die wären zwar günstiger und weniger Wildbau, aber ob dann genug Platz fürs Winterfutter bleibt ist eine Frage und die andere, dass die Futterzargen superkomfortabel ohne Volksstörung zu befüllen sind. Die neuen Futterzargen sind noch dazu so gebaut, dass nicht mehr ein Metall-Lochgitter als "Grenze" zur Futterwanne da ist, sondern ein durchsichtiges Stück geknicktes Plastik, wenn das mit Wachs angebaut ist, geht das beim Abnehmen mit Stockmeißel abhebeln schnell kaputt, das ist dann echt schade. Anbei habe ich zwei Fotos geschossen, eine Idee war auch, langfristig vielleicht dickere Oberträger zu verwenden, so dass die Bienen die Futterzarge nicht an die Kiste anbauen, was meint ihr dazu? Der "Anbau" erfolgte an der Fangwabe die ich nach einer Woche entfernte, da war ein dünner Oberträger, die anderen neun Waben dicke Oberträger war nix angebaut. Danke und schöne Grüße - Matthias


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    "Wenn du es eilig hast, gehe langsam". Lothar M. Seiwert

  • Bei den Plastikblenden unten eine Reihe Löcher mit Aktenlocher machen. Die sind ca.6mm, dh.h. die Bienen können nach dem das Futter alle ist, durch und sauberschlecken. Wenn man das nicht möchte, den Locher am unteren Rand "halbhoch" ansetzen

    Einmal editiert, zuletzt von teewee () aus folgendem Grund: Ergänzt, weil zu früh abgeschickt.

  • einfach die FZ nicht so lange drauf lassen max. eine Woche nach Fütterungsende ist meist noch kein verbau.

    wenn der Behälter leer ist die Abdeckung rausnehmen und ausschlecken lassen (2Tage) dann Zargen runter und gut

    funktioniert nicht immer! eins ist eigentlich immer dazwischen das schnell mal ne eigne Aufstiegshilfe baut. da habe ich aber auch nie mehr gemacht als grob abkratzen.

    VG

    Martin

  • Bei den Plastikblenden unten eine Reihe Löcher mit Aktenlocher machen. Die sind ca.6mm, dh.h. die Bienen können nach dem das Futter alle ist, durch und sauberschlecken. Wenn man das nicht möchte, den Locher am unteren Rand "halbhoch" ansetzen

    Das würde ich nicht machen, denn dadurch entfällt das komfortable Nachfüllen der Fütterer.


    Denn wenn du das Füttern noch nicht abgeschlossen hast und noch mal eine Gabe geben möchtest, musst du zuerst den Fütterer wieder Bienenfrei machen!

  • sebihees :

    Bis zum Ende gelesen?

    Das Problem bei den Plastikeinsätzen ist wirklich das die Bienen das blitzschnell zukitten. Dann machst du den Fütterer voll und wunderst dich das nichts angenommen wird obwohl der Aufstieg voll mit Bienen sitzt.

    Bienenfrei geht im übrigen mit dem Akkupüster ratzfatz.

  • Ich würde mit der Arbeit bis Winter warten.

    Dann läßt sich das ganze recht einfach abkratzen. Jetzt ist es eher eien Qual.

    Aber ich bin auch für neues offen, weil ich gleiches Problem wie Stylex/Matthias habe. Meine Fütterer sind auch lange drauf, EndeJuli/Anfang August direkt nach der TBE bis halt Ende September, je nachdem, wann ich mein Soll-Gewicht erreiche, ohne die Bienen früh zu überfüttern.

    Wenn du allerdings in so kurzer Zeit so viel einfütterst (3x8l innnerhalb 3-4 Wochen nach TBE), dann man doch den Fütterer einmal runter und erst zum finalen Auffüttern wieder drauf.

    Ich hab dieses Jahr eher in kürzeren Intervallen kleinere und dünnere Portionen nach der TBE gefüttert. Fand ich besser (ich weiß, dass man ab einer gewissen Völkerzahl nicht mehr so viel rumspielen kann;-)) als 2x Druckbetankung mit 8l.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Ja, habe ich in meinen VSB-Beitrag bei Miniplus beschreiben und hat jetzt wenig mit dem Thema Verbau zu tun.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • sebihees :

    Bis zum Ende gelesen?

    Das Problem bei den Plastikeinsätzen ist wirklich das die Bienen das blitzschnell zukitten. Dann machst du den Fütterer voll und wunderst dich das nichts angenommen wird obwohl der Aufstieg voll mit Bienen sitzt.

    Bienenfrei geht im übrigen mit dem Akkupüster ratzfatz.

    Ja, habe bis zu Ende gelesen. Aber dann brauche ich keinen Fütterer, der mir den Vorteil bringt, dass ich ohne Bienenkontakt füttern kann. Denn der geht durch diese Maßnahme verloren...

  • Halo Stylex ,

    wenn Du zwischen Futterzarg und Bienensitz eine Leerzarge machst und auf dem Bienensitz eine Folie legst, die passend breit umgeschlagen ist, dass noch Platz für den Aufstieg bleibt, bauen die in der Regel nicht oder wenig.

    Das Bauen ist ja der Versuch, den Raum des Bienensitzes zu füllen. Ist der Abstand zwischen Bienensitz und Futterquelle aber zu groß, wird das nicht mehr als Teil des Bienensitzes gesehen, und es unterbleibt auch das Versiegeln mit Propolis, da dies der Versuch ist, den Bienensitz abzudichten.

    Natürlich gibt auch bei dieser Methode immer wieder Völker, die sich einfach nicht an den Plan halten ;)


    Wie machst Du das sauber?

    1. Falls im Wachs Futter eingelagert ist, aufkratzen und wie oben beschrieben den Bienen anbieten. Das sollten die umtragen.

    2. Kästen außen lagern und wenn es richtig schön kalt ist, lassen sich die Wachsbauten und das Propolis rechts leicht abkratzen.


    Liebe Grüße, Ralf

    Um die 15 Carnica Völker auf 2 Standorte verteilt: Bochum (Hohenheimer) und Schmallenberger Sauerland (Segeberger).
    Bisher DNM, aber im Umbau auf DNM 1,5.

  • Hallo, ich habe ja auch etliche Segeberger Fùttere, die sind eigentlich wartungsfrei, wenn man nicht laufend das Plexiglas ein und ausbaut.

    Die Adamsfüttere fùr Segeberger sind Mist, bzw. den einen den ich habe.

    Bis bald Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Das Plastik in der Mitte und auf einer Seite aushaken, dann können die Bienen rein.


    Unten drunter ne Folie teilweise umschlagen bzw. ne kleinere Folie nehmen.


    Wildbau kannste drinnen lassen, der macht gar nichts.


    Domfütterer oder Fütterer mit Dom/Streckmetallgitter sind noch einfacher, Metall/Kappe wegwerfen und Stroh/Holzschwimmer/Schaumglasschotter rein und so funktionieren die sauber.