Dadant-Alberti-Blätterstock von A. Sträuli

  • Hat jemand von euch noch Erfahrung mit dem Dadant-Alberti-Blätterstock von A. Sträuli? Es gibt bei archive.org ein frei lesbares Exemplar des Buches von 1902 > Der pavillonfähige Dadant-Alberti-Bienenkasten (Schubladen-Blätterstock mit Blatt-Breitwabe) : unter besonderer Berücksichtigung der Königinzucht des Amerikaners G. M. Doolittle

    Wenn wir nur den Blätterstock-Brutraum betrachten und oben normale Magazin-Honigraum-Kasten aufsetzten würden, was gäbe es für Nachteile zu bedenken?

    Aloha ❀ Markus F.

    ✦ Liebe deine Bienen wie dich selbst - Liebe ist Verantwortung eines Ichs für ein Du, hierin besteht, was in keinem Gefühl bestehen kann, die Gleichheit aller Liebenden.

  • Hinterbehandlungsbeuten sind filigranere Möbel als Magazine, die etwas mehr konstruktiven Holzschutz benötigen- Aufstellung im Bienenhaus, Freistand oder Carport. Damit schränkt sich der Zugang meist auf von Hinten ein oder der Platzbedarf unterm Dach steigt bei Heben von der Seite.


    Vorteil ist, das man den Brutraum ohne Heben der Honigräume kontrollieren kann und das mit direktem Zugriff auf jede Wabe im Blätterstock inkl Beobachtung des Baurahmen durchs Fenster.

    Im Warmbau muß man die Waben auf einen Wabenbock parken, bis man zur ersten Wabe am Flugloch kommt.


    Man muß einen Kompromiß finden mit der Beutenbockhöhe- nicht zu tiefes Bücken beim Arbeiten am BR und der Höhe des Honigraumstapels. Letztendlich benötigt man doch etwa den Raum von mindestens 3 Zargen(DNM), wenn man nicht jede Woche ran kann.Auch kann man die HR-Gewichte den persönlichen Möglichkeiten anpassen- durch Halb oder Flachzargen, für Brutdistanzierung entsprechende Zargen(ringe) für die Brutwaben.

  • PS: bei reiner Blätterstockbetriebsweise verwendet man Rähmchen mit abgerundeten Seitenteilen, ohne Ohren.

    Wir verwenden durch den Mischbetrieb von Normbeute52 im Warmbau und Blätterstock auf Schienen, DNM-Magazinen und Segebergern- Rähmchen mit Ohren und gerade Seitenteile (keine Hoffmanns) und auch Honigraumrähmchen ohne Abstandshalter

  • Welchen Vorteil siehst du darin?

    Der Blätterstock kann im BR bearbeitet werden, ohne erst HR-Zargen beiseiteheben zu müssen. Waben werden "zwischenrausgezogen". mit minimaler Störung.

    Im Warmbau muß man die Waben auf einen Wabenbock parken, bis man zur ersten Wabe am Flugloch kommt.

    Da beschreibst du zwar auch eine Form der Hinterbehandlungsbeute, die ist aber ein Hinterlader, wie der Schweizerkasten, kein Blätterstock, bei dem stets der Zugang rechtwinklig zu den Wabenflächen geschieht bzw. Zugang in 'Kaltbaustellung' (wie bei Server-Blades). Beim Hinterlader unter den Hinterbehandlungsbeuten geschieht der Zugang zu den Waben stets in Warmbaustellung, d.h. parallel zu den Wabenflächen.

    Hinterbehandlungsbeute ist in Bezug auf den Blätterstock nicht ganz korrekt, denn er kann auch so gebaut werden, dass der Arbeits-Zugang seitlich zum Flugloch ist, das wieder in Warmbaustellung zu den Waben angeordnet ist.. Ja es ist verwirend mit diesem unpassenden Imkerlatein wie Warmbau/Klatbau als Relativangabe.

    Aloha ❀ Markus F.

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  • Natürlich kann man heute auch Hinterlader-Beuten in Freiaufstellung realisieren. Die Revisionsklappe ist dann gleich noch Tisch und Schütte. Einen genügend hohen Bock von min. 50 cm, denke ich, vorausgesetzt braucht es nur noch ein Metalldach, dann Lasieren und wir sind mit einer 3 etagigen Hinterbehandlungsbeute fast genauso in Erscheinung tretend wie die sonstigen dünnwandigen Magazinbeuten aus Holz die allerorten in der Imkerlandschaft lungern. Sowas haben die in Slovenien als A-Z-Hives bei Logar zu bekommen, 3* Langstroth ganz 1/1 ohne Ohren mit Hohlkehle unten und oben im Rähmchen.

    Haben wir 2BR Zander- und DNM-Imker nicht auch diese super coolen Doppelhaken zum außen an die Beute klemmen um wegen Platzmangel Waben parken zu können? Das kennen wir also schon. Und wenn wir eh nach üblicher Methode imkern können wir bei unseren häufigen Besuchen alle Woche zur Kipp- bzw. Schwarmzellenkontrolle immer gleich Honigrähmchen mit nach Hause nehmen um zeitnah Intervall zu schleudern - der Honig ist dann immer ganz frisch.

    Aber ich will hier eine normale moderne Imkerbetriebsweise mit angepasstem Brutraum ('Pressing') aber(!) ganzes Jahr aufbleibendem 1 Honigraum wie in der Magazinbetriebsweise mit Grosswabe im BR eruieren, die ich im Nachbau eines Dadant-Alberti-Blätterstock von A. Sträuli mit Modifikationen umsetzen will, wenn das geht und Sinn macht.

    Mann kann sowas sogar noch gebraucht bekommen, ist leider meistens DN. Aber in super Qualität und funktional. Leider zu klein, dashalb die Idee mit dem Blätterstock von Sträuli. Der hat mit angepasstem BR schon 1902 geimkert, hatte Honigraum-Aufsatz-Zargen, nur der BR war in der Art des Blätterstocks.

    Aloha ❀ Markus F.

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  • Was soll durch die Blätterstöcke besser als mit DadantBlatt-Magazin zu realisieren sein?

    Ich weiss nicht, besser?

    Was soll denn durch DadantBlatt-Magazin besser als mit Blätterstöcke zu realisieren sein?

    Aloha ❀ Markus F.

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  • Das man sich nicht die Mühe machen muß, etwas nachzubauen, was mit niemandem kompatibel ist.


    Als weiteren Punkt würde ich hinterfragen, welche Gründe führten dazu, das sich diese Konstruktion nach über hundert Jahren nicht durchgesetzt hat?


    Liegt es an den vielen Teilen einer solchen Beute und der komplizierteren Herstellung im Gegensatz zum später benutztem Magazin und der damit einhergehenden höheren Preis?

    Das der Blätterstock beim Wandern doch gewichtlich problematischer ist und die späteren Magazine da echt im Vorteil sind?

    So ein Magazinbrutraum mechanisch stabiler ist?

    Es keine Rolle spielt beim stapeln von falzlosen Magazinen, wenn die nicht so genau maßhaltig sind oder durch umwelttechnisch bedingtem Quellen oder Schrumpfen ihre Maße verändern.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Was soll durch die Blätterstöcke besser als mit DadantBlatt-Magazin zu realisieren sein?

    Ich weiss nicht, besser?

    Was soll denn durch DadantBlatt-Magazin besser als mit Blätterstöcke zu realisieren sein?

    vor kurzem stand noch Dadant-Blatt im Profil...

    imkerst du schon, oder alles Theorie?

    Hinterbehandlungsbeuten werden aktuell lfd (fast) verschenkt - probier es aus. mit ein paar Schienen ist auch schnell auf Blätterstock/Kaltbau umgestellt und mit DNM hat man auch etwas was in B/BRB jederzeit wieder als Ableger/Volk absetzbar ist. Nur mit Hoffmann-Rähmchen sollte man es nicht machen! Beste Abstandsregelung sind Paschkebügel, wenn Rähmchen in magazinen und HB-Beuten verwendet werden sollen.

    da lernt man auch schnell, wie genau Fenster und Rähmchen übers gesamte Jahr die Toleranzen halten müssen, damit man imkern kann.Bei jedem Öffnen ist Abkratzen angesagt.

  • vor kurzem stand noch Dadant-Blatt im Profil...

    imkerst du schon, oder alles Theorie?

    Hinterbehandlungsbeuten werden aktuell lfd (fast) verschenkt - probier es aus. mit ein paar Schienen ist auch schnell auf Blätterstock/Kaltbau umgestellt und mit DNM hat man auch etwas was in B/BRB jederzeit wieder als Ableger/Volk absetzbar ist. Nur mit Hoffmann-Rähmchen sollte man es nicht machen! Beste Abstandsregelung sind Paschkebügel, wenn Rähmchen in magazinen und HB-Beuten verwendet werden sollen.

    da lernt man auch schnell, wie genau Fenster und Rähmchen übers gesamte Jahr die Toleranzen halten müssen, damit man imkern kann.Bei jedem Öffnen ist Abkratzen angesagt.

    Danke - die Tips in und zwischen den Zeilen habe ich wohl empfangen und aufgenommen.

    Also, ja ich habe auch Dadant-Blatt aber nicht nur, auch US/mod (deshalb nun generisch Dadant).

    Eigentlicher Grund ist, dass ich nicht 100% mit dem quadr. Grosswaben-System Dadant zufrieden bin: HR rauf, runter hin und her, wegen Gewicht, schlechtem Handling, schlechte Warmhaltigkeit.

    Habe dies Buch von Sträuli (1902) gefunden und war gleich begeistert (theoretisch).

    Ich habe die gebrauchten DNM-Alberti-Blätterstock-Angebote gesehen - tolle Qualität, echt. Logar Slovenien hat sowas immer noch im Standardangebot in Slovenien (Langstroth 232mm).

    Wandern will ich damit nicht. DNM wegen Ablegern von Imkern brauch ich nicht - bin autark am laufen, ist mir hygienisch keine Option. So ein Konstruktions-Mix aus Lagerbeute und Ständer-Magazin (so wie die 14/14DNM HBB?) mit Abtrennschied in Dadant BR vll mit Doppelvolk Betrieb - das schwirrt mir im Kopf?

    P.S. dann hätte ich auch gleich noch den Schaukasten gespart.

    Aloha ❀ Markus F.

    ✦ Liebe deine Bienen wie dich selbst - Liebe ist Verantwortung eines Ichs für ein Du, hierin besteht, was in keinem Gefühl bestehen kann, die Gleichheit aller Liebenden.

  • [..]

    diese Konstruktion nach über hundert Jahren nicht durchgesetzt hat? [..]

    Weniger Teile, billiger, herstellbar von ungelernten Arbeitern.

    Um der intn. Kosten/Leistungs-Konurrenz zu entgehen und selber Mehrwert zu kumulieren, erfindet man dann ... sagen wir Zander-Liebig(?) und Hoffmannseitenteile ohne Schiffsrumpffräsung (viele alte Hasen schwören, das sind die besten!)?

    Aloha ❀ Markus F.

    ✦ Liebe deine Bienen wie dich selbst - Liebe ist Verantwortung eines Ichs für ein Du, hierin besteht, was in keinem Gefühl bestehen kann, die Gleichheit aller Liebenden.

  • Markus, wenn du mit ZVK (ZweiKöniginVolk) arbeiten möchtest, empfehle ich dir mal mit mindestens 2x 12DD in so einer Betriebsweise zu imkern und für dich auszutesten.

    Dazu gibt es hier auch schon Threads.


    Das hohe Gewicht der HR bei 12xDD kann ich nachvollziehen, ist aber immer noch leichter als eine volle Segeberger Zarge.

    Versuch doch dann das 10er DD System, das bringt diesbezüglich mit den 1/2 DD Honigräumen Vorteile zu 2/3 LS Honigräumen und hat 8 statt 10 HR Rähmchen mit einer Gewichtseinsparung von da 4kg.

    Nachteil ist, du benötigst unter Umständen ein HR mehr als bei 12DD.


    Selbst wenn du beim Blätterstock bleibst, hast du das höhere Gewicht analog der 12DD Honigräume.


    Eine Bitte, unterlass das unterschwellige und oder offene gehetzte gegen andere Systeme, weil das hat in einem Imkerforum wie hier keine Relevanz. Das ist kein DD Fan Forum, sondern wir wollen uns über Bienen in imkerlichen Führung austauschen.

    Das da jeder seine Beutensysteme und damit verbundene Betriebsweisen hat, hat gewisse verständliche Gründe oder auch nicht.

    Damit ist des anderen System nicht weniger funktional als das, welches man für sich auserkoren hat.

    Die Bienen machen in jeder Kiste Honig, mal mehr mal weniger.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.